Kategorie-Archiv: Wiener Neudorf allgemein

Sehr durchsichtige SPÖ-Polemik

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Quelle: NÖN 36/2014

Die Mödlinger SPÖ regt sich bei der NÖN auf, weil es während des Tunnelfestes eine Umleitung des Verkehrs über den Schulweg gab. Wir haben unser Tunnelfest exakt zu dieser Tageszeit geplant, Sonntag mittag, in der nahezu kein Verkehr über die B17 anfällt und damit auch nahezu kein Verkehr umgeleitet werden muss. Da es einen Autoverkehr von Mödling kommend über die B17 (Badner-Bahn-Kreuzung) nach Süden gibt, ist es wohl einsichtig, dass dieser Verkehr über die direkte Route (Schulweg – Schillerstraße) zur B17 (Bereich außerhalb unseres Festes) geführt wurde. Die Alternative wäre gewesen, dass wir den Verkehr von Mödling kommend wie gehabt zur Badner-Bahn-Kreuzung geführt, dann aber – weil die B17 in diesem Teil nicht befahrbar war – in der Gegend herumgeschickt hätten. Hätten wir das gemacht, hätte sich die Mödlinger SPÖ mit Recht aufregen können.

Eigentlich schon traurig. SPÖ-Bgm. Wöhrleitner hat mit allen Mitteln versucht, unser Tunnelfest zu verhindern (für ein Interview mit N1TV war er aber dann doch ein paar Minuten vor Ort). Weil ihm die Verhinderung nicht gelang, müssen ihm nun die Mödlinger Genossen zu Hilfe eilen und ihn medial unterstützen.

Was sollen denn eigentlich wir Wiener Neudorfer machen? Ein Großteil der Mödlinger fährt nahezu täglich durch unseren Ort auf die B17, auf die B11, auf die A2 … Wir könnten uns jetzt auch mit gesenktem Daumen für ein Gruppenfoto zusammenstellen. Und das täglich! Wir tun es deshalb nicht, weil wir damit das Verkehrsproblem der Region nicht ansatzweise lösen. Mit dem B17-Tunnel im übrigen schon. Wenn das kommt, was die SPÖ Wiener Neudorf möchte, nämlich die B17 so unattraktiv zu machen, dass sich ein Teil des heutigen B17-Verkehrs sowieso andere Wege sucht – nämlich über Ortsgebiete – dann wird der Schulweg und andere Straßen aber ordentlich belastet. Schon komisch, dass die SPÖ Mödling gegen dieses Projekt der SPÖ Wiener Neudorf nichts zu meckern hat.

Das Tunnelfest: Ein voller Erfolg!

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Was habe ich da in den letzten Tagen gezittert. Alle zwei Stunden habe ich den Wetterbericht von Wiener Neudorf gegoogelt. Erst in den letzten beiden Tagen war eine gewisse Hoffnung, dass sich ein „trockenes“ Tunnelfest ausgeht.

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Und dann das: Kaiserwetter ist übertrieben, aber ein tolles Spätsommerwetter, eine riesige Stimmung, viele interessierte Wiener Neudorfer, die sich beim Plan unseres Verkehrssprechers, GfGR Norman Pigisch aufhielten und sich durch ihn und Stelios Papadopoulos fachliche Informationen holten. Letztlich haben wir über den Zeitraum des Festes knapp 400 Personen gezählt, die sich auf der autofreien B17 wohl gefühlt haben und bei Freibier und Freiwürsteln auf Picknickdecken, den aufgestellten Bänken oder mitgebrachten Sitzgelegenheiten einfach wohl gefühlt haben.

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Ein Renner war die Bodenzeitung von Eva Wetsch, wo die Teilnehmer einige Fragen zum Ort im Speziellen und der B17 im Besonderen beantworten konnten. Auch einen inoffiziellen Spatenstich haben wir gemacht und für wenige Stunden einen Baum gepflanzt, auf den die individuellen Wünsche mit Zetteln aufgehängt werden konnten.

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Die Kinder haben die B17 bunt bemalt. Leider ist der Spielebus des Landes NÖ. in einen Unfall verwickelt worden und hatte einige Stunden Verspätung.

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Der Tenor war klar: Die Wiener Neudorfer wollen die Untertunnelung der B17. Einige Fragen hinsichtlich Finanzierung etc. werde ich in unserem nächsten Informationsblatt ausführlich beantworten.

Online-Umfrage NÖN: 94 % für den B17 Tunnel – ICH FREU MICH!

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Quelle: noen.at

In den Umfragen und Untersuchungen der letzten Jahren gab es immer wieder eine hohe Zustimmung zum Projekt „Untertunnelung B17“.

Nunmehr hat die NÖN eine Woche lang eine Online-Umfrage durchgeführt. Über 260 Personen haben daran teilgenommen. Wenn man bedenkt, dass bei österreichweiten Umfragen ein Sample von 400 genommen wird – also 400 Personen werden befragt, um ein aussagekräftiges Ergebnis zu bekommen – dann sind 260 für Wiener Neudorf ganz sicher repräsentativ. Das Ergebnis ist mehr als nur klar und eindeutig: 94 % wollen, dass dieses Projekt endlich angegangen wird, nur 6 % lehnen einen Tunnel ab.

Unter diesem Link kommen Sie zum offiziellen Endergebnis.

Das ist für mich und mein Team, ein paar Tage vor unserem Tunnelfest, natürlich ein gewaltiger Motivationsschub.

Kir(ch)tag: Ja oder Nein?

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Die „Standler“ bauten am Eumigweg auf, kurz darauf mussten sie wieder weg. Unser Bürgermeister hat den Kir(ch)tag in Wiener Neudorf kurzfristig abgeschafft. Ich finde das schade.

Seit dem Spätmittelalter gibt es Kir(ch)tage in Österreich. Nachdem unsere Pfarrkirche knapp über 230 Jahre alt ist und es keine Überlieferung des 1. Kir(ch)tages gibt, kennen wir die Dauer der Tradition dieses Tages in Wiener Neudorf nicht korrekt. Aber bis weit ins 19. Jahrhundert wird dieses Fest schon zurückgehen. Der Kir(ch)tag oder das Kirchweihfest, wie es richtigerweise heißt, wurde alljährlich anlässlich des Jahrestages der Kirchweihe als religiöses Fest im Rang eines Hochamtes gefeiert. Heute spielt der religiöse Aspekt bei den Feierlichkeiten eher eine untergeordnete Rolle.

Eigentlich wurde unsere Kirche am 4. Mai 1780 vom damaligen Kardinal Christoph Migazzi zu Ehren der Hl. Jungfrau vom Schnee, des Hl. Wolfgang und des Hl. Johannes Nepomuk eingeweiht. Der Gedenktag zu Ehren des unserer Kirche namengebenden Schneewunders von Rom ist der 5. August. Traditionell findet der Kir(ch)tag deshalb in Wiener Neudorf Mitte August statt. „Findet statt“ ist falsch ausgedrückt. Richtig ist: „Fand statt.“ Denn ab heuer soll es lt. unserem Bürgermeister keinen Kir(ch)tag mehr geben.

Aus den dem Gemeinderat völlig unbekannten und unerfindlichen Gründen trug der Bürgermeister dem Gemeindeamt auf, heuer keinen positiven Bescheid über die Abhaltung es Kirtages auszustellen. Aus absichtlichen oder unabsichtlichen Gründen wurde der Bescheid nicht rechtzeitig abgeschickt und zugestellt.

Der traditionelle Kirtag sollte heuer am 17. August stattfinden. In keiner Gemeindenachricht wurde über den heurigen Kirtag berichtet, nur im Veranstaltungskalender diverser Tageszeitungen war von einem „Maria-Schnee-Markt“ in Wiener Neudorf am 17. August zu lesen. Die Standler bauten wie alle Jahre auf und während sich die ersten Gäste einfanden rückte die Polizei aus und löste den Kirtag auf.

Eine jahrhundertealte Tradition findet damit vorerst im Jahre 2014 ihr Ende. Ich finde das sehr schade. Seit meinem Teenageralter in den 70er Jahren gab es 2 Kirtage, die für mich zum Fixpunkt meines Terminkalenders zähl(t)en: Der Portiunculamarkt Anfang August in Maria Enzersdorf und der Kirtag in Wiener Neudorf Mitte August. Für mich war das Gelände in der Parkstraße immer das bestgeeignete. In den letzten Jahren fand der Kirtag in Wiener Neudorf zumeist am Eumigweg statt. Während meiner Bürgermeisterzeit habe ich dann versucht, das Kir(ch)tagsgelände dorthin zu verlegen, wo es ursprünglich hingehört, zur Kirche, in die Nebenfahrbahn der B17. Das hat sich aber nicht bewährt.

Sollte ich nach der nächsten Gemeinderatswahl wieder mehr Mitgestaltungsmöglichkeiten haben, dann verspreche ich, dass es den Kirtag in Wiener Neudorf wieder geben wird. Meine Präferenz: Die Parkstraße!

Leider ist auch das Wiener Neudorf

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Als Reaktion auf meinen positiven Artikel über das „Waldl“ hat mir ein umweltbewusster und völlig zu recht zorniger Bürger ein paar Fotos von der Laufstrecke am „Reisenbauer-Ring-Hügel“ geschickt. Die mitgeschickte Frage, ob Wiener Neudorf „abgesandelt“ wäre, möchte ich doch vehement verneinen. Ich gehe nicht davon aus, dass diese Verunreinigungen und Zerstörungen von Sandlern gemacht wurden. Aber offenbar fühlen sich so manche Feiglinge im Schutz der Abgeschiedenheit und wahrscheinlich Dunkelheit enorm stark und cool, wenn sie Bänke zertrümmern und Grünflächen verunstalten. Leider ist auch das Wiener Neudorf. Und leider gibt es Menschen, die sich wahnsinnig mutig und mächtig dabei vorkommen, wenn sie ihren eigenen Lebensraum verunstalten.

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Ein Spaziergang durchs „Waldl“

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Eigentlich vermutet man kaum, dass es in Wiener Neudorf eine kleine Aulandschaft gibt. Abseits  des Straßenlärms, der vielen Betriebe und des stadtähnlichen Tagesablaufes hat sich eine gewisse Ruhe und Zeitlosigkeit entlang des Mödlingbaches zwischen dem Migazzihaus und der Autobahn erhalten. Vieler meiner „auswärtigen“ Freunde habe ich schon dort hingeführt und alle waren überrascht und hätten eine derartige Wildnis nie und nimmer vermutet. Wann immer ich die Zeit dafür finde, spaziere ich gerne über die Autobahnbrücke am Ende des Eumigwegs über die Felder nach Biedermannsdorf und dann über die Hubertuskapelle entlang des „Waldls“ zum Migazzihaus. Schon meine leider verstorbenen Hunde Tim und Simba haben das Waldl geliebt.

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Wir müssen sehr  auf dieses Kleinod aufpassen und alle Modernisierungs- und Gestaltungsversuche in diesem Bereich fernhalten. Immer wieder spreche ich auch mit Wiener Neudorfern, die diesen Bereich unseres Ortes gar nicht kennen.

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Viele sind dann auch dankbar, dass ich sie auf diesen schönsten Teil von Wiener Neudorf hingewiesen habe. Vielleicht treffen wir uns ja bald im Waldl.