Morgen: Gemeinsames Gespräch über Flüchtlingsthema

Flüchtlinge : Minister Kurz

Umarmungen und Hilfe sind gerade jetzt allemal wichtiger und richtiger als Barrieren und das Aufstellen von Grenzzäunen

Seit etwa zwei Wochen erreichen mich immer mehr Mails mit der Frage, was denn das offizielle Wiener Neudorf beim Flüchtlingsthema tut und der Aufforderung, unbedingt etwas zu tun. 

Für morgen habe ich die Gemeindevorstände alle Fraktionen zu einem gemeinsamen Gespräch zum Flüchtlingsthema geladen.

Ebenfalls eingeladen habe ich die Pfadfinder Wiener Neudorf und das SOS-Kinderdorf. Beide Organisationen haben mir Ideen und konkrete Maßnahmen  zur Unterbringung von Flüchtlingen in Wiener Neudorf vorgestellt. Beide Organisationen haben konkrete Konzepte für eine Begleitung dargelegt.  Persönlich stehe ich diesen Ideen und dem Engagement äußerst positiv gegenüber. Ich hoffe, dass wir morgen einen gemeinsamen Weg finden, den alle Fraktionen mittragen können. Auch mit Vertretern unserer Pfarrkirche werde ich diesbezüglich in den nächsten Tagen Gespräche führen.

Dieses Thema eignet sich nicht (mehr) für zögerliche Haltungen, für Bedenken und für Ausreden. Wer möglicherweise immer noch glaubt, dass man dieses Thema aussitzen oder durchtauchen kann oder dass sich die Situation in Syrien und Umgebung demnächst verbessern wird, der wird sich leider Gottes irren.

Ich bin wie viele andere auch dafür, dass sich die Mitgliedstaaten der EU endlich auf eine gemeinsame Lösung einigen, aber andererseits finde ich es traurig, dass man für Humanität und Menschlichkeit Quoten beschließen und dass man einige Länder in Europa offenbar an selbstverständliche Grundwerte erinnern muss. Natürlich ist mir bewusst, dass jede Hilfe bestimmte Grenzen hat, aber sorry: Das Boot, in dem wir alle sitzen, ist nicht voll und die Last, die wir allesamt und jeder einzelne von uns derzeit auf uns nehmen, ist beileibe nicht so, dass sie uns erdrückt.

Save the dates

Einladung 15.9.2015157

Wiener Neudorf: Am Dienstag, den 15. September steht die Gemeindeführung Rede und Antwort

Der September hat es in sich. Eine Veranstaltung „jagt“ die andere, ein Termin folgt auf den nächsten. Vielleicht habt ihr Interesse, beim einen oder anderen Event dabei zu sein. Zum Beispiel:

Sonntag, 6. September, 9.30 Uhr – Begrüßungsmesse für unseren neuen Pfarrer

Seit Montag haben wir einen neuen Pfarrer. Pater Josef Denkmayr, der bisherige Provinzial der Steyler Missionare (St. Gabriel) wechselt in unsere Pfarre Maria Schnee. Der 1963 geborene Oberösterreicher war ursprünglich diplomierter Krankenpfleger und kennt die Region bestens, denn er war bereits bis 2010 Pfarrer in der Herz-Jesu-Kirche in Mödling.

Mittwoch, 9. September, 19.00 Uhr – öffentliche Sondergemeinderatssitzung im  Sitzungssaal des Gemeindeamtes (verlangt von der SPÖ)

zum Hauptthema „Gymnasium“. Ich habe im Juni GfGR Wöhrleitner (SPÖ) beauftragt, ein Konzept für die Realisierung eines Standortes in Wiener Neudorf auszuarbeiten. Bis jetzt ist er leider säumig und hat noch immer nichts vorgelegt. Normalerweise werden Konzepte in einem Ausschuss präsentiert und diskutiert. Herr Wöhrleitner wählt den Weg, sein Konzept bis zur Sonder-Gemeinderatssitzung geheim zu halten. Das ist zwar eigenartig und ungewöhnlich (weil sich niemand vorbereiten kann), aber wir sind schon sehr gespannt, was er dem Gemeinderat (und der Öffentlichkeit) am kommenden Mittwoch präsentieren wird.

Dienstag, 15. September 18.30 Uhr Fragestunde(n) im Festsaal des Volksheimes

Derzeit laufen in Wiener Neudorf viele Gerüchte,  zu denen es gilt, Stellung zu beziehen und es gibt viele Themen, an denen wir derzeit mit Hochdruck arbeiten. Deshalb werde ich gemeinsam mit Vize-Bgm. Dr. Kleissner (UFO) und Bgm-Stv. Stania (FPÖ) zu den an uns gestellten Fragen ausführlich Stellung nehmen.

Sonntag, 20. September, 10.00 bis 12.00 Uhr Frühstück auf der B17

Anlässlich des Europäischen Mobilitätswoche werden wir die B17 zwischen der Kreuzung Hauptstraße und der Pfarrkirche für 2 Stunden komplett sperren. Die Gemeinde lädt zum „ruhigen“ Frühstück, die Kinder können die B17 bemalen etc. Wir wollen mit dieser Aktion auf die Situation in Wiener Neudorf aufmerksam machen und für mehr Ruhe in Wiener Neudorf demonstrieren. Denn: Wir geben ganz sicher solange keine Ruhe, bis wir sie nicht haben!

 

(Details zu den zahlreichen weiteren Veranstaltungen sind im Veranstaltungskalender des Gemeindeblattes angeführt.)

Diskussionen mit dem Jugendbeirat sind erfrischend

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Periodisch hält der Vorstand des Jugendbeirates Wiener Neudorf eine Besprechung über anfallende Jugendthemen ab und lädt dazu auch Vertreter aller politischen Fraktionen ein. Dieses Mal fand die Sitzung im Restaurant OASE unter der Moderation von Sarah Steiner statt.

Dabei waren die Neugestaltung des früheren Skaterplatzes in der Tennisstraße genauso Thema wie diverse geplante Jugendveranstaltungen, Konzerte und Ausflüge, aber auch die Flüchtlingsfrage.

Informationen über den Jugendbeirat Wiener Neudorf erhält man über die Facebookseite. Anfragen und Ideen können aber auch an die E-Mail-Adresse: jugendbeirat-1@gmx.at gerichtet werden.

Thema Flüchtlinge: Wiener Neudorf wird seinen Beitrag leisten!

Das „Flüchtlingsthema“ ist das Thema, das derzeit alle bewegt und über das nahezu alle sprechen. In den letzten Tagen wurde ich immer häufiger darauf angesprochen, wie ich darüber denke, was ich persönlich als Bürgermeister vorhabe und was die nächsten Schritte der Gemeinde sein werden.

Vorweg: Über die nächsten Schritte der Gemeinde kann nur der Gemeinderat befinden und nicht ich als Bürgermeister alleine, wobei mir natürlich bewusst ist, dass meine Meinung eine ist, die mit Sicherheit Gehör findet. Persönlich ist mir wichtig, einen Konsens zu finden, den möglichst alle mittragen können, möglichst alle in meiner Fraktion, möglichst alle in der Koalition, möglichst alle im Gemeinderat und der auch in der Bevölkerung eine breite Zustimmung findet. Dieses Thema eignet sich weder für politische Auseinandersetzungen noch für Differenzen in der Bevölkerung.

Die derzeitige Ausnahmesituation führt derzeit bei vielen Gesprächen zu vielem: Zu notwendigen und entbehrlichen Debatten, zu nachvollziehbaren und zu – aus meiner Sicht – beschämenden Meinungen, zu begreifbaren und irrationalen Ängsten. Sei es wie es sei. Für mich müssen über allem zwei Begriffe stehen: Menschlichkeit und Solidarität!

An mich sind Institutionen betreffend sehr konkreter Möglichkeiten hinsichtlich der Asylproblematik herangetreten. Ich kann und möchte darüber noch nicht im Detail berichten, weil ich die laufenden Gespräche weder beeinflussen noch gefährden möchte.

Konsens in der Gemeindeführung

Mit Frau Vize-Bgm. Dr. Kleissner und Bgm.-Stv. Stania habe ich mich darauf verständigt, dass wir die Ideen und Vorhaben dieser Institutionen – gemeinsam mit diesen – im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung von Gemeindevorstand und den Mitgliedern des Inklusionsausschusses in den nächsten Tagen beraten und diskutieren werden.

Wir werden auch eine Bürger/-innen-Versammlung zu diesem Thema organisieren, bei der wir einerseits unsere Vorhaben vorstellen und diskutieren, aber auch andererseits darüber informieren werden, was wir als Wiener Neudorfer konkret tun können. Es sind etliche Personen an mich herangetreten, die etwas tun möchten, aber nicht genau wissen, wie und was.

Mir schweben eine Reihe von Maßnahmen vor, die ich aber – bevor ich diese der Öffentlichkeit vorstelle – mit allen im Gemeinderat vertretenen Fraktionen intensiv erörtern möchte. Ich will über dieses Thema keine politischen Diskrepanzen – zumindest will ich das versuchen. Und ich habe das Gefühl gewinnen dürfen, dass ich da mit meinen Partnern in der Koalition überein stimme. Menschliches Leid schreit nach gemeinsamen Lösungen und nicht nach politischen Auseinandersetzungen und dem Schielen nach einer möglichen Wählerstimmenmaximierung.

Es ist möglicherweise kein Geheimnis und ich mache überhaupt kein Hehl daraus, dass wir dieses Thema in unserer Partnerschaft durchaus in Detailfragen kontrovers diskutieren, aber wir sind bemüht, die jeweils anderen Standpunkte nachzuvollziehen. Es mag zeitaufreibend und manchmal mühevoll sein, sich andere Meinungen anzuhören, die man selber nie und nimmer vertreten würde. Aber ich bin überzeugt davon, dass die  Berücksichtigungen vieler Meinungen und die Überlegungen vieler Meinungen letztlich zu einer richtigeren Entscheidung führen können und führen werden.

Mit Sicherheit hätte ich, hätte ich das alleinige Sagen, schon längst konkrete Maßnahmen und Entscheidungen getroffen. Ob diese alleine deshalb gut und richtig sind, weiß niemand. Es ist auch müßig darüber nachzudenken. Ich habe nicht das alleinige Sagen und so werden wir – ich hoffe gemeinsam – die richtigen Maßnahmen beschließen.

Flüchtlingshilfe: Wir sammeln Wörterbücher!

 

Der Wiener Neudorfer Sascha Träger wollte die aktuelle Flüchtlingsdebatte nicht mehr länger nur als Fernsehzuseher verfolgen, sondern aktiv helfen. Weil er nicht wusste wie, fuhr er zum Lager nach Traiskirchen. Er traf dort auf sehr viel Hilfsbereitschaft, die seitens der Caritas organisiert wurde. Durch Gespräche mit Betroffenen hat er erkannt, dass viele unsere Sprache lernen möchten, um besser zu kommunizieren.

Herr Sascha Träger, im Hauptberuf Leiter der Schulungsabteilung eines großen Wiener Neudorfer Unternehmens, möchte seine pädagogischen Fähigkeiten für die Flüchtlinge einsetzen und einen Deutschkurs organisieren. Dafür braucht er zur Unterstützung Wörterbücher „Englisch-Deutsch“-„Deutsch-Englisch“.

Zur Unterstützung dieser großartigen Idee wurde im Bürgerservice des Gemeindeamtes eine Sammelstelle eingerichtet. Wenn Sie derartige Wörterbücher, die Sie entbehren können, zur Verfügung stellen können und wollen, dann bringen Sie diese bitte in den nächsten Tagen im Gemeindeamt vorbei. Sobald genügend Wörterbücher vorhanden sind, kann Herr Sascha Träger mit seinen Deutschkursen beginnen.

Lieber Sascha, von meiner Seite vielen Dank für Dein Engagement.

NÖN Sascha Träger Traiskirchen

NÖN-Artikel vom 25. August 2015

Hochzeit im Hause Janschka

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Joachim und Michaela

Mit Freude und Stolz gebe ich die Vermählung meiner Tochter Michaela mit Joachim Berthold bekannt. Die beiden gaben sich am letzten Wochenende im Rahmen einer wunderschönen Feier in der Burg Perchtoldsdorf (Bertholdsdorf – wo sonst?) das Ja-Wort.

Nach einer intensiven Testphase von über 12 Jahren gilt für die beiden das abgewandelte Sprichwort: Drum binde, wer sich ewig prüfet.

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Noch ein allerletzter Schnappschuss mit meiner unverheirateten Michaela, wenige Minuten vor dem Beginn der Zeremonie

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