Archiv für den Monat: April 2021

Wie geht es nach dem Lockdown weiter?

Noch etwas mehr als 2 Wochen, bis Sonntag den 2. Mai, dauert der Lockdown in Niederösterreich und Wien noch an. Und dann? Wie geht es ab Montag, dem 3. Mai weiter? Die Fragen, die immer wieder an das Gemeindeamt und auch an mich persönlich gestellt werden: Wird dann die Gastronomie geöffnet? Dürfen wir dann wieder einkaufen gehen – und wie? Wird es Eintrittstests geben – und wofür? Wann sperrt der Kahrteich auf?

Antworten heute: Keine Ahnung. Nix is fix. Nichts Genaues weiß man nicht.

Wir warten auf Entscheidungen und diesbezügliche Verordnungen aus dem Gesundheitsministerium. Wir haben uns mittlerweile daran gewöhnt, dass die Verordnungen im besten Fall knapp vor Inkrafttreten von Maßnahmen übermittelt werden. Ob das unter dem neuen Gesundheitsminister, der sich aber erst einarbeiten muss, anders wird, wissen wir nicht. Vielleicht werden die Kompetenzen an die Landeshauptleute übertragen. Auch das wissen wir zur Stunde nicht. Vielleicht wird es aber auch von Bezirk zu Bezirk – abhängig von den Inzidenzzahlen – regional unterschiedliche Vorgehensweisen geben.

Eintrittstests: “Ganz Österreich gurgelt????”

So wie es heute ausschaut, soll es verpflichtende Eintrittstests für Gastronomie, Handel und Kulturveranstaltungen geben. Auch viele Unternehmen ersuchen ihre Mitarbeiter sich regelmäßig – freiwillig – testen zu lassen. Niederösterreich setzt dafür auf die Antigentests in den Teststraßen, deren Ergebnis innerhalb von 20 Minuten am Handy ersichtlich ist. Wenn die Eintrittstests notwendig sind, dann werden sich viel mehr Menschen als heute testen lassen (müssen), um Einkaufen, Essengehen oder eine Veranstaltung besuchen zu können. Wir haben in Wiener Neudorf dafür bereits vorgesorgt und mittlerweile gibt es an drei Standorten in unserer Gemeinde von Montag bis Freitag Testmöglichkeiten. Wien setzt eher auf die etwas genaueren “Gurgeltests”, die aber in einem Labor ausgewertet werden müssen. Es gibt Wünsche, diese Art der Testung auf ganz Österreich auszuweiten. Auch die Orts-SPÖ möchte das. Alle Details sehen Sie auf: http://www.allesgurgelt.at Der Vorteil: Der Test kann zu Hause vorgenommen werden und man muss zu keiner Teststraße gehen. Das ganze Prozedere muss per Handy aufgenommen und an das Labor übermittelt werden, damit festgestellt werden kann, ob das 1-Minuten-lange Gurgeln ordnungsgemäß erfolgt ist. Das Problem: Die Auswertung dauert derzeit bis zu 24 Stunden. Wenn ganz Österreich gurgelt, dann überfordert das die Labore, die die Testungen auswerten müssen und die Ergebnisse werden erst bis zu 48 Stunden später vorliegen. Das bedeutet: Will man am Mittwoch zum Heurigen gehen, muss man sich spätestens Montag testen lassen und hoffen, dass das Ergebnis rechtzeitig vorliegt. Geht man dann eben einen Tag später, also am Donnerstag, zum Heurigen, dann ist die Berechtigung (spätestens 72 Stunden nach der Testung) abgelaufen. Bei dem bisher gewohnten Antigen-Test (Nasen- oder Rachenabstrich) reicht es, sich eine halbe Stunde vor dem geplanten Heurigentermin zu testen. Deshalb glaube ich, dass der Antigentest die bessere – weil vor allem schnellere und unkompliziertere – Variante ist.

Kahrteich

Normalerweise öffnet das Teichgelände jährlich am 2. Mai. Da dieser Tag noch in den Lockdown fällt, bereiten wir uns für Montag, den 3. Mai vor. Ob Freibäder/Teiche dann allerdings geöffnet werden dürfen – und wenn ja, unter welchen Bedingungen – weiß ich derzeit noch nicht. Wiener Neudorfer/-innen mit bestehendem Haupt- oder Nebenwohnsitz können eine Saisonkarte bereits jetzt beziehen (oder die bestehende aufladen). Wenden Sie sich dafür bitte telefonisch an das Bürgerservice der Gemeinde. Ob und wann auch wieder auswärtige Gäste zugelassen werden können, wissen wir erst, wenn die diesbezüglichen Verordnungen und die zu treffenden Maßnahmen vorliegen.

Die Corona-Impfstrategie des Landes Niederösterreich

In Österreich fahren die Bundesländer eigene Impf-Strategien. In Niederösterreich wird bislang über Arzt-Ordinationen geimpft. Wenn sich mehrere Ärzte dazu entschließen, nicht in ihren Ordinationen – aus welchen Gründen auch immer – zu impfen, dann können sie sich zu sogenannten “Impfstraßen” zusammenschließen. Diese Impfstraßen werden dann organisatorisch wie die Ordinationen behandelt. Ich habe mit unseren Ärzten deshalb schon vor drei Monaten über eine gemeinsame Impfstraße im Festsaal des Freizeitzentrums gesprochen. Aus verständlichen Gründen haben sich die Ärzte aber für ihre eigenen Ordinationen entschieden.

Um so viele Impftermine wie möglich vergeben zu können, müssen die Impfzeiten derzeit “diktatorisch” von oben vorgegeben werden. Da dies mit den normalen Ordinations-Öffnungszeiten oft nicht in Einklang zu bringen ist, haben viele Ärzte ihre Teilnahme leider wieder absagen müssen, denn die eigenen “Haus-Patienten” haben Vorrang. Darüber hinaus standen bislang auch nur wenige Impfstoffe zur Verfügung. Das ist auch der Grund, warum in Wiener Neudorf derzeit nur in der Ordination “Dr. Nouri” geimpft wird.

Da in den nächsten Wochen mit viel mehr Impfstoffen gerechnet wird, ändert das Land Niederösterreich seine Strategie. Bis jetzt werden durch die gelieferten Impfmengen bis zu 30.000 Personen in NÖ pro Woche geimpft. Ab Mai soll dies auf 90.000 bis 100.000 Personen gesteigert werden. In jedem Bezirk wird deshalb ein sogenanntes “Impfzentrum” eingerichtet, das 7 Tage pro Woche geöffnet haben wird. Im Bezirk Mödling wird dies in Laxenburg sein. Ausgewählt wurden diese Impfzentren nach Größe, Verfügbarkeit und Erreichbarkeit der Einrichtung. Wer diese Impfzentren betreuen wird, ist derzeit Gegenstand eines internationalen Ausschreibeverfahrens. Bis zum Vorliegen eines Ergebnisses, werden diese Impfzentren (die ersten werden Mitte April öffnen, die restlichen in der 2. Mai-Woche) vorübergehend vom Roten Kreuz betreut.

Durch diese permanent geöffneten Impfzentren erhofft man sich eine schnellere Durchimpfung als bei nur stundenweise geöffneten Impfstraßen oder Ordinationen. Auch für diese Impfzentren wird es eine Anmeldung und einen genauen Impfzeitpunkt geben, den man wählen kann. Nicht auswählen kann man den Impfstoff. Jede/r Niederösterreicher/in kann jedes der 20 Impfzentren im Bundesland wählen, aber natürlich wird man im Regelfall zum nächstgelegenen greifen. Wir Wiener Neudorfer haben mit dem knapp 5 Kilometer entfernten Impfzentrum in Laxenburg nur einen vergleichsweise sehr kurzen Anfahrtsweg, auch mit einer – falls benötigt – guten Bus- oder Taxiverbindung.

Darüber hinaus soll auch weiter über die niedergelassenen Arztordinationen geimpft werden – und zwar mit den Impfstoffen “AstraZeneca und Johnson & Johnson”.

Das Inhalatorium ist wieder offen

Unser Inhalatorium, Wiesengasse/Ecke Raimundweg, ist nach der Winterpause nun wieder geöffnet. Gerade für Menschen mit Atemwegserkrankungen ist ein Aufenthalt in dieser Einrichtung (wohin es gute Rad- und Fußverbindungen gibt) sehr empfehlenswert.

Kurz und knapp gesagt, ist ein Inhalatorium ein Raum zum Inhalieren. Historische Inhalatorien wurden einst gebaut – wie es der Name schon verrät – zur Inhalationstherapie. Solche Bauwerke – auch Gradierbauten genannt – entstanden üblicherweise an salzhaltigen Solequellen. Es sollte die salzhaltige Luft inhaliert werden, die eine wohltuende Wirkung auf die Atemwege hat.

Die feinen Salzkristalle (Aerosole) in der Luft reinigen und befeuchten die Atemwege und lassen angegriffene Schleimhäute abschwellen. Besonders Menschen mit Erkältung, Bronchitis, Asthma oder Allergien profitieren von dieser heilsamen Wirkung. Durch tiefes Einatmen gelangen die Aerosole noch besser in die feinsten Verästelungen der Bronchien und sorgen für eine deutliche Verbesserung bei Atemwegserkrankungen.

Nachdem wir in Wiener Neudorf über kein natürliches salzhaltiges Wasser verfügen, müssen wir dieses imitieren. Dafür sorgen die täglichen Kontroll- und Wartungsarbeiten der Mitarbeiter unseres Wirtschaftshofes.

Ich werde oft gefragt, warum das Inhalatorium über die Wintermonate geschlossen werden muss. Das ist an sich leicht erklärt. Mit Salz angereichertes Fließwasser wird langsam über Reisig geleitet und verbindet sich durch einen Verdampfungsprozess mit der Atemluft. Bei Minustemperaturen kommt es trotzdem zu Kristallbildungen. So hatten wir bei Inbetriebnahme in der Nacht von Donnerstag auf Freitag Gefrierungen und Eiszapfenbildungen. Dadurch funktioniert das System dann nicht mehr. Da wir aber glauben, dass die Minustemperaturen nun endgültig vorbei sind, haben wir die Anlage frühestmöglich geöffnet. Gerade jetzt ist es wichtig, unsere Bronchien zu reinigen.

Bitte beachten Sie die Corona-Maßnahmen. Die Vorsichts- und Abstandsregeln gelten natürlich auch in dieser Einrichtung. Ich freue mich, dass es für dieses Pilotprojekt bereits viele interessierte Gemeinden gibt, die eine ähnliche Einrichtung überlegen. So haben wir erst gestern einen Termin mit der nächsten Delegation vereinbart.

Über eine völlig skurrile Gemeinderatssitzung

Ich weiß nicht, ob es Ihnen auch schon so ergangen ist, dass Sie noch stundenlang nach einem Ereignis herumsitzen und sich fragen: Was war das jetzt eigentlich? Mir geht es derzeit so. Wäre ich eine Giraffe, dann wäre das obige Bild jetzt ein Selbstporträt.

Seit über einem Jahr herrscht in Wiener Neudorf politische Ruhe. Dass das nicht so bleiben wird, war mir klar, denn politische Ruhe ist nach außen hin immer in erster Linie für die Bürgermeister-Fraktion gut. Dass sich die Opposition da etwas einfallen lassen muss, um auf sich aufmerksam zu machen, ist natürlich verständlich.

Der Einfall war jener: Verlangen wir (SPÖ, FPÖ und NEOS) eine außerordentliche Gemeinderatssitzung. Wenn das mehr als ein Drittel der Gemeinderäte wünschen, dann muss ein Bürgermeister gemäß NÖ Gemeindeordnung dazu einladen. Wir haben zwar in knapp zwei Wochen sowieso eine vereinbarte Sitzung. Aber macht ja nichts. Also trafen wir uns gestern (Mittwoch, 7. April 19.00 Uhr) zu dieser verlangten Sitzung zusätzlich. Eigentlich sollten im harten Lockdown keine nicht unbedingt notwendigen Sitzungen stattfinden – aber sei’s drum. Wir haben direkt vor der außerordentlichen Sitzung eine außerordentliche Testung angeboten. Die Sicherheit war also umfangreich gegeben.

Während der Sitzung wurden dann Wünsche in Form von Anträgen gestellt, die seit Monaten erledigt sind. Die Gemeinde möge dem Land mitteilen, dass wir – falls gewünscht und erforderlich – eine Impfstraße im Freizeitzentrum einrichten könnten. Das hat die Gemeinde allerdings bereits vor Monaten getan. Der nächste Wunsch: Der Bürgermeister möge die Ärzte fragen, ob sie nicht statt in den jeweiligen Ordinationen in den Impfstraßen impfen wollen. Darüber haben wir aber bereits vor Monaten beraten. Die Ärzte haben sich aus gutem Grund für die Ordination entschieden. Warum? Das Land NÖ möchte Impfstraßen mit durchgehenden Öffnungszeiten bzw. die Impfzeiten selbst bestimmen. Das können die Ärzte aber nicht leisten, weil sie nicht rund um die Uhr in einer Impfstraße tätig sein oder immer während der normalen Ordinationszeiten impfen können, denn sonst müssten sie ihre Ordinationen für diese Zeiträume schließen – und die Ärzte fühlen sich (wenig verwunderlich) ihren mehrheitlich Wiener Neudorfer Patienten verpflichtet. Im Impfstraßen oder Impfzentren werden bekanntlich nicht nur Ortsansässige geimpft, sondern großteils Auswärtige. Weiterer Wunsch: Die Gemeinde möge sich um eine angemessene Entschädigung für impfende Ärzte kümmern. Das ist aber seit Monaten durch Verhandlungen der Ärztekammer mit den zuständigen Stellen längst erledigt.

Der nächste Einfall: Die Gemeinde möge sich darum kümmern, dass statt der Schnelltests auch “Nasenbohrer-Selbsttests unter Aufsicht” angeboten werden können. Das ist aber bereits landesweit längst erledigt und wird, wenn die Lieferungen eintreffen, auf die jeweiligen Teststraßen demnächst ausgerollt.

Die nächste Idee: Die Gemeinde solle sich dazu verwenden, dass in den Schnelltest-Straßen auch Gurgeltests angeboten werden. Das geht aber deshalb am Sinn vorbei, weil bei Schnelltests auch das Ergebnis – wie der Name schon sagt – schnell vorliegen muss. Das Ergebnis eines Gurgeltests wird in eigenen Labors ermittelt und dauert bis zu 48 Stunden, im allerbesten Fall 24 Stunden. Die Menschen, die sich testen lassen, brauchen das Ergebnis aber sehr rasch, um zu wissen, ob sie arbeiten gehen können, einen Besuch machen können, zum Friseur gehen können oder sonst was tun können. In Hinkunft wird es wohl auch für Handel und Gastronomie Eintrittstests geben (müssen). Es ist eher sehr unwahrscheinlich, dass jemand die Zeit hat, auf das Testergebnis bis zu 2 Tage zu warten, um in ein Geschäft oder Essen zu gehen.

Es entwickelte sich eine über 2-Stunden-Debatte. Eigentlich war nach 10 Minuten alles gesagt, aber nicht von jeden. Die Anträge wurden letztendlich erwartungsgemäß abgelehnt, vor allem weil die Inhalte großteils bereits seit Monaten erledigt sind.

Kritikpunkt war auch, dass in Wiener Neudorf die Gemeinderäte nicht vor der Bevölkerung (etwa durch diesen Bürgermeister-Blog) informiert werden. Bis jetzt nahm ich – offenbar fälschlicherweise – an, dass sich alle Gemeinderäte auch als Teil der Bevölkerung verstehen. Da ich keinen Sinn darin sehe, dass ich einen Beitrag oder eine Information über Gemeindemedien ein paar Stunden verzögere, nur damit Gemeinderäte den Text exklusiv vorher lesen können, bitte ich um Verständnis, dass ich dem nicht nachkommen werde.

Es ist auch so, dass die Bekämpfung einer Pandemie – um bei diesem Thema zu bleiben – nicht von den Gemeinden aus geregelt werden, sondern zentral. In Österreich durch das Gesundheitsministerium in Zusammenarbeit mit den Landesregierungen. Ich nahm an, dass das allseits bekannt ist. Die Gemeinden sind, wenn sie sich dazu bereit erklären, nur Erfüllungsgehilfen und keine Entscheidungsträger. Und wir sind in Wiener Neudorf seit vielen Monaten dazu bereit und halten uns für gute – nein: sehr gute – Erfüllungsgehilfen.

Ich interpretiere jetzt ein wenig, auch um die gestrige Gemeinderatssitzung (für mich) verständlich zu machen. Es gibt einen Oppositionszusammenschluss im Nationalrat von SPÖ, FPÖ und NEOS. Teilweise kann ich die Kritik am Impfmanagement der Bundesregierung auch nachvollziehen. Ob es aber eine andere Regierung besser hinbekommen hätte, halte ich allerdings für Spekulation. Im Nachhinein Kritisieren ist natürlich immer leichter als im Vorhinein Entscheiden. Und im Nachhinein haben es immer alle immer schon besser gewusst und hätten es mit Sicherheit besser macht. Jaja – eh klar. Vielleicht gehört es zur Taktik, dass dort, wo es möglich ist, dieser Oppositionszusammenschluss auch auf anderen Ebenen gelebt werden soll. In Wiener Neudorf ist es möglich, weil sich diese drei Gruppierungen (SPÖ, FPÖ, NEOS) irgendwie als Opposition verstehen, auch wenn die SPÖ mit 4 Gemeindevorständen in der Gemeinderegierung sitzt und das 2. Vizebürgermeisteramt ausübt.

Auf Landesebene ist das wieder nicht möglich, weil blöder Weise die für die Gesundheit (und damit auch für die Test- und Impfstrategie im ganzen Bundesland – damit auch in Wiener Neudorf) zuständige und mitverantwortliche Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig der SPÖ angehört – zu der ich im übrigen ein gutes Einvernehmen habe.

Sodala! Fertig! Jetzt weiß ich nicht. Soll ich nun diesen Blogbeitrag zuerst den Gemeinderäten schicken – und erst zu Mittag für alle anderen freischalten? Ich verstehe es aber noch immer nicht, was das für einen Sinn haben sollte und warum ich das tun sollte. Manchmal sind halt Bürgermeister wirklich begriffstutzig, unbelehrbar und unflexibel – deshalb drücke ich jetzt einfach auf den “Veröffentlichen-Balken”.

A2-Lärmschutz: Es geht voran!

Langsam erkennt man die Dimension der neuen Lärmschutzwand

Die beteiligten Baufirmen “Habau” und “Bernegger” arbeiten mit Vollgas. Die Arbeiten gehen gut voran und liegen voll im Zeitplan. Die allermeisten bis zu 13 Meter hohen Stützpfeiler entlang der A2 sind gesetzt. In diesen Tagen beginnen bereits die Bohrungen für die Stützpfeiler am Eumigweg. Hier wird der Lärmschutz bis zu 7,5 Meter hoch. Dasselbe gilt für die Hauptstraße, wobei zwischen Lärmschutzwand und Straße der breite kombinierte Geh- und Radweg vom Wirtschaftshof bis zur Ortsgrenze Biedermannsdorf (Autobahnbrücke) weitergeführt wird.

Zwischen alter und neuer Lärmschutzwand entsteht für die ASFINAG ein zukünftiger “Kontrollweg”.

Im Laufe des Mai soll bereits begonnen werden, die Schallschutzelemente einzusetzen. Diese sind hochabsorbierend, damit der aufprallende Schall großteils “geschluckt” und nicht reflektiert wird. Die Arbeiten sollen bis zum Herbstbeginn nahezu fertig sein. Für Hunderte Familien bedeutet das, dass der bislang seit Jahrzehnten schwer gesundheitsschädliche und über allen Grenzwerten (teilweise bis zum 3-fachen des Erlaubten) liegende Lärmpegel der Autobahn, deutlich reduziert wird. Wiener Neudorf zählt zu den Verkehrslärm-Hotspots Österreichs. Es wird uns trotz der Maßnahmen nicht gelingen, dass in allen Siedlungen die Grenzwerte eingehalten werden, aber es wird deutlich hörbare Verbesserungen geben.

Und damit ich auf einen oft verbreiteten Irrtum und Unsinn eingehe: Betroffene Wiener Neudorfer Siedlungsgebiete sind lange vor der Errichtung der Autobahn entstanden – und nicht umgekehrt.

Ihnen/euch allen ein frohes Osterfest

Mit diesem kleinen Gedicht, dass ich vor Urzeiten geschrieben habe, wünsche ich Ihnen, wünsche ich euch, ein – trotz der Einschränkungen und der langsam müdemachenden Maßnahmen – ein frohes Osterfest.

Wünschen wir uns, dass in absehbarer Zeit ausreichend Impfstoffe zur Verfügung stehen und wenn alles klappt, dass alle, die sich für eine Impfung entscheiden, bis Ende September auch den zweiten Stich erhalten werden. Hoffen wir, dass die Impfungen auch gegen die Mutationen des Virus – und gegen die Mutationen der Mutationen – ausreichenden Schutz bieten.

Wenn wir eines in den letzten Monaten gelernt haben, dann dass die Gesundheit tatsächlich das allerwichtigste Gut ist, das wir haben, und dass wir nicht automatisch und irgendwie alles im Griff haben und alles beherrschen. Wir sind weder die Krone, noch die Dornenkrone der Schöpfung. Wir sind nur ein genauso kleiner, aber wichtiger Teil des Ganzen – wie alles andere, das auf dieser Erde lebt und blüht und wächst.

Einen gesprochenen Ostergruß mit Frühlingsimpressionen aus Wiener Neudorf finden Sie auf der Homepage der Gemeinde: http://www.wiener-neudorf.gv.at