Wiener Neudorf: Kultur im Park heute ABGESAGT!

Ab heute hätte bis Ende August an jedem Samstag eine Kulturveranstaltung im Rathauspark stattfinden sollen. Heute die Mozartoper “Entführung aus dem Serail”, aufgeführt von den Passion Artists.

Leider müssen wir wetterbedingt absagen. Derzeit regnet es bei windigen 15 Grad Außentemperatur. Laut allen Wetterprognosen bleibt es heute weiterhin regnerisch, windig und unbeständig.

Wetterbedingt wird heute in Wiener Neudorf niemand aus dem Serail entführt!

Helene und Josef Weschitz: Unglaubliche 70 Jahre verheiratet!

Silberne Hochzeit, Goldene Hochzeit, Eiserne Hochzeit – das alles ist Jahre her. Am 11. Juli feierte das Ehepaar Helene und Josef Weschitz die sogenannte Gnadenhochzeit: also 70 (in Worten: SIEBZIG) verheiratete Jahre.

Beide blicken auf ein erfülltes gemeinsames Leben zurück. Irgendwie typisch für die damalige Zeit: Damit “er” Karriere machen konnte, kümmerte “sie” sich um die Erziehung der 4 Kinder und auch die Enkel- und Urenkelkinder (Nico maturierte vor wenigen Wochen erfolgreich) verbrachten viel Zeit im “Weschitz-Haus” in der Wiesengasse, wohin man von Mödling vor 50 Jahren zog. “Helene” übte ihr ganzes Leben den erlernten Beruf der Schneidermeisterin aus und bis in den vergangenen Herbst war sie eine der eifrigsten Turnerinnen in der örtlichen Sport-UNION.

Oberst i. R. Josef Weschitz übernahm in den frühen 1970er-Jahren die Leitung des Ausbildungs- und Schulungsreferats der Flugpolizei. Ab 1980 war er für den raschen Auf- und Ausbau eines flächendeckenden Hubschrauberrettungsdienstes in Österreich mitverantwortlich. Er trug dazu bei, dass eine Grundlage für die Zusammenarbeit im Hubschrauberrettungsdienst mit den Bundesländern, Kraftfahrorganisationen, Rettungsorganisationen und den Sozialversicherungsträgern geschaffen wurde.

Ich habe das Glück, immer wieder zu Besuch kommen zu dürfen und treffe ein jedes Mal auf ein in jeder Hinsicht rüstiges Paar. Offenbar hält ein langes gemeinsames Eheleben geistig und körperlich ganz besonders fit.

Auf der Liste der Hochzeitsjubiläen fehlt nur noch eine einzige Etappe: Die Kronjuwelenhochzeit nach 75 Jahren. Wenn dies erstmals in Wiener Neudorf jemand erreicht, dann Helene und Josef Weschitz.

Zu diesem einzigartigen Jubiläum wünsche ich alles, alles Gute und toi, toi, toi für die nächsten gemeinsamen Jahre.

Bahnstrasse Richtung Mödling bis Ende August gesperrt!

Die Bahnstraße ist Richtung Westen bis Ende August nur bis zum Reisenbauer-Ring befahrbar. Für den Reisenbauer-Ring selbst gilt das bestehende Durchfahrtsverbot weiter. Die Polizei kontrolliert verstärkt.

Gleich vorweg: Weder die Arbeiten in der Bahnstraße noch die Verkehrsregelungen haben irgendetwas mit der Gemeinde zu tun. Wir haben die diesbezüglichen Beschwerden, die das Gemeindeamt erreicht haben, weitergeleitet.

Wer von oder über die B17 mit dem Auto Richtung Mödling möchte, muss bis Ende August über die Steinfeldstraße fahren.

Was wird gemacht? Die EVN verlängert die bestehende Fernwärmeleitung (die derzeit direkt bei der Ampelanlage Bahnstraße/Grenzgraben endet) Richtung Westen weiter. Einerseits wird eine neue Wohnungsanlage in Mödling – vis-á-vis der Einmündung zur Templergasse – angeschlossen und andererseits werden auch Vorkehrungen für mögliche Anbindungen in Wiener Neudorf getroffen.

Da im Gehsteigbereich kein Platz mehr für Einbauten ist, muss diese Leitung in die Fahrbahn gelegt werden. Das bedingt, dass die Bahnstraße Richtung Mödling (ab der Einfahrt zum Reisenbauer-Ring) für die Dauer der Bauzeit (wahrscheinlich Ende August) gesperrt werden muss.

Da die Bahnstraße eine Landesstraße (B11) ist, hat die Gemeinde kein Mitspracherecht. Die Bezirkshauptmannschaft Mödling hat das Projekt verhandelt und auch die Verkehrslösungen samt den notwenigen Umleitungs-Beschilderungen veranlasst. Wir haben seitens der Gemeinde nur darauf gedrängt, dass die Arbeiten während der Sommermonate passieren, weil Juli und August die Monate mit dem geringsten Verkehrsaufkommen sind.

Persönlich bin ich mit den Hinweisschildern sehr unzufrieden, weil sie einerseits zu klein sind und andererseits viel zu spät wahrgenommen werden. Ich habe mit der zuständigen Stelle der Bezirkshauptmannschaft Kontakt aufgenommen und auf Verbesserungen gedrängt. Ich hoffe, dass sich die Situation im Laufe der kommenden Woche deutlich entschärft.

Wir haben auch wahrgenommen, dass das Durchfahrtsverbot durch den Reisenbauer-Ring von einigen Autofahrern nicht beachtet wird. Die Polizei Wiener Neudorf wird deshalb ab sofort verstärkt kontrollieren.

Circus Safari in Wiener Neudorf

Ende Mai waren die Zeitungen voll mit dem Schicksal des Circus Safari, das ein Gelände in Wien räumen musste und mit seinen Artisten und über 60 Tieren nicht wusste wohin.

Der KURIER beispielsweise schrieb am 29. Mai:

Im letzten Moment tut sich nun doch eine Lösung für den bis dato in Wien-Auhof gestrandeten Circus Safari auf. Wie der KURIER erfuhr, können Zirkusdirektor Benjamin Spindler und seine Familie mit 62 Zirkustieren über die Landesgrenze nach Niederösterreich übersiedeln. Die Gemeinde Wiener Neudorf gab am Freitag grünes Licht.

Das Schicksal des Circus Safari machte Schlagzeilen: Da der aus Graz stammende Zirkus wegen der Corona-Krise nicht in die Frühjahrssaison starten konnte, saß Spindler mit Frau und Kindern, Verwandten, ein paar Mitarbeitern und den 62 Tieren seit Monaten auf jenem Areal fest, auf dem die letzten Vorstellungen vor der Winterpause stattfanden. Doch da der Grundeigentümer – die Frey Holding – das Gelände selbst benötigt, hatte das Asyl von Beginn an ein Ablaufdatum. Und das wäre der kommende Sonntag. Da läuft der Mietvertrag, den die Frey Holding bis dahin kulanterweise zwei Mal verlängerte, endgültig aus. Nun dürfte es aber eine Alternative geben. In Wiener Neudorf konnte zwischen der B17 und der Südautobahn ein geeignetes Grundstück im Besitz eines großen Immobilienentwicklers gefunden werden. “Wir haben schon von Gemeinde, Besitzer und Pächter das Okay”, berichtet Spindlererleichtert. Zumindest Ersteres bestätigt Bürgermeister Herbert Janschka: “Von unserer Seite steht einer Bewilligung nichts im Weg”, sagt der Ortschef.

Mittlerweile ist der Circus Safari bei uns auf dem Öko-Park-Gelände der Fa. Universale, bei der ich mich für die Zusammenarbeit herzlich bedanke.

Zirkusdirektor Benjamin Spindler, die Artisten und Tiere freuen sich auf Sie

Wir helfen dem Circus seitens der Gemeinde so gut wir können, aber was der Circus dringend braucht sind Gäste, Gäste und wieder Gäste für die Vorstellungen.

Noch bis zum 9. August gibt es Vorstellungen und zwar von Mittwoch bis Sonntag jeweils um 18.00 Uhr und am Sonntag zusätzlich um 11.00 Uhr.

Details entnehmen Sie bitte der Home-Page www.circus-safari.com

Bitte kommen auch Sie mit Ihrer Familie und genießen unvergessliche Stunden im Circus Safari.

Manchmal muss ein Bürgermeister einem Clown beim Lachen helfen

Kahrteich: Ab sofort auch für Nebenwohnsitzer möglich!

Ab sofort haben auch zweitgemeldete Wiener Neudorfer/-innen Zutritt zum Gemeindeteich.

Durch die aktuell verbesserte Corona-Virus-Situation in unserer Region und aufgrund dessen, dass das Kahrteichgelände noch Kapazitäten verträgt, öffnen wir den Zugang ab sofort auch in Richtung Nebenwohnsitzer. Gleichzeitig wird die Maximalbelegung von derzeit 600 auf neu: 800 Personen angehoben. Zur Erinnerung: Vor der Corona-Krise war der gleichzeitige Zutritt von 2.000 Personen möglich.

Das bedeutet, dass ab sofort alle bis jetzt in Wiener Neudorf “zweitgemeldeten” Personen während der Öffnungszeiten des Gemeindeamtes (Bürgerservice) die Teichfunktion auf der “Neudorf-Card” freischalten lassen können.

Ebenfalls möglich ist der Zutritt von (nicht in Wiener Neudorf gemeldeten) Kindern bis zum 6. Lebensjahr in Begleitung von Personen mit einer Saisonkarte. Diesbezüglich erfüllen wir einen Wunsch von etlichen ortsansässigen Großeltern, die während der Sommerwochen verstärkt auf ihre nicht bei uns gemeldeten Enkelkinder aufpassen.

Um diese Frage gleich vorwegzunehmen: Tageskarten für Auswärtige und freie Zugänge am Abend wird es definitiv heuer nicht geben können, weil es absolut unwahrscheinlich ist, dass das Corona-Virus in den nächsten Tagen/Wochen komplett verschwindet. Ich ersuche um Verständnis, dass wir nach wie vor vorsichtig und restriktiv vorgehen müssen.

Mahnmal wird zum “Park der Erinnerung”

Bislang fertig ist das “Brauer-Mahnmal” und die 1:1-Nachbildung des KZ-Einfahrtstores ganz rechts. Alles andere soll 2021 verwirklicht werden.

Auf Initiative der Marktgemeinde Wiener Neudorf und des Gedenkvereins Wiener Neudorf-Guntramsdorf wurde 2014 gemeinsam mit dem renommierten österreichischen Künstler und Zeitzeugen Prof. Arik Brauer ein Denkmal in Wiener Neudorf Ecke Palmersstraße/Eumigweg errichtet, um an die tausenden Kriegsgefangenen und Zwangsarbeiter, die in Wiener Neudorf während des Zweiten Weltkriegs unter unmenschlichen Bedingungen Sklavenarbeit leisten mussten, zu erinnern.

Es war aus meiner Sicht ein gutes und wichtiges Projekt, aber an einem wenig attraktiven, irgendwie verlassen wirkenden Ort hingestellt. Wir haben deshalb 2018 den Platz unter Mitwirkung des neuen Unternehmens “eurofins”, das uns einen ausreichenden Platz zur Verfügung stellte ausgeweitet. 2019 hat der Gemeinderat dann einstimmig einen Architektenwettbewerb zur Gestaltung dieses Platzes beschlossen. Die Jury bestand neben Prof. Arik Brauer aus Mitgliedern des Gedenkvereins und des Mauthausen-Komitees und ich vertrat mit einer Mitarbeiterin des Bauamtes die Gemeinde. Einstimmig haben wir ein Siegerprojekt ausgewählt, das im kommenden Jahr verwirklicht werden soll.

Aus 29 Einreichungen aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zur Neugestaltung des Platzes beim KZ-Mahnmal in Wiener Neudorf siegten die beiden Wiener Architektur-Absolventen Sara Kaurin und Manuel Pawelka, die ihr Projekt vor der letzten Sitzung dem gesamten Gemeinderat präsentierten.

Sara Kaurin und Manuel Pawelka sind auf die Gestaltung von öffentlichen Plätzen spezialisiert. Ich wollte keine reine Gedenkstätte und keinen Sakralplatz, sondern ich wollte die Erinnerung mit einer schönen Grünanlage vermengen. Das nunmehrige Siegerprojekt „Park der Erinnerung“ hat meine Wünsche und meine Vorstellungen bei weitem übertroffen und deshalb habe ich für diesen Entwurf plädiert. Ich habe der Reaktion der Gemeinderäte entnommen, dass es eine breite Zustimmung zur Verwirklichung gibt.

Wir werden den Entwurf in den Sommermonaten in einem Ausschuss noch einmal diskutieren und in der September-Sitzung des Gemeinderates möchte ich dann die Detailplanung beauftragen lassen. Es ist ein ambitionierter Plan, aber ich hoffe, dass der Platz bis zu den Gedenk- und Befreiungsfeiern im Mai 2021 fertig ist.

Die Marktgemeinde Wiener Neudorf, das Mauthausen-Komitee Österreich (MKÖ), das Internationale Mauthausen Komitee (CIM) sowie der Gedenkverein KZ-Nebenlager Wiener Neudorf/Guntramsdorf setzen sich für eine bessere Wissensvermittlung in der Gedenkarbeit ein. Ziel des im Herbst 2019 ausgerufenen internationalen Wettbewerbs war es, eine architektonische Lösung zu finden, die einen Rückzugsort zum Nachdenken sowie gleichzeitig Gedenkveranstaltungen und eigenständige Erkundungen ermöglicht. Neben dem Siegerprojekt „Park der Erinnerungen“ belegten das Künstler- und Architekten-Duo Julia Obleitner und Helvijs Savickis sowie die beiden Schweizer Géraldine Heller und Fabio Spink die weiteren Stockerlplätze des Gestaltungswettbewerbs. Die Ausschreibung stieß im gesamten deutschsprachigen Raum auf großes Interesse bei Architekten, Ingenieuren, Pädagogen, aber auch bei Experten aus der Kultur- und Wissenschaftsvermittlung und der Denkmalpflege.