Vorsicht: Trickbetrüger unterwegs!

Aus gegebenem Anlass warne ich Sie vor Trickbetrügern, die derzeit im Bezirk Mödling – auch in Wiener Neudorf – unterwegs sind. Erst vergangenen Freitag verschafften sich zwei gut gekleidete junge (gut deutsch sprechende) Männer Zutritt zum Reihenhaus einer älteren Dame mit der Lüge, sie kämen von einem Telekomanbieter und müssten kurz etwas beim Fernsehapparat kontrollieren.

Während einer der beiden mit der Hausbesitzerin am Fernsehgerät hantierte und nach einer geraumen Weile alles für in Ordnung befand, durchsuchte der Zweite in der Zwischenzeit die anderen Räume und entwendete unerkannt einen vierstelligen Eurobetrag, um sich danach höflichst zu bedanken und zu verabschieden. Es dauerte einige Zeit, bis die Dame den Vorfall in seiner vollen Tragweite erkannte und die Polizei verständigt wurde.

Bitte lassen Sie niemand in Ihre Wohnung, der unangemeldet vorgibt, im Namen eines Unternehmens oder einer Behörde etwas kontrollieren zu müssen. Jede namhafte und seriöse Organisation meldet sich im Vorfeld ordnungsgemäß an bzw. vereinbart einen Termin mit Ihnen. Keine Behörde und kein seriöses Unternehmen schickt einfach so Leute los, um unangemeldet in den Wohnungen Geräte oder Leitungen zu kontrollieren. Seien Sie bitte diesbezüglich sehr vorsichtig.

Offensichtlich suchen sich die Trickbetrüger vor allem ältere alleinstehende Personen aus. Bitte reden Sie deshalb auch mit Ihren älteren Verwandten oder Nachbarn über dieses Thema.

Neue Lärmschutzwände A2: Demnächst geht es los!

Die Verbesserung bzw. die Neuerrichtung des Lärmschutzes betrifft die komplette Strecke zwischen den beiden Autobahnab- bzw. ausfahrten Mödling und Wiener Neudorf

Bis zum 25. August läuft noch das Ausschreibungsverfahren der ASFINAG (Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-AG). Bis dahin haben die Baufirmen Zeit, ihre Angebote abzugeben. Danach erfolgt die Vergabe an das bestbietende Unternehmen.

In der zweiten Oktoberhälfte soll, so ist der Plan, mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen werden. Bis dahin werden bei den unmittelbaren Anrainern Beweissicherungen durchgeführt und wird die Strecke auf eventuell noch vorhandene Kriegsrelikte untersucht. Wir rechnen mit einer Bauzeit von ziemlich exakt einem Jahr. Während dieser Zeit wird auf der Richtungsfahrbahn Graz die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h gesenkt.

Im Bereich zwischen den beiden Autobahnbrücken (Eumigweg und Hauptstraße) wird direkt an den Fahrbahnrand eine neue 13 Meter hohe Wand errichtet. Eine derart hohe Wand wurde entlang von Autobahnen in Österreich noch nie errichtet. Dafür notwendig sind Punktpilotierungen, die bis zu einer Tiefe von 18 Meter gebohrt werden, um der Wand die erforderliche Stabilität zu geben und sie auch vor Stürmen zu schützen. Am vergangenen Montag wurden die unmittelbaren Anrainer im Rahmen einer Info-Veranstaltung über die Details informiert. Es wird temporär zu Wahrnehmungen der Arbeiten kommen.

Darüber hinaus wird die bestehende Lärmschutzwand (Plexiglaswand) bei der Firma Müller-Transporte nach Norden bis zur Autobahnabfahrt Mödling erweitert. Zusätzlich werden Lärmschutzwände (bis 7,5 Meter Höhe) entlang des Eumigweges und der Hauptstraße errichtet. Auch von der Hauptstraße Richtung Süden bis zur Autobahnabfahrt Wiener Neudorf werden die Wände verbessert und erhöht.

Derzeit liegen viele Wohnbereiche in Wiener Neudorf deutlich über den erlaubten Grenzwerten und weit im gesundheitsschädlichen Bereich. Es wird deutliche Lärmreduktionen (durchschnittlich 10 – im Extremfall bis zu 18 Dezibel) geben. Laut unserem Lärmsachverständigen bedeutet das im Extremfall eine Reduktion des Lärms, wie wenn nur mehr 1/10 des Autoverkehrs auf der A2 fahren würde.

Das Wiener Neudorfer Kultur-ABO 2020/2021

Trotz des Corona-Virus haben wir uns dazu entschlossen, das Kultur-Abo auch für die Saison 2020/2021 im Freizeitzentrum zu organisieren. Allerdings mit einigen Änderungen bzw. Einschränkungen.

Es werden maximal ca. 350 Gäste (statt bislang 550) Zutritt haben. Die Veranstaltungen gibt es ausschließlich für Abonnenten. Es gibt keine Abendkassa. Zwischen Einzelpersonen bzw. Paaren oder definierten Gruppen werden jeweils Sesseln freigehalten werden. Die Abstände zwischen den einzelnen Reihen werden vergrößert. Die Sitzplatzvergabe erfolgt nach Einlangen der Anmeldungen in der Kulturabteilung des Gemeindeamtes.

Bisherige Abonnenten werden bevorzugt und können ihr Abo ab sofort bis 16. August exklusiv verlängern. Eventuell dann noch freie Plätze werden an neue Abonnenten ab 17. August vergeben – solange der Vorrat reicht.

Folgende Veranstaltungen werden jeweils an Samstagen ab 19.30 Uhr angeboten:

19. September 2020 – Wiener Gitarrenquartett Gitarrissima

24. Oktober 2020 – Theater “Meine Rosarote Hochzeit” (Neue Bühne Wien)

14. November 2020 – Quo Vahid – Musik trifft Magie

19. Dezember 2020 – Andy Lee Lang: Eine Amerikanische Weihnachts-Show

22. Jänner 2021 – Neujahrskonzert der NÖ Tonkünstler (fakultativ)

20. Februar 2021 – Das neue Kabarett der Kernölamazonen

13. März 2021 – Dolls & Guy: Operetten-Musical-Potpourrie

17. April 2021 – The Longfield Gospel Workshop

29. Mai 2021 – Werner Auer mit den besten Liedern über die Liebe

Details sehen Sie auf der HomePage der Gemeinde: http://www.wiener-neudorf.gv.at

Die Abo-Kosten belaufen sich auf € 134,- (mit Neujahrskonzert) und € 104,- (ohne Neujahrskonzert). Da die Abonnenten des vorjährigen Abos um Veranstaltungen aufgrund des Corona-Virus umgefallen sind, reduzieren wir für diesen Kreis die Abo-Kosten automatisch um € 20,-.

Wann wird hier weitergebaut?

So gut sichtbar (und ungeschützt) wie jetzt wird unsere Kirche Maria Schnee nicht mehr lange sein.

Eine Frage, die mich oft erreicht, ist die, wann am früheren Versteigerungshaus-Gelände weitergebaut wird. Aufgrund der Corona-Situation hat sich das Ausschreibungsverfahren leider um einige Monate verzögert. Dass der Abbruch des Geländes in die Wintermonate (Februar, März) vorverlegt wurde, war abgesprochen, weil Staubentwicklungen befürchtet wurden – und in dieser Zeit die Fenster eher geschlossen sind.

Gemäß unseren Informationen im Gemeindeamt soll es nun in der zweiten Septemberhälfte mit dem eigentlichen Bau weitergehen und das Projekt dann zügig bis Ende 2022 fertiggestellt werden.

An den Plänen hat sich nichts geändert. Die allseits bekannte Projektstudie wird umgesetzt. Geplant sind knapp 100 eher kleine Genossenschaftswohnungen – und zur B17 hin Büros und eine Bank (Raiffeisen). Durch ein monatelang verhandeltes ausgeklügeltes Mobilitätskonzept wird und muss der zusätzliche Autoverkehr äußerst gering gehalten werden. Dafür nehmen die Projektbetreiber viel Geld in die Hand, beispielsweise um ihren zukünftigen Mietern hohe Zuschüsse für Jahreskarten für den öffentlichen Verkehr anzubieten, weit überdimensionierte Radabstellplätze oder E-Car-Sharingplätze zu errichten.

Ansicht von der Badner-Bahn-Station Wiener Neudorf
Ansicht von der B17 von Süden (Guntramsdorf) kommend

Begegnungszone Parkstraße

Einerseits fahren manche Autos in der Wiener Neudorfer Parkstraße viel zu schnell. Andererseits ist dies Teil einer stark frequentierten West-Ost-Rad- und Fußgeherroute. Um Radfahrer, aber auch Fußgänger bestmöglich zu schützen haben wir uns entschlossen, für die Parkstraße großteils eine Begegnungszone und für die gesamte Straße Tempo 20 zu verordnen.

Seit 2013 gibt es in Österreich Begegnungszonen, also Straßen deren Fahrbahn für die gemeinsame Nutzung durch Fahrzeuge, Fußgänger und Radfahrer bestimmt sind. Diese Zonen entstammen dem Schweizer Vorbild und haben den Zweck, den Verkehr zu beruhigen, aber dennoch angemessene Durchfahrtsgeschwindigkeiten zu ermöglichen.

In der Begegnungszone sind alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt. Das heißt auch, dass ein mutwilliges Behindern anderer Verkehrsteilnehmer unzulässig ist, vielmehr soll die gegenseitige Rücksichtnahme zu erhöhter Aufmerksamkeit führen. 

Im Gegensatz zur Wohnstraße ist in einer Begegnungszone die Durchfahrt gestattet. Ein Spielen auf der Straße ist nicht erlaubt.

Die “Begegnungszone Parkstraße” ist ein provisorisches Pilotprojekt. Die ersten Wochen zeigen allerdings bereits eine sehr positive Entwicklung und viel positive Resonanz. Gut möglich also, dass ab dem nächsten Jahr die “Begegnungszone Parkstraße” zu einer Dauerlösung wird.

Die Corona-Krise trifft auch Wiener Neudorf finanziell im Millionenbereich!

Leider geht es bei uns nicht nur im Münzen, sondern um Scheine, um viele Scheine!

Genau berechnen kann man die finanziellen Einbußen durch das Corona-Virus noch nicht, aber eine ungefähre Ahnung habe ich schon. Weniger Kommunalsteuereinnahmen, weit weniger Zuweisungen von Bund und Land, Entfall von Kinderbetreuungsgeldern und Mieten, steigende Ausgaben im Reinigungs- und Hygienebereich – und noch einiges mehr. Es läppert sich. Auf der anderen Seite gibt es wieder außerordentliche Zuwendungen für bestimmte Investitionen aus der sogenannten “Gemeinde-Milliarde”, wodurch Wiener Neudorf mit knapp 1 Million Euro profitiert.

Unterm Strich rechne ich mit einem Minus von etwa 2 Millionen, möglicherweise etwas mehr. Das sind ca. 4,5 % unserer Jahresbilanzsumme. Es ist verkraftbar, aber natürlich deutlich spürbar. Jetzt zeigt sich, dass es gut und richtig war, in den letzten Jahren den Schuldenstand abzubauen und die Gemeinde auf sehr gute solide Beine zu stellen. Damit werden wir als Gemeinde halbwegs gut durch diese Krise kommen, vorausgesetzt, dass es keine Zweite Welle gibt.

Durch die geänderten Voraussetzungen bin ich gerade dabei den Nachtragsvoranschlag für 2020 zu erstellen, der bis Mitte August fertig sein wird. Ich habe die Gemeinderäte schon darauf eingeschworen, dass wir an allen unseren Projekten festhalten und teilweise unsere Investitions-Anstrengungen noch erhöhen. Dazu werden wir heuer zusätzliche Darlehen aufnehmen.

Die Situation rund um die Commerzialbank Mattersburg zeigt auch deutlich, wie wichtig es nicht nur für Privatpersonen, sondern auch für Gemeinden ist, die Rücklagen bei der richtigen Bank zu haben. Ich achte sehr darauf, dass die Gemeinde zu jeder Zeit liquid ist und ihre Rechnungen innerhalb weniger Tage mit Skonto bezahlen kann. Das bedeutet allerdings, dass unser Hauptkonto immer mit 2 bis 3 Millionen im Plus ist. Würde unsere Hausbank in Schieflage geraten, dann wäre jedoch dieser Betrag mit einem Schlag weg. Für Gemeinden gibt es nicht die Mindestsicherung, die für Privatpersonen gilt.