Der ortsunkundige Nikolaus

Kurz nach 8.00 Uhr stand plötzlich der Heilige Nikolaus im Gemeindeamt Wiener Neudorf. Er war auf der Suche nach der Volksschule und den Kindergärten, wusste aber nicht genau, wo sich diese befinden, weil er keine Adressen dabei hatte. Kurzerhand habe ich mich angeboten, den Nikolaus zu unseren Kinderbetreuungseinrichtungen zu begleiten.

Die Kinder waren über seinen Besuch hoch erfreut, aber überhaupt nicht überrascht. Denn schon seit Tagen wurden Lieder einstudiert und die Kinder nahmen richtigerweise an, dass der Nikolaus sie besuchen kommt – und natürlich für jedes Kind ein Geschenk mitbringt.

Also den Schlitten vom Hl. Nikolaus habe ich mir etwas anders vorgestellt.

Der musikalische Adventskalender der Gemeinde Wiener Neudorf

Und wieder hat heuer die Musikschule der Gemeinde Wiener Neudorf einen musikalischen vorweihnachtlichen Kalender gestaltet. Jeden Tag können Sie einen musikalischen Beitrag öffnen.

Vielen Dank für die Initiative unserer Musiklehrer und Musikschüler und für dieses einzigartige großartige Engagement.

Einfach anklicken, anhören und genießen: http://www.wiener-neudorf.gv.at/musikschule

MA 2351 – Heutige Folge: Häferl & Gutschein

Diejenigen, die nicht in 2351 Wiener Neudorf zu Hause sind, mögen ungläubig den Kopf schütteln und sich denken: „Na, die Sorgen möchte ich haben!“. Diejenigen aber, die hier wohnen, wissen aber, dass es jetzt um nichts weniger als um „Alles oder Nichts“ geht.

Die Vorgeschichte: Das Weihnachtsmarkt-Komitee (ich nicht darunter), das wohl wichtigste, meistbeschäftigte und geheimnisumwittertste Gremium der Stadt, hat einen folgenschweren Beschluss gefasst, die Folgen nicht ahnend. Dass nicht einmal der Bürgermeister diesem Gremium angehört, macht die Sache plötzlich noch geheimnisvoller und verschwörungstheoretischer. Der Beschluss: Beim Bestellen des ersten Punsches werden die Besucher genötigt, ein Häferl um € 2,50 zu kaufen und damit am Europaplatz von Stand zu Stand zu gehen, um eingeschenkt und nachgeschenkt zu bekommen.

Die politische Opposition, bestehend aus den allerbesten Köpfen der Orts-SPÖ und Orts-FPÖ, erkannte jedoch umgehend diesen größten Skandal seit dem mutwilligen Ampelausfall auf der Hauptstraße anno 1963, als diese noch Biedermannsdorfer Straße hieß. Eine Demonstration und ein Boykottaufruf des Weihnachtsmarktes wurde überlegt, aber des eigenen Durstes wegen wieder verworfen. Was tun? Das zweite Wochenende des Weihnachtsmarktes nahte und nahte, aber kein einziger brauchbarer Vorschlag. Hin und her wurde diskutiert. Was hätte ein Fidel Castro in einer solchen Situation getan? Was ein Nelson Mandela? Ein Ahmed Ben Bella? Oder gar ein Ingenieur Breitfuß? Doch, dann endlich ein paar Stunden vor Ablauf des Zeitfensters, die erlösende Idee. Von wem sie kam, lässt sich nicht mehr feststellen – angeblich will es im nachhinein jede/r einzelne gewesen sein: Ein Gutschein. Heureka!

Rasch wurde über die (un)sozialen Medien die Lösung verbreitet: Wir (also nicht ich darunter, sondern die beiden genannten Parteien) drucken ausreichend € 2,50-Gutscheine und diese allen Besuchern in die Hand. Damit gehen die Besucher (ich darunter) glücklich zu einem der Stände und tauschen den Gutschein gegen ein Häferl. Die Standler wiederum tauschen den Gutschein bei den beiden Parteikassen gegen echtes Geld (naja, also nicht gegen Schilling, sondern gegen Euro). Alle sind glücklich (bis auf die beiden Parteikassiere, aber denen wurde während der Diskussion der Mund zugehalten und bei der Abstimmung die Mitbestimmung verboten). Immerhin hatten wir am ersten Wochenende mit mehr als 1.500 Besuchern (ich darunter) einen absoluten Rekord zu verzeichnen. Und wenn man 1.500 mit 2,5 multipliziert, kann einem Kassier schon leicht schlecht werden.

So weit die Vorgeschichte für das zweite Wochenende (3. und 4. Dezember) unseres Weihnachtsmarktes vor dem Gemeindeamt 2351 Wiener Neudorf, Europaplatz. Damit die Gutscheine nicht umsonst gedruckt werden, hat die Gemeinde mittlerweile für ausreichend Hälferl gesorgt und an die Standler verteilt. Sowohl am Samstag als auch am Sonntag stehen ab 15:00 Uhr gut sichtbare Funktionäre der SPÖ und der FPÖ irgendwo am Gelände des Marktes und verteilen die Gutscheine. Nachdem jedem Besucher ein Gutschein versprochen wird, wäre es von uns allen äußerst unhöflich, dieses Angebot auszuschlagen – und nicht auch gleich die gesamte Familie mitzunehmen. Also ich zumindest möchte da sicher nicht als unhöflich hingestellt werden und habe meine Cousins vierten Grades, die ich seit Jahrzehnten nicht getroffen habe, bereits informiert.

Aber ganz im ernst: Mir gefällt es, dass sich viele – abseits des Weihnachtsmarkt-Komitees – Gedanken machen, sich einbringen und angestrengt versuchen ihren Teil zum Gelingen beizutragen. So soll es sein. Und genauso funktioniert eine Gemeinschaft.

Wir (also ich) informieren Sie zeitgerecht über die nächste Folge von MA 2351.

B17-Unterführung wird für ca. 2 Wochen gesperrt!

Die Wiener Lokalbahnen GmbH. (BadnerBahn) hat um Sperre der Gehwegunterführung B17 zwischen der Parkstraße und der Mühlgasse angesucht. Der Grund dieses Ansuchens liegt in der festgestellten dringend erforderlichen Sanierung des Brückenteiles des Geleisestranges (siehe Bild oben). Es wäre zu gefährlich diese Arbeiten bei Aufrechterhaltung der Gehwegunterführung zu erledigen.

Die Sperre wird ab Freitag, den 2. Dezember bis voraussichtlich Freitag, den 16. Dezember notwendig sein, natürlich abhängig von der Witterung und dem wiederum davon abhängigen Ablauf der Arbeiten.

Eine gefahrlose Überquerung der B17 ist bei den ampelunterstützten Zebrastreifen Höhe Schillerstraße bzw. Höhe Bahnstraße/Hauptstraße möglich. Der Fußgängerverkehr wird auch dorthin umgeleitet.

Durchgeführt werden die Arbeiten von dem international tätigen, in Linz ansässigen Bauunternehmen Swietelsky AG.

Advent(s)markt-Eröffnung vor dem Gemeindeamt Wiener Neudorf

Alle Jahre um diese Zeit gibt es Diskussionen, ob es nun Adventsmarkt oder Adventmarkt heißt. Eigenartig, denn niemand debattiert über das „s“ in Weihnachtsmarkt, Weihnachtsmann, Weihnachtsbaum, Weihnachtsgeschenk oder Weihnachtszug.

Richtig ist sicherlich: „Adventsmarkt“, aber in Österreich würden wohl nur wenige Deutschprofessoren das Wort unterwellen, würden Schüler das „s“ weglassen. Obwohl die Schreibweise „Adventmarkt“ grammatikalisch eher falsch ist, klingt es in Österreich richtiger und vertrauter.

Egal, wie man es schreibt, wir eröffnen heute um 15:00 Uhr den Markt vor dem und im Gemeindeamt Wiener Neudorf am Europaplatz. Während sich im Außenbereich die kulinarischen Höhepunkte Hütte an Hütte reihen, gibt es im Sitzungssaal im 1. Stock des Amtes die kunsthandwerklichen Stände.

Der Markt ist an den kommenden beiden Wochenenden samstags und sonntags ab 15:00 Uhr geöffnet, die Kunst- und Handwerksstände bis 20:00 Uhr, das Genussdorf im Außenbereich bis 22:00 Uhr.

Jeweils um 17:00 Uhr erfolgt ein Auftritt unseres Musikvereins Lyra, am Samstag, den 3. Dezember um 18:00 Uhr können wir alle beim Stand des Judo-Vereins gemeinsam einige Lieder singen.

Die Kinder können an allen 4 Markttagen von 15:00 bis 19:00 Uhr mit dem Weihnachtszug fahren. Am Samstag, den 3. Dezember verteilt der Weihnachtsengel um 16:00 Uhr Geschenke und am Sonntag, den 4. Dezember gibt es um 15:30 Uhr eine Zaubershow mit dem Magier Merlix.

Ich bedanke mich bei allen, die zum Gelingen des Advent(s)marktes beigetragen haben, allen voran dem Team unseres Wirtschaftshofes, die den Vorplatz vor dem Gemeindeamt so toll weihnachtlich gestaltet haben.

Wiener Neudorf ist (wieder) Jugend-Partnergemeinde

Gemeinden, die sich besonders für Jugendanliegen engagieren und auch ein umfangreiches überdurchschnittliches diesbezügliches Angebot vorlegen, werden als sogenannte „Jugend-Partnergemeinden“ ausgezeichnet. Zum wiederholten Male ist Wiener Neudorf dabei. Dieses Prädikat wird immer für 3 Jahre vergeben, dieses Mal also für die Jahre 2022 – 2024.

Die Verleihung erfolgte im Rahmen eines Festaktes im Rahmen der Messe Tulln. Aufgrund anderweitiger Termine in Wiener Neudorf war ich leider verhindert. Ich freue mich und bedanke mich dafür, dass unser Jugendgemeinderat GfGR Stefan Michalica, Jugendreferent GfGR Dr. Spyros Messogitis und GRin Constanze Schöniger-Müller Zeit gefunden haben, in meiner Vertretung diese Auszeichnung aus den Händen von Landesrätin Mag. Christiane Teschl-Hofmeister entgegen zu nehmen.