Maibaum aufgestellt, Inhalatorium geöffnet

Ganz klar ist die ursprüngliche Bedeutung eines Maibaumes nicht, aber nach alter Tradition steht dieser Brauch eines aufgestellten entästeten Baumes für Liebe, Zuneigung, Fruchtbarkeit und Lebensfreude. Und genau das brauchen wir ganz besonders in diesen Tagen.

Soeben habe ich die Information erhalten, dass sich ab heute keine Person in Wiener Neudorf aufhält, die positiv auf das Coronavirus getestet ist. Von den bislang betroffenen 13 Personen sind leider 2 verstorben und die restlichen 11 mittlerweile alle gesundet.

Bis vor einer Woche hat es geheißen, dass heuer das Aufstellen von Maibäumen untersagt ist (so steht es auch im Mitteilungsblatt). Vor wenigen Tagen haben wir Bürgermeister die Information erhalten, dass es doch gestattet es, aber nur wenn die Aufstellung ohne Publikumsbeteiligung und durch eigene Mitarbeiter erfolgt. Vielen Dank an die Partnergemeinde Bärnkopf (Bgm. Arnold Bauernfried und Vize-Bgm. Erich Bauernfried). Von dort aus wurde es innerhalb kürzester Zeit ermöglicht, uns doch noch einen Baum zur Verfügung zu stellen und pünktlich bis 30. April zu liefern. Ein großer Dank auch an die „Gredlerei“, die den Baum äußerst schön geschmückt hat und an meine Kollegen des Wirtschaftshofes. Der Baum steht pünktlich zum 1. Mai.

Es ist zwar nur eine Kleinigkeit, aber mir ist dieses Symbol wichtig, weil wir auch sichtbar zeigen wollen, dass wir uns von der derzeitigen Situation nicht alles wegnehmen lassen werden.

Wie versprochen ist auch ab heute das Inhalatorium wieder geöffnet. Auch hier hat das Wirtschaftshof-Team innerhalb kürzester Zeit die Einrichtung und das Umfeld für den Sommerbetrieb hergerichtet. Bitte halten Sie im Inneren den nötigen Abstand.

Nicht vergessen: Morgen, am Samstag den 2. Mai öffnet auch wieder unser 14-tägiger Wochenmarkt, dieses Mal auch mit heimischen Produkten der Familie Hacker und von Wie NeuBräu. Schauen Sie am Vormittag vorbei und vergessen Sie nicht eine Maske aufzusetzen und die Abstandsregeln zu beachten.

Wir arbeiten auch über das lange Wochenende, unter anderem an den notwendigen Maßnahmen und Bedingungen, um den Gemeindeteich ab dem 29. Mai wieder zu öffnen. Ich warte allerdings noch immer gespannt auf die Rahmenbedingungen seitens des Gesundheitsministeriums.

Wie es mit den Öffentlichen WCs, der Bibliothek, des Archives, der Musikschule u.s.w. weitergeht, wird sichnin den nächsten 5 bis 10 Tagen klären. Hinsichtlich der Volksschule und der Kindergärten gibt es bereits Richtlinien. Besuchen Sie weiterhin regelmäßig meinen Bürgermeister-Blog. Ich halte Sie informiert.

Wann wird der Kahrteich aufgesperrt?

Das ist eine der – verständlicherweise – häufigsten Fragen, die an mich herangetragen werden. Es gibt die Ankündigung eines Termines für die Öffnung von Freibädern durch die Bundesregierung – Ende Mai. Mehr gibt es derzeit noch nicht. Es werden in diesen Tagen im Gesundheitsministerium klare Vorgaben und Rahmenbedingungen erarbeitet, die ich noch nicht kenne. Und ohne diese im Detail zu kennen, erübrigt sich eine letztgültige Entscheidung.

Ich gehe davon aus, dass der Kahrteich in die Kategorie „Freibäder“ fallen wird. Bitte verfolgen Sie meinen Bürgermeister-Blog bzw. die Home-Page der Gemeinde. Ich werde dort im Laufe der nächsten Woche die Überlegungen der Gemeinde zur Öffnung des Kahrteiches samt angestrebtem Termin bekanntgeben.

Auf alle Fälle wird es höchstwahrscheinlich zu größeren Einschränkungen kommen. Wir haben auf dem Gelände Liegeflächen im Ausmaß von ca. 6.000 Quadratmetern. Man braucht kein begabter Mathematiker zu sein, um zu erkennen, dass sich das – mit der in Normalzeiten zulässigen Höchsteintrittszahl von 2.000 – heuer ganz sicher nicht ausgehen wird. Durch die Abstandsverpflichtung wird es zu Schlangenbildungen beim Ein- und Ausgang kommen. Dazu gibt auch bereits Überlegungen, wie wir das bei der an derselben Stelle vorhandenen Parkplatzzu- und -abfahrt gefahrlos regeln können. Und so weiter. Und so weiter. Es wird also vieles zu beachten, zu bedenken und zu ändern geben.

Ich ersuche Sie bei diesem wichtigen Thema noch um ein paar Tage Geduld, aber ich hoffe doch sehr, dass wir mit Anfang Juni – eingeschränkt aber doch – unser derzeit so dringend benötigtes Erholungsgelände öffnen werden können.

Alle Gemeindeeinrichtungen in Wiener Neudorf werden auf „Corona-Viren“ untersucht

Montag, der 18. Mai wird offenbar ein ganz wichtiger Stichtag, vor allem für unsere Kinderbetreuungseinrichtungen. Wenn die Informationen halten, dann werden an diesem Tag die Volksschule, die Kindergärten, die Krabbelstube und die Musikschule wieder schrittweise hochgefahren.

Ich habe deshalb gestern den Auftrag gegeben, dass zur Sicherheit sämtliche Gemeindeeinrichtungen, speziell aber die Kinderbetreuungsstätten und die Gemeindeküche noch in dieser Woche durch die Firma eurofins auf Corona-Viren untersucht werden. Dazu werden in allen Gebäuden an neuralgischen Stellen Proben genommen, etwa beispielsweise auf Türschnallen, in Garderoben oder Toiletten. Auch wenn es eher unwahrscheinlich ist, aber sollte irgendwo ein Virenbefall festgestellt werden, dann wird diese Einrichtung durch „Vernebelung“ noch in der ersten Maihälfte desinfiziert.

Wenn also demnächst die Gemeindegebäude wieder mehr besucht werden, dann können Sie absolut sicher sein, dass diese virenfrei sind.

Palmers: Herzlich Willkommen zurück!

Das Areal wurde in den späten 50er Jahren von der Firma eumig gekauft und in diesem Zusammenhang auch das heutige markante Hochhaus errichtet. Nach dem Konkurs des damaligen Weltmarktführers für Filmprojektoren übersiedelte die Fa. Palmers nach Wiener Neudorf. Noch heute heißt das Gebäude im Volksmund „Palmers-Hochhaus“. Vor einigen Jahren erfolgte der Auszug nach Wien. Das Hochhaus wurde verkauft – und von den neuen Eigentümern von Palmers – vor wenigen Monaten wieder zurückgekauft.

Gemeinsam mit dem börsennotierten Unternehmen, der Fa. Lenzing AG wurde die „Hygiene Austria LP GmbH.“ aus der Taufe gehoben und von beiden Unternehmen mittlerweile Millionen investiert.

Wofür? Um in Wiener Neudorf den größten Hygienecluster Österreichs zu schaffen. Ich denke, wir alle haben in den letzten Wochen mitbekommen, wie gefährlich es letztlich ist, bei derartigen Ereignisse wie der derzeitigen Corona-Krise, nicht nur vom europäischen Ausland, sondern von einem anderen Kontinent abhängig zu sein, nur weil dort die Produktionskosten ein wenig günstiger liegen. Diesbezüglich wird es in vielen Bereichen zu einem Umdenken kommen und damit könnte das Virus auch einen guten Einfluss auf die ökonomische Zukunft unseres Landes haben.

Mehrere Millionen wurden bereits für die allerneuerste Gerätschaft und die notwendigen Rohstoffe für die Maskenproduktion investiert.

Mein Team und ich haben in den letzten Jahren versprochen, aus dem Gelände südlich der SCS einen wirklichen Öko-Park zu machen, einen Cluster mit wichtigen Unternehmen, Labors, einzigartigen Produktionen und wichtigen Arbeitsplätzen. Hygiene- und Gesundheitsbetriebe gehören allemal in einen Öko-Park. Darauf haben wir die Rahmenbedingungen abgestimmt. Der Beginn wurde mit Österreichs größtem privaten Gesundheits- und Umweltlabor (eurofins) im letzten Jahr gesetzt. Ein wichtiges Unternehmen mit Desinfektionsmittel ist gefolgt. Nun eröffnet die größte Produktionsstätte für Nasen-/Mundschutzmasken. Es werden Masken für die Allgemeinheit, aber auch OP-Schutzmasken sein, die in Zukunft von Wiener Neudorf aus nicht nur in den österreichischen, sondern auch den europäischen Markt beliefern. Wir müssen und werden (nicht nur) in diesem Bereich vom derzeitigen Weltmarktführer China unabhängig werden müssen.

Ab Anfang Mai werden in Wiener Neudorf knapp 500.000 Masken täglich erzeugt. In absehbarer Zeit könnten es bis zu 1 Million Masken täglich werden.

Das Zusammenspiel zwischen zwei so renommierten Unternehmen ist allein schon ein Meilenstein. Hier ein bekanntes Textilunternehmen, dort ein weltweit agierendes Unternehmen, das aus Holz Fasern herstellt, die bislang schon in Schutz- und Arbeitskleidung zum Einsatz kamen. Nun folgt der nächste Schritt. Dass dieser in Wiener Neudorf gesetzt wird, erfüllt mich als Bürgermeister mit sehr großem Stolz.

Herzlich Willkommen zurück – Firma Palmers.

Herzlich Willkommen – Firma Lenzing.

Neue Maßnahmen für die kommende Woche

Der Friedhof ist ab heute wieder bis 21.00 Uhr geöffnet.

Derzeit leben in Wiener Neudorf nur noch 2 Personen, die aufgrund des Corona-Virus krank sind. Hoffen wir mit den beiden, dass auch sie in den nächsten Tagen wieder gesunden.

Das gibt mir die Möglichkeit Einschränkungen, die in meinem Wirkungsbereich liegen, zu lockern bzw. zurückzunehmen oder für unseren Ort zu interpretieren. Das alles mit der nötigen Vorsicht, der notwendigen Kontrolle und natürlich mit dem Wissen, dass eine allfällige zweite Krankheitswelle (siehe Spanische Grippe) größere Auswirkungen haben kann.

Im Laufe des heutigen Tages werden alle Spielplätze wieder freigegeben. Die Abstandsregeln sind einzuhalten und man muss wissen, dass die Spielgeräte nicht desinfiziert sind.

Ebenfalls ab heute wird der Friedhof wieder zu den gewohnten ursprünglichen Zeiten (also bis 21.00 Uhr) geöffnet sein. Es werden auch weiterhin mehrmals am Tag die Gieskannen, Wasserhähne und Kerzenautomaten desinfiziert werden.

Ab Montag, den 27. April werden wir auch die Situation bei der Einfahrt zum Abfallwirtschaftszentrum verbessern, um einen Rückstau in die Hauptstraße so gut wie möglich zu verhindern. Auch der Hintereingang wird dann wieder geöffnet sein. Weitere Einschränkungen (verpflichtendes Tragen eines Mund-/Nasenschutzes, Abstand halten, eigenhändige Entsorgung etc.) bleiben aufrecht.

Ab 1. Mai wird auch unser Inhalatorium, das von den Mitarbeitern des Wirtschaftshofes derzeit wieder in Schuss gebracht wird, wieder – für maximal 4 Personen gleichzeitig – geöffnet sein. Auch hier meine dringende Bitte: Beachten Sie die Abstandsregeln und sollten Sie verkühlt sein, husten oder niesen – dann verzichten Sie zur Sicherheit für andere – auf einen Besuch. Gerade in dieser „feuchten“ Einrichtung ist eine Verbreitung des Virus mehr gegeben als in anderen.

Am Samstag, den 2. Mai wird es wieder den Bauernmarkt bei der Badner-Bahn-Haltestelle geben (jeweils am 1. und 3. Samstag im Monat). Ich freue mich, dass der Bauernmarkt ab Mai auch mit Produkten heimischer Betriebe (WieNeuBräu, Weibau Hacker, Bauernprodukte Hacker) abgehalten werden kann. Bitte verwenden Sie auch dort den Mund-/Nasenschutz.

Hat es noch bis vor wenigen Tagen geheißen, dass das Aufstellen von Maibäumen untersagt ist, so ist vorgestern eine neue Auslegung an die Bürgermeister ergangen. Ich habe umgehend mit Bgm. Bauernfried aus Bärnkopf Kontakt aufgenommen. Ich freue mich, dass wir – wie alle Jahre – einen Maibaum aus unserer Partnergemeinde im Rathauspark aufstellen werden, allerdings ohne Feier und ohne Publikum.

Ab Montag, den 4. Mai können Sie auch das Gemeindeamt wieder persönlich besuchen, allerdings nur gegen Voranmeldung. Bitte rufen (02236-62501-0) Sie uns an und vereinbaren Sie einen Fixtermin.

Sämtliche öffentliche WC-Anlagen bleiben weiterhin geschlossen, weil wir die laufende permanent notwendige Desinfektion nicht gewährleisten können.

Um die Frage gleich vorwegzunehmen: Nein, ich weiß noch immer nicht, ob – und wenn ja wann – der Gemeindeteich heuer geöffnet werden kann/darf. Hier warte ich wie viele meiner Amtskollegen auch gespannt auf die Erlässe der Rahmenbedingungen seitens der Bundesregierung. Es ist aber davon auszugehen, dass es diverse Einschränkungen geben wird.

Ich bedanke für Ihre bisherige Disziplin und das Verständnis und Mitmachen bei den Beschränkungen, die diese geringe Anzahl von Krankheitsverläufen sowohl im ganzen Land als auch in unserer Gemeinde Wiener Neudorf möglich gemacht haben.

Vielen Dank für die vielen Tipps!

Einer der besten und treffendsten Aussprüche des 36. Präsidenten der USA!

Manche haben viel Zeit, manche sehr viel. Manchen ist fad. Manche haben begründete Ängste, manche auch Angst um ihre Gesundheit, um die Gesundheit ihrer Lieben, um ihre finanzielle Existenz, um ihre gewohnten Freiheiten, um die gewohnte Abkühlung im Sommer, um …….

Es ist verständlich, dass mich in diesen Tagen mehr E-Mails, Telefonate und Kommentare erreichen als sonst. Es ist gut, wenn sich Menschen Gedanken machen. Ich freue mich und bedanke mich auch für die zahlreichen Ratschläge und Tipps, die mich erreichen. Ich verfolge zwar nicht die einzelnen Facebook-Foren, aber oft werden mir Chatverläufe weitergeleitet. Natürlich sind Krisenzeiten immer auch Hoch-Zeiten für selbsternannte Fachleute, für Verschwörungstheoretiker, für Menschen, die es immer besser wissen und immer wissen, was und wie etwas besser zu tun wäre. Und Entscheidungsträger in Krisenzeiten, egal in welcher hierarchischen Ebene, manchen in manchen Augen sowieso immer alles falsch.

Bitte gehen Sie davon aus, dass in Krisenzeiten wie jetzt, die verantwortlichen Entscheidungsträger aller Ebenen (von der Gemeinde bis hinauf zur Bundesregierung) kommunizieren und auch Daten und Informationen haben, die nicht allgemein zugänglich sind und auch nicht zugänglich sein dürfen. Das hat etwas mit Datenschutz zu tun. Das hat etwas mit Vorsicht zu tun. Das hat vielleicht auch etwas mit Psychologie zu tun. Das hat auch etwas mit dem Job zu tun.

Aber bitte gehen Sie davon aus, dass alle Entscheidungen die in Krisenzeiten, entgegen normalen Vorgängen, aufgrund eines Hintergrundwissens und aufgrund mannigfacher Überlegungen getroffen werden. Niemand steht in der früh auf und denkt sich: Heute hab ich schlecht geschlafen, heut machen wir eine Einschränkung! Oder: Mir geht es gut – locker ma was!

Entscheidungsträger müssen aufgrund rechtlicher Rahmenbedingungen mit Hausverstand, ein wenig Vorsicht, mit ein wenig kalkulierbarem Risiko versuchen, das Richtige zu tun und das Richtige zu entscheiden. Nicht für sich, sondern für andere – das macht die Situation natürlich schwierig.

In diesem Sinne bitte ich um Ihr Verständnis, dass ich nicht alles kommentiere, dass ich manchmal im Stillen den Kopf schüttle, dass ich andererseits über vieles, was an mich herangetragen wurde, nachdenke, aber dass ich nicht alles so machen kann/darf/will, was manche gerne hätten. Und oft hoffe ich, dass niemand das glaubt, was in elektronischen Foren oft „verzapft“, behauptet, vermutet oder gefordert wird.

Bitte gehen Sie davon aus, dass ich nichts anderes im Kopf und im Sinn habe, als das Beste für die Gesundheit und das Wohl von Wiener Neudorf und seiner Bürger/-innen zu wollen. Wenn sich irgendwann in der Zukunft herausstellen sollte, dass ich dann oder wann danebengelegen habe, dann hat es nur damit zu tun, dass ich ein Mensch bin – und ich jedem Menschen zubillige, Fehler machen zu dürfen – auch mir. Nur denselben offensichtlichen Fehler öfter machen, das sollte tunlichst vermieden werden.