Archiv für den Monat: Januar 2021

Corona-Virus: Permanente Gratis-Teststrecke auch in Wiener Neudorf!

Wie aus den Medien bekannt, wird es in allen Bezirken Niederösterreichs ab sofort bis voraussichtlich Ende Mai Teststrassen geben, bei denen man sich nach einer vorherigen Anmeldung unter http://www.testung.at kostenlos mit einem Antigen-Test testen lassen kann. Im Bezirk Mödling wird es 8 Teststrecken mit unterschiedlichen Öffnungszeiten geben, darunter auch eine in Wiener Neudorf.

Diese Teststrasse im Festsaal des Freizeitzentrum, Eumigweg 3, wird jeden Dienstag von 07:00 Uhr bis 10:00 Uhr und jeden Freitag von 15:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet sein. Die vorherige Anmeldung unter http://www.testung.at verkürzt die Wartezeit, wiewohl man sich auch direkt vor Ort anmelden kann. Die Anmeldung erfolgt nicht standortbezogen. Es ist also möglich, je nach Termin-Vorliebe, einen der 8 Standorte im Bezirk Mödling aufzusuchen. Nähere Informationen zu den Standorten und Öffnungszeiten im Bezirk Mödling (und anderen Bezirken) unter: https://notrufnoe.com/testungen-industrieviertel

Der erste „offizielle” Test-Tag für die Wiener Neudorf Teststrasse ist diese Woche Freitag, 29.01. von 15:00 bis 18:00 Uhr.

Zur Erinnerung: Der Antigen-Test ist eine Momentaufnahme. Will man absolut sicher sein, sollte der Test nach 3-4 Tagen wiederholt werden.

Ich schwör’s: Ich wurde noch nicht gegen das Corona-Virus geimpft!

Ich schwör’s – bei allem was mir heilig ist – der Oberarm ist nicht meiner!

Eine Handvoll Berufskollegen, verteilt auf das gesamte Bundesgebiet, hat sich also, entgegen dem Impfplan, vorzeitig gegen das Corona-Virus impfen lassen. So weit, so schlecht, so unverständlich, so verwerflich, so nachvollziehbar – ich maße mir da kein Urteil an! Aber aus der Handvoll Bürgermeister haben die Medien – und einige Bundespolitiker – gleich eine ganze Vordrängler-Berufsgruppe gemacht. Deshalb beeile ich mich zuzugeben: Nein, ich wurde wie der Großteil aller Bürgermeister noch nicht geimpft.

Ich werde mich wie der Großteil aller Bürgermeister dann impfen lassen, wenn ich aufgrund meines Geburtsjahres 1960 an die Reihe komme. Das ist natürlich zweischneidig. Denn es wird die einen geben, die sagen: Na eh klar – der Feigling wartet einmal ob, wie die Alten auf die Impfung reagieren! Würde ich zu den Vordränglern zählen, dann würde es die anderen geben, die sagen: Na eh klar – er kann es sich ja richten! Als Bürgermeister bist Du da sowieso in der Zwickmühle.

Was mir an den Diskussionen der Jetztzeit nicht sehr gefällt, sind die gefährlichen Verallgemeinerungen. Eine Handvoll Bürgermeister – und schon geraten alle unter Generalverdacht. Ist ein Bericht in einer Zeitung falsch oder ungenau, dann wird allgemein von der Lügenpresse gesprochen. Wenn jemand mit Migrationshintergrund etwas anstellt – na eh klar: Ausländer! Passieren pädophile Einzelfällen in der Kirche, die erst verspätet an die Öffentlichkeit gelangen: Na eh klar, die vertuschen seit Jahrhunderten sowieso alles! Es gäbe noch unzählige Beispiele.

Dass einige wenige Bürgermeister ihr Amt zum eigenen Vorteil ausnützen, ist natürlich absolut nicht in Ordnung. Genauso wenig wie es in Ordnung ist, dass sich Spitzenpolitiker vor Monaten reihenweise in Wiener Neudorf einfinden, um vor laufenden Kameras und ausgewählten Fotografen die endlich in Österreich angelaufene Maskenproduktion am Palmers-Gelände zu loben, Unterstützung zusichern – und dann Wochen später Millionen Masken in China kaufen lassen. (Oh, sorry – Themenverfehlung, aber der Zorn darüber musste irgendwann aus mir raus).

Aber zum Thema zurück. Ich werde nicht drängeln, aber drängen. Und zwar darauf, dass nicht verbrauchte Impfstoffe weggeworfen werden. Aus einem Impf-Fläschchen gehen bekanntlich zwischen 5 und 7 Impfungen heraus. Angebrochene Fläschchen müssen innerhalb kürzester Zeit verbraucht werden. Also wurden diese offenbar in einigen Gemeinden an Personen verabreicht, die zufällig anwesend oder schnell verfügbar sind – auch wenn sie noch nicht an der Reihe sind. In Wiener Neudorf ganz sicher nicht. Denn ich will niemand in den Gewissensdruck – oder in die Zeitungen – bringen, sich vielleicht vorgedrängt zu haben. Ich habe durch die Reaktionen der letzten Tage gelernt, dass es da offenbar besser und unverfänglicher ist, den so heißbegehrten Impfstoff wegzuwerfen. Dann fühlt sich zumindest keiner benachteiligt.

Neben der Corona-Krise gibt es viel zu tun

Etwa 13 Millionen wird die neue Lärmschutzwand an der A2 kosten. Der Gemeindebeitrag in Höhe von 5,49 % wird ca. € 750.000,- betragen.

Natürlich ist die Bewältigung der Corona-Krise auch in Wiener Neudorf der vordringlichste Auftrag. Aber daneben dreht sich die Welt weiter und der Gemeinderat hat mehrheitlich (ohne die Zustimmung der Orts-SPÖ) viele Projekte durch die Verabschiedung des Budgets 2021 auf den Weg gebracht. Es wurden auch alle an mich herangetragenen Vorschläge der Opposition berücksichtigt.

Da Wiener Neudorf zu den finanzkräftigeren Gemeinden zählt, werden wir heuer vom Land NÖ ganz besonders zur Kassa gebeten. Alleine der Gemeindebeitrag für die Landeskrankenhäuser steigt 2021 um 14 % um € 543.000,- auf € 4,453.000,-.

Auch der Wiener Neudorf-Beitrag für die Sozialhilfeumlage steigt heuer um dem denselben Prozentsatz um € 425.000,- auf € 3,428.000,-.

Dessen ungeachtet werden wir durch unsere umsichtige Finanzpolitik auch heuer wieder ein beachtliches Investitions-Pensum schaffen.

Hier eine Auflistung der Investitionen (zusätzlich zu den sowieso alle Jahre zu tätigenden Investitionen) für das heurige Jahr:

€ 1,520.000,- Weiterführung Sanierung Sporthalle

€ 750.000,- Beitrag der Gemeinde (5,49 %) für die A2-Lärmschutzwand

€ 750.000,- Straßenbau (Neugestaltung Europaplatz/Eumigweg)

€ 550.000,- Sanierung Kanalsystem in verschiedenen Ortsteilen

€ 500.000,- Sanierung Wasserleitungsnetz

€ 457.000,- Austausch alter Fahrzeuge am Wirtschaftshof

€ 450.000,- Erweiterung Radwegenetz

€ 400.000,- Hilfsleistungsfahrzeug für die Feuerwehr

€ 400.000,- Sanierung Tiefgarage eines Gemeindewohnbaues

€ 244.000,- Verlegung Stockschützenplatz

€ 200.000,- Instandhaltung Gemeindestraßennetz

€ 190.000,- Sanierung zurückgegebener Gemeindewohnungen

€ 170.000,- Investitionen am Kahrteich

€ 107.500,- Instandhaltung Kinderspielplätze

€ 80.000,- Zusatzinvestitionen in unsere Grünbereiche

€ 75.000,- Jugendaktionen (Umfrage etc.)

€ 60.300,- Austausch Fahrzeuge am Friedhof

€ 60.000,- Investitionen in unsere Müllinseln

€ 57.500,- Zusatzinvestitionen Volksschule (Smartboards, PCs..)

€ 55.000,- Neuer Urnenhain am Friedhof

€ 50.000,- Neue E-Ladestationen für PKW

€ 32.500,- Investitionen in unsere Schulküche

€ 30.000,- Planung Erweiterung Friedhof

€ 26.000,- Unterstützung neue Innenbeleuchtung Pfarrkirche

€ 25.000,- Planung neue Mödlingbachbrücke beim Migazzihaus

Vor-Information über die Corona-Impfungen

Eine Schutzimpfung gegen das Coronavirus ist der beste Weg, um einen schweren Krankheitsverlauf zu vermeiden. Je mehr Personen sich impfen lassen, umso schneller und nachhaltiger werden wir diese Pandemie in den Griff bekommen. Die Corona-Schutzimpfung ist freiwillig und kostenlos.

Es wird drei Impf-Phasen geben:

Phase 1: läuft bereits seit Dezember 2020

Zuerst wurden und werden Bewohner/-innen und das Personal in Alten- und Pflegeheimen sowie Personen im Gesundheitsbereich und erste Hochrisikogruppen geimpft.

Phase 2: beginnt in Niederösterreich ab Februar 2021

In der Phase 2 folgen dann vor allem ältere Menschen sowie Personen mit Vorerkrankungen und Personen in gesundheitlich kritischem Zustand.

Phase 3: in Niederösterreich voraussichtlich ab April 2021

Ab dem 2. Quartal folgt dann die Impfung der restlichen Bevölkerung. Diese “vorläufig letzte” Phase soll im Laufe des Sommers abgeschlossen sein. Besonders positiv denkende Personen hoffen auf Anfang Juli. Da bin ich persönlich etwas vorsichtiger und ein wenig skeptischer.

Produktionsbedingt steht in Europa, in Österreich und somit auch in unserem Bundesland der Impfstoff zunächst nur begrenzt zur Verfügung. Es kann derzeit noch nicht jeder geimpft werden, daher ist es notwendig eine Reihung vorzunehmen. Jede verfügbare Dosis wird sofort abgerufen und verabreicht. Zuerst werden jene Menschen geimpft, die am meisten gefährdet sind!

Wer organisiert die Impfungen?

Es ist mir wichtig zu erwähnen, dass den Gemeinden zwar die Organisation der Massentests übertragen wurde, aber die Gemeinden für die Impfungen nicht zuständig sind. Dies erfolgt über die jeweilige Landesregierung und die niedergelassenen Ärzte. Gemeinden können durch die Zur-Verfügungstellung von Räumlichkeiten für eine Impfstraße behilflich sein. Das werden wir selbstverständlich tun. Weil ich das schon gefragt wurde: Die Gemeinden haben keinen Einfluss darauf, welcher Impfstoff verabreicht wird.

Wo werden die Impfungen stattfinden?

In Wiener Neudorf richten die niedergelassenen Ärzte ab Mitte Februar mit Unterstützung der Gemeinde eine Impfstrasse im Festsaal des Freizeitzentrums ein. Insgesamt soll es 6 Impfstationen im Bezirk Mödling geben. Wir werden Sie über die Homepage der Gemeinde und unseren SMS-Info-Service laufend informieren.

Kann man sich jetzt schon für eine Impfung registrieren?

Registrieren noch nicht, aber vor-registrieren. Und zwar unter: www.impfung.at/vorregistrierung Durch die Registrierung bekommen Sie, sobald Sie an der Reihe sind, zeitgerecht weitere Informationen via E-Mail oder SMS, wo und wann Sie geimpft werden und sich konkret zu einem Termin anmelden können. Sollten Sie keine E-Mail Adresse oder Probleme mit der Handhabung haben, bitten Sie jemanden aus Ihrem Verwandten- oder Bekanntenkreis, die Anmeldung für Sie vorzunehmen. Diese Person wird Sie dann bei der konkreten Anmeldung, anlässlich der einige Informationen abgefragt werden, unterstützen.

Wo gibt es weitere Informationen zur Impfung?

Alle Informationen zur Impfung in NÖ finden Sie online unter www.impfung.at

 Unter der Hotline 0800-555-621 können rund um die Uhr Fragen zur Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe gestellt werden.

Corona-Lockdown bis (mindestens) 7. Februar verlängert!

Die strengen Maßnahmen der letzten Monate haben sich zu wenig bezahlt gemacht. Österreich liegt mit einer 7-Tages-Inzidenz von derzeit 128 pro 100.000 Einwohnern im Ländervergleich in Europa ganz gut. Dennoch sind die täglichen Neuinfektionen nach wie vor zu hoch.
Dazu kommt, dass sich seit Anfang des Jahres die wesentlich ansteckendere Virus-Mutation (B.1.1.7) verbreitet. In Ländern wie Großbritannien und Irland hat das dazu geführt,dass die Ansteckungszahlen in den vergangenen Wochen massiv angestiegen sind. Mittlerweile wurden auch die ersten Fälle in Österreich bestätigt und es häufen sich die Verdachtsfälle. Um ein drastisches Ansteigen der Infektionszahlen zu verhindern, hat sich die Bundesregierung gemeinsam mit den Landeshauptleuten auf ein weiteres Vorgehen bei der Bekämpfung der Pandemie geeinigt. Und ich halte es für gut und richtig – und längst überfällig – dass sich die positiven politischen Kräfte zu einem gemeinsamen Handeln durchringen und auf parteipolitische Aversionen verzichten.

Seitens der Gemeinde Wiener Neudorf haben wir, dort wo es möglich ist, bereits vor Wochen auf ein 50 %iges Home-Office umgestellt und werden bei diesem bewährten System bleiben. Um unsere Mitarbeiter/-innen, aber auch alle zusätzlich Anwesenden, bestmöglich zu schützen, wird es auch für das Betreten von öffentlichen Gemeindeeinrichtungen eine FFP2-Masken-Pflicht geben. Wie und ab wann werden wir noch intern abklären.

Mir ist natürlich klar, dass manche von den derzeitigen Umständen schon sehr genervt sind und auf ein früheres Ende der Pandemie gehofft haben. Aber wir müssen uns einfach darauf einstellen, dass bis zu einer hohen Durchimpfungsrate an eine Rückkehr zu einer gewohnten Normalität nicht ausgegangen werden kann. Und das wird frühestens im Sommer 2021 sein.

Daran werden weder – in einer freien Demokratie und im Sinne einer freien Meinungsäußerung erlaubte – Verleugnungen, Verdrehungen, Falschinformationen, verquere Theorien oder Demonstrationen etwas ändern.

Die Menschheit hat Pandemien wie die Pest, die Cholera, die Spanische oder die Asiatische Grippe in den Griff bekommen. Die Medizin ist heute für uns glücklicherweise so weit fortgeschritten, dass wir die Auswirkungen des Corona-Virus viel rascher bewältigen werden können als Generationen vor uns die anderen Pandemien. In diesem Sinne können wir uns glücklich schätzen, im Heute leben zu dürfen. Trotz Lockdown.

Massentest besser angenommen als im Dezember!

Noch bis Mittwoch war die Anmeldezahl zum Corona-Massentest viel geringer als im Dezember, aber seither gehen die Ziffern deutlich in die Höhe.

Haben in Wiener Neudorf im Dezember knapp über 30 % das Testangebot angenommen, so werden es dieses Mal weit über einem Drittel sein. Bei über 1.700 vorgenommenen Schnelltests haben wir bei uns bislang 3 positive Ergebnisse.

Wir geben Ihnen noch immer die Möglichkeit sich dafür anzumelden: http://www.testung.at/anmeldung Es gibt in den einzelnen Teststraßen in Wiener Neudorf auch noch Kapazitätsreserven. Falls Sie noch kurzentschlossen einen Test machen wollen, dann wenden Sie sich an unsere Covid-Hotline unter 02236-62501 DW 106 bzw. 107.