Überarbeitung des Budgets 2022 notwendig

Derzeit „brüte“ ich gemeinsam mit der Kassenverwalterin und Leiterin unserer Finanzabteilung über dem Budget 2022, das der Gemeinderat im Dezember 2021 verabschiedet hat.

Seither hat sich allerdings viel getan. Die Projekte für das heurige Jahr wurden finanziell mit den Schätzkosten der Monate September/Oktober 2021 angesetzt. Seit dem Einmarsch Russlands in die Ukraine spielen die Preise verrückt. Wir haben uns nicht nur hinsichtlich der Energieversorgung in eine schlimme Abhängigkeit eines Landes begeben, wir merken auch derzeit wie fragil die globale Wirtschaft derzeit aufgestellt ist und wie unberechenbar sich die generelle Situation weltweit darstellt.

Das wirkt sich bis hinunter – bis in die kleinsten Gemeinden – aus. Sämtliche Projekte müssen plötzlich nachjustiert werden, Preissteigerungen bis über 50 % müssen veranschlagt und mit Lieferengpässen und unkalkulierbaren Lieferzeiten muss gerechnet werden. Es ist also ein sogenannter „Nachtragsvoranschlag für das Jahr 2022“ notwendig, den ich ca. Mitte Juni dem Finanzausschuss präsentieren werde und der in der kommenden Gemeinderatssitzung am 4. Juli verabschiedet werden soll.

Wir werden in Wiener Neudorf mit aller Kraft und aller Energie versuchen, die begonnenen Projekte dennoch halbwegs zeitgerecht zu Ende zu bringen. Noch nicht begonnene Projekte werden wir schweren Herzens verschieben, weil das ohne zusätzliche Darlehensaufnahmen – aufgrund der gestiegenen Kosten – nicht zu stemmen wäre. Allerdings weiß ich nicht, ob das letztlich gescheit ist. Wenn die Preise auch im kommenden Jahr weiterhin derart ansteigen, dann wäre es imm Nachhinein möglicherweise besser gewesen, wir hätten die Projekte mit Darlehensaufnehmen „durchgezogen“ statt im nächsten Jahr aus den dann vorhandenen Eigenmitteln. Aber wir haben weder eine Glaskugel, die wir befragen, noch einen Kaffeesud, aus dem wir etwas herauslesen könn(t)en. In jedem Fall bin ich sehr froh, dass wir gerade in den letzten Jahren so viel in die notwendige Sanierung unseres Ortes investiert haben. Da konnten wir das halbwegs niedrige Preisniveau gut ausnützen. Heute müssten wir für all diese Projekte um viele Millionen mehr ansetzen und eventuell auf das eine oder andere ganz verzichten.

Wiener Neudorf blüht auf

Beispiel Eumigweg, Umkehrplatz vor dem Hort
Beispiel Rathauspark

Vielen Dank für die zahlreichen so positiven Rückmeldungen betreffend die Grünraum- und Blumengestaltung in unserer Gemeinde.

Gemeinsam mit unseren Partnerunternehmen (Kostwein, Ostermann und Wolf) hat sich unser Wirtschaftshof heuer enorm bemüht, Wiener Neudorf im wahrsten Sinne des Wortes aufblühen zu lassen. Mehr als 50.000 Blumen haben heuer geblüht, blühen noch und werden noch blühen – und lassen unseren Ort sehr bunt erstrahlen.

Dem geäußerten Wunsch der Opposition (vor allem der FPÖ), den Kiesbelag auf den Beeten schleunigst zu entfernen, damit man die Erde wieder sehen kann, werde ich keinesfalls nachkommen. Ich bin dem diesbezüglichen Vorschlag unserer Gärtnerbetriebe hinsichtlich der Kiesauflagen sehr dankbar. Der Kiesbelag dient als Schutz einerseits gegen Unkraut und andererseits gegen die Austrocknung der Beete durch die immer intensiver werdende Sonnenbestrahlung. Im Laufe der Zeit wird der Bewuchs immer dichter und der Untergrund sowieso immer weniger sichtbar.

Aktion „Wir räumen auf“: Manche sind wirklich …….

Von drei Stationen aus haben sich heute etliche Wiener Neudorfer/-innen (darunter viele Kinder) aufgemacht, um achtlos weggeworfenen Müll aufzusammeln. Wiener Neudorf zählt zwar durch die Arbeit unseres Wirtschaftshofes und die Sorgfalt eines großen Teiles der Bevölkerung mit Sicherheit zu den saubersten Gemeinden, aber trotzdem war noch vieles zu finden.

Ausfassen der Utensilien beim Standort KIGA Anningerpark.

Was mich besonders ärgert ist, dass vieles direkt bei Parkbänken auf den Boden geworfen wird, obwohl gleich daneben Mistkübeln stehen oder hängen. Da muss man schon über eine ordentliche Portion Gleichgültigkeit und Ignoranz verfügen. Es ist doch nicht zu viel verlangt, seinen Müll in einen Mistkübel zu werfen, selbst wenn man dafür ein paar Schritte gehen muss. Auch die einfach irgendwohin geworfenen Tschickstummel werden immer mehr zum Problem. Es kann doch nicht sein, dass wir im Gemeinderat allen Ernstes eine Ordnungsstrafe dafür überlegen müssen. Tschickstummel haben weder auf Gehwegen, noch auf der Straße, noch in Grünflächen oder Blumenbeeten etwas verloren. Tschickstummel gehören in die eigens dafür aufgestellten Behälter geworfen. Manchmal werden auch Raucher beobachtet, die die Stummel einfach in den Kanalgittern entsorgen, obwohl alles, was da hineingeworfen wird, 1:1 in den Mödlingbach kommt.

Völlig unverständlich: Parkbank, gleich daneben der Mistkübel und trotzdem Müll und Tschickstummel rund um die Bank

Es tut mir leid das schreiben zu müssen, aber manche von uns sind wirklich Schweine, ohne damit diese Tiere beleidigen zu wollen.

Ich bedanke ich beim weitaus überwiegenden Teil der Bevölkerung, der tagtäglich mithilft unseren Ort sauber zu halten und vor allem bei denjenigen, die bei der heutigen Aufräumaktion mitgemacht haben.

Obwohl Wiener Neudorf ein sichtbar sauberer Ort ist, hatten wir am Ende doch einiges aufgesammelt.

Falschinformationen im letzten SPÖ-Blatt

Das Halten von Haustieren ist durch einen vom Gemeinderat beschlossenen Mietvertrag seit 2018 klar geregelt. Das gilt beim Einzug in eine Wohnung als auch danach.

In der letzten Ausgabe des Wiener Neudorfer SPÖ-Blattes „Konkret“ stehen wieder einige Falschinformationen. Unter anderem wird behauptet, dass das Halten von Haustieren in Gemeindewohnungen von mir unerwünscht wäre. Diesbezüglich wird mir eigenmächtiges und ungerechtes Verhalten unterstellt. Es wird ein Beispiel erwähnt, dass eine Bürgerin eine Gemeindewohnung deshalb nicht bekommen hätte, weil sie einen Hund hätte und mit diesem in die Wohnung einziehen wollte.

Das ist unrichtig. Und das weiß die SPÖ auch. Warum sie es dennoch schreibt, weiß ich nicht. Aber ich kann es mir denken.

Richtig ist, dass die besagte Bürgerin mit einem sogenannten Listenhund (Kampfhund) in die Wohnung einziehen wollte. Das ist allerdings nicht möglich, aber nicht, weil ich das partout nicht möchte, sondern weil der Gemeinderat dies in seiner Sitzung am 29. Jänner 2018 (im Beisein der SPÖ-Fraktion) beschlossen hat. Und selbstverständlich muss sich ein Bürgermeister und die Gemeindeverwaltung an Beschlüsse des Gemeinderates halten. Der betreffende Passus, der seither in jedem Mietvertrag steht, lautet:

„Jegliche Tierhaltung ist ohne Zustimmung des Vermieters (Anm: Gemeinde) verboten, es sei denn es handelt sich um artgerecht in Behältnissen gehaltene wohnungsübliche Kleintiere, wie zB Hamster, Schildkröten oder Wellensittiche, nicht aber Hunde, Katzen, Schlangen, Spinnen oder Echsen.“

Die in Wiener Neudorf allerdings geübte Praxis ist die, dass für das Halten von Katzen die Zustimmung erfolgt, soferne es keine Beschwerden der Nachbarn gibt. Bei Hunden ist das Einvernehmen mit den Nachbarn herzustellen, soferne es sich um keine Listenhunde (Kampfhunde) handelt. Das Halten von Listenhunden (Kampfhunden) ist in Gemeindewohnungen generell verboten. Da die besagte Bürgerin mit einem Listenhund (Kampfhund) in die Wohnung einziehen wollte, war eine Vergabe aus diesem Grund – gemäß aufrechtem Gemeinderatsbeschluss – nicht möglich.

Selbstverständlich ist der komplette Sachverhalt der Wiener Neudorfer SPÖ-Fraktion bekannt, zumal der „Wohnungsvergabe-Ausschuss“ von einer SPÖ-Gemeinderätin geleitet wird.

Alles Süße zum Muttertag

Gemeinderäte unserer Fraktion haben vor sich vor den Einkaufszentren in Wiener Neudorf bei den Müttern für ihren unermüdlichen Einsatz bedankt und mit einer kleinen Süßigkeit alles Gute zum Muttertag gewünscht.

Dieser Gedenktag hat in den USA seinen Ursprung und hat innerhalb kürzester Zeit einen wahren Siegeslauf über unseren Planeten genommen. Ann Marie Reeves Jarvis war eine Bürgerrechtlerin, die sich gerade im Sezessionskrieg 1861 bis 1865 sehr um den Frieden bemühte. Sie starb am 9. Mai 1905, einem Dienstag. Ihre Tochter, Ann Marie Jarvis ließ ihrer Mutter zu Ehren anlässlich ihres zweiten Todestages eine Messe lesen, allerdings am 12. Mai 1907, einem Sonntag – dem zweiten Sonntag im Mai. Nach der Predigt des Pfarrers verteilte Ann Jarvis 500 Nelken, die Lieblingsblumen ihrer Mutter und beschloss ab sofort an jedem 2. Mai-Sonntag dieses Ritual zu wiederholen.

Die Idee eines „Muttertages“ wurde von den allermeisten Ländern übernommen und der überwiegende Teil davon begeht diesen Ehrentag aufgrund der oben beschriebenen Geschichte am 2. Mai-Sonntag, so auch wir in Österreich – initiiert durch die Begründerin der Frauenbewegung, Marianne Hainisch, der Mutter des damaligen Bundespräsidenten Michael Hainisch.

Da wir nicht wissen, wer von den zahlreichen Müttern in Wiener Neudorf welche Lieblingsblume hat, haben wir uns für ein süßen Geschenk entschieden, das den allermeisten schmeckt.

Allen Müttern einen wunderschönen Muttertag.

MR Dr. Norbert Stadter 1952 – 2022

Dr. Norbert Stadter (m) bei der Verleihung des Ehrenrings der Marktgemeinde Wiener Neudorf mit seinem Jugendfreund und Laudator GfGR Erhard Gredler (l) im Festsaal des Freizeitzentrums am 8. November 2019.

Völlig unerwartet ist der jahrzehntelange frühere Wiener Neudorfer Gemeindearzt Medizinalrat Dr. Norbert Stadter Anfang Mai knapp vor seinem 70. Geburtstag verstorben. Generationen von Patienten sind in seiner Praxis in der Hauptstraße, die er von seinem Vater übernommen und an seine Tochter weitergegeben hat, aus- und eingegangen.

Persönlich bin ich (wie viele Männer) ein äußerst schlechter Patient, weil ich erst immer dann um ärztlichen Rat rufe, wenn die Schmerzen unerträglich werden oder mir meine Frau die Entscheidung abnimmt, ob ich um Hilfe telefonieren soll oder nicht. Norbert hat das natürlich gewusst und war immer sofort zur Stelle oder hat aus der Distanz umgehend die richtige Diagnose gestellt.

Dr. Norbert Stadter war in seiner Art eine sehr einzigartige Persönlichkeit. Seine Klienten werden wohl wissen, was ich damit meine. Ich habe ihn in den Jahrzehnten, in denen wir uns kannten, sehr sehr herzlich erlebt, aber auch manchmal schroff und schrullig. Geschätzt habe ich immer seine direkte und ehrliche Art, seine unverdeckte und manchmal auch unverblümte Offenheit. Für mich war Norbert immer das, was man landläufig als „Original“ bezeichnet.

Jahrzehntelang war der Reitsport sein Ausgleich, in den letzten Jahren immer mehr das Golfen. Über beides konnte er sich stundenlang unterhalten.

Mir – und sicher auch den anderen Bürgermeistern, die er als Gemeindearzt in allen Gesundheitsfragen beraten hat – war er immer eine wichtige wertvolle Unterstützung und ein guter Ratgeber. Für seine Leistungen für Wiener Neudorf hat er vor etwas mehr als 2 Jahren den Ehrenring der Gemeinde erhalten und ist u.a. auch vom Gesundheitsministerium und von der Freiwilligen Feuerwehr ausgezeichnet worden.

Von unserer Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner bekam Dr. Norbert Stadter die Ernennungsurkunde zum Medizinalrat überreicht.

Wir verabschieden MR Dr. Norbert Stadter am kommenden Mittwoch, den 11. Mai um 14.30 Uhr am Ortsfriedhof von Wiener Neudorf. Unser aller Anteilnahme gilt seiner Frau Andrea, seinen Kindern und Enkelkindern und seiner gesamten weiteren Familie.