Kategorie-Archiv: Wiener Neudorf allgemein

Ab sofort: Tägliche Bürgermeister-Sprechstunden

Persönlich darf ich Sie derzeit im Gemeindeamt nicht empfangen, falls Sie ein Problem, einen Wunsch, eine Frage oder ein Anliegen haben. Aber ich kann mit Ihnen telefonieren und korrespondieren. Wann meine Mittwoch-Sprechstunden im Gemeindeamt wieder stattfinden können, steht in den Sternen.

Falls Sie mit mir persönlich sprechen wollen, dann gibt es ab sofort von Montag bis Donnerstag zwischen 14.00 und 16.00 Uhr die Möglichkeit mit mir zu telefonieren – unter: 0664/950 47 35.

Falls ich in diesem Zeitraum gerade anderweitig telefoniere oder mich bespreche, dann erreichen Sie in dieser Zeit meine Assistentin, Frau Judith Reitsma, die mir Ihr Thema umgehend weiterleiten wird.

Elektronisch erreichen Sie mich 7 Tage in der Woche unter: h.janschka@wiener-neudorf.gv.at

Es ist für uns alle derzeit eine schwierige Zeit. Und so wie es derzeit aussieht, werden wir noch lange nicht zu unserem gewohnten Leben zurückkehren können.

Ich bitte Sie auch zu verstehen, dass die gesetzten Maßnahmen, auch die in der Gemeinde, nur dazu dienen, die Verbreiterung dieses Virus bestmöglich einzuschränken und gerade unsere älteren Mitbürger/-innen bestmöglich zu schützen.

Ich weiß, dass das derzeit Opfer bedeutet. Ich weiß, dass das unangenehm ist. Ich weiß, dass uns allen die Situation vieles abverlangt. Wir haben jetzt erst 1 1/2 Wochen der strikten Ausgangsbeschränkungen hinter uns. Es werden ganz offensichtlich noch viele Wochen folgen.

Jede Entscheidung, die ich derzeit als Bürgermeister, losgelöst von den Maßnahmen der Bundesregierung, treffe, ist alleine dem Wunsch geschuldet, dass so viele Wiener Neudorfer/-innen wie möglich gesund bleiben. Vieles mag da übertrieben oder überzogen wirken. In der derzeitigen Situation ist aber jede Maßnahme, die sich vielleicht in einigen Monaten als unnotwendig gewesen herausstellt, besser, als eine Maßnahme zu wenig.

Bleiben Sie so viel wie möglich zu hause und vor allem gesund! Alles Gute für Sie – und Ihre Familie!

Kahrteich und Bärnkopf-Urlaube

Corona-Krise: Auch der Eröffnungstermin für das „Kahrteich-Gelände“ steht in den Sternen!

Normalerweise beginnt alle Jahre am 2. Mai die „Kahrteich-Saison“. Aber was ist in diesen Tagen schon normal?

Der Öffnungstermin für 2020 ist jetzt einmal mit einem Fragezeichen versehen. Ich kann zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen, wann heuer das Kahrteich-Gelände aufgesperrt werden kann. Der 2. Mai wird es mit Sicherheit nicht werden. Ich werde über die Öffnung rechtzeitig über meinen Blog bzw. die Gemeinde-HomePage berichten.

Heuer definitiv keine Frühlings-Urlaubswochen in Bärnkopf für die Wiener Neudorfer Senioren!

Nach meinem heutigen Gespräch mit dem Bärnkopfer Bürgermeister Arnold Bauernfried wird es heuer für die Wiener Neudorfer Senioren definitiv keine Urlaubswochen im Mai und Juni geben. Wir klären in den nächsten Tagen mit den Zimmervermietern ab, ob wir heuer statt der gewohnten drei dafür vier Wochen im Herbst anbieten können. Die Entscheidung erfahren Sie dann in der Mai-Ausgabe des Gemeindeblattes.

Wiener Neudorf: Wichtige Informationen für Sie!



Wir haben die wichtigsten Informationen und Maßnahmen der Gemeinde für Sie auf einem 2-seitigen Flugblatt zusammengefasst (siehe oben). Dieses ist bereits in Druck und bekommen alle Haushalte zusammen mit der April-Ausgabe des Gemeindeblattes ab Mitte nächster Woche persönlich zugestellt.

Vorweg stellen wir Ihnen diese Informationen auch bereits elektronisch zur Verfügung. Auch das Gemeindeblatt können Sie bereits unter www.wiener-neudorf.gv.at Rubrik Rathaus/Gemeindezeitung lesen. Dieses Mal mit einem 4-seitigen Schwerpunkt zum „Corona-Thema“.

Zur Ergänzung: Auf dem Bild des Gemeinderates fehlen Luise Mahlberg (ÖVP) und Otmar Malanik (FPÖ). Beide waren bei der Angelobung verhindert.

Ordination Dr. Kolomaznik vorsichtshalber bis 30. März geschlossen!

MedR. Dr. Kurt Kolomaznik war von 9. bis 14. März bei einem Fortbildungsseminar in Bad Hofgastein. Da auch dieser Ort nunmehr komplett unter Quarantäne gestellt wurde, hat sich Dr. Kolomaznik entschlossen, ebenfalls vorsichtshalber in häusliche Quarantäne zu gehen – und zwar bis 14 Tage nach Beendigung seines Seminars.

Die Ordination von Dr. Kolomaznik am Reisenbauer-Ring bleibt deshalb bis 27. März geschlossen und wird ab 30. März wieder zu den bekannten Zeiten geöffnet haben. Seine Patienten werden gebeten, sich bei Notwendigkeit an einen anderen Arzt der Umgebung zu wenden.

Um Gerüchten vorzubeugen: Dr. Kolomaznik geht es ausgezeichnet. Er ist völlig gesund und beschwerdefrei.

Noch einmal: Thema Spielplatz – dieses Mal in eigener Sache!

Die kontroverse Diskussion des heutigen Nachmittag zeigt mir, dass es einen enormen Unterschied zwischen der digitalen Welt und der Realität gibt. Ja, ich war überrascht und verwirrt, als der Herr Gesundheitsminister heute mittag bei der Pressekonferenz gesagt hat, dass die Spielplätze offen bleiben.

Dass das Gesundheitsministerium im Stundenrhythmus jetzt diese Darstellung umdeutet und meint, die Bürgermeister könnten ja selbst entscheiden und wenn Spielplätze nun einmal geschlossen seien, dann können sie halt auch geschlossen bleiben – verwirrt und überrascht weiter.

Ja, vielleicht habe ich dann auch zu schnell gehandelt und die vor Tagen gesperrten Spielplätze wieder geöffnet. Durch die digitale Diskussion im Facebook und weiteren Foren war ich dann verunsichert und habe mich in die reale Welt begeben. Dort fühle ich mich auch – zugegeben – sicherer und wohler als in der digitalen Welt. Dort kenne ich mich besser aus und dort bin ich seit über 59 Jahren zu hause. Da habe ich Erfahrung. Und diese Welt ist mir auch lieber. Und so bin ich heute Nachmittag – bis auf einen – alle Spielplätze abgegangen. Wiener Neudorf ist eher klein, da ist das in weniger als 2 Stunden möglich.

Die meisten Menschen, die ich angetroffen habe, waren auf der Straße unterwegs. Mit vielen habe ich – mit großem Abstand – gesprochen. De facto haben alle die Pressekonferenz mitbekommen. Viele sind offenbar zu hause und warten auf Neuigkeiten und schauen sich deshalb die Pressekonferenzen an. Ich bin keinen Gruppen begegnet, alle waren im Familienverband oder alleine unterwegs. So wie es sein soll.

Auf den Spielplätzen herrschte hohe Disziplin. Ich weiß, dass das viele nicht glauben werden und glauben können – Kinder können auch am Spielplatz Abstand halten. Das habe ich heute mit eigenen Augen gesehen. Möglich, dass es ihnen die Eltern eingebläut haben. Ich weiß es nicht. Alle waren dankbar, weil das tagelange Verweilen in der Wohnung schon auf das Gemüt der Kinder geschlagen hat. Das Öffnen der Spielplätze, das haben mir die von mir besuchten Spielplätze bewiesen, war für den heutigen Tag die richtige Entscheidung – auch wenn sie überraschend und verwirrend gekommen ist. Ob es morgen auch noch die richtige Entscheidung ist, weiß ich jetzt noch nicht. Das lasse ich auf mich zukommen. Derzeit ändern sich Situationen sowieso täglich. Warum nicht auch diese.

Wir stehen ganz am Anfang eines langen Weges. Die Corona-Situation wird uns noch einige Monate begleiten. Es wird steinig. Es wird hart. Es wird unangenehm werden. Unangenehmer als wir derzeit wahrscheinlich annehmen. Es ist eine Situation, die wir nicht kennen. Das macht Angst. Das macht unsicher. Das vermitteln mir auch die Kommentare, die vor den Bildschirmen entstehen. Da glauben viele alles zu wissen, alles vorhersehen, alles abschätzen zu können – alles kommentieren zu können.

Nein, wir werden uns jetzt nicht wochen- und monatelang einsperren und wegsperren können. Nein, wir werden uns nicht wochenlang isolieren und absondern können. Das kann auch ein normaler Mensch nicht. Was wir jetzt brauchen ist ein hohes Maß an gegenseitigem Vertrauen, dass jede/r von uns das richtige macht. Dass er/sie sich schützt und damit die anderen – und damit uns. Dass er/sie sich richtig verhält. Zu hause, auf der Straße, am Arbeitsplatz, im Supermarkt, am Spielplatz.

Das richtige Verhalten ist vielleicht wichtiger als das gehorsame Warten auf Verbote, Gebote oder Erlaubnisse. Natürlich ist auch das wichtig und in der jetzigen Situation unumgänglich.

Ich habe in den letzten fast drei Wochen ständig Entscheidungen wegen dieses verdammten Virus treffen müssen und werde es in den nächsten Wochen wieder und wieder. Ich habe damit kein Problem. Entscheidungen zu treffen habe ich jahrelang in der Privatwirtschaft lernen dürfen. Auch für mich ist diese Situation aber Neuland. Am Ende dieser Krise werde ich viele richtige und viele falsche Entscheidungen getroffen haben. Heute weiß ich es nicht. Würde ich es wissen, dann würde ich nur richtige Entscheidungen treffen.

Aber auch wenn ich für Wiener Neudorf viele Entscheidungen treffen muss, es gibt auch eine Selbstverantwortung und eine Selbstbestimmung. Immerhin sind wir alle selbstbewusste Menschen. Wenn ein Supermarkt geöffnet hat, dann muss man dort nicht unbedingt etwas kaufen. Wenn ein Park geöffnet hat, dann muss man dort nicht spazieren gehen. Wenn ein Spielplatz geöffnet hat, dann muss man dort nicht hineingehen.

Ich weiß nicht, ob Sie wissen, was ich damit sagen will. Es war mir nur irgendwie wichtig.

Spielplätze wieder offen

Die Spielplätze – wie hier in der Gaswerkgasse – sind ab sofort wieder offen. 1 Meter Mindestabstand zwischen Personen einhalten!

Bekamen wir Bürgermeister vor knapp einer Woche den dringenden Auftrag, Spiel- und Sportplätze zu schließen, so entnehme ich der soeben stattgefundenen Pressekonferenz des Gesundheitsministers, dass die Sportstätten zwar geschlossen bleiben, aber die Spielplätze wieder geöffnet werden können.

Ich habe deshalb vor wenigen Minuten veranlasst, dass alle Spielplätze in Wiener Neudorf wieder geöffnet werden. Meine Kollegen des Wirtschaftshofes sind bereits unterwegs, um die Absperrungen zu entfernen. Die Bedingung dazu: Der Mindestabstand von 1 Meter zwischen Personen muss strikt eingehalten werden.

Ich werte dies als ein erstes positives Zeichen, dass die hohe Disziplin der Österreicher, sich an die verordneten Maßnahmen zu halten, gefruchtet hat und dass die Maßnahmen derzeit nicht verschärft werden müssen. Das ist aber noch lange kein Zeichen des erleichterten Durchatmens. Persönlich gehe ich davon aus, dass uns das Corona-Virus-Problem nicht nur noch ein paar Wochen, sondern ein paar Monate begleiten wird.