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Vielen, vielen Dank

Dass so viele meinen Geburtstag und den meiner Frau Gaby wissen, hat uns einigermaßen überrascht und überwältigt. Die Menge der persönlichen Besuche, Karten, Anrufe, SMS, E-Mails, Facebookeinträge etc. der letzten Tage hat uns sehr berührt. Dafür bedanken wir beide uns sehr sehr herzlich, der Einfachheit halber (auch) jetzt über meinen Blog.

Natürlich ist es nicht alltäglich, dass ein Ehepaar am selben Tag Geburtstag hat. Dass die beiden dann auch noch exakt gleich alt sind, kommt dann nur sehr sehr selten vor. Das merkt man sich offensichtlich. Und die Ausrede, den Geburtstag meiner Frau eventuell vergessen zu haben, nimmt mir sicherlich keiner ab. Bei meinem 17. Geburtstag (lang, lang ist’s her) kam plötzlich mein Freund Karl-Heinz mit einer Attraktion daher: Einem jungen hübschen Mädchen, das am selben Tag denselben Geburtstag feierte. Es hat dann fast einen Monat gedauert, bis es zwischen uns „gefunkt“ hat – aber immerhin hält unsere Verbindung mittlerweile 38 Jahre. Gaby legt größten Wert darauf (und betont dies auch stolz), dass sie der jüngere Part von uns beiden ist und meint, dass man die 10 Stunden sowieso sieht.

Vor 38 Jahren hätte ich mir nie gedacht, erstens dass diese Zeit so rasch vergeht und zweitens, dass 55 ein Alter ist, dass so viel Spaß machen kann. Oft werde ich gefragt, wie das denn wäre, mit einem Menschen zusammenzuleben, der am selben Tag geboren ist. Ob man dann oft an dasselbe denkt. Manchmal schon, aber das ist sehr privat – und eigentlich kein Thema für einen Blog.

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Vor 33 Jahren

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Samstag, der 17. April 1982 war ein verregneter Tag. Einer, an dem man am liebsten das Haus nicht verlassen hätte. Ging aber nicht. Hundert und mehr Menschen warteten. Der Pfarrer wartete. Und vor allem eine junge Dame in einem weißen Kleid (das ich, wie damals üblich, erst beim Altar das erste Mal sehen durfte).

33 Jahre später sind Gaby und ich 33 Jahre verheiratet – und zwar durchgehend und mit ein- und demselben Partner – , haben zwei Töchter erziehen und ein bislang überaus schönes, ereignisreiches, interessantes und aufregendes gemeinsames Leben verbringen dürfen. Ich habe mir damals nicht vorstellen können, wie rasch 12.055 Tage vergehen können.

Freitag, der 17. April 2015 war ein verregneter Tag. Einer, an dem man am liebsten das Haus nicht verlassen hätte. Ging aber nicht. Der Terminkalender war – wie immer – restlos gefüllt. Architekten wollten sich vorstellen. Der Präsident des Landesschulrates wollte ein kurzes Gespräch zum Thema „Bildungscampus“. Der Ex-Bürgermeister, nunmehr geschäftsführender Gemeinderat, war eingeladen – kam aber nicht. Post- und Unterschriftenmappen mussten erledigt werden. Mit dem Gemeindeanwalt musste ein wichtiges Thema abgestimmt werden. Danach Treffen mit hochrangigen Vertretern von Wiener Neudorfer Firmen. Spaziergang zum Hort. Eine Mitarbeiterin hat Geburtstag. Zurück ins Gemeindeamt. Der Fahnenabzug des Mai-Gemeindeblattes ist eingetroffen und gehört korrigiert. Ein Ortsplaner hat sich kurzfristig angesagt und präsentiert seine Ideen. 33 Rote Rosen mussten zwischendurch besorgt und irgendwo ein Tisch bestellt werden. Gaby musste mit irgendeinem Vorwand dorthin gelockt werden – es sollte ja eine Überraschung werden. Gelungen. Kurzes gemeinsames Mittagessen. Danach Treffen mit einem Nachbarbürgermeister.  Danach ins Lebenshilfehaus, wo Betreuerinnen und Bewohner/-innen die neue Gemeindeführung zu einer Jause und einem Rundgang luden. Verabschiedung. Ab ins Alte Rathaus. Abo-Veranstaltung. Großartiges Klavier-Konzert mit Elias Meiri (dem kongenialen Musik- und Lebenspartner von Timna Brauer). Mittlerweile ist es 22.00 Uhr geworden. Rüber ins „Della Casa“, dort sollte noch der Jugendbeirat tagen. Tja – Jugend! Niemand mehr da. Wir trinken noch einen Valpolicella (na gut – ertappt – Gaby einen, ich zwei). Ab nach hause und in die Heia.

Und heute beginnt unser gemeinsames 34. Jahr. Und es tut gut zu wissen, dass es aller Voraussicht nach wieder ein schönes, ereignisreiches, interessantes und aufregendes werden wird.

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Erwachsenentaufe: Meine meistbewegte Osternacht seit langem!

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Ich war sehr überrascht, als mir eine meiner Mitarbeiterinnen bei der Niederösterreichischen Versicherung vor Monaten anvertraute, dass sie sich in der Osternacht taufen lassen werde. Ihre Überlegung und Überzeugung von der orthodoxen Glaubensrichtung zum Katholizismus konvertieren zu möchten, hatte sich in den Monaten und Jahren zuvor deutlich manifestiert. Ein mutiges und deutliches Zeichen in einer Zeit, in der es eher in ist, Glaubensgemeinschaften die Türe zuzuschlagen, als durch diese freiwillig eintreten zu wollen.

So habe ich die Osternacht in diesem Jahr nicht in der Maria-Schnee-Kirche in Wiener Neudorf, sondern in Brunn am Gebirge in der Pfarrkirche der Hl. Kunigunde gefeiert.

Es war die für mich sicher meistbewegte Osternacht seit langem, als meine Kollegin vor Pfarrer Mag. Adolf Valenta und Diakon Mag. Wolfgang Kommer das Glaubensbekenntnis ablegte. Nicht, wie bei Kindern üblich, stellvertretend durch eine Patin oder einen Paten, sondern selbst mit der so spürbaren tiefsten Überzeugung und dem sichtbaren Glauben, das absolut Richtige zu tun.

Ich durfte einer von Hunderten Zeugen dieses für mich so seltenen Ereignisses einer Erwachsenentaufe sein. Zugeben muss ich, dass für mich der Besuch der Auferstehungsmesse oftmals Tradition ist, die zum Ablauf des Karsamstages für mich seit meinen Ministranten-Tagen in der Pfarre St. Othmar/Mödling einfach dazugehört. Natürlich ist gerade diese Messe mit der Prozession und der Rückkehr des Lichtes und der Orgelmusik immer wieder ein Erlebnis, aber selten zuvor war ich dabei so innerlich ruhig, zufrieden und bewegt wie gestern.

Ein frohes und besinnliches Osterfest

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Vor und hinter allen Bergen

liegt der von uns durchsündenbohrte

Leib in allen Särgen.

 

Priester suchen Worte

für der Menschheit Opferlamm.

Kinderhände falten sich noch frommer.

 

Der Heiland kommt und kam

zu jedem seiner Abendmähler.

Und der Wind vertreibt die Täler

allmählich wieder Richtung Sommer.

 

Herbert Jan Janschka

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Entspannung pur

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Ich geb’s ja zu: Zum Leidwesen meiner Frau gehören Sportübertragungen zu meinen größten Lastern. Irgendwann vor vielen, vielen Jahren ist es mir zu fad geworden, auf der Couch zu sitzen und zum Fernsehapparat zu gaffen. Da habe ich dann begonnen zu bügeln und habe erkannt, dass mich diese Tätigkeit total ent-stresst und mich total entspannt.

Die letzte Woche war eine äußerst ereignisreiche für mich. Neben der Übernahme des Bürgermeisteramtes und der nach wie vor vorhandenen Leitung der Bezirke Mödling, Baden und Wien-Umgebung der NV-Versicherung gab es nicht viel Zeit zur Entspannung – ja am Donnerstag 2 Stunden Tennis.

In der letzten Zeit ist auch die Bügelwäsche liegen geblieben, auch die meiner Tochter, die derzeit mit meiner 5-monatigen schlafresistenten Enkeltochter genug am Hals hat. Da kommt dieses nahezu terminfreie Wochenende gerade recht, zwischen Schi-Weltcupübertragungen, Schispringen, Biathlon und natürlich dem ersten Grand Prix dieser Saison. Gratulation an Hamilton.

Meine Umgebung weiß natürlich, dass ich gerne bügle und dieser Umstand sorgt nahezu überall für Erstaunen, Erheiterung und männliches Entsetzen. Wenn Frauen bügeln ist das offenbar eine dem Geschlecht entsprechende normale Tätigkeit. Wenn Männer bügeln ist das in manchen Augen entweder eine Notwendigkeit mangels Partnerin oder Mutter – oder das untrügliche Mahnmal eines Pantoffelhelden.

Ich könnte noch seitenlang über das Bügel schreiben – aber leider: in 5 Minuten beginnt der 1. Durchgang des Slaloms. Da muss ich dem Marcel Hirscher den linken Daumen drücken. Den rechten brauche ich für das Bügeleisen. 7 Hemden habe ich noch.

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Alles Gute für 2015

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Ich (gemeinsam mit meinem Freund Rauchfangkehrer Hannes) wünsche euch allen, euren Familien, Freunden, Nachbarn und Bekannten ein schönes, gutes, erfolgreiches, glückliches, zufriedenes – und vor allem GESUNDES – 2015! Hoffen wir gemeinsam, dass sich die vielen Krisenherde unserer Erde – zumindest ein wenig – beruhigen.

Und: Mögen euch die Wünsche im neuen Jahr in Erfüllung gehen, die wirklich wichtig und von Bedeutung sind.

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