
Wir haben uns dazu entschlossen, der betroffenen Bevölkerung in der Ukraine direkt und unmittelbar zu helfen. Über Funktionäre eines Wiener Neudorfer karitativen Vereines haben wir eine Verbindung zu einer Flüchtlingsfamilie bekommen, die in ihrer Wohnregion bestens vernetzt ist. Deshalb gibt es auch bereits einen guten Kontakt zu einem Präfekt (eine Art Bezirkshauptmann) in der Westukraine – und von dort in weite Teile der Ukraine. Wir haben eine Liste wichtiger benötigter Hilfsgüter (von Lebensmitteln, Babynahrungen über Taschenlampen bis zu medizinischen Produkten) direkt aus dem Kriegsgebiet bekommen.
Wir werden diese Hilfsgüter durch gemeindeeigene und angemietete Transporter bis zur ungarisch/ukrainischen Grenze bringen, dort werden sie umgeladen und direkt zur betroffenen Bevölkerung gebracht.
Je mehr Geldmittel wir zur Verfügung haben, umso öfter können diese Fahrten erfolgen und umso mehr Hilfsgüter können wir in die Ukraine bringen.
Wir haben deshalb ein Flüchtlingskonto eingerichtet und dieses vorerst mit € 50.000,- befüllt. Wenn Sie uns dabei helfen können, dann ersuche ich Sie um Einzahlung auf das Konto bei der Volksbank Mödling: IBAN AT81 4300 0418 0010 9005 (BIC: VBOEATWW) lautend auf: Marktgemeinde Wiener Neudorf – Spenden Ukraine.
Wir werden damit praktisch genau dokumentieren können und auch wissen, wohin die damit gekauften Waren hingebracht werden. Und selbstverständlich werden wir das auch öffentlich belegen.
Ich habe im Gemeindeamt einen eigenen Ukrainehilfe-Stab eingerichtet, der mich bei der Organisation tatkräftig rund um die Uhr unterstützt.
Darüber hinaus wird die Gemeinde auch Wohnraum für Flüchtlinge zur Verfügung stellen. Sie wissen, dass es sich dabei in erster Linie um Frauen und Kinder handelt. Wenn auch Sie die Möglichkeit einer Unterbringung haben, dann ersuche ich Sie um eine kurze Mitteilung an das Gemeindeamt.
Abschließend bitte ich Sie, die Information schnellstmöglich in Ihrem Freundes-, Nachbarschafts- und Bekanntenkreis weiterzugeben. Ich bedanke mich auch bei allen Fraktionssprechern des Gemeinderates, die mit raschen und unbürokratischen Rückmeldungen die Sofort-Dotierung des Flüchtlingskontos ermöglicht haben und auch einer notwendigen Aufstockung positiv gegenüber stehen. Dafür wäre an sich rechtlich ein vorheriger Gemeinderatsbeschluss notwendig gewesen, der eine Vorlaufzeit von zumindest einer Woche benötigt hätte. Da wir diese Zeit nicht haben, werden wir diesen Beschluss in der nächsten Sitzung Anfang April nachholen.
Wir können von Wiener Neudorf aus nur einen kleinen Beitrag zur Linderung des Leides in einem unserer europäischen Nachbarländer leisten, aber diesen wollen und werden wir bestmöglich leisten. Hoffen wir alle gemeinsam, dass dieser unnötige und einseitige, durch eine brutale und demokratiefeindliche Staatsführung provozierte Wahnsinn ein baldiges Ende hat.




