Gemeinderatssitzung: Am Montag geht es weiter

Die am 9. Oktober abgebrochene Gemeinderatssitzung wird am kommenden Montag, denn 23. Oktober um 19.00 Uhr fortgesetzt. Genauso wie die abgebrochene, können Sie auch die nunmehr fortzusetzende Sitzung über die Gemeinde-Webseite

www.wiener-neudorf.gv.at

nachsehen. Die beiden Sitzungen wurden bzw. werden von Wiener Neudorf TV aufgenommen. Einen entsprechenden Link finden Sie auf der Startseite der Gemeinde-Webseite im unteren Teil.

Selbstverständlich können Sie dem öffentlichen Teil der Sitzung auch persönlich beiwohnen.

 

 

 

So hat Wiener Neudorf gewählt

Die 11 Sprengelergebnisse der NR-Wahl 2017 und das Gesamtergebnis. Letztes verglichen mit der Wahl 2013.

Das ist das Nationalratswahl-Ergebnis von Wiener Neudorf, nicht ganz vergleichbar mit 2013, weil die knapp 900 Briefwahlstimmen erst in den nächsten Tagen von der Bezirkshauptmannschaft ausgezählt werden – und dem Wahlkreis und nicht der jeweiligen Gemeinde zugeschlagen werden.

Auch die Sprengelergebnisse sind nicht vergleichbar, weil es Verringerung von 13 auf 11 Sprengel gab und teilweise Straßenzüge anderen Sprengeln zugeteilt wurden.

Waren früher, vor 20 bis 25 Jahren, die Parteiergebnisse ziemlich ident, was Nationalrats-, Landtags- und Gemeinderatswahlen anbelangt, unterscheiden die Wähler/-innen mittlerweile sehr deutlich zwischen den einzelnen Wahlgängen.

Bei der Nationalratswahl 2013 lag in Wiener Neudorf die SPÖ eindeutig (mit mehr als 12 %) vor der FPÖ und der ÖVP. Vor 4 Jahren hatte die „Faymann“-SPÖ beispielsweise noch etwa doppelt so viele Stimmen wie die „Spindelegger“-ÖVP.

Bei der gestrigen Wahl konnte die SPÖ Platz 1 verteidigen, allerdings nur mehr knapp gefolgt von ÖVP und FPÖ.

Die NEOs konnten ihr Potential mit 6,6 % exakt halten. Die Grünen sind komplett abgestürzt, die Liste Pilz hat in Wiener Neudorf das Niveau der NEOs. Die anderen Gruppierungen liegen deutlich unter 1 %.

Bei den Vorzugsstimmen der Bundesparteilisten führt Sebastian Kurz (ÖVP) mit 127, vor Christian Kern (SPÖ) mit 96 und H.C. Strache (FPÖ) mit 45 Stimmen. Alle anderen bewegen sich im einstelligen Bereich.

Bei den Vorzugsstimmen der Landesparteilisten stechen eigentlich nur 2 Ergebnisse heraus und beide betreffen die ÖVP. Innenminister Mag. Sobotka kam auf 28 Stimmen und die Wiener Neudorfer Kandidatin Regina Young auf 20.

Bei den Vorzugsstimmen der Regionalparteilisten gibt es drei bemerkenswerte Ergebnisse. Mödllings Bürgermeister L-Abg. Hans-Stefan Hintner (ÖVP) hat mit 159 Stimmen die Nase vorn, gefolgt vom Guntramsdorfer NR Christian Höbart (FPÖ) mit 150 Stimmen und dem Vösendorfer Hannes Koza (ÖVP) mit 133 Stimmen.

Ich freue mich, dass die Wahlbeteiligung gestiegen ist. Sie liegt in manchen Sprengeln schon wieder knapp bei 80 %. Bedanken möchte ich mich bei den etwa 90 Personen, die als Wahlsprengelleiter, Beisitzer, Vertrauenspersonen und Wahlzeugen mitgeholfen haben, dass der Wahlgang in Wiener Neudorf reibungslos und ohne Zwischenfälle abgehalten werden konnte.

Vielen Dank auch an die Mitarbeiter/-innen der Gemeindeverwaltung und des Wirtschaftshofes, die mich von 6.00 Uhr früh bis nach 22 Uhr tatkräftig unterstützt haben, dass in den Wahlsprengeln und in der Gemeindewahlbehörde im Rathaus alles geklappt hat.

In eigener Sache: Einladung zu meiner Lesung am 18. Oktober

Glauben Sie mir, dass das Leben eines Bürgermeisters von Wiener Neudorf ein sehr ausgefülltes ist. Ich bewundere das Organisationstalent meiner Assistentin, meinen Alltag minutiös so einzuteilen, dass weder Politik noch Gemeindeverwaltung zu kurz kommen. Dazu kommen natürlich auch gesellschaftliche Ereignisse – meistens abends, die ich zu besuchen habe und großteils auch sehr, sehr gerne besuche. Auch weil ich glücklicherweise ein sehr vielfältiges Interesse und eine vielfältige Begeisterung habe und mich im Bierzelt genauso wohl fühle wie bei einem Klassikkonzert im Migazzihaus. An dieser Stelle gilt es vor allem meiner Gabriela „Danke“ zu sagen, die mein nicht gerade ruhiges (aber sehr abwechslungsreiches) Leben in allen Belangen mit mir teilt.

Meine beiden Enkeltöchter bestimmen glücklicherweise einen großen Teil meiner Freizeit und daneben habe ich eine Leidenschaft und die heißt: Literatur.

Mein Mandat im Präsidium des Österreichischen Schriftstellerverbandes musste ich aus Zeitgründen zurückgeben. Trotzdem habe ich mir das Ziel gesetzt, im Abstand von 2 Jahren Bücher zu veröffentlichen. Mir wurde schon in jungen Jahren ein gewisses literarisches Talent – vor allem für die Lyrik – zugeschrieben. Lyrikbände sind nicht gerade ein Verkaufsschlager. Vor allem deshalb danke ich meinem Verleger, dass er meinem Wunsch nach der Veröffentlichung eines Epigramm-Buches in Form von 4-Zeilern nachgekommen ist.

In „Vier Zeilen für Gott und die Welt“ habe ich mich über vieles, was mir eingefallen ist (eben über Gott und die Welt), auseinandergesetzt.

Ich darf dieses Buch am Mittwoch, den 18. Oktober um 19.00 Uhr im Glassaal des Migazzihauses im Rahmen eines Satirischen Literaturfestes zum Anlass des 40jährigen Bestehens unserer Bibliothek vorstellen. Ich freue mich sehr, dass ich dort gemeinsam mit dem Präsident des NÖ. PEN, Erich Sedlak – und seiner Gattin – lesen werde.

Tempo 80 auf der A2: So groß war die Chance das letzte Mal vor 12 Jahren!

In meiner ersten Bürgermeisterzeit waren wir Anfang 2005 so weit, dass Tempo 80 in erreichbarer Nähe war. Dann habe ich leider die Gemeinderatswahl verloren und meinem Nachfolger C. Wöhrleitner war das Thema überhaupt nicht wichtig und er vertrat die Ansicht, dass wir kein Almdorf wären und mit der Autobahn zu leben hätten. Damit war alle Arbeit umsonst und das Thema leider vom Tisch – mit den gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die wir kennen.

Seit über 2 Jahren steht das Thema bekanntlich wieder ganz oben auf der Agenda der Gemeinderegierung.

Ich habe jetzt eine sehr gute Meldung über den Nationalratswahlkampf – jenseits des „Dirty-Campaignings“, das derzeit alle Sachthemen leider überschattet.

Vor 14 Tagen habe ich die Spitzenkandidaten der kommenden Nationalratswahl angeschrieben und um ihre Unterstützung bei dem für uns so wichtigen Gesundheitsanliegen betreffend die Reduktion der Geschwindigkeit auf der A2 gebeten. Immerhin leben nahezu 3.000 Menschen über den Lärmgrenzwerten und de facto die Gesamtbevölkerung über den Schadstoff- und Feinstaubgrenzwerten. Eine Temporeduktion auf 80 km/h auf der A2 im Ortsgebiet von Wiener Neudorf würde hier sofort Abhilfe schaffen.

Die höchst erfreulichen drei Antwortschreiben von Sebastian Kurz (ÖVP), H.C. Strache (FPÖ) und Ulrike Lunacek (Grüne) haben ich mehrfach abgespeichert und kopiert. Die anderen haben sich bislang noch nicht bei mir gemeldet.

Während der derzeitige SPÖ-Verkehrsminister Jörg Leichtfried die Gemeinde mit ihrem Ansuchen auf Tempo 80 kalt abblitzen ließ und unser Anliegen mittlerweile beim Verfassungsgerichtshof liegt, gibt es sowohl von ÖVP, FPÖ als auch Grünen Zusagen, der höchst gesundheitsbelasteten Bevölkerung von Wiener Neudorf im Falle einer zukünftigen Regierungsbeteiligung mit Sicherheit zu helfen.

Sollte also eine der drei Parteien Regierungsverantwortung übernehmen, wovon auszugehen ist, und den zukünftigen Verkehrsminister stellen (was ich sehr hoffe), dann schaut es für die lärm- und schadstoffbelastete Bevölkerung aus heutiger Sicht gut aus.

Ich werde als Bürgermeister umgehend nach der erfolgten Regierungsbildung und des Feststehens des Regierungsteam beim neuen Verkehrsminister/bei der neuen Verkehrsministerin – mit den erwähnten Antwortschreiben in Händen –  vorstellig werden.

Sollte also das Thema „Tempo 80“ auf der A2 im Ortsgebiet von Wiener Neudorf ein für Sie wichtiges sein, dann nehmen Sie diesen Blogbeitrag gerne auch als Wahlempfehlung. Deshalb darf ich Sie bitten, diesen Beitrag in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis zu teilen.

Baustellenherbst in Wiener Neudorf

Beim Spielplatz Gaswerkgasse mussten viele Geräte ausgetauscht, aber auch sämtliche Wege durch den Platz neu gemacht werden, weil die Baumwurzeln alles ruiniert haben. Ab sofort ist der Platz wieder für die Kinder offen..

Ja, ich weiß, dass es heuer viele Baustellen in Wiener Neudorf gab und noch immer gibt. Ich weiß, dass wir damit auch der Bevölkerung viel an Geduld abverlangen. Aber der Renovierungsbedarf ist leider ein sehr großer. Und wir nützen die Notwendigkeit, die sehr alten Kanäle und Wasserleitungen (teilweise haben wir noch Asbestleitungen) sanieren zu müssen, gleich für eine Komplettsanierung und Neugestaltung, wie beispielsweise bei der Hauptstraße und der Bahnstraße, wo die Baustellen noch bis in den November andauern werden.

Andere Plätze, wie der Jugendplatz, manche Spielplätze oder der „Antl-Spitz“ sind so gut wie oder komplett fertig.

Heuer werden wir noch im Laufe des Oktober den Kreuzungsbereich Parkstraße/Linkegasse in Höhe Prenningerbrücke entschärfen und vor allem für die Fußgänger sicherer machen und wir werden die Arbeiten für den zweiten Bewegungsraum im Kindergarten Europaplatz beginnen.

 

Ein Bericht über eine (unpolitische) Niederlage

Gute Stimmung vor der Niederlage (die war aber nachher auch nicht schlechter): Danke an einige Gemeindemitarbeiter, dass sie mich in den LASK-Sektor begleitet haben.

Aus familiären Gründen bin ich was den Fußball anbelangt LASK-Fan. So, wie früher, dass die Stimmung der kommenden Woche abhängig war vom Ergebnis des LASK-Spiels, ist es längst nicht mehr. Als LASK-Fan habe ich im Laufe der Jahrzehnte lernen müssen, Niederlagen zu verkraften und dass es eigentlich nichts Unwichtigeres gibt, als Fußballergebnisse, obwohl Fußball – wie wir wissen – die wichtigste Nebensache der Welt ist.

Natürlich wird man, wenn man in Mödling aufgewachsen und in Wiener Neudorf lebt auch Admira-Fan, aber wenn der LASK in die Südstadt kommt, dann schlägt mein Herz „schwarz-weiß“.

So kam es, dass mich einige meiner Gemeinde-Mitarbeiter am letzten Samstag ins Südstadt-Stadtion begleiteten und wir uns im LASK-Sektor unter die oberösterreichischen Hardcore-Fans mischten.

Als wir (LASK) zwei Mal in Führung gingen, war die Fußballwelt für mich Ordnung. Aber schon der Fußball-Philosoph Toni Polster wusste, dass man ein Spiel nur gewinnen kann, wenn man mehr Tore schießt als die andere Mannschaft. Diese Weisheit hat der LASK nicht befolgt. Zwei Tore bei einem Auswärtsspiel sind gut, aber wenn man vier Gegentore erhält, dann verliert man zwangsläufig. Und so ist es dann auch gekommen.

Vor dreißig Jahren hätte man mich am Montag darauf besser nicht anreden dürfen. Und heute? Na schau ma mal. Bis jetzt hat mich noch keiner angeredet.

NEIIIINNNN: Der Ausgleich der Admira zum 1:1 – perfekt fotografisch von Willy Kraus festgehalten. Am Ende wäre ich mit diesem Ergebnis sehr zufrieden gewesen.