Schlagwort-Archiv: erfreulich

Unglaublich: Wiener Neudorfer Firma feiert 350. Geburtstag

IMG_1091

Wiener Neudorf, Saint-Gobain-Autover: Trotz wöchentlicher „Altersehrungen“ kommt es äußerst selten vor, dass ein Bürgermeister zu einem 350. Geburtstag eingeladen wird. v.l.: Prok. Marion Rachbauer (Autover), Herbert Janschka, Gabriela Janschka, GF Oliver Sacher (Autover)

1665 erhält der französische Finanzminister von König Ludwig XIV. den Auftrag zur Gründung einer Spiegelglasmanufaktur. Gleichzeitig bekommt das junge Unternehmen das Monopol auf die Herstellung von Flachglas ab einer Größe von 1,6 Quadratmeter. Der erste Großauftrag ist gleich ein herausfordernder: Die Glasproduktion für den Spiegelsaal des königlichen Schlosses in Versailles. Weil die Produktionsstätte in Paris zu klein wird, übersiedelt das Unternehmen in das nordfranzösische Dorf Saint-Gobain. 350 Jahre später gibt es die „Compagnie de Saint-Gobain“ noch immer – allerdings mit der Konzernzentrale wieder in Paris. Die mehr als 1.500 Firmen unter dem Saint-Gobain-Dach vereinten Unternehmen beschäftigen derzeit ca. 190.000 Mitarbeiter in aller Welt bei einem Gesamtjahresumsatz von rund 42 Milliarden Euro.

Was hat das mit Wiener Neudorf zu tun?

Glücklicherweise einiges. Das Tochterunternehmen „Saint-Gobain Autover Österreich“ mit dem Sitz in Wiener Neudorf, Brown-Boveri-Straße, liefert Autoglas und verwandte Produkte für den Fahrzeugglasersatzteilmarkt. Wenn Sie in Ihrem Auto sitzen, dann schauen Sie mit hoher Wahrscheinlich durch ein Glas von Saint-Gobain Sekurit. Denn mittlerweile ist jedes zweite europäische Auto mit diesem Fahrzeugglas ausgestattet.

sekurit logos_0

Als vor knapp 100 Jahren das erste Fahrzeug mit einer kleinen Glasscheibe ausgestattet wurde, da war dies lediglich tatsächlich nur eine „Windschutz-Scheibe“.  Heutzutage verlangen wir Konsumenten zunehmend mehr von der Verglasung hinsichtlich Sicherheit und Komfort. Die Scheibe darf bei stärkstem Anprall nicht zerspringen, soll so groß wie möglich sein (am besten soll gleich das halbe Auto aus Glas sein), aber gleichzeitig soll der Innenraum trotz stärkster Sonneneinstrahlung kühl bleiben, soll optisch ansprechend sein, muss immer mehr sensorentauglich sein u.v.m.

Am 11. September feierte die Saint-Gobain Autover Österreich – Wiener Neudorf den 350. Geburtstag des Mutterunternehmens. Ich bedanke mich auf diesem Weg noch einmal, dass ich bei diesem Fest dabei sein durfte und wünsche dem Unternehmen weiterhin alles, alles Gute und noch viele derart bemerkenswerte „runde“ Geburtstage.

7:6 für Wiener Neudorf

Judo - Sporthalle - 22. Mai 2015

Helle Freude nach dem Sieg bei der Männer-Kampfmannschaft, bei Obmann Robert Hofbauer, bei mir und meinen Gemeinderatskollegen, Sportreferent GfGR Erhard Gredler und Sportgemeinderat Michael Gnauer

Ganz sicher zählen für Zuseher Judo-Wettkämpfe zu den unterhaltsamsten  Sportveranstaltungen überhaupt. Insgesamt 14 Kämpfe über jeweils max. 5 Minuten in 7 unterschiedlichen Gewichtsklassen. Spannung garantiert. Action garantiert. Leerläufe und Langeweile ausgeschlossen. Und die enthusiatische Fan-Gemeinde unseres Judovereines „shiai-do“ sorgt bei jedem Heimmatch sowieso für eine außergewöhnliche Stimmung.

Gestern abend trafen in der 2. Bundesliga unser Judoverein in unserer Sporthalle auf den SV Gallneukirchen. Im Vorfeld war für Obmann Robert Hofbauer und Trainer Michael Mayerhofer jeder Ausgang möglich, mit einer durchaus möglichen Siegchance für uns.

2015052BLGallneukirchen

Von der ersten Minuten an Spannung pur. Ein Punkt für uns. Ein Punkt für den Gegner. Ein Unentschieden. Dann wieder ein Punkt für uns. Ein Punkt für den Gegner. U.s.w. Am Ende konnte sich nach teilweise wirklich heroischen Kämpfen unser Judoverein mit 7:6 (zusätzlich 1 Unentschieden) knapp durchsetzen. Dabei unterlief Gallneukirchen ein entscheidender Fehler. Ein Kampf der Giganten über 100 kg wurde vom Schiedsrichter gar nicht gestartet und mit 1 Punkt für Wiener Neudorf gewertet. Die Ärmel des gegnerischen Kampfanzuges waren zu kurz. Das bedeutet während des Kämpfens einen verbotenen Vorteil, weil der Kontrahent nicht ordentlichen zupacken kann. Durch die strenge Regelauslegung heißt das automatisch: Punkt für den Anderen.

Ich kann Ihnen nur raten, sich einen Judo-Wettkampf einmal live anzusehen. Aber Vorsicht: Sie könnten „angesteckt“ werden und das Verlangen verspüren, wieder zu kommen.

Im übrigen ist unser Judo-Verein einer der aktivsten der Gemeinde, vor allem die Jugendarbeit ist vorbildhaft. Es ist ein Sport, bei dem Konzentration gefragt ist und bei dem nahezu alle Muskeln beansprucht werden. Und außerdem ist es auch ein Vorteil, im Eventualfall die Fertigkeit zu besitzen, sich selbst verteidigen zu können.

Für nähere Informationen: www.shiaido.at

Vom Buh-Projekt zum Wahrzeichen

IMG_3153

Was war das vor 10 Jahren für eine Aufregung, als auf Höhe des Lindenweges die neue Mödlingbachbrücke errichtet wurde. Der damalige Oppositionsführer C. Wöhrleitner hat immer und überall dagegen gewettert und versprochen, sollte er Bürgermeister werden, dann werde er diesen Schandfleck wieder abreißen lassen. Das hat er dann glücklicherweise nicht getan.

Ich gebe zu: Ich bin kein Radfahrer, aber begeisterter Fußgänger und damals noch täglicher Spaziergeher mit meinem Hund Simba, der mich immer wieder ins Rathaus begleitete. Die alte Brücke über den Mödlingbach (Höhe Lindenweg) war schon für Fußgeher beschwerlich, erst recht für Radfahrer. Mit der Holzabteilung der HTL Mödling haben wir deshalb ein gemeinsames Projekt gestartet. Die Brücke sollte behindertengerecht sein und breit genug, um sowohl Fußgehern als auch Radfahrern Platz zu bieten. Und ich wurde von den Fachleuten überzeugt, dass eine Brücke ein Dach braucht, einerseits um eine lange Lebensdauer zu gewährleisten und andererseits, um auch bei Niederschlag ein rutschfestes Überqueren zu sichern. Das waren die Gründe, weshalb schon seit dem Mittelalter Brücken immer wieder mit Dächern überzogen wurden.

IMG_3154

Die Diskussionen im Gemeinderat waren heftig. Übergeschnappt wäre ich geworden, den Blick für die Realität hätte ich verloren, ein Denkmal wolle ich mir setzen – das waren noch die freundlichsten Sätze der SPÖ, damals Opposition.

Heute, 10 Jahre später, schaut die Situation ganz anders aus. Kaum eine Aufzählung von positiven Projekten in Wiener Neudorf, in der nicht ein Foto dieser Brücke vorkommt und sie als eines der Wahrzeichen unseres Ortes gefeiert wird. Viele Radfahrer und Fußgeher bedanken sich noch heute bei mir für diese Konstruktion.

Angeblich hat mich diese Brücke jene 5 Stimmen gekostet, die meine Wiederwahl verhindert haben. Immer wenn ich über diese Brücke gehe, dann denke ich mir: Wenn es wirklich so war, dann war es das wert!

Musikverein Lyra eröffnet Shanghai Tourismus Festival

Musikverein Lyra Shanghai

So, jetzt weiß ich nicht: Darf man in einem Blog auch darüber schreiben, was man nicht direkt erlebt hat und einen doch riesig freut? Keine Ahnung! Vielleicht mache ich jetzt einen riesigen Fauxpas, aber ich schreibe einmal darüber.

Bekanntlich bin ich ja kein musikalisches Talent, aber dafür ein bekennender Fan der Lyra. Und wenn nun unser Musikverein letzte Woche als einziger österreichischer Vertreter nach Shanghai eingeladen wird, um dort einerseits ein Tourismus Festival zu eröffnen und um andererseits die österreichische Blasmusik vorzustellen, dann macht einen das als Wiener Neudorfer doch einigermaßen stolz. Wir Österreicher glauben ja schon Wien wäre eine größere Stadt. Für Shanghai mit seinen über 24 Millionen Einwohnern wäre Wien bestenfalls einer von vielen Stadtbezirken. Unvorstellbar, wenn man bedenkt, dass alle Österreicher 3 x in diese chinesische Metropole hineinpassen. Aber ich bin mir sicher die aufspielende Lyra wird man von einem Teil zum anderen gehört haben. Wenn man aber dann noch erfährt, dass die Lyra vor etlichen Besuchertribünen auf einer ca. 2 km langen Paradestrecke den enthusiastischen Shanghaiern (nennt man die so???) die österreichische Klassik in Form des Radetzkymarsches und des Donauwalzers näher gebracht hat, dann wünscht man sich doch ein musikalisches Talent zu sein, ein Musikinstrument spielen zu können und mit dabei gewesen zu sein. Aber leider ….

Aber ganz uneigennützig waren unsere Musiker dann doch nicht in Shanghai. Wie zu erfahren war, wurden dem Tochterbetrieb des steirisch-kornbergischen Schokoladenherstellers Zotter in Shanghai musikalische Grüße überbracht, worauf der Musikverein zu Kostproben eingeladen wurde.

Nach der Teilnahme an der St. Patrick’s-Day-Parade in Dublin 2010 und an der Papst-Parade in Rom 2011 war dies nun die 3. internationale Einladung.

Ich freue mich riesig und gratuliere unserem Musikverein zu dieser Auszeichnung.

Ganz besonders bewunderswert habe ich gefunden, dass die Lyra trotz des Jetlags am letzten Sonntag die Outdoor-Messe vor unserer Pfarrkirche Maria Schnee musikalisch begleitet hat.

 

Das Tunnelfest: Ein voller Erfolg!

B17_Tunnelfest_Wr.Neudorf_2014_1

B17_Tunnelfest_Wr.Neudorf_2014_2

Was habe ich da in den letzten Tagen gezittert. Alle zwei Stunden habe ich den Wetterbericht von Wiener Neudorf gegoogelt. Erst in den letzten beiden Tagen war eine gewisse Hoffnung, dass sich ein „trockenes“ Tunnelfest ausgeht.

B17_Tunnelfest_Wr.Neudorf_2014_3

Und dann das: Kaiserwetter ist übertrieben, aber ein tolles Spätsommerwetter, eine riesige Stimmung, viele interessierte Wiener Neudorfer, die sich beim Plan unseres Verkehrssprechers, GfGR Norman Pigisch aufhielten und sich durch ihn und Stelios Papadopoulos fachliche Informationen holten. Letztlich haben wir über den Zeitraum des Festes knapp 400 Personen gezählt, die sich auf der autofreien B17 wohl gefühlt haben und bei Freibier und Freiwürsteln auf Picknickdecken, den aufgestellten Bänken oder mitgebrachten Sitzgelegenheiten einfach wohl gefühlt haben.

B17_Tunnelfest_Wr.Neudorf_2014_4

B17_Tunnelfest_Wr.Neudorf_2014_5

Ein Renner war die Bodenzeitung von Eva Wetsch, wo die Teilnehmer einige Fragen zum Ort im Speziellen und der B17 im Besonderen beantworten konnten. Auch einen inoffiziellen Spatenstich haben wir gemacht und für wenige Stunden einen Baum gepflanzt, auf den die individuellen Wünsche mit Zetteln aufgehängt werden konnten.

B17_Tunnelfest_Wr.Neudorf_2014_6

Die Kinder haben die B17 bunt bemalt. Leider ist der Spielebus des Landes NÖ. in einen Unfall verwickelt worden und hatte einige Stunden Verspätung.

B17_Tunnelfest_Wr.Neudorf_2014_7

Der Tenor war klar: Die Wiener Neudorfer wollen die Untertunnelung der B17. Einige Fragen hinsichtlich Finanzierung etc. werde ich in unserem nächsten Informationsblatt ausführlich beantworten.

Online-Umfrage NÖN: 94 % für den B17 Tunnel – ICH FREU MICH!

NOEN_Umfrage_Untertunnelung_B17

Quelle: noen.at

In den Umfragen und Untersuchungen der letzten Jahren gab es immer wieder eine hohe Zustimmung zum Projekt „Untertunnelung B17“.

Nunmehr hat die NÖN eine Woche lang eine Online-Umfrage durchgeführt. Über 260 Personen haben daran teilgenommen. Wenn man bedenkt, dass bei österreichweiten Umfragen ein Sample von 400 genommen wird – also 400 Personen werden befragt, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu bekommen – dann sind 260 für Wiener Neudorf ganz sicher repräsentativ. Das Ergebnis ist mehr als nur klar und eindeutig: 94 % wollen, dass dieses Projekt endlich angegangen wird, nur 6 % lehnen einen Tunnel ab.

Unter diesem Link kommen Sie zum offiziellen Endergebnis.

Das ist für mich und mein Team, ein paar Tage vor unserem Tunnelfest, natürlich ein gewaltiger Motivationsschub.