Kategorie-Archiv: persönlich

Vielen, vielen Dank

Dass so viele meinen Geburtstag und den meiner Frau Gaby wissen, hat uns einigermaßen überrascht und überwältigt. Die Menge der persönlichen Besuche, Karten, Anrufe, SMS, E-Mails, Facebookeinträge etc. der letzten Tage hat uns sehr berührt. Dafür bedanken wir beide uns sehr sehr herzlich, der Einfachheit halber (auch) jetzt über meinen Blog.

Natürlich ist es nicht alltäglich, dass ein Ehepaar am selben Tag Geburtstag hat. Dass die beiden dann auch noch exakt gleich alt sind, kommt dann nur sehr sehr selten vor. Das merkt man sich offensichtlich. Und die Ausrede, den Geburtstag meiner Frau eventuell vergessen zu haben, nimmt mir sicherlich keiner ab. Bei meinem 17. Geburtstag (lang, lang ist’s her) kam plötzlich mein Freund Karl-Heinz mit einer Attraktion daher: Einem jungen hübschen Mädchen, das am selben Tag denselben Geburtstag feierte. Es hat dann fast einen Monat gedauert, bis es zwischen uns „gefunkt“ hat – aber immerhin hält unsere Verbindung mittlerweile 38 Jahre. Gaby legt größten Wert darauf (und betont dies auch stolz), dass sie der jüngere Part von uns beiden ist und meint, dass man die 10 Stunden sowieso sieht.

Vor 38 Jahren hätte ich mir nie gedacht, erstens dass diese Zeit so rasch vergeht und zweitens, dass 55 ein Alter ist, dass so viel Spaß machen kann. Oft werde ich gefragt, wie das denn wäre, mit einem Menschen zusammenzuleben, der am selben Tag geboren ist. Ob man dann oft an dasselbe denkt. Manchmal schon, aber das ist sehr privat – und eigentlich kein Thema für einen Blog.

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Herr Wöhrleitner und dieses Wochenende

Unknown

Ich mache das wirklich nicht gerne, denn dafür habe ich diesen Blog nicht eingerichtet. Aber nachdem mich mittlerweile doch viele dazu auffordern, Stellung zu beziehen, mache ich das natürlich. Ja, mir ist bekannt, dass Alt-Bgm. Wöhrleitner in persönlichen Gesprächen, in Aussendungen, vor allem aber im Facebook über mich herzieht, mich beschimpft und mir Sachen unterstellt, die nicht stimmen.

Es klingt jetzt wahrscheinlich eigenartig wenn ich schreibe, dass ich dafür ein wenig Verständnis aufbringe. Herr Wöhrleitner hat 10 Jahre in Wiener Neudorf gemacht und getan, was er wollte und offensichtlich kommt er mit der jetzigen Situation noch nicht klar. Da muss man ihm einfach noch ein wenig Zeit geben, mit dem Verlust des Bürgermeister-Amtes fertig zu werden. Dass derzeit er und einige in der SPÖ versuchen, ihren „neuen“ Platz zu finden, ist für mich verständlich. Verständlich ist für mich auch, dass die SPÖ ihre bisherige Politik mit allen Mitteln verteidigt und alle neuen Ansätze der neuen Koalition (Reformpartnerschaft) versucht von vornherein in Grund und Boden zu verdammen. Dass die Bevölkerung den Stil und das Niveau, wie das geschieht, mehrheitlich ablehnt, haben manche in der SPÖ allerdings noch nicht begriffen. Das was die SPÖ zumindest erkannt zu haben scheint ist, dass eine sofortige Neuwahl, wie von Herrn Wöhrleitner angestrebt, von den Wiener Neudorfer/-innen nicht gewünscht wird. Ich muss zur Kenntnis nehmen, dass einige (aber nicht alle) in der SPÖ unser Angebot zur Mitarbeiter ausgeschlagen und sich für Frontal-Opposition entschieden haben. Auch gut. Mehr möchte ich zu diesem Thema nicht sagen.

Dieses Wochenende! Dieses Wochenende geht es wieder rund in Wiener Neudorf. In den nächsten Tagen bieten wir eine Vielfalt an Events und Veranstaltungen. Wir stehen in guten Verhandlungen, dass das Wetter trocken bleibt.

Heute, am 30. April, wird der Maibaum im Rathauspark aufgestellt. Wir treffen uns ab 18.00 Uhr und gemeinsam mit Gemeinderäten, Vertretern einiger Vereine und hoffentlich vielen von euch werde ich den Maibaum bewachen. Für Livemusik, Speisen und Getränke wird gesorgt. Einige werden das bis morgen früh machen (natürlich ab 22.00 Uhr ohne Live-Musik), damit nichts Unvorhergesehenes passiert.

Morgen, am 1. Mai gibt es im Rathauspark ab 10.00 Uhr das traditionelle Mai-Fest mit dem Frühschoppen des Musikvereins Lyra mit einem Kinderfest und allem Drum und Dran.

Am Sonntag, den 3. Mai wird um 9.30 Uhr Bischof Erwin Kräutler (Prälat der flächenmäßig größten Diözese Brasiliens) die Firmung in unserer Pfarrkirche vornehmen. Dort werde ich dabei sein.

Ebenfalls am Sonntag räumen wir ab 10.00 Uhr in Wiener Neudorf auf. Unter der Leitung von Frau Vize-Bgm. Dr. Kleissner werden wir in einigen Gruppen ausschwärmen. Treffpunkt Gemeindeamt. Im Anschluss werden alle tatkräftigen Mitarbeiter im Rathauspark verpflegt.

Und am Montag wird um 19.00 Uhr die abgebrochene Öffentliche Gemeinderatssitzung im Sitzungssaal des Gemeindeamtes fortgesetzt. Es ist sicherlich interessant, sich das auch einmal anzuhören.

Vor 33 Jahren

Hochzeit 1982150

Samstag, der 17. April 1982 war ein verregneter Tag. Einer, an dem man am liebsten das Haus nicht verlassen hätte. Ging aber nicht. Hundert und mehr Menschen warteten. Der Pfarrer wartete. Und vor allem eine junge Dame in einem weißen Kleid (das ich, wie damals üblich, erst beim Altar das erste Mal sehen durfte).

33 Jahre später sind Gaby und ich 33 Jahre verheiratet – und zwar durchgehend und mit ein- und demselben Partner – , haben zwei Töchter erziehen und ein bislang überaus schönes, ereignisreiches, interessantes und aufregendes gemeinsames Leben verbringen dürfen. Ich habe mir damals nicht vorstellen können, wie rasch 12.055 Tage vergehen können.

Freitag, der 17. April 2015 war ein verregneter Tag. Einer, an dem man am liebsten das Haus nicht verlassen hätte. Ging aber nicht. Der Terminkalender war – wie immer – restlos gefüllt. Architekten wollten sich vorstellen. Der Präsident des Landesschulrates wollte ein kurzes Gespräch zum Thema „Bildungscampus“. Der Ex-Bürgermeister, nunmehr geschäftsführender Gemeinderat, war eingeladen – kam aber nicht. Post- und Unterschriftenmappen mussten erledigt werden. Mit dem Gemeindeanwalt musste ein wichtiges Thema abgestimmt werden. Danach Treffen mit hochrangigen Vertretern von Wiener Neudorfer Firmen. Spaziergang zum Hort. Eine Mitarbeiterin hat Geburtstag. Zurück ins Gemeindeamt. Der Fahnenabzug des Mai-Gemeindeblattes ist eingetroffen und gehört korrigiert. Ein Ortsplaner hat sich kurzfristig angesagt und präsentiert seine Ideen. 33 Rote Rosen mussten zwischendurch besorgt und irgendwo ein Tisch bestellt werden. Gaby musste mit irgendeinem Vorwand dorthin gelockt werden – es sollte ja eine Überraschung werden. Gelungen. Kurzes gemeinsames Mittagessen. Danach Treffen mit einem Nachbarbürgermeister.  Danach ins Lebenshilfehaus, wo Betreuerinnen und Bewohner/-innen die neue Gemeindeführung zu einer Jause und einem Rundgang luden. Verabschiedung. Ab ins Alte Rathaus. Abo-Veranstaltung. Großartiges Klavier-Konzert mit Elias Meiri (dem kongenialen Musik- und Lebenspartner von Timna Brauer). Mittlerweile ist es 22.00 Uhr geworden. Rüber ins „Della Casa“, dort sollte noch der Jugendbeirat tagen. Tja – Jugend! Niemand mehr da. Wir trinken noch einen Valpolicella (na gut – ertappt – Gaby einen, ich zwei). Ab nach hause und in die Heia.

Und heute beginnt unser gemeinsames 34. Jahr. Und es tut gut zu wissen, dass es aller Voraussicht nach wieder ein schönes, ereignisreiches, interessantes und aufregendes werden wird.

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Ein frohes und besinnliches Osterfest

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Vor und hinter allen Bergen

liegt der von uns durchsündenbohrte

Leib in allen Särgen.

 

Priester suchen Worte

für der Menschheit Opferlamm.

Kinderhände falten sich noch frommer.

 

Der Heiland kommt und kam

zu jedem seiner Abendmähler.

Und der Wind vertreibt die Täler

allmählich wieder Richtung Sommer.

 

Herbert Jan Janschka

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Entspannung pur

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Ich geb’s ja zu: Zum Leidwesen meiner Frau gehören Sportübertragungen zu meinen größten Lastern. Irgendwann vor vielen, vielen Jahren ist es mir zu fad geworden, auf der Couch zu sitzen und zum Fernsehapparat zu gaffen. Da habe ich dann begonnen zu bügeln und habe erkannt, dass mich diese Tätigkeit total ent-stresst und mich total entspannt.

Die letzte Woche war eine äußerst ereignisreiche für mich. Neben der Übernahme des Bürgermeisteramtes und der nach wie vor vorhandenen Leitung der Bezirke Mödling, Baden und Wien-Umgebung der NV-Versicherung gab es nicht viel Zeit zur Entspannung – ja am Donnerstag 2 Stunden Tennis.

In der letzten Zeit ist auch die Bügelwäsche liegen geblieben, auch die meiner Tochter, die derzeit mit meiner 5-monatigen schlafresistenten Enkeltochter genug am Hals hat. Da kommt dieses nahezu terminfreie Wochenende gerade recht, zwischen Schi-Weltcupübertragungen, Schispringen, Biathlon und natürlich dem ersten Grand Prix dieser Saison. Gratulation an Hamilton.

Meine Umgebung weiß natürlich, dass ich gerne bügle und dieser Umstand sorgt nahezu überall für Erstaunen, Erheiterung und männliches Entsetzen. Wenn Frauen bügeln ist das offenbar eine dem Geschlecht entsprechende normale Tätigkeit. Wenn Männer bügeln ist das in manchen Augen entweder eine Notwendigkeit mangels Partnerin oder Mutter – oder das untrügliche Mahnmal eines Pantoffelhelden.

Ich könnte noch seitenlang über das Bügel schreiben – aber leider: in 5 Minuten beginnt der 1. Durchgang des Slaloms. Da muss ich dem Marcel Hirscher den linken Daumen drücken. Den rechten brauche ich für das Bügeleisen. 7 Hemden habe ich noch.

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Die Reaktionen der letzten Tage: Einfach irre! Und wunderschön!

Unknown

Ich möchte mich auf diesem Weg für die unzähligen E-Mails, SMS, Anrufe, Facebooknachrichten u.s.w., die mich erreicht haben, ganz herzlich bedanken. Dass sich so viele über das Zustandekommen der Reformpartnerschaft mit Umweltforum und FPÖ freuen und dazu mit so lieben, motivierenden und erfrischenden Zeilen kommentieren, überwältigt mich. Anzahl und Art der zahlreichen Reaktionen sind einfach „nur irre“ und so wunderschön und so ermutigend.

Mir ist klar, dass ein großes Arbeitspensum auf uns zukommt. Nachdem ich den Bürgermeister-Job schon einmal gemacht habe, kann ich mir annähernd vorstellen, was auf mich und uns zukommt. Trotzdem ist es wichtig, jetzt nicht sofort Vollgas zu geben. Wir müssen aufpassen, dass unser Gestaltungs- und Veränderungswille, unser Tatendrang und unser Enthusiasmus nicht mit uns durchgehen. Jetzt ist es einmal vorrangig, die derzeit aufgewühlte Situation ein wenig zu beruhigen. Wir müssen in allen Bereichen den Ist-Zustand erheben. Die Mitarbeiter des Gemeindeamtes müssen die Zeit haben, sich an einen neuen, anderen Führungsstil zu gewöhnen. Wir Gemeinderäte dieser Reformpartnerschaft müssen zueinander finden, müssen unsere Tätigkeiten aufeinander abstimmen und wir müssen bestrebt sein, auch die Gemeinderäte der SPÖ ins Boot zu holen.

Ich nehme mir fest vor, dass man in Wiener Neudorf bald einen neuen Stil merken wird und einen frischen Wind, den wir hoffentlich mitbringen werden.