Kategorie-Archiv: Wiener Neudorf allgemein

Was würde ich anstelle von Sebastian Kurz machen?

Ist es die Aufgabe eines Kommunalpolitikers die derzeitige Regierungskrise zu kommentieren und zu bewerten, nachdem dies sowieso alle Medien und Stammtische machen und mit Sicherheit besser können? Interessiert das überhaupt jemand? Nach etwas Nachdenkzeit habe ich diese Frage für mich mit JA beantwortet.

Bekanntlich bin ich nicht ÖVP-Mitglied, aber in einer ganz engen Partnerschaft und immerhin wurde ich vor 20 Monaten mit absoluter Mehrheit im Bürgermeister-Amt bestätigt. Da könnte es durchaus sein, dass der/die eine oder andere wissen möchte, wie ich es sehe. Außerdem kann jede/r, der es für unwichtig hält, aufhören zu lesen.

An Sebastian Kurz Stelle würde ich mir das Heft des Handelns nicht aus der Hand nehmen lassen.

Abgesehen davon, dass mir durch die nunmehr bekannten Chat-Verläufe derartige Handlungsabläufe nie passiert wären, weil sie mir fremd sind, und dass ich eine andere Wortwahl hätte, hätte ich hoffentlich niemand in meiner Umgebung jemals gehabt, der/die mich dabei unterstützt hätte. Dabei gehe ich davon aus, dass die Chat-Verläufe, die bekannt sind, echt sind und nicht nachträglich konstruiert wurden.

Dass man in der eigenen Partei den früheren Parteiobmann (Mitterlehner) öffentlich schlecht machen und wegmobben wollte, ist wahrscheinlich strafrechtlich tatsächlich nicht relevant, zeigt aber schon von einem gewissen Charakterzug. Wenn es stimmen sollte, dass Umfragen geschönt wurden, um ein politisches Ziel zu erreichen, hat das wahrscheinlich auch keine strafrechtliche Bedeutung. Es gilt aber aufzuklären, ob es die behaupteten Scheinrechnungen wirklich gab und ob sie tatsächlich von falschen Konten abgebucht wurden. Wenn es aber wirklich stimmen sollte, dass z.B. die Freigabe eines Milliardenbetrages für die für alle Eltern so wichtige Nachmittagsbetreuung versucht wurde zu desavouieren, nur um ein parteipolitisches Ziel zu erreichen, wären alle Grenzen überschritten. Betonung auf: Sollte und wären.

BK Kurz sieht sich als weiterhin handlungsfähig und möglicherweise ist er das auch. Wenn ich mir aber die Kommentare der in- und ausländischen Presse, die ich in den letzten Stunden aufmerksam verfolgt habe, durchlese, dann sehen es alle anderen anders. Und ein Politiker, egal in welcher Ebene, ist von der persönlichen Autorität und der Entscheidungsgewalt abhängig, die man ihr oder ihm öffentlich zutraut.

Bei allen bislang vorliegenden Informationen – und das werden über das Wochenende noch etliche mehr werden – wird das Parlament mit einer Mehrheit Sebastian Kurz das Misstrauen aussprechen (müssen). Aus Solidarität werden die ÖVP-Minister freiwillig auf ihre Ämter verzichten (müssen). Natürlich gibt es dann verschiedenste Szenarien, die durch die Verfassung möglich sind. Aber kein davon sind wirklich hilfreich und bringen Österreich insgesamt tatsächlich weiter.

Der einzige, der diese Situation beruhigen und stabilisieren kann ist Sebastian Kurz. Egal, ob das Verhalten strafrechtlich relevant oder nur politisch und moralisch abzulehnen ist: Er und sein allerengstes Umfeld haben unser Land jetzt in diese zweifelhafte Situation gebracht, egal ob die Ursache nun vier, fünf Jahre zurückliegt.

Es gilt nicht nur die strafrechtlich relevante, sondern es gilt auch die moralische und politische Unschuldsvermutung. Aber die Fakten, soferne sie nicht von der Staatsanwaltschaft oder von anderen gefälscht sind, sind schon recht eindeutig. Dennoch wird es kein ÖVP-Trainer wagen, den Spitzenspieler Kurz, der derzeit einen Fehlpass nach dem anderen macht, vom Spielfeld zu nehmen und auszutauschen. Zu oft ist er herumgestanden und hat dann doch das entscheidende Tor für seine Mannschaft geschossen. Und auch wenn es jetzt nicht danach aussieht, stirbt die Hoffnung für manche nach wie vor zuletzt.

Sebastian Kurz müsste in sich hineinfühlen und hineinhören und erkennen, dass er derzeit nicht in der Lage ist, ein Tor zu schießen. Ich an seiner Stelle würde aufzeigen und um eine Auswechslung bitten. Dann würde ich erklären, warum ich das getan habe. Weil es um das Große und Ganze geht. Weil es um die Mannschaft geht. Weil ich im Moment dem Team nicht helfen, sondern eher schaden würde. Weil ein anderer derzeit eher in der Lage ist, das entscheidende Tor zu schießen.

Aber ich würde auch sagen, dass ich mich zwar jetzt selbst rausgenommen habe, aber dass ich meine Fehlpässe analysieren und an mir arbeiten werde und dass es durchaus sein kann, dass ich beim nächsten Spiel wieder zur Stammmannschaft gehören möchte.

Kann sein, dass es Applaus gibt. Kann sein, dass es Pfiffe gibt. Ich weiß es nicht.

Ich weiß nur, was ich tun würde, wäre ich ÖVP-Trainer und Sebastian Kurz würde mich bitten, ihm die Entscheidung abzunehmen. Aber ich hoffe sehr, dass Herr Kurz die Situation selbst gut einschätzen kann. Ich an seiner Stelle hoffe für mich, dass ich es könnte. Denn, was ich immer wollte ist, mein Handeln selbst zu bestimmen und mir nicht von anderen aufzwingen zu lassen.

Ehrung verdienter Feuerwehrkameraden

Ich durfte den Ausgezeichneten persönlich gratulieren: Erhard Gredler, Karl Klebinger, Markus Wenecsek und Harald Hacker. Leider nicht am Bild: Mathias Seyfert.
Mathias Seyfert (Foto Bundesfeuerwehrverband)

Im Rahmen des Bezirksfeuerwehrtages in Biedermannsdorf wurden auch einige Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wiener Neudorf für ihre jahrelangen freiwilligen Verdienste für unsere Gemeinde geehrt.

Für 50 Jahre Tätigkeit: Erhard Gredler und Karl Klebinger

Für 40 Jahre Tätigkeit: Harald Hacker

Für 25 Jahre Tätigkeit: Mathias Seyfert und Markus Wenecsek

Ich bedanke mich bei den Ausgezeichneten für ihr jahrzehntelanges einzigartiges Engagement für unseren Heimatort. Es waren insgesamt mehrere Tausende Einsätze, die die Kameraden für die Sicherheit von Wiener Neudorf geleistet haben.

Günther Horak angelobt

Neo-GR Günther Horak bei seiner Angelobung bei mir unter den wachsamen Augen von Vize-Bgm. DI Norman Pigisch und denen unseres Herrn Bundespräsidenten.

Da sich Frau Sabrina Pöltl sowohl privat als auch beruflich verändert hat und ihr Lebensmittelpunkt nun im westlichen Niederösterreich liegt, hat sie ihr Gemeinderatsmandat Ende September zurückgelegt.

An ihrer Stelle wurde nunmehr Herr Günther Horak als neuer Gemeinderat der Liste „Herbert Janschka/Unabhängige/Volkspartei Wiener Neudorf“ angelobt.

Günther Horak ist alteingesessener Wiener Neudorf, arbeitet derzeit in führender Position beim bekannten Unternehmen „Attensam“. Privat ist er verheiratet und Vater eines Sohnes. Neben seinem Hobby Fischen hat es ihm vor allem die Musik angetan. Er betätigt sich gern als DJ aber auch als aktiver Musiker beim Musikverein Lyra und beim Fanfarenzug des Mödlinger Faschingsvereins.

Politisch wird er sein Fachwissen im Vereinsausschuss und im Ausschuss für Grünpflege, Parks und Friedhof einbringen.

Gemeinderat Horak hat gelobt, seine Tätigkeit unparteiisch und immer im Interesse der Gemeinde Wiener Neudorf auszuüben, selbstverständlich immer unter Einhaltung aller Gesetze und Verordnungen.

Lieber Günther, herzlich willkommen im Team und alles Gute für unser gemeinsames zukünftiges politisches Wirken für unseren Heimatort Wiener Neudorf.

Zivilschutz-Probealarm

Heute Samstag, 2. Oktober findet in ganz Österreich zwischen 12:00 und 12:45 Uhr der jährliche Zivilschutz-Probealarm statt. Die absolute Wichtigkeit zur raschen Alarmierung der Bevölkerung wurde erst vergangenen Sommer bei der Flutkatastrophe in Deutschland schmerzvoll aufgezeigt.

Als eines der wenigen Länder in Europa verfügt Österreich über ein flächendeckendes und gut funktionierendes Sirenenwarnsystem und eine koordinierte Alarmierungsmöglichkeit. Zusätzlich erfolgt an jedem ersten Samstag im Oktober eine Überprüfung der technischen Einrichtungen.

Dieser Termin dient auch dazu, uns allen die Bedeutung der Warnsignale wieder in Erinnerung zu rufen.

Wiener Neudorf wird im übrigen der Sicherheit und dem Katastrophenschutz eine ganz Bedeutung zukommen lassen und hat mit Anfang Oktober einen ausgewiesenen Fachmann in den Gemeindedienst gestellt, der sich mit diesen Themen eingehend befassen wird. Die erste Aufgabenstellung wird die Abwehr eines und die Vorbereitung auf einen möglichen – hoffentlich niemals eintretenden längeren – Stromausfall(s) sein.

Intensives Wochenende in Wiener Neudorf rund um das Gemeindeamt

Sturmstand des NÖAAB Wiener Neudorf im Rathauspark, das Weißwurstfest der Liste ÖVP ebenfalls im Rathauspark, der Französische Markt vor dem Gemeindeamt und der Impfbus, der vor dem Gemeindeamt stehen wird. Alles das wird das kommende Wochenende in unserem Ort prägen.

Der Französische Markt mit besonderen Spezialitäten steht noch bis Samstag 18:00 Uhr vor dem Gemeindeamt!

Die wichtigsten Beschlüsse der Gemeinderatssitzung vom 27. September 2021

Auch der neue Kirchenplatz an der B17, der im nächsten Jahr verwirklicht wird, war Thema der Sitzung. Die überraschende Nicht-Zustimmung der SPÖ-Gemeinderäte änderte nichts an der großen Mehrheit im Gemeinderat für dieses Projekt.

Einstimmig wurden ca. € 30.000,- an Subventionen und Zuwendungen an insgesamt 13 Vereine und Organisationen bewilligt.

Einstimmig wurde beschlossen, die angebotene Förderung der Kommunalkredit in Höhe von € 80.500,- (10 % der Gesamtkosten) für die gelungene Sanierung der Abwasserentsorgungsanlagen in den Bereichen Anninger-, Schiller- und Laxenburgerstraße sowie Lindenweg anzunehmen.

Einstimmig wurde beschlossen, die desolate Fahrbahn am Eumigweg zwischen dem Kreuzungsbereich Palmersstraße/Europaplatz bis zur Sackgasse Eumigweg 30 samt einem neuen kombinierten Geh- und Radweg noch heuer neu zu gestalten. Den Auftrag erhielt die Baufirma Streit zum Preis von € 176.640,-.

Für die Planung, Bauaufsicht und Baukoordination des neuen Kirchenplatzes und des Bereiches um den neuen Herzfelderhof (vormals Versteigerungshaus) in der Bahn- und Gartengasse wurde die Fa. Kosaplaner, Leobersdorf, zum Angebotspreis von € 54.271,- mehrheitlich (ohne die Zustimmung von SPÖ-Gemeinderäten) beauftragt.

Um auf die immer häufiger und heftiger werdenden Starkregenereignisse effektiver reagieren zu können, wurde der Ankauf von 7 zusätzlichen Unterwasser- und 2 Schlammpumpen zum Gesamtpreis von € 7.247,- von der Firma AM Baugeräte, Raasdorf, einstimmig beschlossen.

Mehrheitlich (ohne die Zustimmung eines SPÖ-Gemeinderates) wurde beschlossen, dass die Musikschule ab sofort auch für 2er- und 3er-Gruppen zusätzlich zu den 50-Minuten-Einheiten ebenfalls 30- und 40-Minuten-Einheiten anbieten kann.

Einstimmig wurde beschlossen, für den Hort Rathauspark eine Sonderturmspielanlage und zwei Fußballtore zum Gesamtpreis von € 28.372,- bei der Fa. Spielplatzservice, Wien, anzukaufen.

Einstimmig wurde beschlossen, für die Entsorgung der Papiercontainer entlang der Gemeindestraßen und für die Entsorgung von diversen Abfallfraktionen (wie Sperrmüll und Bauschutt) im Abfallwirtschaftszentrum die bestbietende Firma Josef Sieber, Guntramsdorf, zu beauftragen. Die Gesamtkosten für die Entsorgung im Abfallwirtschaftszentrum betragen ca. € 136.000,-, die Kosten für die Papierentsorgung ca. € 79.000,- jährlich, wobei ca. € 71.000,- („Börsewert“ des Altpapiers) wieder refundiert werden.

Einstimmig wurde beschlossen, den Osterschikurs für max. 36 Kinder vom 10. bis zum 16. Lebensjahr für das Jahr 2022 – vom 9. bis zum 15. April – zu planen. Mit der Organisation und Durchführung wird Dipl.Sportlehrer Dieter Pflug beauftragt. Die geschätzten Kosten von € 870,- pro Kinder werden bis auf einen Selbstbehalt von € 130,- von der Gemeinde getragen.

Es wurde beschlossen, die durch die Verhandlungen erzielte Angebote – bezüglich einer Senkung der Darlehenszinsen bei 28 unterschiedlichen Verträgen – anzunehmen. Damit finanziert sich die Gemeinde derzeit mit einem Prozentsatz von 0,1 bis 0,45 %.