Archiv für den Monat: April 2020

Heuer keine „Wiener-Neudorfer-Woche“

Leider nein: Heuer heißt es erstmals nicht „Willkommen zur Wiener-Neudorfer-Woche“

Durchgehend seit 1971 fand die Wiener Neudorfer Woche statt. Heuer hätte Ende Juni die Jubiläumswoche, nämlich die 50., stattfinden sollen. Wir waren bis letztes Jahr stolz darauf, dass dieses Ereignis so lange durchgehend stattgefunden hat und wir waren uns sicher, dass dieser Event ganz bestimmt auch in den nächsten Jahrzehnten alle Jahre stattfinden wird. Was sollte denn da dazwischen kommen? Jetzt wissen wir es.

Es sind zwar noch mehr als zwei Monate bis zur geplanten Eröffnung des Festes, aber durch die derzeitige Ungewissheit bleibt uns 1.) zu wenig Zeit zum Organisieren und zum Abschluss bzw. Aufrechterhalten notwendiger Verträge und 2.) werden nach dieser schwierigen Zeit die wenigsten Lust und Laune zum ausgiebigen Feiern haben (falls dies bis dahin überhaupt in einem so großen Rahmen erlaubt und möglich ist).

Die 50. Wiener-Neudorfer-Woche wird deshalb erst in der 2. Juni-Hälfte 2021 stattfinden. Ich verspreche Ihnen schon jetzt ein ganz großes Fest.

Noch viel länger ist die Tradition des Maifestes. Auch dieses fällt heuer dem Corona-Virus zum Opfer.

Aber all das ist ja wirklich nicht wichtig. Wichtig ist, dass wir alle gesund bleiben und nicht von den Auswirkungen dieses verdammten Virus betroffen sind oder werden.

Wo und wie kann Sozialhilfe beantragt werden?

Gerade jetzt überlegen sich einige, wo und wie sie zu dringend benötigten zusätzlichen finanziellen Zuwendungen kommen können.

Die Sozialhilfe nach dem NÖ SAG (Sozialhilfe-Ausführungsgesetz) umfasst Leistungen zur Unterstützung des allgemeinen Lebensunterhalts und zur Befriedigung des Wohnbedarfs für Menschen, die in eine finanzielle Notlage geraten sind, sich ihren Lebensunterhalt mit eigenen Mitteln (Einkommen, Vermögen) nicht mehr leisten können und diesen auch nicht von anderen Personen und Einrichtungen erhalten

Jede Gemeinde liefert einen bestimmten Betrag (im Falle von Wiener Neudorf sind das mehrere Millionen € pro Jahr) für Sozialzwecke an das Land NÖ ab, das einen Teil davon den Bezirkshauptmannschaften für Sozialaushilfen zur Verfügung stellt. Die Sozialaushilfen müssen also bei der Bezirkshauptmannschaft beantragt werden und werden auch dort bearbeitet, ausbezahlt oder abgelehnt.

Es gibt Voraussetzungen: Darunter z.B.: kein oder ein zu geringes Einkommen, kein Vermögen, Hauptwohnsitz und dauernder Aufenthalt in NÖ. (zu dem man auch berechtigt ist). Weiters muss eine Arbeitswilligkeit vorliegen und ein Antrag samt Vorlagen ausgefüllt werden.

Nähere Informationen finden Sie im Informationsblatt zur Sozialhilfe nach dem NÖ SAG auf der HomePage der Bezirkshauptmannschaft.

Wie kommen Sie zum Informationsblatt und vor allem zum Antrag?

Gehen Sie auf die HomePage der Bezirkshauptmannschaft: http://www.noe.gv.at/noe/moedling/bezirkshauptmannschaft_moedling.html Gehen Sie weiter zur Rubrik: Sozialinfo. Weiter zu: Sozialinfo NÖ. Klicken Sie bei den Leitthemen auf: Geld und materielle Lebensgrundlagen. Scrollen Sie weiter zu: Sozialhilfe.

Nun können Sie das oben beschriebene Informationsblatt durchlesen und kommen auch darunterstehend zum Antragsformular.

Dieses füllen Sie aus und reichen Sie dann am besten gleich mit den erforderlichen Beilagen bei der Bezirkshauptmannschaft ein. Sie können dieses aber natürlich auch gerne an das Gemeindeamt schicken und wir leiten es weiter. Das dauert dann allerdings etwas länger.

Wenn Sie unmittelbar überhaupt kein Geld mehr zur Verfügung haben, um Lebensmittel oder Hygieneartikel zu kaufen – und auch nicht zuwarten können, bis Ihr Antrag von der Bezirkshauptmannschaft bearbeitet wird -, dann wenden Sie sich bitte umgehend über das Gemeindeamt an mich.

Niemand wird in Wiener Neudorf delogiert!

Dieser Facebook-Beitrag der SPÖ hat einige irritiert und bereits zu Nachfragen geführt. Lassen Sie sich bitte nicht beunruhigen oder verunsichern: Derzeit wird niemand delogiert, wenn er/sie aus finanziellen und nachvollziehbaren Gründen die Miete nicht (oder nicht rechtzeitig) bezahlen kann – weder aus einer Privatwohnung (kein Gericht würde derzeit einem Antrag stattgeben) und schon gar nicht aus einer Gemeindewohnung.

In jedem Fall ist es ratsam, mit dem Vermieter/der Vermieterin in Kontakt zu treten und eine eventuelle Stundung zu besprechen. Ich denke, dass in der momentanen Situation alle gesprächsbereit sind, auch wenn möglicherweise private Vermieter auf die Mieteingänge angewiesen sein könnten.

Ich habe mit dem Obmann der SPÖ Wiener Neudorf gesprochen. Es handelt sich lt. Auskunft um eine übergreifende Aktion, die angeblich nicht auf Wiener Neudorf zugeschnitten war. Warum unsere Gemeinde derart prominent namentlich und bildlich vorkommt, verstehe ich dann zwar nicht.

Eine Musestunde während der Corona-Krise: Video-Konzert unserer Musikschule!

Derzeit wird in der Musikschule weder geprobt noch aufgetreten – aber trotzdem gibt es ein Konzert!

Ein wenig ist es schon ein Treppenwitz. Ich mag einige Talente oder Begabungen haben, das aktive Musizieren gehört mit Sicherheit nicht dazu. Ich hatte in meiner Kindheit und Jugend leider nicht die Chance, ein Instrument zu erlernen – und danach keine Zeit mehr. Trotzdem bin ich heute als Bürgermeister für die Gemeinde-Abteilung „Musikschule“ verantwortlich. Ein „Riesen-Glück“, dass es in einem Unternehmen den Begriff der Delegation gibt, denn auf unseren Musikschul-Direktor Robert Rother und sein tolles, engagiertes und innovatives Team kann ich mich jederzeit verlassen (so wie auf alle meine Mitarbeiter/-innen) – auch in diesen schwierigen und herausfordernden Wochen.

So freue ich mich, dass das jährliche Konzert „Meister von Morgen“ dem Corona-Virus trotzt und dessen ungeachtet stattfindet. Wenn es nicht live geht, dann machen wir es 2020 halt mittels eines Videos – das war die einhellige Entscheidung. Unsere Musikschüler werden übrigens weiterhin unterrichtet, allerdings nicht wie gewohnt „live“, sondern wie in diesen Tagen üblich: online auf digitalem Wege.

So lade ich Sie jetzt ein, sich das Konzert „Meister von morgen“ anzusehen und anzuhören. Der Vorteil an einem derartigen Konzert ist, dass man – im Gegensatz zu den bisherigen Auftritten – bei einem Stück, das einem besonders gut gefallen hat, einfach zurückgehen und es sich noch einmal anhören kann. Trotz dieses Vorteils freue ich mich aber schon auf das nächstjährige Meister-von-morgen-Konzert im Festsaal des Freizeitzentrums. Live ist und bleibt halt doch live.

So und jetzt viel Vergnügen mit: http://www.wiener-neudorf.gv.at/musikschule – und genießen Sie das Konzert.

Vielen vielen Dank an alle Interpreten und an die Musiklehrer, die für uns jedes einzelne Stück interpretiert und kommentiert haben.