Kahrteich: Ab sofort auch für Nebenwohnsitzer möglich!

Ab sofort haben auch zweitgemeldete Wiener Neudorfer/-innen Zutritt zum Gemeindeteich.

Durch die aktuell verbesserte Corona-Virus-Situation in unserer Region und aufgrund dessen, dass das Kahrteichgelände noch Kapazitäten verträgt, öffnen wir den Zugang ab sofort auch in Richtung Nebenwohnsitzer. Gleichzeitig wird die Maximalbelegung von derzeit 600 auf neu: 800 Personen angehoben. Zur Erinnerung: Vor der Corona-Krise war der gleichzeitige Zutritt von 2.000 Personen möglich.

Das bedeutet, dass ab sofort alle bis jetzt in Wiener Neudorf “zweitgemeldeten” Personen während der Öffnungszeiten des Gemeindeamtes (Bürgerservice) die Teichfunktion auf der “Neudorf-Card” freischalten lassen können.

Ebenfalls möglich ist der Zutritt von (nicht in Wiener Neudorf gemeldeten) Kindern bis zum 6. Lebensjahr in Begleitung von Personen mit einer Saisonkarte. Diesbezüglich erfüllen wir einen Wunsch von etlichen ortsansässigen Großeltern, die während der Sommerwochen verstärkt auf ihre nicht bei uns gemeldeten Enkelkinder aufpassen.

Um diese Frage gleich vorwegzunehmen: Tageskarten für Auswärtige und freie Zugänge am Abend wird es definitiv heuer nicht geben können, weil es absolut unwahrscheinlich ist, dass das Corona-Virus in den nächsten Tagen/Wochen komplett verschwindet. Ich ersuche um Verständnis, dass wir nach wie vor vorsichtig und restriktiv vorgehen müssen.

Mahnmal wird zum “Park der Erinnerung”

Bislang fertig ist das “Brauer-Mahnmal” und die 1:1-Nachbildung des KZ-Einfahrtstores ganz rechts. Alles andere soll 2021 verwirklicht werden.

Auf Initiative der Marktgemeinde Wiener Neudorf und des Gedenkvereins Wiener Neudorf-Guntramsdorf wurde 2014 gemeinsam mit dem renommierten österreichischen Künstler und Zeitzeugen Prof. Arik Brauer ein Denkmal in Wiener Neudorf Ecke Palmersstraße/Eumigweg errichtet, um an die tausenden Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter, die in Wiener Neudorf während des Zweiten Weltkriegs unter unmenschlichen Bedingungen Sklavenarbeit leisten mussten, zu erinnern.

Es war aus meiner Sicht ein gutes und wichtiges Projekt, aber an einem wenig attraktiven, irgendwie verlassen wirkenden Ort hingestellt. Wir haben deshalb 2018 den Platz unter Mitwirkung des neuen Unternehmens “eurofins”, das uns einen ausreichenden Platz zur Verfügung stellte ausgeweitet. 2019 hat der Gemeinderat dann einstimmig einen Architektenwettbewerb zur Gestaltung dieses Platzes beschlossen. Die Jury bestand neben Prof. Arik Brauer aus Mitgliedern des Gedenkvereins und des Mauthausen-Komitees und ich vertrat mit einer Mitarbeiterin des Bauamtes die Gemeinde. Einstimmig haben wir ein Siegerprojekt ausgewählt, das im kommenden Jahr verwirklicht werden soll.

Aus 29 Einreichungen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zur Neugestaltung des Platzes beim KZ-Mahnmal in Wiener Neudorf siegten die beiden Wiener Architektur-Absolventen Sara Kaurin und Manuel Pawelka, die ihr Projekt vor der letzten Sitzung dem gesamten Gemeinderat präsentierten.

Sara Kaurin und Manuel Pawelka sind auf die Gestaltung von öffentlichen Plätzen spezialisiert. Ich wollte keine reine Gedenkstätte und keinen Sakralplatz, sondern ich wollte die Erinnerung mit einer schönen Grünanlage vermengen. Das nunmehrige Siegerprojekt „Park der Erinnerung“ hat meine Wünsche und meine Vorstellungen bei weitem übertroffen und deshalb habe ich für diesen Entwurf plädiert. Ich habe der Reaktion der Gemeinderäte entnommen, dass es eine breite Zustimmung zur Verwirklichung gibt.

Wir werden den Entwurf in den Sommermonaten in einem Ausschuss noch einmal diskutieren und in der September-Sitzung des Gemeinderates möchte ich dann die Detailplanung beauftragen lassen. Es ist ein ambitionierter Plan, aber ich hoffe, dass der Platz bis zu den Gedenk- und Befreiungsfeiern im Mai 2021 fertig ist.

Die Marktgemeinde Wiener Neudorf, das Mauthausen-Komitee Österreich (MKÖ), das Internationale Mauthausen Komitee (CIM) sowie der Gedenkverein KZ-Nebenlager Wiener Neudorf/Guntramsdorf setzen sich für eine bessere Wissensvermittlung in der Gedenkarbeit ein. Ziel des im Herbst 2019 ausgerufenen internationalen Wettbewerbs war es, eine architektonische Lösung zu finden, die einen Rückzugsort zum Nachdenken sowie gleichzeitig Gedenkveranstaltungen und eigenständige Erkundungen ermöglicht. Neben dem Siegerprojekt „Park der Erinnerungen“ belegten das Künstler- und Architekten-Duo Julia Obleitner und Helvijs Savickis sowie die beiden Schweizer Géraldine Heller und Fabio Spink die weiteren Stockerlplätze des Gestaltungswettbewerbs. Die Ausschreibung stieß im gesamten deutschsprachigen Raum auf großes Interesse bei Architekten, Ingenieuren, Pädagogen, aber auch bei Experten aus der Kultur- und Wissenschaftsvermittlung und der Denkmalpflege.

Bitte weiter aufpassen: Das Corona-Virus ist nach wie vor da – auch in Wiener Neudorf!

Dieses Virus bestimmt nach wie vor unser Handeln – auch wenn es viele nicht wahrhaben wollen!

Um gleich die Gerüchte zu beantworten, die seit gestern in Wiener Neudorf umgehen: Nein, die Volksschule muss nicht geschlossen werden. Und: Nein, wir haben kein gröberes Corona-Problem. Aber wir haben eine eingeschränkte Corona-Situation. Es gibt eine positive Testung in der Familie einer Volksschullehrerin, die in einem Nachbarort wohnt und bei uns unterrichtet.

Aus Vorsichtsmaßnahme wurden einige Kinder und ein paar wenige Lehrerinnen der Volksschule von der Bezirkshauptmannschaft für 14 Tage unter Quarantäne gestellt. Für einige bedeutet dies, dass sie den geplanten Urlaub ab dem Wochenende nicht antreten können. Die Direktion der Volksschule hat umgehend und rasch informiert und reagiert. In diesem Zusammenhang hat auch der Fußballverein mit sofortiger Wirkung bis Mitte Juli seinen Jugendbetrieb eingestellt.

Ich selbst habe gestern nach vielen diesbezüglich ruhigen Wochen wieder den örtlichen Krisenstab aktiviert und die Sachlage eingehend besprochen. Seitens der Gemeindeverwaltung werden wir in jedem Fall Vorkehrungen für eine 2. Welle in unserem Ort treffen.

Zur Sicherheit aller hat die Direktion der Volksschule auch angeboten, heuer die Zeugnisse zuzuschicken bzw. zuzusenden und dazu aufgerufen, nur im Ausnahmefall die Zeugnisse persönlich abzuholen.

Ich stelle fest, dass wieder sorgloser mit der Situation umgegangen wird. Und das ist für das Virus die große Chance, wieder zuzuschlagen. Sorglos kann man in der jetzigen Situation gut und gerne mit “rücksichtslos” übersetzen. Und wenn wir nicht wieder zur Vorsicht und zur Zurückhaltung zurückfinden, dann ist eine 2. Welle nicht unmöglich. Es ist genauso falsch wie gefährlich, dass viele beginnen anzunehmen, dass der Spuk vorbei ist.

Die Situation in unserer Volksschule soll uns eine Mahnung sein. Ich will nur kurz skizzieren, was passiert, wenn ein Kind oder eine Lehrerin, die derzeit zur Vorsicht in Quarantäne sind, tatsächlich positiv getestet wird. Dann muss diese Person alle Kontakte der letzten 14 Tage bekanntgeben und diese wieder alle ihre Kontakte. Das kann dann sehr rasch – und innerhalb von Stunden – zu ungeahnten Folgen führen.

Vielleicht verstehen jetzt auch diejenigen, die mich seit Wochen für meine vorsichtige Vorgehensweise – Stichwort: Gemeindeteich – kritisieren, warum heuer nach wie vor andere Rahmenbedingungen gelten müssen als normalerweise. Und das nicht nur beim Gemeindeteich.

Die wichtigsten Beschlüsse der Gemeinderatssitzung vom 29. Juni

Aufgrund der erforderlichen Abstandsregeln fand die Sitzung wieder im Festsaal des Freizeitzentrums statt.

Im öffentlichen Teil wurden alle untenstehende Themen EINSTIMMIG beschlossen – und zwar:

Der Rechnungsabschluss 2019: mit einem Gesamtüberschuss in der Höhe von € 2,914,422,71. Im Vorfeld wurde der Rechnungsabschluss sowohl vom Finanz- als auch vom Prüfungsausschuss detailliert überprüft und vollinhaltlich für in Ordnung befunden.

Die Vermögensbewertung: Erstmals wurde das Gesamtvermögen der Gemeinde bewertet. Alle Grundstücke, alle Gebäude, alle Straßen, alle Kanäle, alle Wasserleitungen, alle Fuß- und Radwege bis hin zu den Bäumen, Verkehrszeichen, Büchern, Bildern und dem Geschirr haben einen derzeitigen Gesamtvermögenswert von ca. 104 Millionen €. Dieser Wert ist neuerdings deshalb wichtig, weil er als Basis für die Abschreibungen (AfA) ab den Bilanzen 2020 herangezogen werden muss.

Der Öko-Park: Das örtliche Raumordnungsprogramm und der Bebauungsplan wurden abgeändert bzw. eingeschränkt. Damit entsteht nördlich der Tennisstraße ein neuer, großer Schutzwald. Der mögliche Gesamtverkehr auf dem neuen Betriebsgebiet wurde limitiert. Es dürfen nur verkehrs- und emissionsarme Betriebe angesiedelt werden. Gewisse Einrichtungen werden von vorne herein ausgeschlossen (wie z.B. Möbelhäuser, Schlachthöfe, Veranstaltungshallen, Diskotheken, Freizeitparks, Park & Ride-Anlagen, Wäschereien et cetera). Entlang der A2 muss nach Norden hin der Lärmschutz verlängert werden. Entlang der Erschließungsstraßen werden Alleen sowie Fuß- und Radwege entstehen. Bevor die erste Baueinreichung erfolgen kann, muss zuerst die Infrastruktur auf Kosten der Grundeigentümer hergestellt sein.

Nunmehr kann die Planungsphase für die Infrastruktur beginnen. Planung, Einreichung und Genehmigungsverfahren sollen bis Ende 2021 abgeschlossen sein. Ab 2022 soll – so ist der Zeitplan – mit den Bauarbeiten der Straßen im Öko-Park und mit der Bepflanzung des Schutzwaldes begonnen werden.

Die Subventionen: Insgesamt wurden € 13.000,- an 5 Vereine bzw. Organisationen freigegeben.

Die Förderung von Sicherheitseinrichtungen: Die geltenden Förderrichtlinien wurden bis Ende 2021 verlängert. Gefördert werden bestimmte Sicherheitstüren bei Wohnungen und Eigenheimen sowie bestimmte Alarm-Einrichtungen. Informationen auf der Gemeinde-HomePage unter “Bürgerservice/Formulare/Sicherheit”.

Der Baumkataster: Mit Ausnahme des Waldls und unzugänglichen Anlagen entlang des Mödlingbaches werden alle im Eigentum der Gemeinde stehenden Bäume im Ortsgebiet katalogisiert. Bislang wurden 2.780 Bäume im Ortsgebiet registriert und bewertet. Knapp 200 fehlen noch. Der Kataster soll nunmehr vervollständigt und die Bäume laufend kontrolliert werden. Dafür wurde die Fa. LACON Wien zum Preis von € 15.636,- beauftragt.

Die Bundesförderungen: Das Ministerium für Landwirtschaft, Tourismus und Regionen fördert zwei Projekte besonders. Das sind: die neue Wasserleitung an der Bahnstraße und der B17 und: der neue Abwasserkanal an der Hauptstraße mit insgesamt € 151.100,-. Der Gemeinderat muss allerdings mit diesem Zuschuss einverstanden sein, so verlangt es die Gemeindeordnung – erst danach darf das Ministerium auszahlen.

Der Zubau zur Volksschule: Es wurden insgesamt € 220.806,- für den Ankauf von Smartboards, Tischlerarbeiten, WLAN-Verkabelungen, Beschilderungen, Ankauf von Fußabstreifern, Gärtnerarbeiten, Fassadendämmungen, die Errichtung einer Grünfassade (Rankgerüst) sowie einer neuen Brandmeldeanlage freigegeben.

Die Kultur im Park: Zwischen dem 18. Juli und dem 29. August werden im Rathauspark jeweils an den Samstag Abenden Kulturveranstaltungen bei freiem Eintritt stattfinden. Eine Vorankündigung erfolgte bereits im Juli-Gemeindeblatt. Eine umfassende Information geht in den nächsten Tagen an alle Wiener Neudorfer Haushalte.

Der Kahrteich: Der Gemeinderat hat die bislang gesetzten Maßnahmen des Bürgermeisters infolge der Corona-Krise befürwortet und dazu aufgefordert, diese Maßnahmen bis 30. September 2020 fortzusetzen. Das bedeutet, dass für die gesamte heurige Badesaison außergewöhnliche Richtlinien gelten: Eintritt nur mit Saisonkarte. Keine Tageskarten. Falls eine Lockerung möglich ist, dann nur in Richtung Öffnung des Geländes für Nebenwohnsitzer. Ob das denkbar ist, soll in etwa 14 Tagen evaluiert werden.

Im nicht-öffentlichen Teil wurde über Sozial-, Wohnungs- und Personalangelegenheiten abgestimmt.

Heute vor 60 Jahren

Gut, zugegeben: Das war vor einem Jahr – aber so viel verändert haben wir uns nicht!

Die Dame neben mir erblickte vor 21.915 Tagen am späten Dienstag-Abend in Wien das Licht der Welt. Da schaute ich schon ein paar Stunden gelangweilt an die Decke des Mödlinger Krankenhauses. Schräg neben mir der fast zur selben Stunde geborene Nachbarjunge aus der Pfarrgasse – Konrad Widmann. Worüber wir uns unterhielten, weiß ich nicht mehr. Über irgendein belangloses Zeug – schätze ich – und darüber, dass wir es am Vortag noch wohliger hatten.

6.209 Tage später, bei der Party anlässlich meines 17. Geburtstages lernte ich Gaby kennen. Mein Freund Karl-Heinz hat sie damals als Überraschungsgast mitgebracht. Seither sind 43 gemeinsame Jahre vergangen, denen zwei großartige Töchter entstammen – und der Familienbaum verzweigt sich mit bislang zwei Enkeltöchtern weiter. Irgendwie schön, wenn man weiß, dass die Familie weitergeht.

Gaby und ich möchten uns für die wirklich vielen Glückwünsche, die uns persönlich, telefonisch und über die elektronischen Medien heute bislang erreicht haben, bedanken. Eigentlich hatten wir vor, alle Glückwünsche einzeln zu beantworten. Aber nach den ersten 300 geben wir auf und machen das über diesen Weg – und bedanken uns gesammelt auf einmal bei jeder/jedem einzelnen von euch und bei allen von euch.

Wir bedanken uns für eure Bekanntschaft und für eure Freundschaft und freuen uns schon heute auf ein persönliches Wiedersehen. Wir hatten uns einiges zu unserem gemeinsamen 120er vorgenommen. Auch das hat uns das Corona-Virus zerstört.

Wir werden einiges nachholen. Denn Feste soll man ja bekanntlich feiern, wie sie fallen. Und wer sagt denn, dass man Geburtstage unbedingt am Geburtstag feiern muss. Denn wir sind ja immerhin ein ganzes Jahr so alt wie heute.

Gemeinderatssitzung am Montag ohne Nierensteine!

Mein derzeitiger Zustand: Ein wenig erledigt, aber “nierensteine-frei”

Die letzten Wochen waren für mich ein wenig mühsam und schmerzvoll. Nach Nierenkoliken Anfang Juni hat die damalige Operation zur Entfernung der Nierensteine leider nicht geklappt. Aber der jetzige Versuch war erfolgreich. Seit einigen Stunden bin ich “nierensteinefrei”. Vielen Dank an Prim. Univ-Doz. Dr. Claus Riedl und sein Urologieteam im Krankenhaus Baden.

Vorher musste noch alles für die letzte öffentliche Gemeinderatssitzung am kommenden Montag, den 29. Juni um 19.00 Uhr im Festsaal des Freizeitzentrums unter Dach und Fach gebracht werden. Abschließende Gespräche und Verhandlungen mussten geführt und die erforderlichen Ausschuss-Sitzungen abgehalten werden. Etliche wichtige Beschlüsse stehen am Montag auf der Tagesordnung: Der Rechnungsabschluss 2019, die notwendigen Raumordnungsbeschlüsse für den Öko-Park, Aufträge für die Volksschule und die Sporthalle, Subventionen für die Vereine und vieles mehr. Die Tagesordnung für den öffentlichen Teil sehen Sie untenstehend. Im nicht-öffentlichen Teil werden wir Sozial- und Personalangelegenheiten behandeln.

Wenn Sie am Montag Abend noch nichts vorhaben und dabei sein möchten: Es gibt noch Platzkarten, die Sie im Gemeindeamt (persönlich oder telefonisch bis Montag Mittag) reservieren können.