Kategorie-Archiv: persönlich

Meine Meinung zum Misstrauensantrag gegen Bgm. Wöhrleitner

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Das UFO hat Ende Oktober im Gemeindeamt einen Misstrauensantrag gegen den Bürgermeister eingebracht. Laut Gemeindeordnung muss dieser Antrag nun bis spätestens 27. November behandelt werden. Die Medien, wie beispielsweise das Bezirksblatt in seiner Ausgabe vom 5. November (siehe oben), hat dieses Thema dankbar aufgenommen.

Natürlich wurde auch ich von einigen Medien zu diesem Thema befragt und dazu, wie wir (also meine Fraktion) sich verhalten wird. Wir werden das in gewohnter Art und Weise im Team eingehend besprechen. Aber natürlich habe ich vorweg eine persönliche Meinung dazu.

Das UFO-Thema des Misstrauensantrages ist, dass Herr Wöhrleitner nichts für eine Temporeduktion auf der A2 getan hat und darüber hinaus einen Gemeinderatsbeschluss missachtet hat. Das kommt für mich nicht überraschend. Man muss einfach akzeptieren und zur Kenntnis nehmen, dass Herr Wöhrleitner für Verkehr und für Verbauung steht. Er steht einfach auf der Seite von Großprojektanten und er unterstützt eben lieber die Wünsche des Durchzugsverkehrs als die der belasteten Anrainer. Das ist seine Politik und das weiß jeder und das wusste auch jeder, der ihn damals gewählt hat. Und er hat, wenn auch nur denkbar knapp, im Jahr 2010 eine absolute Mehrheit erreicht und nützt diese dazu, seine Politik beinhart durchzusetzen. Dass da auch Parkanlagen nicht tabu sind, ist auch bekannt.

Ein Bürgermeister kann durch einen Misstrauensantrag nur dann abgesetzt werden, wenn dies 2/3 der Gemeinderäte wollen. Ich halte es für unwahrscheinlich, dass neben der gesamten Opposition auch 6 SPÖ-Gemeinderäte dem UFO-Antrag Folge leisten und damit ihren eigenen Frontmann absägen. Das käme 2 Monate vor einer Gemeinderatswahl einem politischen Selbstmord gleich.

Also ist dieser Antrag eine politische Möglichkeit auf Verfehlungen hinzuweisen. Und so verstehe ich diesen Antrag auch. Wir tun uns dabei als Fraktion etwas leichter als das UFO. Wir haben bei der konstituierenden Sitzung im Mai 2010 Herrn Wöhrleitner – im Gegensatz zum UFO – nicht zum Bürgermeister mitgewählt und ihm damit schon damals nicht das Vertrauen gegeben. Was wir ihm nicht gegeben haben, können wir ihm auch nicht entziehen. Uns war damals schon bewusst, welche Politik auf uns zukommt. Dass das UFO nun den Schritt setzt und ihm das damalige Vertrauen mit dieser Vorgehensweise öffentlich entzieht, kann ich nachvollziehen und halte es auch für richtig. Der Misstrauensantrag hat darüber hinaus aber keine Chance auf Erfolg.

Meine Anstrengungen konzentrieren sich eher auf den 25. Jänner 2015 – nächste Gemeinderatswahl. Da wäre es wichtig, dass die Bevölkerung die verfehlte Politik des Herrn Wöhrleitner erkennt und ihm das Misstrauen in der Wahlzelle ausspricht. Das wird für Wiener Neudorf wichtig und entscheidend sein!

Großeltern: Ein Beitrag zum Schmunzeln!

 

Gaby und ich bekommen nach wie vor Glückwünsche zu unserem ersten Enkelkind Elisabeth. Natürlich sind da auch humoristische Beiträge dabei, die auf die Tatsache des Älterwerdens hinweisen – obwohl wir uns beide für sehr junge Großeltern halten.

Technisch sind wir beide in den 60er Jahren eben in einer Zeit aufgewachsen, als „Vierteltelefone“ oder der Schwarzweiß-Fernseher schon als Luxusgüter galten. Die damaligen Aussagen in den späten 70er Jahren, dass wahrscheinlich in ein paar Jahrzehnten in jedem Haushalt ein PC stehen würde, war für uns genauso absurd und futuristisch wie die Vorstellung, dass in Bälde jeder mit einem Telefon herumspazieren würde. Mein erstes Handy hat dann in den 90er Jahren sage und schreibe (aus heutiger Sicht unglaubliche) 25.000 Schillinge (1.800 €) gekostet.

Und natürlich kommt es heute vor, dass ich, wenn ich eine falsche Taste bei meinem Apple erwische und plötzlich passiert etwas, mit dem ich nicht gerechnet habe, schon mal zum Handy greife und um Hilfe rufe.

Aber so wie auf dem Bild dargestellt geht es uns beileibe nicht. Das möchte ich schon festhalten – aber trotzdem finde ich die Bildmontage für so gelungen, dass ich sie weitergeben möchte.

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Hurrah! Ich bin Opapa!

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Diejenigen, die mir zu meinem Blog geraten und mich auch diesbezüglich beraten haben, meinten, ich solle mir alle zwei bis drei Tage das von der Seele schreiben, was mich gerade bewegt, was mich am meisten interessiert und woran ich am meisten denke.

Hätte ich das auf Punkt und Beistrich befolgt, dann wären in den letzten Wochen nur Beiträge über die Schwangerschaft meiner Tochter Michaela und über die nahe Geburt meiner Enkeltochter erschienen. Meine nähere Umgebung weiß wie unruhig, nervös und mit welcher Vorfreude ich dieses Ereignis herbeigesehnt habe.

Nun ist sie da, meine erste Enkeltochter Elisabeth Helena, 50 cm groß und 3.315 Gramm leicht. Wie alle Großväter habe auch ich das entzückendste und süßeste Enkelkind und wie alle Großväter bin auch ich der stolzeste Opapa der ganzen Welt. Und selbstredend ist meine Gaby die glücklichste und stolzeste Oma von ganz Wiener Neudorf und Umgebung.

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Ein ganz besonderer Jedermann

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Von allen Sommertheaterspielen, die ich in Niederösterreich regelmäßig besuche, ist die Kulturszene Kottingbrunn ein jedes Jahr ein definitiver Höhepunkt. Heuer hätte ich fast einen Fehler gemacht, weil ich mir dachte, Hofmannthals „Jedermann“ habe ich schon so oft gesehen. Vor 9 Jahren durfte ich bei der Freiluftveranstaltung im Kloster Wiener Neudorf bei der Inszenierung von Marcus Strahl an der Seite von Bruno Thost sogar mitspielen, genauso bei einer Aufführung vor über 30 Jahren in der Mödlinger Stadtkirche St. Othmar unter der Leitung von Andreas Steppan. Deshalb wollte ich heuer „auslassen“. Dann habe ich mich doch – Gott sei Dank – überreden lassen.

Wahrscheinlich hat die Kulturszene Kottingbrunn mit Anselm Lipgens einen der interessantesten Regisseure im deutschsprachigen Raum. Was Lipgens alle Jahre aus seiner von Profi- und Laienschauspielern bestehenden Gruppe herausholt, ist mehr als nur bemerkenswert. Und wie Lipgens die Räumlichkeiten der Kulturwerkstatt neben dem Wasserschloss alle Jahre an das Stück anpasst und wie er alle Jahre die Zuschauer anders um die Bühne gruppiert, ist schon alleine sehenswert. Heuer wurde die gesamte Bühne beispielsweise zur Tafel und die Zuschauer sind Teil der Festgesellschaft.

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Ich habe den „Jedermann“ bisher vielleicht 10 Male oder öfter gesehen, aber die Inszenierung von Anselm Lipgens war ein ultimativer Höhepunkt. Bis zum 28. September haben Sie noch Zeit hinzugehen und anzuschauen, ob ich recht habe oder nicht. Näheres finden Sie unter „www.kulturszene.at„.

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Die skurrilste Autobahn der Welt

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Durch einen Zufall bin ich auf dieses Foto gestossen und habe ein wenig recherchiert. Auch außerhalb von Wiener Neudorf treibt die Bauwut offensichtlich skurrile Blüten. Das für mich beste Beispiel der letzten Zeit ist diese neu gebaute Autobahn in der chinesischen Provinz Zhejiang, die einfach um ein verfallenes, aber noch bewohntes Haus herumgebaut wurde. Etliche Häuser mussten der neuen Trasse der Autobahn weichen. Den beiden Besitzern dieses Hauses war die angebotene Entschädigungssumme allerdings zu gering. Statt zu verhandeln, wurden die an die von den Eigentümern bewohnten Wohnung angrenzenden Zimmer ganz gelassen und der Rest des Gebäudes wurde gemäß Bescheid der Behörde abgerissen. Die Autobahn wurde im Anschluss daran einfach um das Haus herumgebaut.

Angeblich sollen die Bewohner mittlerweile entnervt das Haus verlassen haben. Es soll mittlerweile abgerissen worden und die Autobahn ohne Schikane befahrbar sein.

Auf Wunsch unseres Bürgermeister ist Wiener Neudorf bekanntlich eine Städtepartnerschaft – neben Bärnkopf – mit der chinesischen Industriemetropole Dongyang in derselben oben genannten Provinz Zhejiang eingegangen. Wir, von den anderen Fraktionen, haben nie verstanden: warum. „Man könne sich von den Chinesen einiges abschauen“, hat unser Bürgermeister in seiner Begründungsrede im Gemeinderat gemeint. Da hat er recht, aber hoffentlich schaut er sich das Richtige für Wiener Neudorf ab.

Ich persönlich bleibe dabei: Für mich gehört die Bevölkerung vor dem überregionalen Durchzugsverkehr geschützt. Möglicherweise ist das in unserer Partnerschaftsprovinz Zhejiang anders, aber in Wiener Neudorf halte ich einen Tunnel dafür für besser geeignet, als Straßen entlang von Wohngebieten oder durch Wohngebiete zu führen – oder gar um Häuser herum.

Weniger Parteibuch täte der Politik gut: Beispiel Wiener Stadtschulrat

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Der Vizepräsident des Wiener Stadtschulrates soll neu besetzt werden. Geht mich das als Wiener Neudorfer Lokalpolitiker eigentlich etwas an? Auf den ersten Blick: nein! Aber eigentlich: doch! Es geht mich sehr wohl etwas an, weil es so typisch ist. Weil es mich jetzt gerade beschäftigt. Weil es mich jetzt gerade ärgert.

Der 21-jährige FPÖ-Burschenschafter Maximilian Kraus (im Bild rechts neben FPÖ-Chef Strache) soll Vizepräsident des Wiener Stadtschulrates werden. Mich stört weniger, dass Herr Kraus erst 21 Jahre alt ist. Warum soll ein junger Mensch nichts weiterbringen? Warum soll jemand für eine derartige Position zu jung sein? Er will ja nicht Präsident des Seniorenbundes werden. Warum nicht den Stadtschulrat einmal aus der Sicht eines 21jährigen führen? Das einzige, das beispielsweise unserem derzeitigen Außenminister als Kritik vorgeworfen wird, ist sein junges Alter. Mir persönlich ist wichtig, dass der Außenminister Österreich im Ausland gut vertritt. Mir persönlich ist wichtig, dass Österreich endlich wieder eine gehörte und gewichtige Stimme in der Staatengemeinschaft bekommt. Und da habe ich derzeit beim jungen Außenminister Kurz ein besseres Gefühl als bei so mancher bisherigen älteren Person auf diesem Posten.

Aber sollte nicht jemand federführend in einem Bildungsgremium sitzen, der nicht polarisiert, der zusammenführt und nicht diskriminiert? Muss es denn wirklich ein Burschenschafter mit ausländerfeindlichen Ansagen sein? Ich verstehe da die FPÖ nicht, der natürlich bewusst gewesen sein muss, dass es da zu politischen Kontroversen kommen wird.

Und da sind wir beim Thema: Muss denn alles in der Österreichischen Bildung parteipolitisch besetzt sein? Muss eine Direktorin, muss ein Direktor einer Schule denn unbedingt das eine oder das andere Parteibuch haben? Muss denn wirklich jede Schule einer bestimmten Partei zugeordnet werden? Müssen denn Stadtschulräte, Landes- oder Bezirksschulräte unbedingt einmal der einen, einmal der anderen Partei angehören?

Ich denke, dass die Bildung in Österreich entpolitisiert gehört. Ich denke, dass die Schulräte in Österreich endlich entpolitisiert gehören. Ich denke, dass jemand ausschließlich deshalb Direktor/in einer Schule werden sollte, weil sie/er dafür bestgeeignet ist und nicht, weil sie/er auf irgendeiner Parteiliste steht. Dasselbe sollte für Schulräte gelten. Und wer soll entscheiden, wer bestgeeignet ist, höre ich manche fragen. Das wird man sich gut überlegen müssen. Aber warum können nicht Lehrer, Eltern- und Schülervertreter einen Direktor – meinetwegen auf Zeit – wählen? Wenn der- oder diejenige ein Parteibuch hat, dann ist es gut, wenn nicht, dann ist es auch gut. Es soll niemand diskriminiert werden, aber natürlich auch diejenigen nicht, die ein Parteibuch haben. Aber ein Parteibuch sollte keine Voraussetzung für eine Führungsposition im Bildungssystem sein.

Und da bin ich jetzt wieder in Wiener Neudorf. Auch ein Vertreter des Volkes im Gemeinderat muss nicht unbedingt ein Parteibuch haben, um gute Arbeit zu leisten. Ich bin sehr froh, dass es in Wiener Neudorf gelungen ist, die ÖVP komplett zu öffnen und zu einer Bürgerplattform umzuformen. Da geht es um Themen, da geht es um Projekte, da geht es um die Zukunft von Wiener Neudorf. Und da arbeiten Personen mit einem Parteibuch gut mit Persönlichkeiten ohne Parteibuch in einer Fraktion zusammen. Natürlich vereint uns auch eine gewisse ideologische Grundhaltung – aber im Grunde geht es uns nur um eines: um Wiener Neudorf! Und dafür brauche ich als Spitzenkandidat die Besten und die Richtigen für die jeweiligen Aufgaben in einer Gemeinde. Ein Parteibuch zu haben oder nicht zu haben ist da zweitrangig.