Anningerpark feierlich eröffnet

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Der Plan des Anningerparks, einem ökologischen Pionierprojekt. Bis auf die Hundewiese und die Ballspielwiese, die im Frühjahr 2017 angelegt werden, ist der Park fertig.

Mit einer Messe und einem Festakt wurde der Anningerpark am letzten Sonntag feierlich eröffnet.

Mit dem Anningerpark hat die Marktgemeinde Wiener Neudorf ein neues, fast 14.000 m² großes Naherholungsgebiet geschaffen, in dem Spiel, Spaß und Erholung im Vordergrund stehen. Als „Natur im Garten“-Gemeinde haben wir erstmals eine öffentliche Grünfläche, bei der auf den Einsatz von Pestiziden, Mineraldünger und Torf gänzlich verzichtet wurde, nach ökologischen Kriterien gestaltet.

Sofort nach Amtsantritt der derzeitigen Koalitionsregierung haben wir den bestehenden Plan durch das Büro: „die Landschaftsplaner.at“, mit Sitz in Bruck/Leitha bzw. Gumpoldskirchen, abändern lassen.

• Die wasserdurchlässigen Wege aus verdichtetem Sand und Kies erhalten durch ein pflanzliches Bindemittel die gewünschte Festigkeit. Bis zur endgültigen Festigkeit wird es allerdings noch ein paar Monate dauern.

• Das Wasser des Brunnens, der als Wasserspiel das Zentrum des Hauptplatzes bildet, wird in einer Zisterne gesammelt und zur Bewässerung verwendet.

• Ein Obstgarten aus Kirschen-, Zwetschken- und Apfelbäumen findet ebenso seinen Platz wie eine 50 m lange Naschhecke aus Brombeeren, Himbeeren, etc..

• Auf den Hügeln wird sich die regionaltypische Vegetation von Trockenrasen entwickeln, im Volksmund als Heide bezeichnet. Diese stellen besonders hochwertige Biotope für gefährdete Tier- und Pflanzenarten dar.

• Der 760 m² große Spielplatz wurde fast ausschließlich aus natürlichen Materialien wie unbehandeltem Holz, Kies und Sand errichtet.

Im Zuge der Festlichkeiten gab es mehrere Highlights:

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Im Zuge der Feierlichkeiten übergaben wir dem Roten Kreuz-Dienststellenleiter von Wiener Neudorf, Michael Hollinsky ein neues Rettungsfahrzeug im Wert von ca. € 100.000,-. (Im Bild: L-Abg. Bgm. Martin Schuster, Sicherheitsreferent Werner Heindl, Michaela Hollinsky, Michael Hollinsky, Bgm. Herbert Janschka, Vize-Bgmin. Dr. Elisabeth Kleissner)

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Ebenfalls im Rahmen der Feierlichkeiten wurden wir zur 140. FAIRTRADE-Gemeinde Österreichs ausgezeichnet. (Zur Erklärung: In Österreich gibt es ca. 2.100 Gemeinden). Wir haben uns per Gemeinderatsbeschluss verpflichtet, vorwiegend Produkte mit dem „FAIRTRADE-Siegel“ zu verwenden.

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Hoffentlich ein Bild mit zukünftigem Symbolwert: Auch wenn die SPÖ viele Beschlüsse zur ökologischen Umgestaltung des Anningerparks nicht mitgetragen hat, freue ich mich darüber, dass es gelungen ist, dass alle 4 im Gemeinderat vertretenen Fraktionen gemeinsam einen Baum (Edelkastanie) im Anningerpark gepflanzt haben. Im Bild: Dr. Spyros Messogitis für die SPÖ, Dr. Elisabeth Kleissner für das UFO, Herbert Janschka für die Liste ÖVP und Robert Stania für die FPÖ.

Fotos: Willy Kraus

A2-Gespräche: Minister gibt endlich grünes Licht!

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Tempo 80 bringt eine deutliche Reduktion des Lärms für Hunderte Anrainer und eine Verringerung der Schadstoffe und des Feinstaubs um mehr als die Hälfte für den gesamten Ort.

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Wir fordern effektive Lärmschutzwände, wie beispielsweise in Hamburg.

Auf dem Autobahnabschnitt Wiener Neudorf fahren derzeit ca. 175.000 Autos täglich. Laut Prognoserechnung wird diese Zahl jährlich um ca. 8.000 bis 10.000 steigen. Das bedeutet einen Lärmzuwachs, von dem Hunderte Familien stark betroffen sind, das bedeutet einen Anstieg der Schadstoffe und des Feinstaubs, von dem nahezu alle Haushalte in Wiener Neudorf betroffen sind. Vergleichbar sind diese Zahlen nur mit der Südosttangente, aber dort darf nur mit Tempo 80 gefahren werden.

Ende April 2016 brachte die Gemeinde, unterstützt von Hunderten Wiener Neudorfer, beim zuständigen Verkehrsministerium (BMVIT) den Antrag auf Tempo 80 ein. Noch knapp 10 Tage, bis Ende Oktober, hat das Ministerium Zeit uns einen Bescheid auszustellen. Seit Monaten war Funkstille, ein von meinem Bürgermeistersekretariat ständig versuchter Termin (persönlich oder telefonisch) wurde vom Ministersekretariat permanent mit verschiedensten Begründungen abgeblockt.

Dann haben wir bekanntlich ein Gutachten über die bestehende Lärmschutzwand mit einem desaströsen Ergebnis beauftragt und dieses veröffentlicht (siehe mein Blogbeitrag vom 7.10.). In weiterer Folge haben in der letzten Woche einige Medien darüber berichtet – und seither geht es endlich sehr schnell.

Am letzten Montag konnte ich ein längeres und – wie ich meine und hoffe – sehr gutes Telefonat mit Verkehrsminister Leichtfried führen, der mir einen umgehenden Termin mit der ASFINAG angekündigt hat. Eine Viertel Stunde später hat die ASFINAG in meinem Sekretariat um den nächstmöglichen Termin bei mir ersucht. Am kommenden Montag Nachmittag wird es ein erstes Gipfelgespräch zum Thema „Lärmproblem Wiener Neudorf“ im Gemeindeamt geben. Ich halte Sie darüber selbstverständlich weiter informiert.

Die wichtigsten Beschlüsse der letzten Gemeinderatssitzung

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Zur Erläuterung: Preisangaben exkl. Mwst. bedeuten, dass die Gemeinde vorsteuerabzugsberechtigt ist.

Mit der Fa. Euro-Vienna GmbH., Wien, wurde ein Vertrag abgeschlossen. Dieses darauf spezialisierte Unternehmen untersucht erstmals unsere Großprojekte auf die Möglichkeit von EU-Förderungen.

Die Fa. Kosaplaner GmbH. wurde mit der Einreichplanung für die Neugestaltung der Hauptstraße von der B17 bis zur Schloßmühlgasse zum Preis von € 10.800,- inkl. Mwst. beauftragt.

Das Architektenbüro Chromy+Schneider wurde mit der Planung für einen zweiten Bewegungsraum im Kindergarten Europaplatz zum Preis von € 7.300,- exkl. Mwst. beauftragt.

Die Firmen Kargl zum Preis von € 78.110,- und Streit GmbH. zum Preis von € 61.828, jeweils inkl. Mwst. wurden als Bestbieter mit der Erneuerung der Wegebeleuchtung im Bereich Reisenbauer-Ring 5, 6, 7 und 8 beauftragt.

Die Firmen Kargl zum Preis von € 16.717,- und Streit GmbH. zum Bestbieterpreis von € 107.920,- jeweils inkl. Mwst. wurden mit der Errichtung eines Geh- und Radweges vom Kindergarten Anningerpark bis zum bestehenden Schutzweg B17 beauftragt.

Die Firma Kluwes wurde zum Preis von € 38.500,- exkl. Mwst. als Bestbieter mit der Erstellung aktueller digitaler Planunterlagen für die Liegenschaften des Freizeitzentrums sowie der angrenzenden Sport- und Freiflächen beauftragt.

Für alle Bäume auf öffentlichem Gut und auf Gemeindegrund (ausgenommen Waldl und nicht zugänglichen Bachanlagen) wird ein digitaler Baumkataster zum geschätzten Gesamtpreis von € 18.000,- inkl. Mwst. angelegt.

Ziviltechniker DI Werner Kaufmann wurde mit der Erarbeitung verschiedener Varianten zur Verbesserung der Situation der lärmgeplagten Anrainer entlang der A2 zum Preis von € 23.976,- inkl. Mwst. beauftragt.

Die Fa. Kraft & Wärme wurde als Bestbieter zum Preis von € 37.638,- mit der Erneuerung der ca. 50 Jahre alte Wasserleitungsverbindung Rathausgasse-Laxenburger Straße unter der B17 beauftragt.

Die Fa. Rohrsanierung GmbH. wurde als Bestbieter zum Preis von € 287.817,85 exkl. Mwst. mit der dringend notwendige Sanierung der Wasserleitung an der Ostseite der Triester Straße südlich der Laxenburger Straße beauftragt.

Mit der AURA Wohnungseigentumsgesellschaft mbH. wurde eine Vereinbarung über die Kostenteilung zur Errichtung eines Geh- und Radweges entlang der Brown-Boveri-Straße abgeschlossen. Die Gemeinde bezahlt für dieses Projekt pauschal € 20.000,-, den Rest in ähnlicher Größenordnung die Fa. AURA.

Ein Grundsatzbeschluss für die Errichtung einer 3. Gruppe im Wichtelhaus samt Bewegungsraum (1. Stock) wurde gefasst. Die geschätzten Kosten betragen ca. € 165.000,- bei Fördermittel des Landes NÖ in Höhe von € 125.000,-.

Der seit einigen Jahren bestehende und für die Gemeinde äußerst ungünstige Vertrag mit dem SPÖ-nahen Volksheimverein zur Anmietung des Volksheimes wurde gekündigt. Eine Neuregelung stand zum Redaktionsschluss noch aus.

Der seit einigen Jahren mit der WNG (Wiener Neudorfer Genossenschaft) bestehende und für die Gemeinde äußerst ungünstige Vertrag zur Anmietung eines nicht notwendigen 30 m2-Extraraumes im Volkshilfehaus (Klosterareal) zum Quadratmeter-Mietpreis von ca. € 20,- pro Monat wurde gekündigt.

Die Fa. Kargl wurde zum Preis von € 2.396,- inkl. Mwst. mit dem Austausch der Beleuchtungskörper der öffentlichen WC-Anlage Rathauspark beauftragt.

Subventionen für verschiedene Vereine in Höhe von ca. € 47.000,- wurden beschlossen.

Dipl. Sportlehrer Didi Pflug wurde mit der Ausrichtung des Gemeinde-Osterschikurses 2017 (7. bis 13. April) in Zell am See/Kitzsteinhorn für 45 Kinder im Alter von 10 bis 16 Jahren beauftragt.

Beschlossen wurden außerdem Rahmenbedingungen für die Durchführung von Jugendveranstaltungen.

Im Nicht-Öffentlichen Teil wurden Aushilfen als dem Sozialfonds und diverse Wohnungs- sowie Personalangelegenheiten beschlossen.

Wenn Sie es noch nicht getan haben, Sie können sich dieses Mal die Debatten zu jedem einzelnen Tagesordnungspunkt der letzten Sitzung im Internet ansehen. Wiener Neudorf TV hat die Sitzung komplett aufgenommen:  

http://www.youtube.com/user/wienerneudorf.tv

Alles Gute zum Geburtstag der ältesten Wiener Neudorferin

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Zum 102. Geburtstag durfte ich Frau Skala gemeinsam mit ihrem Sohn, Herrn Wildeis von der BH Mödling und Vize-Bgmin Dr. Kleissner gratulieren.

Als Hilda Skala in Wien zur Welt kam, war noch Kaiser Franz Josef I. an der Macht, der 1. Weltkrieg dauerte gerade ein paar Wochen, Otto Sundback erfand den Reißverschluss und in Cleveland (Ohio) wurde die erste elektrische Verkehrsampel installiert.

1914 war noch keine Rede von einem Haartrockner, von Nylonstrümpfen, von Antibiotika – und Albert Einstein grübelte gerade an seinem falschen Ansatz zur Relativitätstheorie, den er erst ein Jahr danach löste.

Als Rudolf Kirchschläger das erste Mal zum Bundespräsident gewählt wurde – und das ist eine gefühlte Ewigkeit her -, war Hilda Skala bereits in Pension.

Vor wenigen Tagen feierte die älteste Wiener Neudorferin ihren 102. Geburtstag. Ich freue mich sehr, dass ich eine – durch eine große Familienfeier am Vortag – ein wenig müde, aber geistig sehr rege und fitte Seniorin anlässlich ihres Ehrentages besuchen durfte.

Ich wünsche im Namen aller Wiener Neudorfer/-innen alles Gute für das neue Lebensjahr.

Auch wenn Sie keine Zeit haben: So können Sie bei den wichtigsten Veranstaltungen mit dabei sein!

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Josef Bilder (Wiener Neudorf TV) ist bei den wichtigsten Ereignissen in Wiener Neudorf mit seiner Kamera allgegenwärtig.

Mir ist schon klar, dass Sie bei der Vielzahl von Events, Veranstaltungen und Ereignissen, die in Wiener Neudorf permanent stattfinden, nicht überall dabei sein können, auch wenn es Sie ganz besonders interessiert.

Wiener Neudorf TV sorgt aber dafür, dass Sie kein wichtiges Ereignis versäumen. Durch einen zwischen der Gemeinde und „Wiener Neudorf TV“ abgeschlossenen Vertrag ist gewährleistet, dass die wichtigsten Veranstaltungen aufgenommen und über YouTube ins Internet gestellt werden.

Sie brauchen nur  Wiener Neudorf TV – Youtube   einzugeben oder klicken Sie auf: http://www.youtube.com/user/wienerneudorftv   und schon sind Sie auf der richtigen Webseite und können sich alle Beiträge in Ruhe ansehen – wann immer Sie Zeit dafür haben. Z.B. in letzter Zeit: Die Gemeinderatssitzung vom 26. September, den Mobilitätstag, die Eröffnung der neuen Bibliothek, das Flüchtlingsevent oder das Feuerwehr-HalliGalli.

Gutachten beweist: A2-Lärmschutzwand seit Jahren komplett undicht

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Ein Bild, das mehr als alle Worte sagt: So sieht der Großteil der Lärmschutzwand entlang der A2 zum Wohngebiet aus. Dass diese Wand völlig unwirksam ist, zeigen die Löcher, wo eigentlich Lärmdämmplatten sein sollten. Das sind keine altersbedingten Mängel, wie die ASFINAG zu behaupten versucht. Es steht zu befürchten, dass die an vielen Stellen – wie auf diesem Bild – freiliegende Steinwolle krebserregend ist.

Die ASFINAG hat uns vor einigen Wochen mitgeteilt, dass die bestehende Lärmschutzwand (Bild siehe oben) zwischen den beiden Autobahnbrücken im Ortsgebiet von Wiener Neudorf intakt wäre. Wie die Prüfer der ASFINAG zu diesem Ergebnis gelangen konnten, ist rätselhaft. Es gäbe lediglich ein paar rein altersbedingte Mängel, meint die ASFINAG – was aber offenbar nicht stimmt. Da wir wissen und täglich hören, dass das falsch ist, hat die Gemeinde einen renommierten Lärmtechniker mit einer Untersuchung beauftragt. Das Ergebnis ist erschütternder als wir befürchtet haben.

Das ist der zusammenfassende Befund des 38-seitigen Gutachtens im Wortlaut:

Anfang der 90er Jahre wurde die Holzlärmschutzwand errichtet, welche mit Elementen ausgerüstet wurde, von denen über 61 % sehr schwere Mängel (Schalldämmplatten fehlen) aufweisen. Über mehr als 20 Jahre konnten auf Grund der sehr schweren Mängel, der Bewuchs, die Tiere und die Witterung diese offenen Lärmschutzelemente weiter schädigen und zerstören. Dies wurde auch dadurch begünstigt, dass die Wand nicht von dem schädlichen Bewuchs freigehalten wurde.

Bei den restlichen 39 % der Lärmschutzelemente sind die Dichtungen zersetzt, Löcher in der Absorbermatte, die Befestigung mangelhaft, die Latten gebrochen und stark verwittert. Auch der Nutzungszeitraum der Holzkassetten mit 20 Jahren wurde bereits erreicht und es besteht die Möglichkeit, dass die verwendete Steinwolle krebserregend ist.

Es ist daher als Sofortmaßnahme der Austausch aller Holzschutzelemente unverzüglich erforderlich.

 

Offenbar wurde die Wand vor mehr als 20 Jahren von vorne herein falsch errichtet, ist derzeit völlig untauglich und möglicherweise sogar gesundheitsschädlich. Ich habe das Gutachten mittlerweile an die NÖ Landesregierung, das zuständige Verkehrsministerium und die ASFINAG mit der Aufforderung um dringende Stellungnahme und der Einleitung von Sofortmaßnahmen weitergeleitet.

Seit Jahren leben Hunderte Familien jenseits aller Grenzwerte. Es ist ein Skandal, dass dem zuständigen Verkehrsministerium die Gesundheit von Hunderten Familien offenbar völlig egal ist. Seit Mai versucht mein Sekretariat nahezu wöchentlich einen Termin mit Verkehrsminister Leichtfried (SPÖ) zustande zu bringen. Langsam gehen dem Ministersekretariat die Ausreden aus. Die häufigste ist, dass Minister Leichtfried leider überhaupt keine Zeit für einen Termin mit mir hätte, weil er im Ausland weile. Wir probieren es weiter.