Die Gemeinde wechselt zur Volksbank

Beschlossene Zusammenarbeit am Europaplatz: Filialleiter Andreas Bertalan, Bgm. Herbert Janschka, Finanzreferent Mag. Patrick Lieben-Seutter, Regionaldirektor-Stv. Prok. Anton Kufner, Gabriele Strauss (Leiterin der Finanzabteilung der Gemeinde)         –          (Foto: Willy Kraus)

Als vor etwas mehr als einem Jahr die Bank-Austria-Filiale in Wiener Neudorf (Hauptstraße) geschlossen wurde, ist die Gemeinde mit ihren Hauptkonten zur ERSTE-Bank gewechselt. Gute Konditionen und das Versprechen, die Filiale am Reisenbauer-Ring bestehen bleiben zu lassen, waren ausschlaggebend für diese Entscheidung. Leider – und zu aller Überraschung – hat die ERSTE ihr Wort nicht gehalten und bereits einige Monate später beschlossen, die Zweigstelle aufzugeben und sich nur mehr auf Mödling zu konzentrieren – mit der Hoffnung, dass die Kunden dies (zähneknirschend aber doch) akzeptieren werden. Für viele Wiener Neudorfer/-innen war das die nächste Hiobsbotschaft, weil viele auf ein Bankinstitut in fußläufiger Nähe angewiesen sind.

Ich kann die Entscheidung aus Synergiegründen ein wenig nachvollziehen, halte es aber mittel- und langfristig für einen schweren Fehler auf eine potente 10.000-Einwohner-Gemeinde weitestgehend zu verzichten. Wenn schon eine Konzentration auf nur mehr ein Bankhaus in der Bezirkshauptstadt vorgenommen wird, dann wird dies Parkplätze benötigen. Und sich dann genau dorthin zu setzen, wo es keine Parkmöglichkeiten gibt, halte ich für sehr gewagt. Und das Zwingen der Kunden, die Bankgeschäfte ausschließlich über den Heimcomputer abzuwickeln, wird aus meiner Sicht nicht funktionieren. Ein Bankhaus war immer eine Art „Nahversorgerbetrieb“ und wird es – abgeschwächt gegenüber früher – bleiben.

Als Gemeinde können wir dieses „Im-Stich-Lassen“ vor allem älterer Mitbürger/-innen nicht tolerieren. Aus diesem Grund werden wir mit Wirksamkeit 1. Juli 2017 noch einmal einen Bankenwechsel vornehmen – und zwar zur Volksbank am Europaplatz. Die Volksbank hat ihre erste Niederlassung vor 55 Jahren – im Herbst 1962 – in der Laxenburger Straße 2 eröffnet. Und genau seit 40 Jahren sind die Volksbank und die Gemeinde praktisch Nachbarn am Europaplatz. Mir wurde versichert, dass die Volksbank an Wiener Neudorf festhalten wird, nicht nur weil die Filiale bereits so lange dort existiert, sondern weil sie auch höchst profitabel arbeitet.

Für mich persönlich bedeutet das in einem gewissen Sinne eine Heimkehr. Ich habe im März 1981 meine Berufslaufbahn genau in dieser Bankfiliale (damals noch mit einem anderen Erscheinungsbild) begonnen, bevor ich ein Jahr später in die Zentrale nach Mödling berufen wurde. Mit einigen derzeit in Führungsfunktionen befindlichen Managern habe ich meine Bankenausbildung machen dürfen. Selbstverständlich besteht deshalb nach wie vor eine gute Bekanntschaft und ein dementsprechendes Vertrauensverhältnis, sodass ich den mir gegebenen Zusagen zum Erhalt der Filiale in Wiener Neudorf vollsten Glauben schenke.

Sie interessieren sich für …

Die nächsten Wochen bieten ein umfangreiches Programm in Wiener Neudorf. Da sollte doch für jede/n etwas dabei sein. Also: Zücken Sie Ihren Kalender!

Sie interessieren sich für Kabarett? Bitte sehr: Klaus Eckel mit seinem Programm „Die gute Nachricht“ am Dienstag, den 9. Mai um 19:30 Uhr im Freizeitzentrum.

 

Sie interessieren sich für besondere Literatur? Bitte sehr: Daniel Glattauer mit „Schauma mal“ am Mittwoch, den 10. Mai um 19:30 Uhr im Freizeitzentrum

 

Sie interessieren sich für ein Chorkonzert? Bitte sehr: Das Vocal Ensemble Mödling am Freitag, den 12. Mai um 19:30 Uhr im Freizeitzentrum.

 

Sie interessieren sich für das Generalverkehrskonzept in Wiener Neudorf? Bitte sehr: Wir stellen es am Montag, den 15. Mai um 18:30 Uhr im Freizeitzentrum im Detail vor.

 

Sie interessieren sich für Ihr (Enkel)kind und möchten wissen, wie es tickt? Bitte sehr: Das werde ich österreichs führende Kinderpsychologin Dr. Martina Leibovici-Mühlberger (Letztes Buch: Wenn die Tyrannenkinder erwachsen werden) fragen – und zwar bei einer Matinee am Sonntag, den 21. Mai um 11:00 Uhr im Migazzihaus (Eintritt frei). Damit Sie dem Gespräch ungestört folgen können, haben wir für eine Kinderbetreuung durch die Pfadfinder gesorgt.

 

Sie interessieren sich für Musicals? Bitte sehr: Sonntag, 28. Mai 19:30 Uhr Freizeitzentrum.

 

Sie interessieren sich für das außergewöhnliche Theater? Bitte sehr: Das Lastkrafttheater stellt am Mittwoch, den 7. Juni um 19:30 Uhr einen Lastwagen auf den Parkplatz vor das Freizeitzentrum, macht die Plane auf und spielt zwei Stücke von Anton Tschechow.

 

Und noch viel mehr finden Sie im Veranstaltungskalender der Gemeinde unter www.wiener-neudorf.gv.at

 

Einladung zu den Maifeiern in den Rathauspark

Pünktlich zu den Maifeiern ist das gute Wetter zurückgekehrt. Heute, am 30. April werden wir um ca. 18:00 Uhr den Maibaum im Rathauspark aufstellen und ihn anschließend die Nacht über bewachen. Denn bekanntlich darf ein Maibaum ausschließlich in der Nacht auf den 1. Mai gestohlen werden.

Sobald der Baum fest steht, werde ich den Bieranstich (WieNeuBräu) vornehmen und die Gäste zu einem Gläschen (Becher) einladen. Ich bedanke mich darüber hinaus bei den Vereinen, die sich um die weitere Bewirtung kümmern werden, und bei Martin Weber & seinen Musifanten für die musikalische Unterhaltung.

Morgen, am 1. Mai beginnen wir die Feierlichkeiten um 10:00 Uhr mit einem Frühschoppen unseres Musikvereins Lyra, kulinarischen Köstlichkeiten, Kinderanimationen und einfach einem gemütlichen Beisammensein.

Bei aller Freude und allem Spaß, den wir an diesen beiden Tagen mit Sicherheit haben werden, sollten wir uns trotzdem der Geschichte dieses Tages als „Tag der Arbeit“ bewusst sein und einerseits dankbar dafür sein, wenn wir in einem Arbeitsprozess stehen und stehen dürfen und andererseits den anderen wünschen, dass sie dies ehebaldigst ebenfalls können – soferne sie Arbeit suchen und auch arbeiten wollen.

Wien Marathon: Wiener Neudorfer Gemeinderat mit Ausdauer

Sicherheitsreferent, GfGR Werner Heindl ist gemeinsam mit seinem Ausschuss-Vorsitzenden GR Werner Bechtold (FPÖ) für die Sicherheit in unserem Ort zuständig, d.h. für die Feuerwehr, für die Rettung und die Polizei im besonderen.

Ausdauer zu haben ist in der Politik immer eine gute Eigenschaft. Werner Heindl bringt sie als Hobby-Marathonläufer mit.

Mit seiner Zeit vom 3 Stunden, 41 Minuten und 43 Sekunden hat er am letzten Sonntag den Wien-Marathon geschafft, als 1.896 in der Männerklasse und auf dem hervorragenden 32. Rang in der Klasse 60.

Gratulation – Werner.

Und nach einer derartigen Anstrengung braucht es natürlich wieder eine besondere Stärkung, vor allem Kohlenhydrate und Elektrolyte:

Kampf dem Tschick-Stummel

Die ersten Behälter sind bereits aufgestellt – wie beispielsweise im Rathauspark.

Das größte Müllproblem, das wir in Wiener Neudorf haben, sind achtlos weggeworfene Tschickstummel. Geschätzt sind das in unserem Ort weit mehr als 1 Million pro Jahr. Diese finden wir überall, auf Straßen, Gehwegen, Parks und Spielplätzen. Wir finden sie auch entlang von Kanaleinlaufgittern. Das ist besonders widerwärtig, weil die Kanaleinlaufschächte direkt in den Mödlingbach führen und von dort die Tschickstummel in die Gewässer kommen, in denen die Fische leben, die wir dann essen.

Wir werden deshalb ab sofort neue Müllbehälter mit integrierten Aschenrohren für Zigarettenreste aufstellen.

Wir hoffen damit diesem Umweltproblem Herr zu werden, zumal man damit auch in Wien (Vergleich: 100 Millionen Zigarettenstummel pro Jahr) Erfolge erzielen konnte. Allerdings wird in Wien auch zusätzlich rechtlich nachgeholfen. Wer in Wien Zigaretten auf den Boden wirft, muss mit einer Anzeige und einer Strafe von € 50,- bis zu € 90,- rechnen.

Es geht bei diesem Thema um Gesundheit, um Umwelt und auch um das Ortsbild. Deshalb bin ich überzeugt, dass wir in Wiener Neudorf nicht zu derartigen Methoden greifen müssen und dass die Raucher Verständnis dafür haben, dass Zigarettenstummel nicht einfach gedankenlos auf den Boden geworfen werden können. Denn das geht – wie jedem hoffentlich bewusst ist – mit keinem Müll.

Es ist eine Unart, Zigarettenstummel einfach auf den Boden zu werfen.

22. April: Traditioneller Sankt-Georgs-Umzug in Wiener Neudorf

Eine (mittel)alte(rliche) Tradition besagt, dass der Bürgermeister 1 x im Jahr, und zwar am Georgstag (23. April), mit Gefolge (Gemeindevertreter, Kinder, Zuzügler …) die Gemeindegrenzen abschritt. Dabei sollte festgestellt werden, ob von Nachbargemeinden die Grenzsteine eventuell versetzt wurden – und so das Gemeindegebiet mutwillig und verbotenermaßen verändert wurde.

Die Grenzsteine sind mittlerweile digitalen Grenzlinien gewichen, die gegebenenfalls nur durch einen Cyberangriff auf das Computersystem illegal verändert werden könnten. Trotzdem gibt es in Wiener Neudorf seit 15 Jahren die Tradition, dass in Wiener Neudorf Gebiete abgeschritten und interessante Geschichten dazu erzählt werden.

Am Samstag, den 22. April ist es wieder so weit. Wir treffen uns vor der Schloßmühle, in unmittelbarer Nähe zum Migazzihaus. Wir werden die Gelegenheit haben, einen Blick in das heutige Wohngebäude werfen zu können. Dann gehen wir den Mödlingbach entlang bis zur Ortsgrenze und darüber hinaus, um über die Schiller- und Martonygasse zum Anningerpark zu kommen. Dort wird uns die Lyra empfangen und eine Stärkung wartet auf uns.

Auf dem Weg dorthin wird unser Archivleiter Dr. Csendes interessante Geschichten aus der Vergangenheit über einzelne Plätze und Gebäude erzählen. Ich werde bei einzelnen Stellen die dazugehörigen zukünftigen Vorhaben der Gemeinde verraten.

Es kann sein, dass es bewölkt ist und zeitweise ein wenig regnet. Das ist aber kein Problem, seit vor über 1.200 Jahren der Regenschirm erfunden wurde. Dass die Temperatur um ca. 10 Grad sein wird, ist für einen Spaziergang eher von Vorteil. Und außerdem ist das auch kein Problem, seit die warme Kleidung vor über 20.000 Jahren erfunden wurde. Ob aber die Geschichten des Dr. Csendes so lange zurückreichen, kann ich nicht mit Sicherheit sagen.