Kategorie-Archiv: persönlich

Pfarrer Florian: Sein letzter Arbeitstag in Wiener Neudorf

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Einen derartigen Besuch der Heiligen Messe wie am letzten Sonntag hätte unser Pfarrer wohl gerne öfter gehabt. Bis zum letzten Stehplatz war unsere Kirche Maria Schnee gefüllt, um Mag. Florian Sobocan bei seinem letzten offiziellen Gottesdienst in Wiener Neudorf dabei zu sein. Und mehr als 20 Ministranten war eine schöne Begleitung bei seinem letzten Arbeitstag bei uns.

Ich erinnere mich noch gerne an die Anfangszeit von Pfarrer Florian in Wiener Neudorf zurück, als er mit seiner Gitarre in die Kirche einzog und irgendwann während der Messe einfach zu diesem Musikinstrument griff und die musikalische Begleitung selbst übernahm. Diese unkonventionelle Art hat mich sehr berührt und vereinnahmt. Während meiner Bürgermeisterzeit war ich in ständigem Kontakt mit unserem Pfarrer und es hat sich in diesen Jahren eine gewisse Freundschaft zwischen uns beiden entwickelt, für die ich sehr dankbar bin.

Sehr sehr oft haben wir uns anlässlich von Begräbnisfeierlichkeiten am Friedhof getroffen. Was mir diesbezüglich Mag. Sobocan beigebracht hat ist, dass der Mittelpunkt des Zusammenlebens nicht der Abschied sein sollte, sondern die Zeit davor. Es geht nicht vorrangig um die Trauer über die Sekunde des Abschieds, sondern um die Dankbarkeit und die Freude, einen Menschen gut und besser kennengelernt haben zu dürfen. Natürlich tut jeder Abschied weh und ist jeder Abschied schmerzvoll und ist umso tiefer und unfassbarer, je näher uns ein Mensch stand, den wir verloren haben. Und natürlich gibt es einen haushohen Unterschied zwischen dem Tod eines bekannten, befreundeten oder geliebten Menschen und dem einfachen Abschiednehmen. So bleibt bei mir weniger die Traurigkeit darüber, dass Pfarrer Florian nun nach Hochwolkersdorf übersiedelt als mehr die Freude und Dankbarkeit darüber, dass er fünfzehn Jahre lang unser Pfarrer und Schäfer gewesen war und ich eines seiner Schafe (hoffentlich ein weißes). Bei mir bleibt die Erinnerung an einen Pfarrer, bei dem ich das Gefühl habe, dass er Wiener Neudorf sehr sehr gut getan hat und an den wir uns noch lange mit guten Gedanken zurückerinnern werden.

Und besonders sein liebevoller amikaler Umgang mit den Ministranten, den Kindern und Jugendlichen in unserer Pfarre, denen er für mich jederzeit das Gefühl gab, sie voll und ganz ernst zu nehmen, wird mit zum Erbe gehören, die uns Pfarrer Florian geschenkt hat.

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Lieber Flo, danke für Deine Zeit, danke für Deine Freundschaft, danke für die wichtigen Gespräche! Wir sehen uns  – in Hochwolkersdorf.

Tolles Naturschauspiel

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Keine Ahnung, was wir da heuer haben – Sommer ist es eigentlich keiner. Aber nachdem es sowieso keinen Sinn hat sich über etwas aufzuregen, was nicht zu verändern und zu verbessern ist, nehmen wir das Wetter so wie es ist. Und eigentlich hat einer meiner Tennisfreunde recht, wenn er meint, dass heuer der Herbst, den wir seit Juli haben,  ein sehr sehr schöner ist.

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Sehr schön war auch der Regenbogen, den wir gestern nach einem kurzen, aber heftigen Regenguss in Wiener Neudorf hatten und der sich wie ein geheimnisvolles buntes Band über meinen Garten spannte. Ein grandioses Bild, nur am kommenden Sonntag um die Mittagszeit hätte ich gerne während unseres Tunnelfestes einen anderen Himmel.

Michael Spindelegger tritt zurück: Ich versteh’s!

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Der Rücktritt von Michael Spindelegger als Vizekanzler, Finanzminister und ÖVP-Obmannes hat keinen Neudorf-Bezug – oder … ? Unlängst gab es einen sportlichen Charity-Vergleichskampf zwischen ihm und meinem Freund, Tennispartner und Fraktionskollegen Michael Gnauer. Da wird der Michael Gnauer doch dem Herrn Vizekanzler nicht …. oder doch ….? Ich muss ihn unbedingt noch heute fragen …..!

Spaß beiseite, weil lustig ist die Situation eigentlich nicht. Ich versteh den Rücktritt von Michael Spindelegger und er kommt für mich auch nicht überraschend, wenngleich ich am 26. August nicht unbedingt damit gerechnet habe. Eine  Position gegen einen politischen Mitbewerber einzunehmen und sie auch durchzufechten ist Aufgabe eines Politikers und das muss ein Politiker auch können. Einer, der nicht imstande ist, auch Gegenpositionen einzunehmen und auch dafür vehement einzutreten, ist falsch am Platz. Jemand, der in die Politik geht, um „everybody’s darling“ zu werden, wird alsbald scheitern. Aber seine Meinung und Ansicht gegen den politischen Mitbewerber und gleichzeitig das eigene Team zu behaupten, das kann nie und nimmer gut gehen.

Und wenn ein Teamleader die Gefolgschaft seines Teams verliert, dann gibt es nur zwei Möglichkeiten: Entweder er sucht sich ein neues Team, das seine Ansichten und Ideen teilt – oder er gibt die Position des Teamleaders auf. In diesem Sinne hat sich Michael Spindelegger aus meiner Sicht für das Richtige entschieden.

Ich kann seinen Schritt sehr gut nachvollziehen. Mir ging es nach dem Verlust des Bürgermeisteramtes im Jahr 2005 ähnlich. Auch ich hatte das Gefühl, das Vertrauen eines Großteils meines damaligen Teams „UFO – Umweltforum Wiener Neudorf“ verloren zu haben und sah keine Möglichkeit, es wieder zurück zu gewinnen. In solch einem Augenblick muss man das Ruder weitergeben und dann muss ein anderer die Schlagzahl vorgeben.

Ich denke, dass Michael Spindelegger mit seinem Rücktritt seiner politischen Bewegung und seiner politischen Heimat einen großen Dienst erwiesen hat. Sie hat jetzt die Möglichkeit sich neu zu positionieren und neu auszurichten. Ich wünsche der ÖVP und hoffe für die ÖVP, dass Reinhold Mitterlehner dies schafft.

Persönlich hätte ich mir ein anderes Ergebnis des Parteivorstandes gewünscht. Reinhold Mitterlehner ist für mich der richtige Mann als neuer Vizekanzler. Ich halte es auch für gescheit, dass er sich nebenbei nicht das Finanzministerium antut. Denn „nebenbei“ sollte man solche wichtigen Aufgaben nicht übernehmen. Das kann nicht funktionieren und kann auch „draußen“ nicht verstanden werden. Als ÖVP-Obmann hätte ich mir jemand gewünscht, der in der Partei an vorderster Front den Ton, den Stil und die Richtung vorgibt. Und da kann man im Westen von Österreich so laut aufjaulen wie man will, aber für mich gibt es da derzeit nur einen Namen: Erwin Pröll. Ich hätte mir gewünscht, dass Erwin Pröll für einen abgesteckten Zeitraum von – sagen wir – 2 Jahren die Parteiführung übernimmt, die Partei organisatorisch auf Vordermann bringt, der ÖVP wieder die notwendigen Ecken und Kanten schleift und vor allem wieder eine Hoffnung auf eine bessere Zukunft.

Ich denke, man muss zur Kenntnis nehmen, dass es Persönlichkeiten gibt, die bei der Bevölkerung ankommen oder nicht, die das gewisse Etwas haben oder nicht, die gewisse Fähigkeit für gewisse Positionen haben oder nicht. Ich denke, man muss zur Kenntnis nehmen, dass man auch für absolute politische Führungspositionen gewisse Fähigkeiten und das gewisse Etwas braucht. Das hat man oder man hat es nicht. Das kann man nicht lernen – auch nicht in Parteiakademien. Michael Spindelegger hat viele Fähigkeiten, das hat er bewiesen, aber er hatte nie das gewisse Etwas, um als ÖVP-Bundesparteiobmann in den eigenen Reihen und – noch wichtiger – bei den Wähler/innen zu reüssieren. Erwin Pröll hat es. Sebastian Kurz hat es übrigens auch. Das ist ein Talent, das sind genetische Voraussetzungen, die eine(r) hat, ein(e) andere(r) nicht. Das mag für einige ungerecht erscheinen, die halt andere Vorzüge haben, aber nicht diese. That’s life!

In jedem Fall hat Michael Spindelegger jetzt vielleicht mehr Zeit auf den Tennisplatz zu gehen!

Internationaler Frauentag: Herbert bügelt, Hansi kocht ….

Der Internationale Frauentag ist zwar erst am 8. März. Aber Elisabeth Bunka-Peklar, Mödlings wohl engagierteste Malerin, lud bereits am 21. Februar zur Vernissage in den überfüllten Festsaal der Wirtschaftskammer. Unter dem Titel “Different – bessere Hälften ….” organisierte Elisabeth Bunka-Peklar eine Ausstellung mit 20 KünstlerInnen, die ihre Exponate zu diesem Motto bis zum 23. März präsentieren.

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Im Zuge der Vernissage sprachen Mödlings Bürgermeister L-Abg. Hans-Stefan Hintner und Wiener Neudorfers Alt-Bürgermeister Gemeinderat Herbert Janschkaüber ihre Beteiligungen an der Hausarbeit. Dabei wurde herausgearbeitet, dass Hansi Hintner ein begnadeter Koch ist und Herbert Janschka für sein Leben gerne bügelt. Auch sonst drehte sich das Gespräch um den Einkauf, die Handhabung von Waschmaschinen und dergleichen. Im Zuge der gelungenen Doppel-Conference war allen Zuhörern bald klar, dass die beiden Herren ein perfektes Paar abgeben würden – tja, wenn da nicht ihre besonderen Vorlieben für die Frauen wären ….

Angelehnt an Ferdinand Raimunds “Hobellied” verfasste Herbert Janschka sein “Bügellied”, dessen Verlesung den Vortrag abrundete.

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