Urlaub mit äußerst traurigen Nachrichten

Eigentlich wollte ich mich bei Ihnen gut gelaunt von meinem Wanderurlaub aus dem Hochkönigmassiv zurückmelden. Ich wollte mich dafür entschuldigen, dass ich in den letzten 10 Tagen meine E-Mails nur sehr nachlässig beantwortet habe und dass ich bei den doch anstrengenden Wanderungen eher sehr absichtlich nicht ans Telefon gegangen bin. Ich wollte darüber erzählen, wie viel Glück wir hatten, genau die Zeit zwischen zwei heftigen Regenperioden zu erwischen.

Aber es ist anders gekommen. Am letzten Donnerstag und Freitag haben mich zwei schockierende Todesnachrichten aus dem Bekanntenkreis erreicht, eine sehr überraschend, eine leider zu erwarten.

Franz Hemm, jahrzehntelanger Zentralbetriebsratsvorsitzender der EVN, Vizepräsident der NÖ Arbeiterkammer und früherer Gemeinderat der ÖVP Wiener Neudorf ist im 67. Lebensjahr völlig überraschend einer plötzlichen Herzattacke erlegen. Für mich war Franz immer ein leidenschaftlicher und umsichtiger Kämpfer für die Belange von Arbeiternehmer/-innen. Er war für mich auch immer einer, der die Situation der Unternehmervertreter verstanden und deshalb mit seinem diplomatischen Geschick stets das Machbare gewusst und nie Unmögliches verlangt hat. Aus diesem Grund war er ein Garant dafür, immer das Maximum herauszuholen. Für mich war er ein „schwarzer“ ÖVPler durch und durch, ein bekennender und das auch lebender christlich-sozialer Mensch, der nie Berührungsängste mit politisch Andersdenkenden hatte. Er war auch ein begnadeter Netzwerker, der nahezu alle wichtigen Personen kannte und umgekehrt kannten nahezu alle Franz Hemm. In diesem Sinne war er einer der bekanntesten Gesichter Wiener Neudorfs. Meine Gedanken sind bei seiner Witwe Waltraud, seinen Kindern Julia und Stephan, seiner Mutter Anna, seinem Bruder Manfred und der gesamten Familie.

Willy Kraus, nahezu gleich alt wie Franz Hemm, war neben seiner Tätigkeit bei der NÖN einer meiner engsten Mitarbeiter als Bürgermeister. Er war jahrzehntelang der Haus- und Hoffotograf der Gemeinde Wiener Neudorf. Keine Veranstaltung, kein wichtiger oder auch geringer Anlass, den er nicht bildlich festgehalten hat. Tausende seiner Schnappschüsse bilden den Hauptpart des fotografischen Archivs der Gemeinde. Noch vor wenigen Jahren hat er gemeinsam mit Peter Mitmasser und Peter Thomas das letzte Buch über unseren Ort herausgebracht: „Wiener Neudorf ändert sein Erscheinungsbild“, in dem er für die Fotos zuständig war, die die Geschichte von einem der ärmsten Dörfer zur mittlerweile drittbedeutendsten Wirtschaftsmetropole Österreichs beschreibt. Ich bin sehr dankbar dafür, dass es gelungen ist, Willy noch vor kurzem für einen Tag aus der Hospizabteilung des Pflegeheimes Mödling zu „entführen“, einen letzten Besuch mit den „Rollenden Engeln“ in einem speziell für derartige Anlässe umgebauten Auto in Wiener Neudorf mit einem abschließenden Familienessen im Haus an der Weinstraße zu organisieren. Auch wenn Willys Tod nach seiner schweren Krankheit auch als Erlösung verstanden werden kann, ist es ein enorm schwerer Schlag für seine Witwe Margit und seine drei Kinder.

Deutlich erkennbar: Das schlafende Gesicht des liegenden Königs.

Für Gaby und mich war die letzte Wanderwoche im Gebiet des Hochkönigs trotz der täglichen Anstrengungen der bis zu 15-Kilometer-Auf-und-Abstiege dennoch erholsam, aber am Ende unfassbar traurig.

Kahrteich: Ab sofort gibt es auch wieder Tageskarten!

Mit Ende Juli läuft die vom Gemeinderat mehrheitlich beschlossene Aussetzung der generellen Öffnung des Kahrteiches für alle aus. Damit gelten ab Anfang August wieder die Bestimmungen früherer Jahre. Aufgrund der derzeitigen niedrigen Corona-Fallzahlen in unserem Ort, wurden manche Einschränkungen allerdings vorzeitig zurückgenommen.

Bereits letzte Woche habe ich den Verkauf von maximal 200 Saisonkarten für Nicht-Wiener-Neudorfer/-innen freigegeben. Und diese Woche starten wir mit dem Verkauf von Tageskarten, die Sie allerdings – auch aufgrund einer dringenden Empfehlung des Gesundheitsministeriums – nicht mehr direkt beim Teich erhalten. Damit möchte man Ansammlungen vor Kassen möglichst verhindern. Der Verkauf der Tageskarten erfolgt deshalb ausschließlich direkt im Gemeindeamt und zwar jeweils an den Donnerstagen und Freitagen zwischen 16.00 und 19.00 Uhr. Sollte sich das bewähren, werden wir dies auch für zukünftige Jahre so beibehalten.

Es ist möglich ein Kontingent bis zu 5 Stück gleichzeitig zu erwerben und diese bis Saisonende zu verbrauchen.

Baustelleninformation Europaplatz

Die neue Wohnanlage Europaplatz/Ecke Eumigweg (früheres Kammfabrikgelände) wird im November bezugsfertig sein. Bis dahin wird auch der Park der Begegnung rund um das Arik-Brauer-Mahnmal entstehen.

Derzeit arbeiten wir an der notwendigen Erneuerung der Wasserleitung am Europaplatz zwischen der Volksschule und dem Eumigweg. Gleichzeitig wird der Gehsteig verbreitetert, der dann auch Platz für Radfahrer bieten wird. Diese Arbeiten sollen bis Ende August abgeschlossen sein. Zur Straße hin wird auch bereits erkennbar ein Grünstreifen errichtet.

Zwischen der Wohnanlage und dem Hortgebäude Europaplatz wird eine neue Geh- und Radwegverbindung zwischen dem Europaplatz und dem Rathauspark geschaffen.

A2-Lärmschutz: Kurze Verzögerungen!

Die Wände direkt an der A2 sind so gut wie fertig. Was noch fehlt sind die Seitenwände an der Hauptstraße und am Eumigweg. Durch gewisse Umplanungen, die sich im Zuge der Arbeiten als notwendig herausgestellt haben, braucht es noch zusätzliche statische Berechnungen und Änderungen der diesbezüglichen Bescheide.

Eumigweg: Im August gehen auch hier die Arbeiten weiter.

Wir rechnen damit, dass die Arbeiten etwa Mitte August wieder „mit Vollgas“ aufgenommen und bis zum November abgeschlossen werden. Auch die Oktogon-Aufsätze auf der bestehenden Wand am Weidenweg sollen – entgegen vorheriger Ankündigungen – noch heuer erfolgen. Die Lieferverzögerungen, die Baustellen weltweit betreffen, werden doch nicht so lange dauern, wie befürchtet.

Weil ich das immer wieder gefragt werde: Die Glaselemente sind mit Drähten durchsetzt, damit Vögel diese erkennen. Es handelt sich auch um ein besonderes Material, das einen besonderen Lärmschutz bietet und wurde auch nur dort eingesetzt, wo es hinsichtlich der Lärmberechnungen möglich ist. Wichtig ist, dass die Lärmschutzwände keine Lücken aufweisen und die Dichtungen zwischen den Lärmschutzelementen in Ordnung sind. Die Arbeiten werden von unserem Gemeinde-Lärmsachverständigen begleitet und kontrolliert.

Ich komme wieder zu Ihnen!

Von Ende Juli bis Anfang September finden die Bürgermeister-Sprechstunden wieder vor Ort – jeweils an den Mittwochen von 17 bis 19 Uhr – statt. Sie können mit mir in einer ungezwungenen Atmosphäre Ihre Wünsche und Anliegen besprechen. Wir können bei Notwendigkeit auch gleich eine Vorort-Begegnung machen.

Durch die Außerhaus-Sprechstunden entfallen diese im Gemeindeamt. Bei Angelegenheiten, bei denen Sie mich besser im Gemeindeamt sprechen möchten, bitten ich Sie sich zwecks Terminvereinbarung mein Sekretariat unter 02236/62501-DW 142 (Frau Judith Reitsma) zu kontaktieren.

Kahrteich: Wir öffnen ab heute schrittweise!

Die Idylle trügt: Ohne Tiefenbelüftungsanlage hätte der Kahrteich längst nicht die gute Badequalität, der er (noch) hat.

Der Kahrteich war in den letzten Wochen eines der Bürgermeister-Hauptaufgabengebiete. Viele Wiener Neudorfer haben es begrüßt, dass der Gemeinderat Einschränkungen beschlossen hat. Nicht-Wiener Neudorfer haben dagegen protestiert. Die Gemeinde hatte einen regen Schriftverkehr mit der Volksanwaltschaft, mit dem Herrn Bundespräsidenten, mit der Landesregierung, Bezirksvertretungen von Wien und der Bezirkshauptmannschaft. Rechtsanwälte drohten mit Klagen u.s.w.

Was viele möglicherweise nicht wissen ist, dass der Wiener Neudorfer Kahrteich einer besondere Behandlung bedarf. Der Kahrteich hat weder einen Zufluss noch einen Abfluss und bekommt nur durch das Grundwasser und durch Regen Wasserzuwachs. Während Trockenperioden sinkt durch Verdunstungen deshalb der Wasserspiegel ab. Ohne eine kostspielige Tiefenbelüftungsanlage wäre längst kein Badebetrieb mehr möglich. Wäre der Kahrteich ein Mensch, dann wäre er ein Patient, dem es zwar dem Umständen entsprechend gut geht, der aber ohne Beatmungsgerät nicht mehr am Leben wäre. Es ist natürlich irgendwie verständlich, dass das vielen völlig egal ist – auch den Behörden. Würde der Kahrteich kippen und den Badeteichstatus verlieren, dann würden halt viele Auswärtige zu anderen Badeteichen abwandern – mit einem „Schade“ auf den Lippen. Die Behörden würden das Baden verbieten – und zur Tagesordnung übergehen. Betroffen wäre die heimische Bevölkerung, die sich dann ebenfalls ein neues Erholungsgebiet suchen müsste. Ich hoffe, dass deshalb Verständnis für die restriktive Haltung der Gemeindeführung aufgebracht wird.

Diesbezüglich hat dem Kahrteich die Corona-Situation extrem geholfen. Durch die Beschränkungen waren weniger als die Hälfte der Besucher von früheren Jahren zugelassen und der Teich konnte sich gut erholen. Die Wasserqualität hat sich merkbar verbessert, die Sichttiefen sind größer geworden.

Begründet durch die Corona-Situation hat der Gemeinderat bis Ende Juli 2021 Einschränkungen beschlossen, die aber schrittweise zurückgenommen werden können bzw. müssen, wenn sich die Corona-Zahlen positiv entwickeln – was sie derzeit tun. Bisher waren nur Inhaber der sogenannten Neudorf-Card zugelassen, die ausschließlich Wiener Neudorfer mit Haupt- bzw. Nebenwohnsitz erwerben konnten.

Ab sofort können auch Nicht-Wiener-Neudorfer eine Saisonkarte im Bürgerservice des Gemeindeamtes während der Öffnungszeiten erwerben. Allerdings ist dieses Kontingent mit 200 limitiert.

Im Laufe der zweiten Juli-Hälfte wird es auch wieder Tageskarten geben, die an Donnerstagen und Freitagen in der Zeit von 15.00 bis 18.00 Uhr im Gemeindeamt gekauft und irgendwann bis Saisonende verwendet werden können. Direkt beim Teich gibt es keinen Kartenverkauf mehr. Den genauen Zeitpunkt und das Prozedere erfahren Sie zeitgerecht auf diesem Blog bzw. auf der HomePage der Gemeinde Wiener Neudorf.