München: 10 Tote und viele sind erleichtert!

 

Wie viele habe ich von gestern Abend bis in die Nacht die Nachrichten über den Anschlag in München verfolgt. Als ich schlafen ging, waren es „wahrscheinlich 7 Tote und viele Verletzte“, als ich in der früh aufstand und die neuesten Nachrichten auf „N24“ ansah, waren es 10 Tote. Die ursprünglich drei Attentäter hatten sich auf einen verringert. Die für das Attentat vermuteten Langwaffen hatten sich als eine Pistole herausgestellt. Der am Abend vermutete Terrorangriff, möglicherweise mit religiösem Hintergrund, hat sich in der Früh als Amoklauf eines 18jährigen gezeigt. Die weiteren Schießereien in der Innenstadt, die viele mitbekommen haben wollen, haben sich als Wichtigtuerei herauskristallisiert.

Die Nachrichten, die ich zwischen 6:00 und 8:00 Uhr heute morgen verfolgt habe, waren für mich irgendwie getragen von einer gewissen Erleichterung – zumindest hat das so auf mich gewirkt. Natürlich ist nicht nur München in einem Schockzustand und natürlich ist die Betroffenheit groß. Aber: Doch kein Terrorangriff. Doch kein religiöser Hintergrund. Doch kein IS-Anschlag. Nur ein Amoklauf eines halbwüchsigen, wahrscheinlich psychisch kranken Menschen, der möglicherweise wenig Kontakte hatte, möglicherweise schulische Probleme und möglicherweise irgendwie angetan von Menschen, die irgendwann durchdrehen und Amok laufen, wie ein 17ähriger in einer Schule in Winenden oder der Massenmörder von Utoya. Aber natürlich wird in diesen Tagen auf die ausländische Herkunft der Eltern hingewiesen, auch wenn der Mörder gebürtiger Deutscher ist – Deutsch-Iraner. Eigentlich bin ich dann auch ein Österreich-Tscheche, weil meine Altvorderen vor 5 Generationen als „Ziegelböhm'“ eingewandert sind.

Da denke ich mir: Na und? Was ist da jetzt der große Unterschied zwischen einem religiös verblendeten Menschen, der allen Ernstes daran glaubt, dass wenn er Unschuldige tötet, irgendein Gott ihm in ein Paradies holt, wo Jungfrauen und Edelknaben schon sehnsüchtig auf gerade ihn warten oder einem Psychopathen, der durch den Mord an möglichst vielen Menschen auf sich aufmerksam machen möchte – aus welchen Gründen auch immer.

Vielleicht tun sich rechtsradikale und populistische Bewegungen mit psychopathischen Verbrechen schwerer, diese politisch zu vermarkten. Aber sonst?

Ich denke, wir geben diesen Verbrechern, Mördern, Attentätern, Terroristen – nennen wir sie wie wir wollen – zu viel Platz, zu viel Zeit und eine zu große Bedeutung. Da nehme ich mich nicht aus. Diese Psychopathen müssen ja glauben, dass die ganze Welt sie für wichtig hält. Das sind ja zumeist extrem schwache Persönlichkeiten mit zu wenig Anschluss, die viel zu viel Zeit für ihre kranken Gedankengänge haben. Und wenn sie dann mitbekommen, wieviel Wichtigkeit und Aufmerksamkeit ein komplett verblendeter und wirrer Typ wie ein Herr Breivik über viele Wochen und Monate bekommt (und sein Verbrechen sogar einen Jahrestag bekommt), dann ist vielleicht die Hoffnung – ich weiß es nicht, ich nehme es an – selbst auf wenige Stunden Aufmerksamkeit und Weltpräsenz in allen Medien wichtiger als die Fortführung eines vermeintlich verpfuschten Lebens.

Wenn ich in der letzten Zeit – und damit sind wir in Wiener Neudorf – mit Müttern von kleinen Kindern spreche, dann höre ich schon eine gewisse Unsicherheit heraus, in welche Welt denn diese Kinder hineingeboren werden. Da denke ich mir, dass mit dieser Unsicherheit wahrscheinlich in den 40er Jahren überhaupt keine Kinder bei uns hätten geboren werden dürfen. Oder zu vielen anderen Zeiten.

Ich bin eher bestürzt, wie geil wir auf negative Meldungen geworden sind. Ein befreundeter Journalist hat mich einmal gefragt, was ich glaube, wie die Überschrift aussehen wird, wenn ein Reisebus mit 60 Personen verunfallt und 10 Menschen schwer verletzt sind – ganz sicher nicht: 50 Personen unverletzt. Das interessiert – so mein journalistischer Freund – eher niemand. Und so sind auch die Nachrichten aufgebaut. Die ZIB2 dauert mit ihrer halben Stunde Sendezeit ja beinahe zu kurz, um alle negativen Nachrichten aus aller Welt unterzubringen, von den Kriegsberichten, Ausnahmezuständen, politischen Streitereien, Korruptionsfällen bis hin zu den sonstigen Abwegigkeiten, mit denen wir täglich ins Bett geschickt werden.

Aber auch wir in Wiener Neudorf, einem der sichersten Orte in einem der sichersten Bundesländer in einem der sichersten Staaten werden uns den Herausforderungen stellen müssen. Auch wir sind nicht gefeit vor irgendwelchen Psychopathen, die vielleicht irgendwo nebenan wohnen. Aus diesem Grund werde ich unsere Sicherheitsgemeinderäte mit der Erweiterung unseres Katastrophenschutzplanes um einen detaillierten Sicherheitsplan beauftragen. Dies in engster Zusammenarbeit mit unserer Polizeiinspektion. Auch wir haben öffentliche Plätze, auch wir haben öffentliche Einrichtungen. Die halte ich zwar alle für absolut sicher. Aber bis gestern galt auch das Einkaufszentrum in München für sicher. Dass der gestrige Anschlag keinen terroristischen Hintergrund hatte, erleichtert und beruhigt mich in keinster Weise.

Was mir imponiert hat, war mit welcher Professionalität und mit welcher Planmäßigkeit und welcher vorbereiteten Organisation die Münchener Verantwortlichen vorgegangen sind.

Rathauspark: Ein Zeichen von Reichtum

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Der Rathauspark: Eine wahre Wohlfühl-Oase mitten im Ort, heuer erstmals gepflegt von unserem neuen Gärtnerteam des gemeindeeigenen Wirtschaftshofes.

Der Reichtum oder Wohlstand einer Gemeinde spiegelt sich für mich nicht nur beim Budget und beim Blick auf den Kontostand wider, sondern hat ganz andere Gesichtspunkte. Einer davon ist, wenn es sich eine Gemeinde leisten kann, mitten im Zentrum Grünflächen zu haben und zu bewahren.

Ich weiß schon, dass es architektonisch und raumplanerisch vielleicht vorteilhaft wäre, Grünflächen im Ortszentrum für Einrichtungen – wofür auch immer – zu nützen. Wir werden dieser Versuchung widerstehen. Wir werden alle Grünflächen, die wir haben, langfristig als solche für die Bevölkerung sichern. Wir brauchen einfach überall „grüne“ Rückzugsmöglichkeiten, gerade in der Nähe von großvolumigen Bauten.

Deshalb ist es auch so wichtig, dass der Freizeitpark Reisenbauer-Ring nicht angetastet wird und  frühere Pläne, wie über dieses Gelände eine Zufahrt zum neuen Betriebsgebiet zwischen Freizeitzentrum und SCS zu errichten, verunmöglicht werden. Deshalb ist es auch wichtig, dass Überlegungen der Vor-Regierung wie z.B. den „Alten Sportplatz“ neben der Badner-Bahn-Station zu einem neuen Wohngebiet zu widmen, entschieden entgegen getreten wurde. Deshalb war es so wichtig, in den 90er Jahren den Klosterpark zu erwerben. Deshalb ist es so wichtig, den neuen Anningerpark so großzügig wie möglich für alle Generationen zu errichten. Deshalb ist es so wichtig, dass wir uns überlegen, das Gebiet des „Waldl’s“ zu erweitern. Deshalb ist es so wichtig, dass wir in guten Verhandlungen stehen, nördlich der Tennisstraße ein richtig kleines Waldgebiet aufzuforsten – um einen wirksamen Puffer zum dort geplanten Öko-Park zu haben. Auch wenn wir dort nur emissionsarme und verträgliche Betriebe zulassen werden.

Personalpolitik der Gemeinde : So funktioniert das in Wiener Neudorf!

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Die Gemeindemitarbeiter bei der Präsentation des neuen Unternehmensleitbildes – ausgearbeitet von den Abteilungsleitern.

Wir sind dabei, die Ablauf- und Aufbauorganisation des Gemeindedienstes (derzeit ca. 160 Mitarbeiter) auf neue Beine zu stellen. In der Zahl 160 sind auch sämtliche Außenstellen (Bauhof, Freizeitzentrum, Kindereinrichtungen, Raumpflege, Küche, Musikschule, Bibliothek) beinhaltet. Im Zuge einer Evaluierung des Rathauses werden wir teilweise Abteilungen aus Synergieeffekten zusammenlegen und auch räumliche Veränderungen vornehmen.

Ich sehe es nicht als meine Hauptaufgabe an, unbedingt mit allen Mitteln Personalkosten einzusparen und z.B. anstehende Pensionierungen unter keinen Umständen nachzubesetzen. Wenn sich sinnvolle Einsparungen ergeben, dann werden wir diese freilich umsetzen. In erster Linie geht es mir darum herauszufinden, ob jede/r Mitarbeiter/-in an der richtigen Stelle eingesetzt ist und um grundsätzliche Überlegungen, ob die Gemeindeverwaltung mit dem bestehenden Personal noch zusätzliche Aufgaben für die Bevölkerung erledigen kann (Stichwort: Erweiterung der Öffnungszeiten des Abfallwirtschaftszentrums – beispielsweise).

Wie funktionieren Neuaufnahmen?

Ich habe die 2. Führungsebene (Abteilungsleiter) mit mehr Kompetenzen, Vollmachten, aber auch Verantwortungen ausgestattet. Dazu gehört auch ganz besonders der jeweilige Personalbereich. Mir ist bewusst, dass ich von den Abteilungsleitern und ihren jeweiligen Abteilungen immer mehr verlange (diesbezüglich ist die Gemeinde ein ganz normales Unternehmen). Ich sage immer, dass wenn jemand noch genauso arbeitet wie vor 5 Jahren, dann macht das Unternehmen etwas falsch. Die Gemeinde ist wie jedes Unternehmen einem ständigen Veränderungsprozess unterworfen. Ich darf an dieser Stelle das Motto eines befreundeten Generaldirektors eines niederösterreichischen Unternehmens anfügen: Damit alles so gut bleibt wie es ist, muss sich vieles verändern!  Jede/r Abteilungsleiter/in ist mir verantwortlich, dass in den jeweiligen Abteilungen bestmöglich gearbeitet wird. Dazu braucht es die Zusammenstellung des richtigen Teams mit den richtigen Personen. D.h. die Abteilungsleiter sind für die Personalpolitik selbstverantwortlich. Wenn ein bestehender Mitarbeiter/eine bestehende Mitarbeiterin  nicht ins Team passt, dann müssen wir einen anderen geeigneteren Aufgabenbereich suchen. Das bedeutet aber auch, dass – betreffend neue Personalaufnahmen – die Abteilungsleiter wissen müssen, wen genau sie suchen.

Ich weiß schon, dass es früher vielleicht ein entscheidender Vorteil war, den Bürgermeister oder einen gewissen Gemeinderat gut zu kennen, einer gewissen Partei anzugehören, um mehr Chancen auf eine Beschäftigung bei der Gemeinde zu haben. Diese Vorgehensweise habe ich eingestellt. Das gehört definitiv der Vergangenheit an. Aber selbstverständlich ist es auch kein Nachteil oder ein Ausschließungsgrund, den Bürgermeister oder einen gewissen Gemeinderat zu kennen oder einer Partei anzugehören. Aber es ist nicht entscheidend. Die Gemeinde als ein führender Mittelbetrieb in Wiener Neudorf braucht die bestgeeigneten Mitarbeiter/-innen zur Bewältigung der derzeitigen und zukünftigen Aufgaben. Zusätzlich verlange ich von allen Mitarbeitern Loyalität zum Arbeitgeber, 100 %iges Engagement, absolute Offenheit und unbedingte Teamfähigkeit. Die richtigen Personen zu finden ist Aufgabe der Abteilungsleiter.

Natürlich habe ich – gemeinsam mit der Amtsleitung – die letzte Entscheidung, welche Personen wir in der Probezeit (6 Monate) beschäftigen – eine definitive Anstellung darüber hinaus ist Angelegenheit des Gemeindevorstandes bzw. des Gemeinderates. Aber eine Vorauswahl und einen Vorschlag erwarte ich mir von den Abteilungsleitern, die auch die notwendigen Bewerbungsgespräche führen.

Heute: Benezif-Konzert eines der besten Jugendorchester der Welt

 

Heute, Samstag, 16. Juli findet um 19:00 Uhr im Festsaal des Freizeitzentrums Wiener Neudorf, Europaplatz 1-3, ein Konzert mit einem der weltbesten Jugendorchester, dem „Youth Orchestra of San Antonio, Texas“ statt.

Dieses Konzert findet zugunsten des Vereines HOSPIZ Mödling statt, einem gemeinnützigen überkonfessionellen Verein, der seit 20 Jahren schwer kranke und sterbende Menschen begleitet. Seit 10 Jahren ist der Verein vom Land Niederösterreich mit der mobilen Palliativ- und Hoszipversorgung für den Bezirk Mödling beauftragt.

Die Leistungen des Vereines sind kostenlos und stehen allen Menschen offen. Die Arbeit des Vereines wird durch das Land NÖ, die Gemeinden des Bezirks sowie durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Benefizveranstaltungen, wie die heutige, unterstützt.

 

Wenn Sie heute Abend Zeit haben, dann versäumen Sie nicht diesen musikalischen Höhepunkt. Das Wetter ist sowieso bestens geeignet für einen musikalischen Leckerbissen – noch dazu zu einem guten Zweck.

Das Orchester spielt:

Franz Liszt (Ungarische Rhapsodie Nr. 2), Antonin Dvorak (Sinfonie Nr. 8 G-Dur) und Erwin Ewazen (Oboenkonzert).

Kindergarten: Weiterhin „native speaker“ in Wiener Neudorf

 

Aus Budgetgründen muss die Landesförderung für „native speakers“ in den Kindergärten gestrichen werden. Auch deshalb, weil die Kindergartenpädagogen und -pädagoginnen durch ihre Ausbildung genug Englischkenntnisse mitbringen, um den Kleinkindern ein ausreichendes Basiswissen beibringen zu können.

Das mag sein. Ich sehe das trotzdem anders. „Native speaker“ sind übersetzt: „Muttersprachler“, haben also Englisch als Muttersprache und können deshalb den Kindern ein anderes „Basis-Englisch“ beibringen als jene, die Englisch in der Schule gelernt haben.

Kurzum: Es wird in Wiener Neudorf ganz sicher keine Einschränkungen im Bildungsbereich in den Kindergärten und der Volksschule geben. Wir werden unsere „native speaker“ auch weiterhin beschäftigen – auch ohne Landesbeitrag. Das soll kein Misstrauen gegenüber den Englischkenntnissen unserer Kindergartenpädagogen sein, aber ich halte die Aufrechterhaltung unseres „native speaker“-Angebotes für wichtig, sinnvoll und notwendig.

Hurrah – wir haben gewonnen!

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Die „siegreiche“ Wiener-Neudorf-Abordnung in St. Pölten (Foto Willy Kraus)

Alle Gemeinden Niederösterreichs waren eingeladen, beim Wettbewerb „Ferienaktion NÖ 2016“ teilzunehmen. Gesucht wurden die Gemeinden, die die besten, umfangreichsten und interessantesten Ferienaktionen anbieten. Wir haben uns schon ausgerechnet, dass wir ganz gute Chancen haben müssten unter die Top 10 zu kommen.

Dass Wiener Neudorf schlussendlich gewonnen hat und damit als die Gemeinde ausgezeichnet wurde, die von allen niederösterreichischen Gemeinden das allerbeste Ferienangebot für Kinder hat, freut mich als Bürgermeister natürlich ganz besonders.

Was bieten wir an:

  • Ein 14-tägiges Feriencamp immer am Beginn der Sommerferien (derzeit sind über 70 Kinder in Leibnitz, die ich am kommenden Dienstag besuchen werde).
  • Ein 3-wöchiges Ferienspiel (heuer vom 25. Juli bis zum 12. August), bei dem unseren Kids ganztägig ein interessantes und abwechslungsreiches Programm geboten wird.
  • Einen durchgehenden Ferienkindergarten ab 2 1/2 Jahre.
  • Einen 6-wöchigen Sommerhort (die ersten und die letzten 3 Sommerferienwochen).
  • Einen einwöchigen Osterschikurs.

(Und alles zu einem wirklich erschwinglichen Preis, um allen Kindern die Teilnahme zu ermöglichen).

Vor wenigen Tagen durfte ich in Begleitung von GR Stefan Satra (ÖVP), gfGR Robert Stania (FPÖ), Gemeinde-Sachbearbeiterin Helga Hiller, einigen Kindergartenpädagoginnen und einer Abordnung von Kindern des Hortes Europaplatz die Ehrung in St. Pölten von Landesrätin Mag. Barbara Schwarz entgegennehmen.

Neben einer Urkunde und einigen Spielen wurde uns ein Gutschein für ein Musical-Workshop überreicht, der vom Hort Europaplatz demnächst eingelöst werden wird.

Einen ausführlichen Filmbericht darüber sehen Sie auf „Wiener Neudorf TV“ unter

http://www.youtube.com/user/wienerneudorftv