Online-Umfrage NÖN: 94 % für den B17 Tunnel – ICH FREU MICH!

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Quelle: noen.at

In den Umfragen und Untersuchungen der letzten Jahren gab es immer wieder eine hohe Zustimmung zum Projekt „Untertunnelung B17“.

Nunmehr hat die NÖN eine Woche lang eine Online-Umfrage durchgeführt. Über 260 Personen haben daran teilgenommen. Wenn man bedenkt, dass bei österreichweiten Umfragen ein Sample von 400 genommen wird – also 400 Personen werden befragt, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu bekommen – dann sind 260 für Wiener Neudorf ganz sicher repräsentativ. Das Ergebnis ist mehr als nur klar und eindeutig: 94 % wollen, dass dieses Projekt endlich angegangen wird, nur 6 % lehnen einen Tunnel ab.

Unter diesem Link kommen Sie zum offiziellen Endergebnis.

Das ist für mich und mein Team, ein paar Tage vor unserem Tunnelfest, natürlich ein gewaltiger Motivationsschub.

Kir(ch)tag: Ja oder Nein?

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Die „Standler“ bauten am Eumigweg auf, kurz darauf mussten sie wieder weg. Unser Bürgermeister hat den Kir(ch)tag in Wiener Neudorf kurzfristig abgeschafft. Ich finde das schade.

Seit dem Spätmittelalter gibt es Kir(ch)tage in Österreich. Nachdem unsere Pfarrkirche knapp über 230 Jahre alt ist und es keine Überlieferung des 1. Kir(ch)tages gibt, kennen wir die Dauer der Tradition dieses Tages in Wiener Neudorf nicht korrekt. Aber bis weit ins 19. Jahrhundert wird dieses Fest schon zurückgehen. Der Kir(ch)tag oder das Kirchweihfest, wie es richtigerweise heißt, wurde alljährlich anlässlich des Jahrestages der Kirchweihe als religiöses Fest im Rang eines Hochamtes gefeiert. Heute spielt der religiöse Aspekt bei den Feierlichkeiten eher eine untergeordnete Rolle.

Eigentlich wurde unsere Kirche am 4. Mai 1780 vom damaligen Kardinal Christoph Migazzi zu Ehren der Hl. Jungfrau vom Schnee, des Hl. Wolfgang und des Hl. Johannes Nepomuk eingeweiht. Der Gedenktag zu Ehren des unserer Kirche namengebenden Schneewunders von Rom ist der 5. August. Traditionell findet der Kir(ch)tag deshalb in Wiener Neudorf Mitte August statt. „Findet statt“ ist falsch ausgedrückt. Richtig ist: „Fand statt.“ Denn ab heuer soll es lt. unserem Bürgermeister keinen Kir(ch)tag mehr geben.

Aus den dem Gemeinderat völlig unbekannten und unerfindlichen Gründen trug der Bürgermeister dem Gemeindeamt auf, heuer keinen positiven Bescheid über die Abhaltung es Kirtages auszustellen. Aus absichtlichen oder unabsichtlichen Gründen wurde der Bescheid nicht rechtzeitig abgeschickt und zugestellt.

Der traditionelle Kirtag sollte heuer am 17. August stattfinden. In keiner Gemeindenachricht wurde über den heurigen Kirtag berichtet, nur im Veranstaltungskalender diverser Tageszeitungen war von einem „Maria-Schnee-Markt“ in Wiener Neudorf am 17. August zu lesen. Die Standler bauten wie alle Jahre auf und während sich die ersten Gäste einfanden rückte die Polizei aus und löste den Kirtag auf.

Eine jahrhundertealte Tradition findet damit vorerst im Jahre 2014 ihr Ende. Ich finde das sehr schade. Seit meinem Teenageralter in den 70er Jahren gab es 2 Kirtage, die für mich zum Fixpunkt meines Terminkalenders zähl(t)en: Der Portiunculamarkt Anfang August in Maria Enzersdorf und der Kirtag in Wiener Neudorf Mitte August. Für mich war das Gelände in der Parkstraße immer das bestgeeignete. In den letzten Jahren fand der Kirtag in Wiener Neudorf zumeist am Eumigweg statt. Während meiner Bürgermeisterzeit habe ich dann versucht, das Kir(ch)tagsgelände dorthin zu verlegen, wo es ursprünglich hingehört, zur Kirche, in die Nebenfahrbahn der B17. Das hat sich aber nicht bewährt.

Sollte ich nach der nächsten Gemeinderatswahl wieder mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten haben, dann verspreche ich, dass es den Kirtag in Wiener Neudorf wieder geben wird. Meine Präferenz: Die Parkstraße!

Leider ist auch das Wiener Neudorf

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Als Reaktion auf meinen positiven Artikel über das „Waldl“ hat mir ein umweltbewusster und völlig zu recht zorniger Bürger ein paar Fotos von der Laufstrecke am „Reisenbauer-Ring-Hügel“ geschickt. Die mitgeschickte Frage, ob Wiener Neudorf „abgesandelt“ wäre, möchte ich doch vehement verneinen. Ich gehe nicht davon aus, dass diese Verunreinigungen und Zerstörungen von Sandlern gemacht wurden. Aber offenbar fühlen sich so manche Feiglinge im Schutz der Abgeschiedenheit und wahrscheinlich Dunkelheit enorm stark und cool, wenn sie Bänke zertrümmern und Grünflächen verunstalten. Leider ist auch das Wiener Neudorf. Und leider gibt es Menschen, die sich wahnsinnig mutig und mächtig dabei vorkommen, wenn sie ihren eigenen Lebensraum verunstalten.

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Ein Spaziergang durchs „Waldl“

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Eigentlich vermutet man kaum, dass es in Wiener Neudorf eine kleine Aulandschaft gibt. Abseits  des Straßenlärms, der vielen Betriebe und des stadtähnlichen Tagesablaufes hat sich eine gewisse Ruhe und Zeitlosigkeit entlang des Mödlingbaches zwischen dem Migazzihaus und der Autobahn erhalten. Vieler meiner „auswärtigen“ Freunde habe ich schon dort hingeführt und alle waren überrascht und hätten eine derartige Wildnis nie und nimmer vermutet. Wann immer ich die Zeit dafür finde, spaziere ich gerne über die Autobahnbrücke am Ende des Eumigwegs über die Felder nach Biedermannsdorf und dann über die Hubertuskapelle entlang des „Waldls“ zum Migazzihaus. Schon meine leider verstorbenen Hunde Tim und Simba haben das Waldl geliebt.

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Wir müssen sehr  auf dieses Kleinod aufpassen und alle Modernisierungs- und Gestaltungsversuche in diesem Bereich fernhalten. Immer wieder spreche ich auch mit Wiener Neudorfern, die diesen Bereich unseres Ortes gar nicht kennen.

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Viele sind dann auch dankbar, dass ich sie auf diesen schönsten Teil von Wiener Neudorf hingewiesen habe. Vielleicht treffen wir uns ja bald im Waldl.

Tunnelfest (Demo) – Die Vorbereitungen laufen

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Viele werden sich noch erinnern können. Exakt vor 12 Jahren habe ich, damals noch in meiner Funktion als Bürgermeister, an einem Sonntag Vormittag die B17 komplett sperren lassen und ein kleines Fest veranstaltet. Es war dies der Beginn der Masterplan-Verhandlungen zur Verkehrsberuhigung in Wiener Neudorf. Die 17-Unterführung war eines der Themen, das wir (Gemeinde, Land, diverse Fachleute, Vertreter von Betrieben und Großgrundbesitzern) letztlich über 2 Jahre verhandelt haben. Knapp vor der Gemeinderatswahl 2005 hatten wir die allermeisten Punkte fertig diskutiert. Unter anderem stand fest, dass es zur Untertunnelung der B17 keine andere wirksame Alternative gibt.

Nach der Wahl im März 2005 unterstützte der ÖVP-Ableger Stimme für Wiener Neudorf (Dr. Mattulik) den SPÖ-Kandidaten Wöhrleitner, der damit neuer Bürgermeister wurde und die Ergebnisse des Masterplanverfahrens für Null und Nichtig erklärte. Schade für Wiener Neudorf.

In den letzten 10 Jahren hat sich die Verkehrssituation in Wiener Neudorf weiter verschlechtert. Ich bleibe dabei, dass an der B17-Unterführung kein Weg (und auch keine Straße) vorbeiführt. Mein Team der Fraktion „Herbert Janschka/ÖVP/Unabhängige“ und ich haben in den letzten Monaten wieder intensive Gespräche aufgenommen und werden, ein positives Ergebnis bei der nächsten Gemeinderatswahl im März 2015 vorausgesetzt, dieses Thema wieder angehen.

Als ersten Schritt werden wir am Sonntag, den 31. August in der Zeit von 11.30 Uhr bis 13.30 Uhr die B17 im Abschnitt (BadnerBahn-Kreuzung bis Höhe Fa. Auner) vom Autoverkehr befreien. In dieser Zeit wollen wir eine Demo in Form eines gemeinsamen Picknicks durchführen.

Ich hoffe, dass viele Wiener Neudorfer die Möglichkeit nutzen, um sich ein paar Stunden gefahrlos auf der B17 aufzuhalten. Wenn uns die Unterführung gelingt und wir damit über 60 % des Verkehrs unter die Erde bringen, dann kann die B17 wieder zu einer Art Ortsstraße werden und es können die durch die B17 getrennten Ortsteile wieder ein wenig „zusammenwachsen“.

Nähere Details zu unserem Fest folgen.

Zur Erinnerung ein paar Fotos vom „B17-Fest 2002“

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Internationaler Frauentag: Herbert bügelt, Hansi kocht ….

Der Internationale Frauentag ist zwar erst am 8. März. Aber Elisabeth Bunka-Peklar, Mödlings wohl engagierteste Malerin, lud bereits am 21. Februar zur Vernissage in den überfüllten Festsaal der Wirtschaftskammer. Unter dem Titel “Different – bessere Hälften ….” organisierte Elisabeth Bunka-Peklar eine Ausstellung mit 20 KünstlerInnen, die ihre Exponate zu diesem Motto bis zum 23. März präsentieren.

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Im Zuge der Vernissage sprachen Mödlings Bürgermeister L-Abg. Hans-Stefan Hintner und Wiener Neudorfers Alt-Bürgermeister Gemeinderat Herbert Janschkaüber ihre Beteiligungen an der Hausarbeit. Dabei wurde herausgearbeitet, dass Hansi Hintner ein begnadeter Koch ist und Herbert Janschka für sein Leben gerne bügelt. Auch sonst drehte sich das Gespräch um den Einkauf, die Handhabung von Waschmaschinen und dergleichen. Im Zuge der gelungenen Doppel-Conference war allen Zuhörern bald klar, dass die beiden Herren ein perfektes Paar abgeben würden – tja, wenn da nicht ihre besonderen Vorlieben für die Frauen wären ….

Angelehnt an Ferdinand Raimunds “Hobellied” verfasste Herbert Janschka sein “Bügellied”, dessen Verlesung den Vortrag abrundete.

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