Kategorie-Archiv: Wiener Neudorf allgemein

Ich bin ein „B17-Tunnel-Fan“

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Alle Wiener Neudorfer Haushalte bekommen in diesen Tagen mit dem neuen INFO einen Aufkleber „Ich bin ein Tunnel Fan“! Wir können damit auch öffentlich zeigen, wie wichtig und richtig wir diese Maßnahme halten, um endlich ein lebenswertes Ortszentrum in Wiener Neudorf zu schaffen.

https://www.facebook.com/ProTunnelWienerNeudorf

Seit wenigen Tagen gibt es eine Facebook-Plattform „Pro Tunnel Wiener Neudorf“, die diese Aktion unterstützt. Darauf finden Sie Informationen über dieses Jahrhundertprojekt, können Fragen stellen und bei einem Gewinnspiel mitmachen, das wir in den nächsten Tagen vorstellen.

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Wenn Sie mehr Aufkleber benötigen, dann schicken Sie mir eine kurze-Email an   herbert.janschka@kabsi.at   und ich lasse Ihnen die gewünschte Menge zukommen.

Was ein Blog bewirken kann! – Volkshilfe-Vertrag abgesetzt

Das rote Volkshilfe-Haus im Klostergarten

Die Zugriffe zu meinen letzten Beitrag über den „Volkshilfe-Vertrag“ waren überraschend hoch. Dass bei diesem Thema die SPÖ letztlich „kalte Füße“ bekam, ist überraschend, aber für Wiener Neudorf sehr positiv. Offenbar hat mein Blog-Beitrag seine Wirkung nicht verfehlt. Obwohl Herr Wöhrleitner betonte, dass das Eine nichts mit dem Anderen zu tun hat.

Der von Rechtsanwälten als ungesetzlich eingestufte neue Vertrag mit der SPÖ-nahen Volkshilfe (der bei der Gemeinderatssitzung am 1. Dezember beschlossen hätte werden sollen) wurde plötzlich abgesetzt, obwohl Herr Wöhrleitner noch ein paar Tage zuvor verlauten ließ, ihm wären die Gutachten und das Gesetz egal – er werde den vorliegenden Vertrag in jedem Fall mit seiner SPÖ-Mehrheit beschließen lassen.

Der „alte“ Vertrag mit der Volkshilfe, der bereits zum 31.12.2014 gekündigt wurde, wird bis zum 31.03.2015 verlängert. Bis dahin soll eine Ausschreibung für alle interessierten Betreiber (also nicht nur die Volkshilfe) stattfinden. Nachdem die Einrichtung überwiegend von Auswärtigen genützt wird, die Gemeinde aber alle Kosten – auch für die Ortsfremden – trägt (heuer belastet dies das Budget mit immerhin € 600.000,-) kam es bei der Gemeinderatssitzung zu einer heftigen Debatte.

Die Selbstkosten der Kunden der Kurzzeitpflege- und Tagesbetreuungseinrichtung liegen deutlich unter den wirklich anfallenden Kosten. Für die Differenz kommt derzeit alleine die Gemeinde Wiener Neudorf auf.

Während die SPÖ weiterhin darauf besteht, sämtliche Kosten (auch die für auswärtige Gäste) zu bezahlen, vertritt die Opposition die Meinung, dass Wiener Neudorf in Hinkunft nur mehr für die Wiener Neudorfer bezahlen soll.

Letztlich wurde ein Beschluss verabschiedet, dass die Fraktionsführer beim Ausschreibungstext mitreden dürfen. Ich werde in jedem Fall darauf bestehen, dass die Kostenverpflichtung der Gemeinde Wiener Neudorf ausschließlich für Wiener Neudorfer gilt. Es kann nicht angehen, dass die Gemeindeführung einerseits ständig Gebührenerhöhungen von den eigenen Bürgern verlangt, weil das Gemeindebudget vorne und hinten nicht mehr zusammengeht, und andererseits einen 6-stelligen Eurobetrag für Auswärtige bezahlt. Herr Wöhrleitner sieht das, und hat das bei der Gemeinderatssitzung mehrfach betont, als „unsere“ soziale Verpflichtung gegenüber Menschen anderer Gemeinden.

PS: Wenn Sie die weiteren Beschlüsse der Gemeinderatssitzung vom 1.12.2014 interessieren, dann: www.oevp-wienerneudorf.at

 

Wehe, wenn Du nicht richtig wählst – dann kriegst Du Kickbox!

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Nachdem meine Fraktion die neuen Bewohner/-innen des Anningerparks willkommen geheißen hat, wollte da die SPÖ nicht nachstehen. Von einer betroffenen Anrainerin habe ich dieses „Willkommens-Blatt“ übermittelt bekommen. Es liegt mir fern, Aussendungen von politischen Mitbewerbern zu verbreiten und zu kommentieren, aber den beiliegenden Text der Anrainerin (den ich nach Rücksprache wiedergeben darf) möchte ich Ihnen (auszugsweise) nicht vorenthalten:

“ ….  Ich habe heute einen Flugzettel eines rötlichen gedressten Boxklubs erhalten, der anscheinend für die Gemeinderatswahl um Stimmen kämpft. Es ist dies der fünfte Ort, in dem ich mich niederlasse. Mir ist in den paar Monaten, die ich hier lebe, schon aufgefallen, dass in Wiener Neudorf Friede, Freude und Eierkuchen auf der Tagesordnung steht. ….  Mein erster Eindruck beim Lesen des Flugzettels war, dass mir der rote Boxklub sagen möchte: Wir sind ein schlagkräftiges Team. Vorsicht, was Du wählst! Und wehe, wenn Du nicht richtig wählst! Soll mir das jetzt Angst machen? Wird man in Wiener Neudorf niedergeschlagen, wenn man nicht SPÖ wählt? …“

Liebe neue Wiener Neudorferin! Ich darf Ihnen aus eigener Erfahrung sagen, dass ich bei Gemeinderatswahlen seit Jahrzehnten aus bekannten Gründen nicht SPÖ wähle (ups – jetzt habe ich mich verraten und das Wahlgeheimnis gebrochen), mich auch nächtens auf den Dorfstraßen herumtreibe, aber noch niemals – von wem auch immer – attackiert wurde. Eigentlich, das müssen Sie mir glauben, sind wir Nuwendorfer (Anm.: erster dokumentierter Name für Wiener Neudorf) ein äußerst friedliebendes Volk. Wir haben bei einigen politischen Themen unterschiedliche Ansichten – doch das ist Ihnen wahrscheinlich schon bekannt. Die Opposition ist ziemlich geschlossen der Ansicht, dass der bisherige Bürgermeister eine schlechte Arbeit abliefert, dafür ist die SPÖ geschlossen gegen die Opposition und würde sie mit ihrer absoluten Mehrheit am liebsten per Dekret abschaffen.

Es wird ziemlich sicher am 25. Jänner 2015 nicht zu einem Boxkampf kommen, obwohl am Abend dieses Tages der eine oder andere wahrscheinlich niedergeschlagen wirken wird.

Quasi die Wiener Neudorf-Hymne

Prof. Arik Brauer! Er ist Sänger, Komponist, Bildhauer, Grafiker und als Maler einer der Hauptvertreter der Wiener Schule des Phantastischen Realismus. Er hat das Mahnmal zur Erinnerung an das KZ-Außenlager Guntramsdorf/Wiener Neudorf gestaltet (siehe meinen Blog-Beitrag vom 7. September 2014 und Artikel auf der Homepage www.oevp-wienerneudorf.at vom 25. Oktober 2014).

Heuer ist irgendwie sein Jahr, auch weil viele Institutionen anlässlich seines 85. Geburtstag Ausstellungen und Events veranstalten. Als Jugendliche sind wir damals Anfang der 70er Jahre an seinen Lippen gehangen, haben seine Lieder auswendig gelernt und nachgesungen. Er war einer der erste Vertreter und Mitbegründer der Dialektwelle des Austro-Pop. 1971 hat er ein Lied geschrieben, das gut und gerne als „Wiener-Neudorf-Hymne“ gelten könnte, wenn man den Bau- und Betonierungswahn mancher Bürgermeister vor Augen hat. Viele seiner Lieder – vor allem dieses – hat nichts an Aktualität eingebüßt. Vor allem in Wiener Neudorf.

Wiener Neudorf als Filmkulisse?

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Zugegeben, da habe ich mich doch ein wenig geniert. Als wir vor ein paar Wochen mit einem auswärtigen befreundeten Ehepaar in Wiener Neudorf spazieren gingen und ihnen unseren Heimatort zeigen wollten, da kamen wir auch in die Linkegasse. Der Garagenbereich zwischen Linkegasse und Hauptstraße 26 ist ja wahrlich nicht für einen Ortsbildwettbewerb geeignet. Aber nachdem ich dort nahezu täglich vorbeikomme, ist der Gewöhnungseffekt offenbar schon so stark geworden, dass mich der Anblick nicht mehr derart stört. „Ob das eine Kulisse für einen Ostblockfilm wäre“ wollten unsere Freunde tatsächlich wissen.

Über diese Aussagen habe ich mich einerseits gewundert, andererseits geärgert und möchte mich an dieser Stelle gleich bei den Ostblockländern für diese Diffamierung entschuldigen. Wir sind sehr viel in den früheren Ostblockländern unterwegs und kennen deren liebevolle Ortsbildgestaltung.

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Vor ein paar Tagen habe ich mir den Garagenbereich genauer angeschaut. Und ich muss geben: Das ist wirklich kein Ruhmesblatt für eine Gemeinde wie Wiener Neudorf. Da müssen wir schleunigst etwas machen. Das passt überhaupt nicht ins Ortsbild und zum Stil unseres Heimatortes. Und auch wenn dieses Grundstück im Privatbesitz ist, muss und wird es der Gemeinde etwas wert sein müssen, dass dieser Bereich besser und freundlicher gestaltet wird.

Typisch Wöhrleitner: Tempo 80 auf der A2 – Die anderen sind schuld!

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Auszug Kronen Zeitung, 1.11.2014

Ich bin ja ein bekannt notorischer Frühaufsteher. Aber offenbar manche andere auch. SMS von heute 06.00 Uhr: Kronen-Zeitung kaufen. E-Mail: Unbedingt Krone kaufen. E-Mail: Anbei heutiger Kronenzeitungs-Artikel (übrigens von meinem Gemeinderatskollegen Karl Endl).

Nein, das ist keine Werbung für ein Boulevardblatt (das ich nur sehr gelegentlich selber lese). Meine ständigen Medienbegleiter sind Der Standard, das profil und die Zeit.

Zum heutigen Kronen-Zeitungs-Artikel: Es geht wieder einmal um das Thema der Tempobeschränkung auf der A2. Bgm. Wöhrleitner hat einen Beschluss des Gemeinderates ganz offensichtlich negiert. Nachdem jahrelang bei dem Thema nichts weitergegangen ist, hat sich eine Bürgerinitiative gebildet. Wie Herr Wöhrleitner darauf reagiert ist bekannt. Er attackiert, haut wild um sich und diffamiert. So war das bei der Initiative zur Rettung des Klosterparks. So war das bei der Initiative zur Rettung des Freizeitparks Reisenbauer-Ring. „Die haben alle in der Keksdose geschlafen. Kurz vor der Gemeinderatswahl werden sie munter.“ Das ist sein Statement an den Redakteur des heutigen Artikels. Typisch. Die anderen tun nichts. Die anderen sind schuld.

Es gibt einen einzigen, der dieses Thema in den letzten Jahren „versemmelt“ hat – und der heißt: Christian Wöhrleitner.

Ich selbst habe als damaliger Bürgermeister im Jahre 2003 mit Land NÖ, Ministerium und ASFINAG eine provisorische Temporeduktion auf 80 km/h herausverhandelt – allerdings nur zeitlich begrenzt auf 18 Monate. In dieser Zeit mussten wir Untersuchungen und Unterlagen erstellen, die die Wirksamkeit dieser Maßnahme beweist. Das haben wir getan. Bis zu 70 % weniger Lärm und Abgase. Nur leider kam es vor Ablauf der „Probezeit“ zum Bürgermeisterwechsel. Und Herr Wöhrleitner hat generös auf eine definitive Temporeduktion auf 80 m/h im Bereich „Wiener Neudorf/Biedermannsdorf/Laxenburg“ verzichtet. „Wir leben ja auf keiner Alm“ ist einer seiner bekanntesten Stehsätze.

Traurig und beschämend ist allerdings die Feststellung des SPÖ-Bürgermeisters, dass ihn seine Parteigenossin SPÖ-Ministerin Bures angeblich „wie im Hamsterradl rennen hat lassen.“ Sein gestörtes Verhältnis zum Landeshauptmann ist sowieso bekannt. Herr Wöhrleitner gibt damit selbst zu, dass er offenbar keine Kontakte zu wichtigen Stellen hat und dass er offenbar nicht einmal von seinen Parteikollegen ernst genommen wird. Traurig! Traurig für ihn! Traurig für so wichtige Themen! Traurig für Wiener Neudorf!