Kategorie-Archiv: Wiener Neudorf allgemein

Gemeinde Wiener Neudorf schwer betrogen: Eine Videoaufzeichnung könnte die Täter allerdings bald entlarven!

Erst am Aschermittwoch wurde der Betrug entdeckt. Die Täter sind auf der Flucht.

Die in- und ausländischen Medien haben vor 3 Monaten ausführlich darüber berichtet. Am 11. November wurde ich um exakt 19:11 Uhr gezwungen den Gemeindeschlüssel samt Gemeindekassa abzugeben. Es waren bekanntlich hoch angesehene Mitglieder der hiesigen Faschingsgilde, die die Macht an sich rissen. Es war vereinbart, dass am Faschingsdienstag der Schlüssel samt Kassa zurückgegeben wird. Das ist auch passiert. Mir wurde versichert, dass die Gemeindekassa prall gefüllt ist und mit dem Bau des B17-Tunnels nunmehr sofort begonnen werden könne. Und auf den ersten Blick bei der Übergabe machte es auch genau  diesen Eindruck. Demgemäß euphorisch verlief der gestrige Abend.

Heute früh wollte ich mit führenden Gemeindebediensteten den Kassastand nachzählen. Dabei wurden wir auf einen schwerer Betrug aufmerksam. Die Gemeindeschatulle war in der Tat voll gefüllt, aber – wie wir feststellen mussten – mit Falschgeld aus Schokolade. Das war natürlich auf den ersten Blick unmöglich erkennbar.

Auch wenn ich die Mitarbeiter sofort unter absolutes Stillschweigen darüber gestellt habe und wir – hinter vorgehaltener Hand – beschlossen haben, der Opposition und dem Prüfungsausschuss nichts davon zu erzählen, den Vorfall unter den Tisch zu kehren und die Beweisstücke aufzuessen, wurde eine interne „Task Force“ eingerichtet, die die Hintergründe des Betruges aufklären soll.

Glücklicherweise wurde der Vorgang der Schlüssel- und Kassaübernahme durch eine versteckte Kamera von Neudorf TV gefilmt. Ich ersuche Sie, sich den Beitrag anzusehen und mir zweckdienliche Hinweise, bzw. wenn Sie Personen zu erkennen glauben, umgehend zu melden: https://youtu.be/le5jePlX2yM

 

Wirtschaftshof Wiener Neudorf: Zufahrt bald nur mehr mit der „Neudorf-Card“ möglich!

Die Einfahrt zum Wirtschaftshof wird in wenigen Monaten durch eine Schrankenanlage blockiert und nur mehr mittels „Neudorf-Card“ möglich sein.

Etliche andere Gemeinden haben ihre Öffnungszeiten für die Wirtschaftshöfe reduziert, die Abgabemöglichkeiten limitiert und teilweise auch Gebühren beschlossen.

Wir in Wiener Neudorf haben die Öffnungszeiten verstärkt (täglich Montag bis Samstag). Es gibt in Wiener Neudorf weder Gebühren noch Limitierungen. Das führt dazu, dass viele „Nicht-Wiener-Neudorfer“ ihren Müll und ihren Grünschnitt in unserem Wirtschaftshof deponieren und führt in weiterer Folge zu hohen zusätzlichen Entsorgungskosten für unsere Gemeinde.

Wir arbeiten derzeit mit Hochdruck daran, ein Schrankensystem einzuführen, damit die Einfahrt in unseren Wirtschaftshof nur mehr mit der „Wiener-Neudorf-Card“ möglich wird, die ausschließlich nur Wiener Neudorfer/-innen mit Haupt- oder Nebenwohnsitz erhalten können.

Das soeben errichtete Kartenlesegerät wird die Zufahrt zum Wirtschaftshof durch automatisches Öffnung eines Schrankens mittels einer Berechtigungskarte (Neudorf-Card) ermöglichen.

Intern haben wir am Wirtschaftshof schon Umbaumaßnahmen durchgeführt. Die Umstellung wird aber behutsam erfolgen. Vorerst werden die Besucher des Wirtschaftshofes auf die bevorstehende Neuerung aufmerksam gemacht und ausreichend informiert, einerseits durch persönliche Gespräche und andererseits durch Informationsmaterial. Selbstverständlich werde ich zu gegebener Zeit auch über das Mitteilungsblatt berichten. Mein Wunsch ist es, dass wir in den Sommermonaten auf das neue System umgestellt haben. Ich möchte auch allen Wiener Neudorfer/-innen ausreichend Zeit geben, sich eine „Neudorf-Card“ zu besorgen (falls sie/er noch keine hat) bzw. die zusätzlichen Funktion kostenlos aufzuladen.

Ich ersuche alle Wiener Neudorfer um Verständnis für diese notwendige Änderung und ersuche alle „Nicht-Wiener-Neudorfer“ ihren Müll und Grünschnitt in Hinkunft dort zu entsorgen, wo dies vorgesehen ist, am Wirtschaftshof ihrer Heimatgemeinde.

Am Rosenmontag ins Genossenschaftshaus!

Archivfoto von einer der früheren Faschingsausklänge im Genossenschaftshaus

Wenn Sie am Faschingsmontag, den 12. Februar noch nichts vorhaben, dann habe ich einen Tipp für Sie. Kommen Sie zum traditionellen (39.) Faschingsausklang der ÖVP Wiener Neudorf ins Genossenschaftshaus Frieden in die Mühlfeldgasse. Wir beginnen um 19:00 Uhr (Saaleinlass: 18:00 Uhr).

Bei freiem Eintritt erwartet Sie ein Kabarettabend mit dem Titel „Für Gabi tun wir alles“ des Gabi Stur Ensembles.

Luise Mahlberg (02236/63819 oder 0664/7361 1503) nimmt Ihre Kartenwünsche gerne entgegen und reserviert persönliche Tischplätze für Sie.

Sie werden auch weder Hunger noch Durst leiden müssen: Es werden Vorspeisen, Suppe, Hauptspeisen sowie Käseteller, hausgemachte Mehlspeisen und Kaffee angeboten. Sämtliche Getränke sind bereits eingekühlt. In der Pause des Programmes und im Anschluss daran erwarte ich Sie in der Sektbar.

Auch die Wiener Neudorfer Faschingsgilde hat sich mit Kurzprogramm angesagt.

EUMIG-Abend in Wien

Ganz im Zeichen des früheren Wiener Neudorfer Weltunternehmens EUMIG stand ein Abend im restlos gefüllten Saal des Wiener Wirtschaftsmuseums. Als Bürgermeister bekam ich eine Einladung über die Bedeutung des Unternehmens für Wiener Neudorf zu erzählen. Gemeinsam mit mir sprachen Ing. Otto Pferschy, ehemaliger Direktor der Firma EUMIG und Wolfgang Pferscher, Geschäftsführer einer „quasi-Nachfolgefirma“ In-Vision. Einbegleitet wurde der Abend vom Obmann des Eumig-Museumsvereins, HR Prof.Ing.Mag. Gerhard Pahr. Zwar liegt die Schließung des früheren Weltmarktführers schon über 35 Jahre zurück, aber die Faszination über den rasanten Aufstieg und noch rasanteren Fall weckt offenbar noch immer großes Interesse.

1919 wurde die „Elektrizitäts- Und MetallwarenIndustrieGesellschaft“ in Wien Meidling gegründet, die anfangs Zigarettendosen und Taschenfeuerzeuge (aus Patronenhülsen), aber schon sehr bald verschiedene Elektroartikel erzeugten, darunter ab 1924 Radio- und ab 1931 Filmgeräte.

EUMIG mauserte sich in den 60er und 70er Jahren zum der Welt größten Hersteller von Tonprojektoren. Zum Programm zählten neben Filmkameras auch Projektoren, HiFi-Geräte, Videokameras und Lasergeräte. EUMIG exportierte rund 92 Prozent seiner Erzeugnisse in mehr als 130 Länder.

Vom Himmel aus sollte der Schriftzug „EUMIG“ sichtbar sein. Das Hochhaus war als das „I“ gedacht. 1982 wurde das Gebäude von der Fa. Palmers übernommen und nach einem Brand verglast.

1958 erfolgte die Übersiedelung des Werkes von Wien nach Wiener Neudorf. Das 10-stöckige Hochhaus, in das später die Fa. Palmers zog, ist eines der Wahrzeichen von Wiener Neudorf geworden. Auch sozialpolitisch war die EUMIG Vorreiter, so wurde bereits 1956 – gegen den großen Widerstand der Industriellenvereinigung – die 40-Stunde-Woche bei vollem Lohnausgleich eingeführt. Der Mitarbeiterhöchststand betrug 7.000, wobei über 3.000 Mitarbeiter/-innen in Wiener Neudorf beschäftigt waren. Viele frühere Wiener sind durch die Werksübersiedelung in Wiener Neudorf ansässig geworden und andererseits haben viele Wiener Neudorf in dem Unternehmen einen Job gefunden.

Durch einige Managementfehler, aber auch durch Druck und verfehlte Einmischung sowie überbordende Wünsche der Bundespolitik, musste 1981 der Konkursantrag gestellt werden. Das Verfahren wurde 1985 abgeschlossen und der Name EUMIG am 13.2.1986 aus dem Handelsregister gelöscht.

Im Gebäude der Alten Feuerwehr, Parkstraße 6, wurde mittlerweile das EUMIG-Museum untergebracht und im letzten Jahr deutlich erweitert. Mit dem EUMIG-Museum wird Wiener Neudorf auch Teil der NÖ. Landesausstellung 2019 sein.

Landtagswahl: So hat Wiener Neudorf gewählt

So wie in ganz Niederösterreich können auch in Wiener Neudorf die einzelnen Gruppierungen – aus meiner Sicht – durchwegs zufrieden sein:

Die ÖVP hat entgegen dem Trend 1,5 % zugelegt, die SPÖ 1 %, die FPÖ 6 %, die Grünen haben zwar verloren, aber halten noch immer 8,7 % und die NEOS haben mit einer Stimme weniger als die Grünen 8,6 %.

Der große Trübung des Wahlergebnisses ist die Wahlbeteiligung. Noch nie war eine Landtagswahl mit nur knapp über 60 % Wahlbeteiligung für so viele derart uninteressant.

Die einzelnen Wahlsprengel sind mit vorherigen Wahlen nicht ganz vergleichbar, weil wir in Wiener Neudorf im letzten Jahr eine Aufteilungsänderung vorgenommen haben. Die Wohnanlage „Am Anningerpark“ (Sprengel 1) kam neu dazu und die anderen bislang 13 Sprengel wurden auf 10 zusammengeführt und neu nummeriert.

Alles klar für die Landtagswahl

Letzte Intensivschulung für die Mitarbeiter in den einzelnen Sprengelwahlbehörden gestern Abend im Migazzihaus

Dass am kommenden Sonntag die Landtagswahl in Niederösterreich stattfindet, ist verständlicherweise unübersehbar und damit allseits bekannt. Ich bedanke mich als Gemeindewahlleiter bereits im Vorfeld für die bisherige Mit-Organisation der zuständigen Abteilung der Gemeindeverwaltung und – ganz besonders – bei den knapp 80 Personen (bekanntgegeben von ÖVP, SPÖ und FPÖ), die in den 11 Wahlsprengeln und in der Gemeindewahlbehörde nahezu den ganzen Tag mithelfen werden, dass die Wahl ordnungsgemäß ablaufen wird. Gestern Abend fand für diesen Personenkreis noch eine Intensivschulung durch einen Mitarbeiter der NÖ Landesregierung statt.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass die Sprengelwahlleiter und die Sprengelwahlbehörde angewiesen sind, dass alle Auflagen und Vorschriften strikt eingehalten werden (Ausweispflicht etc …). Ich denke wir alle haben genug von möglichen Wahlanfechtungen und eventuellen Wahlwiederholungen.

Bitte machen Sie, sofern Sie wahlberechtigt sind, von Ihrem Wahlrecht Gebrauch, einerseits weil es für eine Gemeinde nicht zweitrangig ist, wer in Sankt Pölten sitzt und weil eine demokratische Wahl, die für uns heute eine Selbstverständlichkeit ist, etwas ist, wofür unsere Altvorderen so lange gekämpft haben.

Wie wichtig ist eine Landtagswahl für eine Gemeinde? Ist es nicht eher gleichgültig, wer „da oben“ in Sankt Pölten sitzt? Treffen wir nicht sowieso die Entscheidungen im Gemeinderat für Wiener Neudorf, egal wer gerade Landeshauptmann oder Landeshauptfrau oder Landesrat oder Landesrätin ist? Ist es nicht für einen Ort ziemlich gleichgültig, wie die politische Zusammensetzung des Landtages ist? Einerseits: Ja, aber andererseits: Nein. Die Landesregierung ist die Oberbehörde jeder Gemeinde, gewisse Beschlüsse des Gemeinderates bedürfen der Zustimmung der Landesregierung (Bauordnungsänderungen, Raumordnungsänderungen, gewisse verkehrliche Belange, gewerberechtliche Belange, Darlehensaufnahmen, Förderansuchen etc. …). Ein guter Kontakt und eine gute Beziehung zwischen der Gemeinde, allen voran des Bürgermeisters zu den Entscheidungsträgern des Landes ist von enormen Vorteil für einen Ort.

Ich habe in den mittlerweile 28 Jahren, in denen ich durch das Vertrauen der Bevölkerung im Gemeinderat tätig sein darf, diese guten Kontakte und diese guten Beziehungen aufgebaut und gepflegt. Das galt für Erwin Pröll und seine Mannschaft und das gilt für Johanna Mikl-Leitner und ihr Team. Natürlich hilft mir das in meiner täglichen Arbeit für Wiener Neudorf als Bürgermeister in den insgesamt 8 Jahren, in denen ich diese Position innehabe. Erwin Pröll ist in einem ländlich geprägten Raum aufgewachsen und hat dort sein Leben verbracht, Johanna Mikl-Leitner lebt im sogenannten „Speckgürtel“ um Wien und kennt die Probleme und Anliegen, die wir haben, auch aus persönlicher Erfahrung. Während Erwin Pröll für mich stets ein offenes Ohr hatte, weil wir uns gut verstanden haben, unterstützt Johanna Mikl-Leitner meine Politik, weil sie ein persönliches Wissen und Erleben um die Problematik rund um die Themenkreise Verkehr, Bau und Raumordnung hat.

Für andere Menschen seine Hände „ins Feuer zu legen“ kann immer gefährlich sein und zu Verbrennungen führen. Bei „Hanni“ Mikl-Leitner habe ich diese Angst nicht. Dafür kenne ich sie zu lange und dafür kenne ich sie zu gut und dafür haben wir schon zu oft zu gut zusammen gearbeitet. Ich bin überzeugt, dass sie eine gute „Landesmutter“ ist. Ich bin überzeugt, dass sie derzeit die beste Persönlichkeit ist, die wir uns als Landeshauptfrau wünschen können. Ich bin überzeugt, dass sie von allen Kandidatinnen und Kandidaten, die am Wochenende zur Wahl stehen, die bestgeeignete für die Führungsposition im Land Niederösterreich ist und es damit auch für uns Wiener Neudorfer gut ist, wenn Johanna Mikl-Leitner und ihr Team in bewährter Weise weiterarbeiten können.