Im FMZ Fachmarktzentrum Wiener Neudorf in der Griesfeldstraße 6 (zwischen den Geschäften „Fussl“ und „MyShoes“ gibt es seit Anfang Oktober einen neuen Bankomat. Schon die ersten Tagen zeigen für den Standort in der Nähe des Autobahnzubringers eine hohe Frequenz und dass in diesem Bereich ein derartiges Angebot bislang wirklich gefehlt hat.
Wenn man beim österreichweiten Wettbewerb „Zukunft jetzt gestalten“ gegen 406 weitere Einreichungen gewinnt, dann darf man zu recht stolz darauf sein. Und das bin ich – und ich hoffe, mit mir viele Wiener Neudorfer.
Der VCÖ (Verkehrsclub Österreich) führt alle Jahre gemeinsam mit dem Klimaschutzministerium und der ÖBB Österreichs größten Wettbewerb für nachhaltige Mobilität durch. Noch nie vorher haben so viele Gemeinden und Organisationen (407) dabei mitgemacht. In den Vorjahren konnten wir bereits in der einen oder anderen Kategorie überzeugen, aber noch niemals haben wir den Gesamtsieg davon getragen. Bis auf heuer – mit dem Projekt: Herzfelderhof (Ecke B17/Bahnstraße).
Als ich 2015 wieder das Bürgermeisteramt übernehmen durfte, habe ich einen an sich abgestimmten und vorgenehmigten Plan für das „Alte Versteigerungshaus“ vorgefunden. Gebäudehöhe: Bis zu 32 Meter. Verkehrszuwachs: ca. 950 Kfz pro Tag. Verbauungsdichte: 50 % bis direkt an die B17 und die Bahnstraße. Es war keine leichte Übung, dem damaligen Projektbetreiber, der in den Startlöchern stand, klarzumachen, dass das von meinem Vorgänger befürwortete Projekt (in das auch das Gemeindeamt übersiedeln sollte) so nicht kommen wird. Rechtsanwälte wollten mir klarmachen, dass das rechtlich nicht möglich wäre und ein solcher Schritt die Gemeinde einiges an Entschädigung kosten würde. Wir haben dann über 4 Jahre verhandelt und von Verhandlungstermin zu Verhandlungstermin ist dem Projektbetreiber immer klarer geworden, wo wir als Gemeinde hinwollen und so haben wir uns letztlich angenähert. Gebäudehöhe: 14 Meter. Verkehrszuwachs: Maximal 430 Kfz pro Tag. Verbauungsdichte: 40 % und die kostenlose Abtretung von mehr als 1.000 m2 für öffentliche Geh- bzw. Radwege und eine großzügige Grünfläche.
Erstmals habe ich darüber hinaus im Zuge der Bauverhandlung ein umfassendes Mobilitätskonzept verlangt: Den Mietern der über 100 Wohnungen müssen Jahreskarten für den Öffentlichen Verkehr zur Verfügung gestellt werden, um zumindest das Zweitauto zu vermeiden. Es mussten E-Car-Sharingplätze, Elektro-Fahrräder und eine über weit die Anforderung der Bauordnung hinausgehende Anzahl an Fahrrad-Abstellplätzen sowie eine Fahrrad-Servicestation verwirklicht werden. Mittlerweile verlange ich bei allen großvolumigen Bauprojekten ein derartiges Mobilitätskonzept und etliche Gemeinden haben sich das bei uns angeschaut und trauen sich das in ähnlicher Form zu verhandeln.
Auch wenn der Projektbetreiber des Herzfelderhofes viele Federn lassen und viele zusätzliche Geldmittel in die Hand nehmen musste, denke ich, dass mittlerweile alle von dem Gesamtprojekt überzeugt sind.
Auf eine architektonische Gestaltung eines Gebäudes kann eine Gemeinde jedoch nicht – oder nur bedingt – Einfluss nehmen, außer es handelt sich um einen Ensembleschutz oder eine Schutzzone. Das trifft für die B17 nicht zu. Das ist alleinige Sache des beauftragten Architekten. Ich weiß, dass einigen das Gebäude gefällt, anderen wieder nicht. Das geht vielen Häusern so.
Was uns als Gemeinde offenbar gelungen ist, ist, dass wir mit unserem Mobilitätskonzept absolutes Neuland erfolgreich betreten und damit eine österreichweite Anerkennung und Auszeichnung gefunden haben.
Vielen Dank an dieser Stelle an unseren Vize-Bürgermeister DI Norman Pigisch, das Bauamt der Gemeinde unter der Leitung von Ing. Fritz Hudribusch, unser Raumplanungsbüro DI Friedmann und Aujesky OEG und an unseren Gemeindeanwalt Dr. Michael Schweda, die mich während der Verhandlungsjahre bestmöglich unterstützt und begleitet haben. Aber auch vielen Dank an das Team des Projektbetreibers, das unsere Visionen und unsere Notwendigkeiten letztlich verstanden und umgesetzt haben – und auch den Verhandlungs- und nicht den Rechtsweg gesucht haben.
Ich möchte Sie gleich auf zwei Veranstaltungen am Wochenende im Wiener Neudorfer Rathauspark hinweisen. Am Freitag, den 6. Oktober findet von 15:00 bis 20:00 Uhr ein gesellschaftliches Treffen am Sturmstand statt. Dabei beantworten wir auch selbstverständlich gerne die Fragen, die Sie eventuell haben oder sprechen mit Ihnen über Ihre Wünsche, Anregungen und Meinungen.
Und am Samstag, den 7. Oktober würde ich mich freuen, Sie beim traditionellen Weißwurstfest irgendwann in der Zeit von 10:00 bis 16:00 Uhr begrüßen zu dürfen.
Schon lange stand das Land von James Joyce, Oscar Wilde, George Bernhard Shaw und Jonathan Swift auf meiner Urlaubsplanung. Nun sind meine Frau und ich von unserer Irland-Rundreise wieder zurück, die uns von Dublin im Uhrzeigersinn über das ganze derzeit so grüne (und teilweise verregnete) Land wieder in die Hauptstadt zurückgeführt hat. Für alle, die noch nicht dort waren: Irland ist unbedingt eine Reise wert.
Einige Termine habe ich in Wiener Neudorf dadurch leider versäumt. Und auch, wenn ich täglich im Kontakt mit dem Gemeindeamt stand um die wichtigsten Entscheidungen abzustimmen, ist das eine bzw. andere liegen geblieben und wird in den nächsten Tagen erledigt. Sollten Sie zu denjenigen gehören, die auf einen Anruf oder eine Rückantwort von mir warten, dann ersuche ich Sie aus dem genannten Grund um Nachsicht.
Das Leben eines Bürgermeisters von Wiener Neudorf ist ein Leben aus und mit dem Terminkalender. In der Regel folgt ein Termin auf den nächsten. Zumeist müssen viele Personen gleichzeitig koordiniert werden. Normalerweise ist mein Terminkalender auf Wochen hinaus durchgehend befüllt. Bewundernswert, wie das mein Sekretariat schafft. Oft müssen zusätzlich Termine umgeplant werden, weil etwas dazwischenkommt, wie beispielsweise Begräbnisse-Termine, die nur kurzfristig bekanntgegeben werden können.
Wenn Kurt Tucholsky einmal gemeint hat, dass ein voller Terminkalender noch lange kein erfülltes Leben wäre, dann muss ich ihm leise widersprechen. Ich halte mein Leben für sehr erfüllt. Auch wenn bei meinem Job die Familie leider zu kurz kommt und Freundschaften nicht so gepflegt werden können, wie man es gerne möchte. So hat jeder Beruf seinen Preis und seine Sonnen- und Schattenseiten.
Zurück zum Kalender. Meiner kann von Montag bis Sonntag befüllt werden – mit einer Ausnahme im Ausmaß von 4 Stunden. Donnerstag 18 bis 22 Uhr. Das ist mein, wie ich ihn nenne: „Wöchentlicher heiliger Abend“. Da bin ich mit meinen Freunden am Tennisplatz und danach sitzen wir gemütlich beisammen und plaudern über Gott und die Welt, naja: meistens über die Welt.
Warum schreibe ich das? Manchmal finden Veranstaltungen in Wiener Neudorf auch am Donnerstag Abend statt – und da fehle ich normalerweise aus obgenanntem Grund. Und weil ich deshalb öfter darauf angesprochen werde, weil ich offenbar abgehe (was mich natürlich freut) schreibe ich hier die Erklärung. Es gibt natürlich Ausnahmen, zum Beispiel wenn mich unser Kulturreferent Nikolaus Patoschka am Donnerstag, den 16. November um 19.30 Uhr ins Alte Rathaus für eine Lesung einteilt. (Da muss ich mir übrigens noch eine Retourkutsche einfallen lassen. Das muss ich gleich in meinen Kalender eintragen, damit ich es nicht vergesse.)
Unsere politische Bewegung „Herbert Janschka/Unabhängige/Volkspartei Wiener Neudorf“ hat am vergangenen Wochenende ihre Herbstklausur abgehalten. Dabei wurden die Projekte besprochen, die wir im kommenden Jahr 2024 unbedingt verwirklichen bzw. auf Schiene bringen möchten. Dazu gehört unter anderem beispielsweise die Errichtung des neuen Jugendzentrums, die Umgestaltung des Bahnhofplatzes oder der Ausbau des Wichtelhauses sowie die Fertigstellung der Planung für das neue Abfallwirtschaftszentrum. Aber auch vieles andere mehr. Das wird nun in den Budgetvorentwurf eingearbeitet und bis Ende Oktober wird feststehen, was davon finanziell bewältigt werden kann, was abgespeckt werden bzw. was eventuell verschoben oder worauf gänzlich verzichtet werden muss.
Das kommende Jahr ist auch das letzte Jahr der laufenden Legislaturperiode, die 2020 mit der Covid-Pandemie begonnen hat und deshalb über lange Zeit im Krisenmodus stattgefunden hat. Es ist noch ein wenig Zeit, aber im Jänner 2025 werden, wie es so schön heißt, die Karten neu gemischt. Es gilt schon heute diesen Tag im Auge zu behalten. Die Wiener Neudorfer werden im Jänner 2025, genauso wie alle Gemeinden in Niederösterreich, aufgerufen, die Arbeit des Gemeinderates – und natürlich des Bürgermeisters – zu bewerten. Auch darüber wurde in unserer Herbstklausur gesprochen. Es gilt abzuklären, welche Projekte für die Periode 2025 – 2030 überlegt werden und natürlich auch, wer aus dem bisherigen Team bereit ist, weiterhin zur Verfügung zu stehen und wo wir personelle Verstärkung brauchen. Dieser Prozess wird konzentriert in den nächsten Wochen starten und soll bis zum Sommer 2024 abgeschlossen sein.
Jetzt ist es vorrangig wichtig, ein gutes Budget für 2024 zu erstellen, die darin enthaltenen Vorhaben gut abzuwickeln und den Großteil der Konzentration auf die weitere Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität in unserer Gemeinde zu richten. Dafür haben wir gestern in einer guten Atmosphäre die Weichen gestellt.
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