Inhalatorium: Bald ist es fertig

 

Das Bauwerk ist fast fertig

Ecke Raimundweg/Wiesengasse entsteht das erste Wiener Neudorfer Inhalatorium (Gradierwerk). Was ist das eigentlich? Ein Gebäude (in unserem Fall: aus Holz), in dessen Inneren ein Holzgerüst steht, das mit Reisigbündeln verfüllt ist. Der Salzgehalt des Wassers wird erhöht, indem Sole durch das Reisig durchgeleitet wird, wobei auf natürliche Weise Wasser verdunstet. Durch die herabrieselnde Sole wird die Luft mit Soletröpfchen und Salzaerosol angereichert. Dies wirkt sich bei Pollenallergikern und Asthmatikern und Menschen, die inmitten schadstoffreicher Luft leben, äußerst positiv aus.

Durch das Einatmen salzhaltiger Luft werden die Atemwege befeuchtet und damit die Wände der Atemorgane positiv beeinflusst. Des weiteren hat diese salzangereicherte Atemluft eine sekretlösende Wirkung, reinigt die Atemwege intensiv von Bakterien und lässt die Schleimhäute abschwellen.

In etwa 14 Tagen sind die Bauarbeiten abgeschlossen, dann wird das Reisig hineingehängt und ab Anfang Oktober kann das Inhalatorium benützt werden.

So wird es dann im Inneren aussehen, wenn das Reisig platziert ist. Eine Aufnahme vom Inhalatorium in Gutenbrunn, das wir in etwa nachgebaut haben.

Ab Anfang Oktober wird das Inhalatorium – mit Ausnahme der extremen Wintermonate – durchgehend geöffnet sein. Verständlicherweise muss das befeuchtete Reisig  aus dem Inhalatorium genommen, bevor es zu frieren beginnt. Ich gehe davon aus, dass wir das Inhalatorium immer irgendwann gegen Mitte/Ende November schließen und Anfang April wieder aufsperren werden.

Mit dem Auto ist das Inhalatorium nicht erreichbar, weil es in einer Wohnzone liegt, in der nur Anrainerverkehr erlaubt ist. Aber es ist ja auch nicht Sinn und Zweck. Mit dem Fahrrad oder zu Fuß ist die Anlage von überall in Wiener Neudorf erreichbar. Für gehbehinderte Personen, die das Inhalatorium nützen möchten, wird es selbstverständlich auf besonderen Wunsch Ausnahmeregelungen geben.

 

B17-Tunnel: Wir sind mit den Vorbereitungsarbeiten in der absoluten Endphase

Ein Schnappschuss vom Arbeitskreis der dieswöchigen Sitzung im Gemeindeamt: Von links: GfGR DI Norman Pigisch (ÖVP), Univ.Prof. DI Dr. Dietmar Adam (Fachberater der Gemeinde), Ing. Wolfgang Böck (Land NÖ, Landesstraßenplanung), DI Markus Grössinger (Land NÖ, Landesstraßenplanung), Herbert Janschka (Gemeinde, Bürgermeister), DI Christof Dauda (Land NÖ, Abteilungsleiter Landesstraßenplanung), DI Markus Brunner (Land NÖ, Abteilung Brückenbau), DI Josef Schmeiser (Fa. ISP Wien, Ziviltechniker und Verfasser des Gutachtens), Ing. Fritz Hudribusch (Gemeinde, Leiter der Bau-, Verkehrs- und Umweltabteilung)

Vor mittlerweile 15 Jahren habe ich in meiner ersten Bürgermeister-Periode das Thema „B17-Untertunnelung“ aufs Tapet gebracht. Während der Amtszeit meines Nachfolgers wurde das Projekt beiseite gelegt. Seit 3 Jahren arbeite ich wieder unermüdlich an der Umsetzung. Im Frühjahr habe ich mit dem zuständigen Landesrat DI Ludwig Schleritzko vereinbart, dass wir gemeinsam eine detaillierte Umsetzungsstudie zur Vorbereitung einer Ausschreibung in Auftrag geben. Diese Arbeiten wurden an das Wiener Ziviltechnikerbüro ISP (die auf derartige Projekte spezialisiert ist) vergeben.

Ich führe mit Verkehrsreferent GfGR DI Norman Pigisch (ÖVP) seit Anfang Juni intensive Gespräche im Wochen- bzw. 14-Tages-Rhythmus mit hochrangigen Beamten der NÖ Landesregierung, Sachbearbeitern des Gemeindeamtes, der Badner Bahn sowie externen Verkehrsexperten. Dabei wurden sämtliche Detailpläne für einen B17-Tunnel ausgearbeitet, alle Eventualitäten besprochen sowie ein Bauzeitenplan und eine Grobkostenaufstellung gemacht, die jetzt noch genau detailliert ermittelt werden muss.

Eine Alternative zum B17-Tunnel – so viel kann jetzt schon gesagt werden – gibt es nicht, außer es wird nichts getan und die untragbare Situation mit weit über 20.000 Fahrzeugen täglich mitten durch den Ort bleibt wie sie ist. Eine Ortsumfahrung oder teilweise Umlegung der B17 ist bei uns definitiv nicht möglich. Auch das wurde eingehend anhand von Variantenstudien untersucht.

Technisch wird der Tunnel auch für einschlägige Fachfirmen eine ganz besondere Herausforderung werden, weil der Mödlingbach untertunnelt werden muss, es eine sehr heikle Engstelle in Höhe des Alten Rathauses gibt und während der Bauarbeiten mehrmalige Verlegungen der Badner-Bahn-Geleise (hier kommt das Eisenbahnrecht zum Tragen) samt den Hochleitungen notwendig sind.

Wir stehen mit unseren Untersuchungen, Überlegungen und Ausarbeitungen fast am Ende des Prozesses und diese sollten in den kommenden Wochen endgültig abgeschlossen sein. Danach wird das umfangreiche Gutachten an die zuständigen politischen Stellen des Landes (Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner und Landesrat DI Ludwig Schleritzko – verantwortlich für Straßenbau und Finanzen) weitergeleitet.

Diskussionspunkt ist ganz sicher noch die Aufteilung der Gesamtkosten, die sich in einem hohen zweistelligen Millionenbereich bewegen. Auch hier wird eine genaue Ziffer demnächst feststehen. Diesbezüglich erwarten mich noch spannende Gespräche mit der Landesspitze, von denen ich hoffe, dass sie bis Jahresende bzw. Frühjahr 2019 abgeschlossen sein könnten. Dabei wird mein ganzes Verhandlungsgeschick gefragt sein. Danach werde ich in bewährter Form die interessierte Bevölkerung über die Ergebnisse informieren.

Zum heutigen Zeitpunkt gehe ich persönlich davon aus, dass der B17-Tunnel eher kommen wird, als dass er nicht kommen wird. Das letzte Wort haben dann sowohl die NÖ Landesregierung als auch die Gemeinderegierung und der Gemeinderat.

Den Sturmstand gibt es heuer wieder

Überraschend viele sind auf mich zugekommen und haben mich gefragt, ob es denn heuer keinen Sturmstand auf der Zigeunerinsel (Hauptstraße Höhe Schloßmühle) gibt.

Da dieser Platz als Manipulationsfläche für die Baufirma der Hauptstraße benötigt wird, musste ein neuer Platz gefunden werden. Und das ist nunmehr gelungen: Der Sturmstand steht direkt beim Eingangsbereich des Wirtschaftshofes (Hauptstraße 67) und hat bereits geöffnet.

Also: Nichts wie hin!

Bitte keine Spekulationen: Koalition in Wiener Neudorf funktioniert blendend!

Werner Bechtold: Ab sofort als „wilder“ Gemeinderat Teil der Wiener Neudorfer Koalitions-Regierung.

Eigentlich möchte ich interne Vorgänge innerhalb anderer Fraktionen nicht kommentieren, aber nachdem ich in den letzten Tagen so oft und vor allem vermehrt darauf angesprochen wurde, sehe ich es als meine Verpflichtung als Bürgermeister Stellung zu nehmen.

Ja, es stimmt, dass Werner Bechtold nicht mehr Teil der FPÖ Wiener Neudorf ist. Er gehört seit kurzem weder der Fraktion noch der Partei der FPÖ an. Die Hintergründe sind mir vage bekannt, aber es ist nicht meine Aufgabe diese zu kommentieren oder zu beurteilen.

Wichtig für mich ist, dass Werner Bechtold (als nunmehr fraktionsfreier Gemeinderat) weiterhin zum Koalitionsabkommen in Wiener Neudorf steht – und das hat er mir persönlich versprochen und zugesichert. Zu diesem Koalitionsabkommen haben sich nicht Fraktionen, sondern 18 gewählte Gemeinderäte bekannt – und in dieser Verantwortung ist Herr Bechtold weiterhin Teil der Zusammenarbeit.

In diesem Zusammenhang muss ich all jene enttäuschen, die Gerüchte verbreiten, dass einerseits die Koalition in Wiener Neudorf zerstritten oder gar am Ende wäre und andererseits eventuell sogar Neuwahlen anstünden. Dass die derzeitige Koalition in Wiener Neudorf derart gut funktioniert, mag manche stören – aber es ist so und es wird so bleiben. Zumindest bis zur nächsten Gemeinderatswahl im Jänner 2020!

Wiener Neudorfer Gemeindeblatt: Darf man das? Soll man das?

Die Schadstoffe einer derart frequentierten Autobahn wie die A2 bei Wiener Neudorf (täglich zwischen 180.000 und 200.000 Fahrzeuge) verbreiten sich bis zu 12 Kilometer entlang von derartigen Straßen. Dabei kommt es natürlich sehr auf die Windrichtung an. Aber egal, wie die Windverhältnisse sind, Wiener Neudorf liegt inmitten dieser Schadstoffwolke.

Wir haben dieses Thema zur aktuellen Titelgeschichte des September-Amtsblattes gemacht. Lange haben wir überlegt: Dürfen wir das? Sollen wir das? Ein Gemeindeblatt sollte natürlich immer eher über positive Dinge berichten und sollte weder einen Ort madig machen, noch irgendwie aufreißerisch wirken. Ein Gemeindeblatt sollte doch gute Stimmung verbreiten und eine Gemeinde in einem guten Licht darstellen.

Nach langer Überlegung haben wir uns entschlossen, dass wir das dürfen und sollen und mehr noch: Müssen. Vom Lärm der Autobahn sind – nachgewiesen und bestätigt – in Wiener Neudorf ca. 700 Häuser mit mehr als 2.000 Menschen betroffen, von den Schadstoffen alle 4.300 Haushalte mit allen 9.500 Einwohnern.

Wir müssen erklären, warum wir so vehement für den 80er kämpfen (müssen). Wir müssen erklären, warum wir am 16. September wieder eine Demonstration auf der A2 angemeldet haben. Wir müssen (vor allem den Nicht-Neudorfern) erklären, warum wir diesen Kampf gegen das Verkehrsministerium und die ASFINAG führen – und vor allem gewinnen – müssen. Da geht es aber nicht um ein Kräftemessen oder um eine politische Unstimmigkeit, da geht es schlicht und einfach um die Gesundheit eines gesamten Ortes.

Natürlich trägt auch die B17 für diesen Zustand ihren Teil bei. Deshalb verhandle ich ja derzeit so intensiv (schaut im übrigen sehr gut aus) mit dem Land wegen einer Unterführung. Nur auf der B17 fährt in Bruchteil des Autobahnverkehrs, deshalb sind die Auswirkungen nicht so dramatisch.

Wir wissen, dass Tempo 80 mit einem Schlag die allermeisten Schadstoffe (Kohlendioxid, Kohlenwasserstoffe, Stichoxide und Schwefeldioxid) und den Feinstaub um etwa 30 % reduzieren würde, Kohlenmonoxid sogar um 80 (!!!) %. Der Lärm würde etwa halbiert werden.

Wir halten es für unsere Verpflichtung als Gemeindepolitiker und in der Gemeindeverwaltung die Bevölkerung umfassend aufzuklären, mit nichts hinter dem Berg zu halten und dementsprechend zu informieren und Maßnahmen zu setzen. Und wenn man uns zwingt Kampfmaßnahmen zu setzen, dann werden wir da tun.

Menschlich bin ich sehr enttäuscht und wütend, dass man seitens eines Ministeriums oder einer Behörde derart mit der Gesundheit von Tausenden Menschen spielt. Und ich schreibe hier nur aus Wiener Neudorfer Sicht. Die Auswirkungen der Autobahn betreffen auch umliegende Orte. Aber darüber habe ich keine Kompetenz zu sprechen.

Einen umfassenden Artikel lesen Sie im neuen Gemeindeblatt auf den Seiten 3, 4 und 5. Sie können das neue Gemeindeblatt auch bereits auf der Gemeindehomepage lesen: http://www.wiener-neudorf.gv.at  Rubrik Rathaus/Gemeindezeitung.

2019 kommt Platz vor dem Alten Rathaus

Dieses Gebäude wird abgerissen. Anstelle dessen wird ein Vorplatz vor dem Alten Rathaus mit einem Verbindungsweg zur Schillerstraße entstehen.

Im nächsten Jahr werden wir endlich die Rathausgasse in Wiener Neudorf sanieren. In diesem Zusammenhang wird vis-à-vis des Alten Rathauses ein schöner Vorplatz mitsamt Geh- und Radweg entlang der Badner-Bahn-Geleise zur Schillerstraße entstehen.

Das bestehende Haus wird abgerissen und die Grundeigentümer planen zurückgesetzt zur Schillerstraße ein neues Mehrfamilienhaus. Knapp 400 Quadratmeter hat die Gemeinde für die Errichtung des „Alten-Rathaus-Vorplatzes“ zum Preis von € 28.000,- angekauft. Nunmehr warten wir auf einen Gestaltungsvorschlag unseres Architekten, den wir noch heuer den Anrainern bei einer Info-Veranstaltung präsentieren werden.