Kategorie-Archiv: Wiener Neudorf allgemein

Brasiliens Bischof Erwin Kräutler in Wiener Neudorf

Herbert und Gaby Janschka, Bischof Erwin Kräutler, Pfarrer Dr. Iosef Antoci vor der Pfarrkirche Maria Schnee in Wiener Neudorf

Den Firmlingen in Wiener Neudorf wurde am letzten Sonntag eine ganz besondere Ehre zu Teil. Bischof Erwin Kräutler, auf Heimaturlaub in Österreich, zelebrierte das Firmungs-Hochamt in Wiener Neudorf.

Erwin Kräutler, 1939 in Koblach, Vorarlberg, geboren, ging nach seiner Priesterweihe 1965 als Missionar zum Rio Xingu und Amazonas nach Brasilien. Seit 1981 steht er der flächenmäßig größten Diözese Brasiliens als Bischof vor.

Bischof Kräutler setzt sich nicht nur für christliche Werte ein, sondern kämpft seit Jahrzehnten für die Rechte der Armen, für die Rechte der sozialen Unterschicht und vor allem der Indios. Damit machte er sich zum Erzfeind der Großgrundbesitzer und Ausbeuter. Nach der Ermordung eines Ordensbruders und einer Ordensschwester  wollte er neben den Mördern auch die Hintermänner vor Gericht bringen. Bekannt ist auch sein Kampf für den Umweltschutz, vor allem sein Widerstand gegen das Staudammprojekt Belo Monte, demzufolge viele Indio-Völker ihren Lebensraum verlieren würden und seine Anzeigen gegen einflussreiche Personen in der Provinzhauptstadt Altamira wegen sexuellen Missbruchs von Kindern. Seit über 9 Jahren steht Bischof Kräutler deswegen unter Polizeischutz und wird rund um die Uhr von 2 Polizisten auf Schritt und Tritt bewacht.

Durch die Bekanntschaft mit unserem Diakon, DI Obermeier, und unserer Pfarrsekretärin, Maria Obermeier, ist es gelungen, Bischof Kräutler nach Wiener Neudorf einzuladen.

Unsere Pfarrkirche Maria Schnee war bis zum letzten Stehplatz restlos gefüllt. Die Art und Weise, wie Bischof Kräutler die Messe zelebrierte, hat gezeigt, wie modern, wie schwungvoll, wie heutig die Katholische Kirche sein kann. Tolle Unterstützung gab es dabei von unserem „Wald- und Wiesenchor“. Und das absolut lockere Auftreten des Bischofs (ohne Stab und Mitra), sein Zugehen auf die Menschen und auch seine einzigartige Predigt hat uns eine Ahnung davon gegeben, warum Erwin Kräutler zu den eindrucksvollsten, charismatischsten und bekanntesten Vertretern der Katholischen Kirche weltweit zählt.

Dass Bischof Erwin Kräutler die Firmungs-Messe zelebrierte war nicht nur ein großer Tag und eine große Ehre für die Firmlinge, nicht nur für die Ortskirche, sondern für ganz Wiener Neudorf.

Die Messe wurde nicht nur von Wiener Neudorf TV aufgenommen, sondern auch vom ORF. Einen Beitrag können Sie in der Sendung „Feiertag“ am Pfingstsonntag sehen.

Herr Wöhrleitner und dieses Wochenende

Unknown

Ich mache das wirklich nicht gerne, denn dafür habe ich diesen Blog nicht eingerichtet. Aber nachdem mich mittlerweile doch viele dazu auffordern, Stellung zu beziehen, mache ich das natürlich. Ja, mir ist bekannt, dass Alt-Bgm. Wöhrleitner in persönlichen Gesprächen, in Aussendungen, vor allem aber im Facebook über mich herzieht, mich beschimpft und mir Sachen unterstellt, die nicht stimmen.

Es klingt jetzt wahrscheinlich eigenartig wenn ich schreibe, dass ich dafür ein wenig Verständnis aufbringe. Herr Wöhrleitner hat 10 Jahre in Wiener Neudorf gemacht und getan, was er wollte und offensichtlich kommt er mit der jetzigen Situation noch nicht klar. Da muss man ihm einfach noch ein wenig Zeit geben, mit dem Verlust des Bürgermeister-Amtes fertig zu werden. Dass derzeit er und einige in der SPÖ versuchen, ihren „neuen“ Platz zu finden, ist für mich verständlich. Verständlich ist für mich auch, dass die SPÖ ihre bisherige Politik mit allen Mitteln verteidigt und alle neuen Ansätze der neuen Koalition (Reformpartnerschaft) versucht von vornherein in Grund und Boden zu verdammen. Dass die Bevölkerung den Stil und das Niveau, wie das geschieht, mehrheitlich ablehnt, haben manche in der SPÖ allerdings noch nicht begriffen. Das was die SPÖ zumindest erkannt zu haben scheint ist, dass eine sofortige Neuwahl, wie von Herrn Wöhrleitner angestrebt, von den Wiener Neudorfer/-innen nicht gewünscht wird. Ich muss zur Kenntnis nehmen, dass einige (aber nicht alle) in der SPÖ unser Angebot zur Mitarbeiter ausgeschlagen und sich für Frontal-Opposition entschieden haben. Auch gut. Mehr möchte ich zu diesem Thema nicht sagen.

Dieses Wochenende! Dieses Wochenende geht es wieder rund in Wiener Neudorf. In den nächsten Tagen bieten wir eine Vielfalt an Events und Veranstaltungen. Wir stehen in guten Verhandlungen, dass das Wetter trocken bleibt.

Heute, am 30. April, wird der Maibaum im Rathauspark aufgestellt. Wir treffen uns ab 18.00 Uhr und gemeinsam mit Gemeinderäten, Vertretern einiger Vereine und hoffentlich vielen von euch werde ich den Maibaum bewachen. Für Livemusik, Speisen und Getränke wird gesorgt. Einige werden das bis morgen früh machen (natürlich ab 22.00 Uhr ohne Live-Musik), damit nichts Unvorhergesehenes passiert.

Morgen, am 1. Mai gibt es im Rathauspark ab 10.00 Uhr das traditionelle Mai-Fest mit dem Frühschoppen des Musikvereins Lyra mit einem Kinderfest und allem Drum und Dran.

Am Sonntag, den 3. Mai wird um 9.30 Uhr Bischof Erwin Kräutler (Prälat der flächenmäßig größten Diözese Brasiliens) die Firmung in unserer Pfarrkirche vornehmen. Dort werde ich dabei sein.

Ebenfalls am Sonntag räumen wir ab 10.00 Uhr in Wiener Neudorf auf. Unter der Leitung von Frau Vize-Bgm. Dr. Kleissner werden wir in einigen Gruppen ausschwärmen. Treffpunkt Gemeindeamt. Im Anschluss werden alle tatkräftigen Mitarbeiter im Rathauspark verpflegt.

Und am Montag wird um 19.00 Uhr die abgebrochene Öffentliche Gemeinderatssitzung im Sitzungssaal des Gemeindeamtes fortgesetzt. Es ist sicherlich interessant, sich das auch einmal anzuhören.

Wiener Neudorf hat endlich ein Eisgeschäft

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Heute Punkt 12.00 Uhr war es so weit. Nach über 40 Jahren wurde wieder ein Eisgeschäft in Wiener Neudorf eröffnet. An der Ecke Hauptstraße/Europaplatz, wo früher ein Fernsehgeschäft und danach die Fa. Glas-Fuchs untergebracht war, eröffnete die Gelateria Pantelini und bietet ab sofort von Montag bis Samstag von 10.00 bis 20.00 Uhr und am Sonntag von 12.00 bis 20.00 Uhr Eissorten von Zanoni, Wien, Lugeck.

Bei strahlendem Frühsommer-Wetter durfte ich das erste Eis-Stanitzel verkosten und kann die Gelateria mit tiefster Überzeugung weiterempfehlen.

Der Standort des Eisgeschäftes ist natürlich unfair. Von meinem Bürgermeister-Büro habe ich direkte Sicht. Aber ich befürchte, es wird nicht beim Blickkontakt bleiben.

Schöne Geste auch von unserem Pfarrer, Dr. Iosef Antoci, der nicht nur das Eisgeschäft segnete, sondern auch die Speise des Bürgermeisters. Und vielen Dank an unseren Fotografen, Willi Kraus, für die Fotodokumentation.

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Der Friedhof wird zu klein

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Im Jahr 1900 wurde der „alte“ Friedhof in Wiener Neudorf neben der Frischauf-Mühle (Gebiet um die heutige Brauhausstraße) aufgelassen. 30 Jahre zuvor erwarb der Ziegelwerksbesitzer Robert Herzfelder die „Austria-Brauerei“ in Wiener Neudorf und baute sie zu einer der größten Brauereien Niederösterreichs aus. Dazu benötigte er Platz und erwarb Grundstück um Grundstück. Zuletzt wurde auch die Fläche des Friedhofes benötigt. Herzfelder schenkte der Gemeinde als Gegenleistung das Grundstück des heutigen Friedhofes in der Friedhofstraße/Ecke Volksheimgasse. Damals dachten sich die Gemeindeverantwortlichen wohl, dass die Fläche des neuen Friedhofs für alle Ewigkeit ausreichen würde. Dass die Gemeinde von damals knapp 3.000 Einwohnern auf mittlerweile über 9.000 anwachsen würde, war damals nie und nimmer absehbar.

Aufgrund dieser rasanten Bevölkerungsentwicklung und dem damit klarerweise verbundenen Wunsch, auch in der neuen Heimatgemeinde begraben zu werden, erreicht unser Friedhof in den nächsten Jahren die Grenze seiner Kapazität. Bis spätestens 2018 werden die letzten noch freien Gräberflächen benötigt werden. Die einzige Möglichkeit einer Erweiterung besteht nach Süden in Richtung des Grundstückes der MOJA/Mutterberatung und der Asphaltstockbahn. Dafür müssen wir neue Unterbringungsmöglichkeiten überlegen. Die Pläne für eine Vergrößerung des Friedhofes werden wir umgehend beginnen zu entwerfen.

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Die „fetten“ Jahre sind ab 1.1.2016 vorbei

 

Die Steuerreform ist de facto beschlossen und damit soll jedem von uns doch ein größerer Betrag im Börserl bleiben. Aber bezahlen muss das auch irgendwer. Und irgendwer sind die Länder. Und die Länder müssen es sich auch von irgendwoher holen. Und irgendwoher sind die Gemeinden. Und die Gemeinden? Den Letzten beißen die Hunde – besagt ein Sprichwort.

Was heißt das jetzt für Wiener Neudorf? Es gab eine Besprechung in St. Pölten und dabei wurden die Gemeinden auf bevorstehende Einschnitte ab kommendem Jahr vorbereitet.

Jede Gemeinde beteiligt sich bislang an den Kosten der Jugendwohlfahrt, an der Erhaltung von Pflegeeinrichtungen, an der Erhaltung der Krankenhäuser. Das kostet die Gemeinde Wiener Neudorf jährlich einen Millionenbetrag. Dem gegenüber stehen Rückführungen, Bedarfszuweisungen etc.

Bislang haben sich Rückführungen die Bezahlungen die Waage gehalten, waren viele Jahre sogar höher. Das wird sich ab 2016 dramatisch ändern. Es werden einerseits die Kosten der Gemeinden für Landeseinrichtungen mit Sicherheit deutlich angehoben und andererseits die Rückführungen empfindlich weniger werden. Insgesamt wird dies einen Verlust für die Gemeinde Wiener Neudorf von mehreren Hunderttausend Euro bedeuten.

Viele Gemeinden haben deshalb schon angedeutet, die Gebühren erhöhen zu müssen. Ich möchte schauen, dass wir so viel wie möglich in der Verwaltung einsparen, sinnlos teure Vorhaben (wie z.B. Generationenpark) deutlich abspecken und einige Maßnahme verschieben, damit die Wiener Neudorf/-innen so wenig wie möglich von diesem finanziellen Einschnitt spüren. Auch der Wöhrleitner-Idee der Verlegung des Gemeindeamtes in einen Neubau des Versteigerungshauses habe ich sofort ein Ende bereitet. Das können wir uns nie und nimmer leisten.

Leider wurde in den letzten Jahren nicht auf die finanzielle Situation der Gemeinde geachtet, der Schuldenstand in die Höhe getrieben, was sich natürlich auf die jährliche Kreditratenhöhe auswirkt. Alleine um die von der Wöhrleitner-Regierung begonnenen Projekte fertigstellen zu können, sind wir gezwungen, in der nächsten Gemeinderatssitzung einige Millionen an neuen Krediten aufzunehmen. Die Vor-Regierung hat den finanziellen Handlungsspielraum der Gemeinde so eingeschränkt, dass wir uns de facto fast keine außerordentlichen Projekte (außer der laufenden Verwaltung) ohne Darlehensaufnahme mehr leisten können.

Jedenfalls sind schon jetzt alle Ressortverantwortlichen aufgerufen, sich finanzielle Maßnahmen für die Budgeterstellung 2016 zu überlegen.

NV-Squashunion Wiener Neudorf holt Bronzemedaille

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Freitag und Samstag fand das Squash-Bundesligafinale 2014/2015 in Salzburg in einem Vollglas-Showcourt im Einkaufszentrum Europark statt. Der regierende Meister „NV Squashunion Wr. Neudorf“ wurde nach 8 Jahren in Folge erstmals nicht österreichischer Meister. Unsere Squasher mussten auf ihren Topspieler Gregory Gaultier verzichten, der beim höchstdotierten Profiturnier in Ägypten (leider) ins Semifinale kam und daher nicht rechtzeitig anreisen konnte. Das erste Spiel gegen den Lokalrivalen Bad Vöslau wurde glatt gewonnen. Somit musste Vizemeister Salzburg besiegt werden um ins Finale zu kommen. Das ist leider nicht gelungen, weil Salzburg in Bestbesetzung antreten konnte.

Salzburg wiederum unterlag im Finale der Spielgemeinschaft Tirol. Im Spiel um Platz 3 konnte sich Wiener Neudorf gegen Graz durchsetzen.

Nach 8 Staatsmeistertiteln en suite, nach insgesamt 12 Staatsmeistertiteln in der Vereinsgeschichte und 2 Vize-Staatsmeistertiteln, hat unser Wiener Neudorfer Sportverein die Edelmetallsammlung damit vervollständigt.

Mich freut dieser Erfolg doppelt: Einerseits als „squashspielender“ Bürgermeister und andererseits als Repräsentant des Hauptsponsors.