Der Friedhof wird zu klein

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Im Jahr 1900 wurde der „alte“ Friedhof in Wiener Neudorf neben der Frischauf-Mühle (Gebiet um die heutige Brauhausstraße) aufgelassen. 30 Jahre zuvor erwarb der Ziegelwerksbesitzer Robert Herzfelder die „Austria-Brauerei“ in Wiener Neudorf und baute sie zu einer der größten Brauereien Niederösterreichs aus. Dazu benötigte er Platz und erwarb Grundstück um Grundstück. Zuletzt wurde auch die Fläche des Friedhofes benötigt. Herzfelder schenkte der Gemeinde als Gegenleistung das Grundstück des heutigen Friedhofes in der Friedhofstraße/Ecke Volksheimgasse. Damals dachten sich die Gemeindeverantwortlichen wohl, dass die Fläche des neuen Friedhofs für alle Ewigkeit ausreichen würde. Dass die Gemeinde von damals knapp 3.000 Einwohnern auf mittlerweile über 9.000 anwachsen würde, war damals nie und nimmer absehbar.

Aufgrund dieser rasanten Bevölkerungsentwicklung und dem damit klarerweise verbundenen Wunsch, auch in der neuen Heimatgemeinde begraben zu werden, erreicht unser Friedhof in den nächsten Jahren die Grenze seiner Kapazität. Bis spätestens 2018 werden die letzten noch freien Gräberflächen benötigt werden. Die einzige Möglichkeit einer Erweiterung besteht nach Süden in Richtung des Grundstückes der MOJA/Mutterberatung und der Asphaltstockbahn. Dafür müssen wir neue Unterbringungsmöglichkeiten überlegen. Die Pläne für eine Vergrößerung des Friedhofes werden wir umgehend beginnen zu entwerfen.

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Die Zusammenarbeit funktioniert

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Der erste Monat der neuen Gemeinderegierung ist Geschichte. Er war geprägt von vielen, vielen Gesprächen – mit Beratern, Professionisten, Mitarbeitern. Mein Terminkalender war erwartungsgemäß – und ist es noch immer – völlig ausgebucht. Viele kommen zu einem Antrittsbesuch, viele zu einem Vorstellungsgespräch. Viele erhoffen sich eine Weiterbeschäftigung, viele eine neue Zusammenarbeit.

Wir sind dabei, bei den unterschiedlichen Projekten und Vorhaben den Ist-Zustand zu erheben. Natürlich hilft mir persönlich die Erfahrung meiner ersten Bürgermeisterzeit – und zwar mehr als ich erhofft habe. Es wird kürzer dauern, den Wissensvorsprung der Vor-Regierung (leider kam es zu keiner geregelten Übergabe) aufzuholen, als ich angenommen habe. Ich denke, dass wir diesen Zeitpunkt spätestens in einem Monat erreicht haben werden.

Die Zusammenarbeit zwischen den Regierungsfraktionen ÖVP, UFO und FPÖ funktioniert aus meiner Sicht derzeit absolut friktionsfrei. Aber auch zum SPÖ-Klubobmann Dr. Messogitis besteht eine gute und korrekte Gesprächsbasis. Natürlich sind wir nicht immer einer Meinung, aber das gehört zu einer gelebten Demokratie dazu. Die Frage ist nur, wie man mit unterschiedlichen Meinungen umgeht. Es gab in den ersten Wochen mehr Gespräche zwischen allen Fraktionen als in den letzten Jahren zusammen. Das ist für mich auch ein Hauptweg in die richtige Richtung. Ich habe die Geheimhaltungspolitik meines Vorgängers umgehend beendet. Zu den obersten Prinzipien meines Amtsverständnisses – und da weiß ich mich in Übereinstimmung mit Frau Vize-Bgm. Dr. Kleissner (UFO) und Bgm.-Stv. GfGR Stania (FPÖ) – gehören Offenheit und Information.

Wir haben – und da möchte ich nicht müde werden das zu betonen – ein äußerst engagiertes und ambitioniertes Team von Gemeindebediensteten vorgefunden. Natürlich hat jeder Chef individuelle Vorstellungen von Führung und hat unterschiedliche Führungsgrundsätze. Ich habe diese meinem Team während einer Mitarbeiter-Vollversammlung bereits nahebringen dürfen. Ich werde da und dort an der Ablauf- und Aufbauorganisation behutsame Veränderungen vornehmen. Aber das Allerwichtigste ist, dass die Einstellung, die Motivation und die Freude an der Arbeit vorherrschen. Wie in jedem Betrieb sind das Betriebsklima und der Zusammenhalt die Grundlagen für gute Leistungen.

Wenn wir (Politiker und Gemeindebedienstete) diesen „Drive“ beibehalten und noch ein wenig ankurbeln können, dann stehen wir vor einer guten Zeit für Wiener Neudorf.

Vor 33 Jahren

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Samstag, der 17. April 1982 war ein verregneter Tag. Einer, an dem man am liebsten das Haus nicht verlassen hätte. Ging aber nicht. Hundert und mehr Menschen warteten. Der Pfarrer wartete. Und vor allem eine junge Dame in einem weißen Kleid (das ich, wie damals üblich, erst beim Altar das erste Mal sehen durfte).

33 Jahre später sind Gaby und ich 33 Jahre verheiratet – und zwar durchgehend und mit ein- und demselben Partner – , haben zwei Töchter erziehen und ein bislang überaus schönes, ereignisreiches, interessantes und aufregendes gemeinsames Leben verbringen dürfen. Ich habe mir damals nicht vorstellen können, wie rasch 12.055 Tage vergehen können.

Freitag, der 17. April 2015 war ein verregneter Tag. Einer, an dem man am liebsten das Haus nicht verlassen hätte. Ging aber nicht. Der Terminkalender war – wie immer – restlos gefüllt. Architekten wollten sich vorstellen. Der Präsident des Landesschulrates wollte ein kurzes Gespräch zum Thema „Bildungscampus“. Der Ex-Bürgermeister, nunmehr geschäftsführender Gemeinderat, war eingeladen – kam aber nicht. Post- und Unterschriftenmappen mussten erledigt werden. Mit dem Gemeindeanwalt musste ein wichtiges Thema abgestimmt werden. Danach Treffen mit hochrangigen Vertretern von Wiener Neudorfer Firmen. Spaziergang zum Hort. Eine Mitarbeiterin hat Geburtstag. Zurück ins Gemeindeamt. Der Fahnenabzug des Mai-Gemeindeblattes ist eingetroffen und gehört korrigiert. Ein Ortsplaner hat sich kurzfristig angesagt und präsentiert seine Ideen. 33 Rote Rosen mussten zwischendurch besorgt und irgendwo ein Tisch bestellt werden. Gaby musste mit irgendeinem Vorwand dorthin gelockt werden – es sollte ja eine Überraschung werden. Gelungen. Kurzes gemeinsames Mittagessen. Danach Treffen mit einem Nachbarbürgermeister.  Danach ins Lebenshilfehaus, wo Betreuerinnen und Bewohner/-innen die neue Gemeindeführung zu einer Jause und einem Rundgang luden. Verabschiedung. Ab ins Alte Rathaus. Abo-Veranstaltung. Großartiges Klavier-Konzert mit Elias Meiri (dem kongenialen Musik- und Lebenspartner von Timna Brauer). Mittlerweile ist es 22.00 Uhr geworden. Rüber ins „Della Casa“, dort sollte noch der Jugendbeirat tagen. Tja – Jugend! Niemand mehr da. Wir trinken noch einen Valpolicella (na gut – ertappt – Gaby einen, ich zwei). Ab nach hause und in die Heia.

Und heute beginnt unser gemeinsames 34. Jahr. Und es tut gut zu wissen, dass es aller Voraussicht nach wieder ein schönes, ereignisreiches, interessantes und aufregendes werden wird.

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Die „fetten“ Jahre sind ab 1.1.2016 vorbei

 

Die Steuerreform ist de facto beschlossen und damit soll jedem von uns doch ein größerer Betrag im Börserl bleiben. Aber bezahlen muss das auch irgendwer. Und irgendwer sind die Länder. Und die Länder müssen es sich auch von irgendwoher holen. Und irgendwoher sind die Gemeinden. Und die Gemeinden? Den Letzten beißen die Hunde – besagt ein Sprichwort.

Was heißt das jetzt für Wiener Neudorf? Es gab eine Besprechung in St. Pölten und dabei wurden die Gemeinden auf bevorstehende Einschnitte ab kommendem Jahr vorbereitet.

Jede Gemeinde beteiligt sich bislang an den Kosten der Jugendwohlfahrt, an der Erhaltung von Pflegeeinrichtungen, an der Erhaltung der Krankenhäuser. Das kostet die Gemeinde Wiener Neudorf jährlich einen Millionenbetrag. Dem gegenüber stehen Rückführungen, Bedarfszuweisungen etc.

Bislang haben sich Rückführungen die Bezahlungen die Waage gehalten, waren viele Jahre sogar höher. Das wird sich ab 2016 dramatisch ändern. Es werden einerseits die Kosten der Gemeinden für Landeseinrichtungen mit Sicherheit deutlich angehoben und andererseits die Rückführungen empfindlich weniger werden. Insgesamt wird dies einen Verlust für die Gemeinde Wiener Neudorf von mehreren Hunderttausend Euro bedeuten.

Viele Gemeinden haben deshalb schon angedeutet, die Gebühren erhöhen zu müssen. Ich möchte schauen, dass wir so viel wie möglich in der Verwaltung einsparen, sinnlos teure Vorhaben (wie z.B. Generationenpark) deutlich abspecken und einige Maßnahme verschieben, damit die Wiener Neudorf/-innen so wenig wie möglich von diesem finanziellen Einschnitt spüren. Auch der Wöhrleitner-Idee der Verlegung des Gemeindeamtes in einen Neubau des Versteigerungshauses habe ich sofort ein Ende bereitet. Das können wir uns nie und nimmer leisten.

Leider wurde in den letzten Jahren nicht auf die finanzielle Situation der Gemeinde geachtet, der Schuldenstand in die Höhe getrieben, was sich natürlich auf die jährliche Kreditratenhöhe auswirkt. Alleine um die von der Wöhrleitner-Regierung begonnenen Projekte fertigstellen zu können, sind wir gezwungen, in der nächsten Gemeinderatssitzung einige Millionen an neuen Krediten aufzunehmen. Die Vor-Regierung hat den finanziellen Handlungsspielraum der Gemeinde so eingeschränkt, dass wir uns de facto fast keine außerordentlichen Projekte (außer der laufenden Verwaltung) ohne Darlehensaufnahme mehr leisten können.

Jedenfalls sind schon jetzt alle Ressortverantwortlichen aufgerufen, sich finanzielle Maßnahmen für die Budgeterstellung 2016 zu überlegen.

NV-Squashunion Wiener Neudorf holt Bronzemedaille

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Freitag und Samstag fand das Squash-Bundesligafinale 2014/2015 in Salzburg in einem Vollglas-Showcourt im Einkaufszentrum Europark statt. Der regierende Meister „NV Squashunion Wr. Neudorf“ wurde nach 8 Jahren in Folge erstmals nicht österreichischer Meister. Unsere Squasher mussten auf ihren Topspieler Gregory Gaultier verzichten, der beim höchstdotierten Profiturnier in Ägypten (leider) ins Semifinale kam und daher nicht rechtzeitig anreisen konnte. Das erste Spiel gegen den Lokalrivalen Bad Vöslau wurde glatt gewonnen. Somit musste Vizemeister Salzburg besiegt werden um ins Finale zu kommen. Das ist leider nicht gelungen, weil Salzburg in Bestbesetzung antreten konnte.

Salzburg wiederum unterlag im Finale der Spielgemeinschaft Tirol. Im Spiel um Platz 3 konnte sich Wiener Neudorf gegen Graz durchsetzen.

Nach 8 Staatsmeistertiteln en suite, nach insgesamt 12 Staatsmeistertiteln in der Vereinsgeschichte und 2 Vize-Staatsmeistertiteln, hat unser Wiener Neudorfer Sportverein die Edelmetallsammlung damit vervollständigt.

Mich freut dieser Erfolg doppelt: Einerseits als „squashspielender“ Bürgermeister und andererseits als Repräsentant des Hauptsponsors.

Generationenpark: Wir „specken“ ab!

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Die letzte Aussendung der SPÖ, dass die Errichtung des Generationenparks „gestoppt“ wurde, ist falsch. Wir werden die Gestaltung der 14.000 m2-Grünfläche zwischen der neuen Wohnanlage Anningerpark und der Mödlinger Ortsgrenze nur nicht derart aufwendig weiterführen. Wir werden nicht jeden Quadratmeter – wie vorgehabt – durchstylen und durchplanen. Wir werden einen Grünraum errichten, in dem sich jeder wohlfühlen wird. Wir haben den Rollrasen (ca. 8.000 Quadratmeter?????) und  sonstige unnötige Ausgaben gestrichen. Wir werden auch nicht wie geplant, zig LKW-Ladungen vorhandenen Humus wegführen (nur weil dort möglicherweise Unkrautsamen beinhaltet sind) und neuen (bereinigten) Humus herankarren lassen. Wir werden die Gehwege auch nicht so (unnotwendig) aufwendig wie geplant errichten. Wir werden Hunderttausende Euros einsparen, ohne die Parkfläche auch nur um einen Quadratmeter zu verkleinern. Damit ist es auch nicht nötig, den von der Vor-Regierung geplanten Kredit für die Weiterführung der Parkerrichtung aufzunehmen. Manches, wie die Unterflurbewässerung, ist bereits verwirklicht. Das hätten wir mit Sicherheit auch anders gelöst. Aber wir werden selbstverständlich nichts, was bereits geliefert, bezahlt und vorhanden ist, nicht verwenden.

Wir wollen eine Grünfläche, auf der man auf Decken unter heimischen Bäumen liegen kann. Es wird einen Kinderspielbereich geben, genauso wie eine Hundeauslaufzone. Wir werden auch einen Platz schaffen, an dem sich Jugendliche zwanglos treffen können u.s.w. Wir wollen einfach einen Freiraum für alle – und der muss nicht hundertprozentig durchgestaltet sein und unnötig viel Geld kosten.