Kategorie-Archiv: Wiener Neudorf allgemein

Corona-Virus: Bleiben Sie vorsichtig!

Wie alle Kindereinrichtungen steht auch unsere Volksschule unter besonderer Beobachtung. Sollte es notwendig sein, dann können wir sofort reagieren.

Die Bevölkerung da und dort wird unvorsichtiger. Wir haben das Virus ein wenig aus unserem Leben verdrängt. Das ist zu einem Teil auch gut und richtig, dass wir zu einem halbwegs normalen Leben zurückkehren (wollen), aber zum anderen Teil auch gefährlich. Die Fallzahlen steigen. Die Reisewarnungen werden mehr. Die bundesweiten, aber auch örtlichen Krisenstäbe werden wieder auf Bereitschaft gesetzt. Auch in Wiener Neudorf.

Die Situation ist bei weitem in Österreich nicht (auch nicht in Wiener Neudorf) besorgniserregend, aber nur dann, wenn wir vorsichtig und umsichtig bleiben. Und das ausnahmslos. Ich führe immer wieder Gespräche (allerdings nur mit den wenigen Uneinsichtigen) die einen Nasen-Mund-Schutz kategorisch ablehnen. Mir ist schon klar, dass ein derartiger Schutz nicht sich selbst, aber andere schützt. Und in einer Gesellschaft und einer Gemeinschaft gilt es auch Rücksicht auf andere zu nehmen und nicht nur den eigenen Vorteil und das eigene Wohlwollen im Sinn zu haben. Dass das einigen komplett egal ist, irritiert mich ein wenig. Aber dass es in einer 10.000-Seelen-Gemeinde auch eine Handvoll Verschwörungstheoretiker und Menschen gibt, die in Richtung Staatsverweigerung tendieren, liegt leider im durchschnittlichen Trend.

19 Covid-Fälle hatten wir bislang in Wiener Neudorf, derzeit einen aktuell positiven. 16 Personen sind wieder gesundet, zwei Herren sind leider an dem Virus verstorben.

Gerade in den Kindereinrichtungen werden wir ab September besondere Vorkehrungen treffen, die bei Notwendigkeit umgehend ein- und umgesetzt werden. Ich bitte die Eltern schon heute dafür um Verständnis. Wir werden alles tun, damit Wiener Neudorf keinen Cluster bekommt und wir Gruppen, Klassen oder ganze Einrichtungen sperren müssen.

So wird auch der erste Schultag für die einzelnen Klassen zeitlich gestaffelt beginnen. Diesbezüglich erhalten die Eltern Post von der Schuldirektion. Ich bitte auch um Verständnis, dass die Eltern heuer ihre Kinder nicht in das Schulgebäude begleiten können. Es wäre einfach unmöglich, die gebotenen Abstandsregeln einzuhalten. Wir werden Fotografen vor Ort haben, um dieses wichtige Ereignis Ihrer Kinder für Sie zu dokumentieren.

Auch sonst kann es sein, dass wir über Nacht in Schule, Horten, Kindergärten oder Krabbelstube neue Maßnahmen setzen müssen. Wenn wir das tun, dann um die Kinder, die Pädagogen und natürlich in weiterer Folge auch die Eltern und Großeltern zu schützen.

Stockschützen-Kultur am Marienfeiertag

Gratulation an die Sportler der Lebenshilfe Wiener Neudorf zum tollen 5. Platz!

Am Maria-Himmelfahrtstag fand in Bärnkopf das traditionelle Stockschützenturnier statt. Acht Mannschaften, fünf aus Bärnkopf und drei aus Wiener Neudorf, spielten „Jeder gegen jeden“. Leider nützte auch mein Daumendrücken vor Ort nichts. Am Ende des teils sehr regnerischen Tages  präsentierten sich die Gastgeber als die an diesem Tag erfolgreicheren Stockschützen. Die ersten vier Plätze gingen an Mannschaften aus der Waldviertler Partnergemeinde. Auf Platz 5 das beste Wiener Neudorfer Team – die Sportler der Lebenshilfe mit ihrem Coach, ÖVP-Gemeinderätin Theresia Ullig (2.v.l.)  

Dahinter reihten sich die Naturfreunde Wiener Neudorf und die SPÖ Wiener Neudorf ein. Ein großer Dank gebührt dem Organisator und Schiedsrichter, dem Bärnkopfer Vize-Bürgermeister Erich Bauernfried (ganz rechts im Bild), der auch dem siegreichen Team „Bärnkopf 1“ angehörte.
Die Revanche erfolgt bei der Wiener Neudorfer Woche 2021 (soferne diese stattfinden kann) im Juni 2021.

Rechtzeitig zurück zur „Kultur im Park“:

Im Gegensatz zu Bärnkopf zog der Regen an Wiener Neudorf vorbei. Der laue Abend am Marienfeiertag stand im Rathauspark ganz im Zeichen des Jazz. Das Royal Flush Orchester (unter der Leitung von Helmut Schwarzer) begeisterte einmal mehr das Publikum.

Noch zwei Male treffen wir uns Rathauspark. Nächsten Samstag zu einem italienischen Abend der Superlative mit dem „Duo Italiano“ und am letzten August-Samstag unterhält uns „Manfred Blach“ mit einem Streifzug durch die wichtigsten und größten Momente des Austro-Pop. Beide Veranstaltungen sind ausverkauft.

Ich möchte an dieser Stelle diejenigen, die sich Freikarten organisiert haben, dringend ersuchen entweder zu kommen oder die Karten zurückzugeben. Es ist unfair, sich Karten zu besorgen, nur weil sie nichts kosten, und dann nicht zu kommen. Das ist leider alle Wochen vorgekommen. Wir haben für alle Veranstaltungen eine Warteliste und Personen, die zur Abendkassa erscheinen und hoffen, dass sie eingelassen werden.

Damit wir dem entgegenwirken, werden wir im kommenden Jahr beim nächsten „Kultur im Park“ einen Eintritt verlangen.

Ein weiteres E-Fahrzeug ergänzt unsere Flotte

Der Verantwortliche für unseren Gemeinde-Fuhrpark, Martin Billensteiner, hat sich um ein weiteres E-Fahrzeug – dieses Mal für die Abteilung REINIGUNG gekümmert.

Aufgrund der positiven Erfahrungswerte im Praxisbetrieb der letzten Jahre im Bereich „Essen auf Rädern“, nimmt die Marktgemeinde Wiener Neudorf ab sofort ein weiteres Elektrofahrzeug, Renault ZOE Z.E., für den Bereich „Reinigung“ in Betrieb. Das neue Fahrzeug wird für das Personal zum umweltschonenden Erreichen der verschiedenen Gemeindeobjekte im Einsatz stehen.

Ich selbst bin seit über einem Jahr mit meinem Plug-in-Hyrid auch privat nahezu ausschließlich elektrisch unterwegs und habe diese Fortbewegungsart in den letzten 13 Monaten sehr schätzen gelernt. Es ist eine neue Art des Autofahrens, mehr ein Gleiten als ein Fahren.

Da auch die Marktgemeinde Wiener Neudorf sehr viel Wert auf das Thema Elektro-Mobilität legt, wurden in den letzten Jahren auch mehrere Elektrotankstellen im Ort errichtet. 

Die Errichtung der umweltfreundlichen Tankstellen und der Ankauf eines weiteren Elektrofahrzeuges sind ein weiterer Schritt in eine saubere Zukunft!

Nachtragsvoranschlag 2020 fertig – 2 Millionen gehen uns ab!

Immer im September/Oktober machen wir das Budget für das kommende Jahr. Für 2020 also im Herbst 2019. Da war die Welt noch insofern in Ordnung, als niemand daran dachte, dass ein Virus unser gesamtes Leben durcheinanderbringen könnte. Vieles, was wir im Herbst 2019 dachten und annahmen, war im Frühjahr 2020 über Nacht anders – viele Vorhaben, Themen und Projekte mussten in den letzten Monaten neu bewertet und überlegt werden. Da geht es einer Gemeinde nicht anders als jeden Privathaushalt.

Gemeinsam mit politischen Vertretern und den Fachabteilungen haben wir nunmehr das Budget für das heurige Jahr komplett überarbeitet.

Wir werden an so vielen Vorhaben wie möglich festhalten, werden nur die Projekte schieben, die aufgrund des Corona-Virus weit verzögert wurden und für die ein Beginn oder eine Verwirklichung heuer keinen Sinn machen (z.B. Vorplatz Badner-Bahn-Station).

Wir werden weniger Kommunalsteuern einheben, es wird weniger Zuschüsse seitens des Bundes bzw. des Landes geben. Durch die Corona-Krise wird es generell zu Gebührenausfällen (Kinderbetreuungseinrichtungen, Teich ..) kommen. Andererseits gibt es eine Reihe von corona-bedingten Zusatzinvestitionen. Personaltechnisch hat das Corona-Virus keine Auswirkungen. Niemand im Gemeindedienst wurde gekündigt oder in die Kurzarbeit geschickt.

Unterm Strich fehlen mehr als € 2 Millionen. Viel Geld, aber bei einem Jahresbudget von ca. € 45 Millionen halbwegs verkraftbar. Um in Krisenzeiten die Wirtschaft wieder in Gang zu bringen, darf – von offizieller Seite – nicht gespart und muss weiter intensiv investiert werden. Das ist für mich ein Grundprinzip und ein Dogma. Wir werden die nunmehr vorhandene Differenz mit Darlehensaufnahmen wettmachen. Nunmehr profitieren wir davon, dass wir in den letzten Jahren den Darlehensstand um einige Millionen gesenkt haben, sodass wir jetzt eine Erhöhung leicht verkraften.

Ab kommenden Freitag liegt der Nachtragsvoranschlag für zwei Wochen im Gemeindeamt zur allgemeinen Einsicht auf. Noch im August werden wir diesen sowohl im Finanz- als auch im Prüfungsausschuss eingehend diskutieren. Bei der kommenden Gemeinderatssitzung am 7. September steht der Nachtragsvoranschlag dann zur Beschlussfassung an.

Vorsicht: Trickbetrüger unterwegs!

Aus gegebenem Anlass warne ich Sie vor Trickbetrügern, die derzeit im Bezirk Mödling – auch in Wiener Neudorf – unterwegs sind. Erst vergangenen Freitag verschafften sich zwei gut gekleidete junge (gut deutsch sprechende) Männer Zutritt zum Reihenhaus einer älteren Dame mit der Lüge, sie kämen von einem Telekomanbieter und müssten kurz etwas beim Fernsehapparat kontrollieren.

Während einer der beiden mit der Hausbesitzerin am Fernsehgerät hantierte und nach einer geraumen Weile alles für in Ordnung befand, durchsuchte der Zweite in der Zwischenzeit die anderen Räume und entwendete unerkannt einen vierstelligen Eurobetrag, um sich danach höflichst zu bedanken und zu verabschieden. Es dauerte einige Zeit, bis die Dame den Vorfall in seiner vollen Tragweite erkannte und die Polizei verständigt wurde.

Bitte lassen Sie niemand in Ihre Wohnung, der unangemeldet vorgibt, im Namen eines Unternehmens oder einer Behörde etwas kontrollieren zu müssen. Jede namhafte und seriöse Organisation meldet sich im Vorfeld ordnungsgemäß an bzw. vereinbart einen Termin mit Ihnen. Keine Behörde und kein seriöses Unternehmen schickt einfach so Leute los, um unangemeldet in den Wohnungen Geräte oder Leitungen zu kontrollieren. Seien Sie bitte diesbezüglich sehr vorsichtig.

Offensichtlich suchen sich die Trickbetrüger vor allem ältere alleinstehende Personen aus. Bitte reden Sie deshalb auch mit Ihren älteren Verwandten oder Nachbarn über dieses Thema.

Neue Lärmschutzwände A2: Demnächst geht es los!

Die Verbesserung bzw. die Neuerrichtung des Lärmschutzes betrifft die komplette Strecke zwischen den beiden Autobahnab- bzw. ausfahrten Mödling und Wiener Neudorf

Bis zum 25. August läuft noch das Ausschreibungsverfahren der ASFINAG (Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-AG). Bis dahin haben die Baufirmen Zeit, ihre Angebote abzugeben. Danach erfolgt die Vergabe an das bestbietende Unternehmen.

In der zweiten Oktoberhälfte soll, so ist der Plan, mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen werden. Bis dahin werden bei den unmittelbaren Anrainern Beweissicherungen durchgeführt und wird die Strecke auf eventuell noch vorhandene Kriegsrelikte untersucht. Wir rechnen mit einer Bauzeit von ziemlich exakt einem Jahr. Während dieser Zeit wird auf der Richtungsfahrbahn Graz die erlaubte Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h gesenkt.

Im Bereich zwischen den beiden Autobahnbrücken (Eumigweg und Hauptstraße) wird direkt an den Fahrbahnrand eine neue 13 Meter hohe Wand errichtet. Eine derart hohe Wand wurde entlang von Autobahnen in Österreich noch nie errichtet. Dafür notwendig sind Punktpilotierungen, die bis zu einer Tiefe von 18 Meter gebohrt werden, um der Wand die erforderliche Stabilität zu geben und sie auch vor Stürmen zu schützen. Am vergangenen Montag wurden die unmittelbaren Anrainer im Rahmen einer Info-Veranstaltung über die Details informiert. Es wird temporär zu Wahrnehmungen der Arbeiten kommen.

Darüber hinaus wird die bestehende Lärmschutzwand (Plexiglaswand) bei der Firma Müller-Transporte nach Norden bis zur Autobahnabfahrt Mödling erweitert. Zusätzlich werden Lärmschutzwände (bis 7,5 Meter Höhe) entlang des Eumigweges und der Hauptstraße errichtet. Auch von der Hauptstraße Richtung Süden bis zur Autobahnabfahrt Wiener Neudorf werden die Wände verbessert und erhöht.

Derzeit liegen viele Wohnbereiche in Wiener Neudorf deutlich über den erlaubten Grenzwerten und weit im gesundheitsschädlichen Bereich. Es wird deutliche Lärmreduktionen (durchschnittlich 10 – im Extremfall bis zu 18 Dezibel) geben. Laut unserem Lärmsachverständigen bedeutet das im Extremfall eine Reduktion des Lärms, wie wenn nur mehr 1/10 des Autoverkehrs auf der A2 fahren würde.