Vorsicht: Trickbetrüger unterwegs!

Aus gegebenem Anlass warne ich Sie vor Trickbetrügern, die derzeit im Bezirk Mödling – auch in Wiener Neudorf – unterwegs sind. Erst vergangenen Freitag verschafften sich zwei gut gekleidete junge (gut deutsch sprechende) Männer Zutritt zum Reihenhaus einer älteren Dame mit der Lüge, sie kämen von einem Telekomanbieter und müssten kurz etwas beim Fernsehapparat kontrollieren.

Während einer der beiden mit der Hausbesitzerin am Fernsehgerät hantierte und nach einer geraumen Weile alles für in Ordnung befand, durchsuchte der Zweite in der Zwischenzeit die anderen Räume und entwendete unerkannt einen vierstelligen Eurobetrag, um sich danach höflichst zu bedanken und zu verabschieden. Es dauerte einige Zeit, bis die Dame den Vorfall in seiner vollen Tragweite erkannte und die Polizei verständigt wurde.

Bitte lassen Sie niemand in Ihre Wohnung, der unangemeldet vorgibt, im Namen eines Unternehmens oder einer Behörde etwas kontrollieren zu müssen. Jede namhafte und seriöse Organisation meldet sich im Vorfeld ordnungsgemäß an bzw. vereinbart einen Termin mit Ihnen. Keine Behörde und kein seriöses Unternehmen schickt einfach so Leute los, um unangemeldet in den Wohnungen Geräte oder Leitungen zu kontrollieren. Seien Sie bitte diesbezüglich sehr vorsichtig.

Offensichtlich suchen sich die Trickbetrüger vor allem ältere alleinstehende Personen aus. Bitte reden Sie deshalb auch mit Ihren älteren Verwandten oder Nachbarn über dieses Thema.

5 Gedanken zu „Vorsicht: Trickbetrüger unterwegs!

  1. Adler Elisabeth

    Danke Herbert das Du so schnell und ausführlich über diesen Vorfall berichtet hast!

    Ich finde es sehr wichtig,das immer wieder von solchen Sachen gewarnt wird,auch wenn die älteren Herrschaften Dein Blog nicht selbst lesen,aber die Verwandten,Bekannten…!
    Dazu muss ich zufügen,das die besagte Dame nicht dumm ist und sie wusste,das irgendwas nicht stimmen kann…..aber wenn die Tür einmal offen steht,dann ist sowieso zu spät ….
    Das einzig richtige was sie getan hat ,als die gegangen sind,zu mir als Nachbarin zu kommen und ich habe die Polizei verständigt….
    ALSO DIE TÜR NIEMALS FÜR FREMDEN ÖFFNEN!!!!!

    Übrigens herzlichen Dank an unsere Polizisten/-innen die waren in 10 Minuten da und auch der Herr von der Spurensicherung gleich danach🙏🏼👍🏼

    Antworten
  2. Gertrude Pleininger

    Kann es auch sein, daß für die Kinderkrebshilfe „Rote Nasen“ von Tür zu Tür gegangen wird, um Geld zu sammeln, auch nur eine Abzocke ist?

    Antworten
    1. Herbert Janschka Artikelautor

      Mir ist nichts bekannt, dass für diese Organisation derzeit gesammelt wird. Im Zweifelsfall bitte eine Legitimation zeigen lassen.

      Antworten
  3. Stefan Kohoutek

    Lieber Herbert!

    Danke für die Warnung, die für die Wr. Neudorfer sehr wichtig und hilfreich ist!
    Meine Eltern haben mir erzählt, dass bei uns in der letzten Woche untertags drei merkwürdige Besuche geklingelt haben. Offenbar war auch einmal die Mühlfeldgasse dran.
    Erstens waren da zwei Männer, die unangemeldet kamen, um eine Gasdichteprüfung vorzunehmen. Der Schilderung im Blog nach könnten es sich vielleicht um die besagten beiden Herren gehandelt haben. Sie sprachen hiesiges Deutsch (ohne Akzent), waren etwa 30-40 Jahre alt. Aber nur einer ist reingekommen, der zweite blieb draußen. Vielleicht deswegen, weil mein Vater nicht alleine war. Auch wenn nichts gestohlen wurde, obskur ist das schon.

    Auch die Sammler, die angeblich von den „Roten Nasen“ sind und für die Kinderkrebshilfe nach Spenden fragen, haben ihr Glück versucht.

    Und dann war da noch eine junge Frau, die angeblich für eine Non-Profit-Organisation arbeitet, die Bio-Bauern unterstützt. Auch sie warb für Spenden; versuchte, “für einen Dauerauftrag” die IBAN zu erfragen. Ein Schelm, der Böses denkt – aber das riecht ein wenig nach „Phishing-Masche“ …

    Leider ist das alles vorige Woche gewesen, heute haben es mir meine Eltern erzählt. Aber wenn andere solche Leute an der Haustür haben, sollten sie sie abwimmeln und sehr zeitnah die Polizei verständigen. Vielleicht fährt dann eine Streife raus und es besteht die Hoffnung, dass die Beamten diese Personen noch in der Nähe antreffen.

    Vielleicht wäre es auch gut, die Nachbargemeinden bzw. den Bezirk von solchen Dingen in Kenntnis zu setzen.

    Antworten
    1. Herbert Janschka

      Lieber Stefan, noch wichtiger als die Nachbargemeinden ist es, die Polizei von den Vorfällen in Kenntnis zu setzen, damit dies in ihre Nachforschungen einfließen kann.

      Antworten

Kommentar verfassen