Ab 16. März wird es in Wiener Neudorf ganz ruhig werden

Aufgrund der neuen von der Bundesregierung verhängten Ausgehbeschränkungen gibt es nur mehr vier Gründe, um das Haus zu verlassen: 1.) Berufsarbeit, die nicht aufschiebbar ist, 2.) notwendige Besorgungen (Lebensmittel, Medikamente), 3.) Hilfe für andere Personen, 4.) Spaziergänge alleine oder mit Personen, mit denen man zusammenwohnt.

Das macht weitere Maßnahmen in Wiener Neudorf notwendig:

Wir schließen das Gemeindeamt und stellen ab Montag auf “home-office” um. Die allermeisten unserer Verwaltungsmitarbeiter arbeiten ab sofort von zu hause. Es gibt b.a.w. keinen Parteienverkehr, keine Sprechstunden und keine Besprechungen im Gemeindeamt. Wir sind allerdings telefonisch (werktags 8.00 bis 13.00 Uhr) und elektronisch erreichbar.

Das Abfallwirtschaftszentrum (der rückwärtige Eingang wird gesperrt) wird im eingeschränkten Betrieb für absolut notwendige Fälle offen gehalten. Allerdings dürfen nur maximal 3 Personen gleichzeitig das Areal befahren bzw. betreten. Hilfe durch einen Gemeindebediensteten ist untersagt.

Die Spiel- und Sportplätze sowie die öffentlichen WCs sind geschlossen. Das Inhalatorium bleibt vorerst geschlossen und wird nicht, wie vorgehabt, Anfang April öffnen.

Alle Veranstaltungen bis inklusive Ostern sind abgesagt. Auch das Archiv und die Bibliothek sind ab sofort zu.

An sich ebenfalls geschlossen sind die Kinderbetreuungseinrichtungen (Wichtelhaus, Kindergärten, Volksschule, Horte). Es wird nur im absoluten Ausnahmefall eine Betreuung für die Kinder angeboten, deren Elternteile einer nicht aufschiebbaren Berufsverpflichtung nachkommen müssen.

Für den Friedhof gelten ab sofort eingeschränkte Öffnungszeiten von 6.30 bis 15.00 Uhr.

Da die Patienten keine Ordination mehr persönlich aufsuchen sollen (bzw. nur nach Rücksprache mit dem Arzt/der Ärztin), werden wir in Zusammenarbeit mit den Ärzten und Apotheken einen Medikamentenservice für Personen ab dem 65. Lebensjahr installieren. D.h. wir bringen Ihnen die Medikamente – nach Rücksprache mit Ihrem Arzt – nach hause.

Für Personen über 65 Jahre, die auf keine familiäre oder private Hilfe zurückgreifen können, aber Lebensmittel benötigen, haben wir einen Einkaufsservice in Zusammenarbeit mit den Pfadfindern Wiener Neudorf eingerichtet. Wenn Sie Hilfe benötigen, dann rufen Sie die Telefonnummer der Gemeinde: 02236/62501 Klappe 119 in der Zeit von werktags 8.00 bis 12.00 Uhr.

Mich kontaktieren immer noch Personen, die die Maßnahmen für einen schlechten Scherz, für überzogen und völlig übertrieben halten. Leider ist es das nicht. Wenn wir uns aber alle an die restriktiven Anordnungen halten, haben wir eine große Chance, diese Situation halbwegs glimpflich zu überstehen.

Wünschen wir uns alles Gute für die nächsten Wochen und hoffen wir, dass wir alle gesund bleiben.

11 Gedanken zu „Ab 16. März wird es in Wiener Neudorf ganz ruhig werden

    1. Ein_Moedlinger

      Liebe Frau Eweka,

      aktuell ist kein guter Zeitpunkt, um über “Persönlichkeiten” der Polit-Bühne zu sprechen, dennoch möchte ich auf die, in meinen Augen misslungene, Stellungnahme von Hans Stefan Hintner, seines Zeichens gerade wieder ins Amt (wenn auch mit zunehmenden Verlusten) gehievter Bürgermeister Mödings, kommentieren – schlussendlich war er es, dessen Empathielosigkeit für viel Kopfschütteln gesorgt hat.

      Sinngemäß meinte Herr Hintner, man würde via Facebook oder Social Media nicht informieren (ganz im Gegensatz zB zur Bundesregierung), da dort Falschmeldungen kursieren … aha.

      Wahlkämpfen kann Herr Hintner aber auch auf diesen Kanälen, dafür ist das “primitive” Stimmvieh gut genug, aber sonst lässt man lieber Falschmeldungen den Raum, anstatt mit Information diesen Fake-News entgegen zu treten? Wie dumm ist denn diese Argumentation?

      Ein weiteres gutes Beispiel dafür, wie eigentlich deplaziert dieser Bürgermeister mit Immer-mehr-Kurzblick ist – schade, dass er weitere 5 Jahre zu ertragen sein wird – schade auch, dass so jemand sogar seinen Weg in den Nationalrat findet … als Stimmvieh für die eigene Partei? So zumindest der Tenor in breiter Öffentlichkeit …

      Und falls Sie sich wundern, Frau Eweka, weshalb ich Ihnen hier antworte … nun, weil dieser gewisse Herr Hintner ein Meinungsdiktator ist. Personen, die ihm irgendwo mal widersprochen haben, werden sofort und für alle Zeiten von seinen (wenigen und spärlich bedienten) Kommunikationskanälen gebannt … so sieht also ein Wettbewerb der Argumente und Pluralität an Meinung bei Herrn Hintner aus … stattdessen Meinungsdiktatur und Jubelperser.

      Toll hingegen der Auftritt von BK Kurz heute in Ö3 … genau so und nicht anders … Gratulation dafür.

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        1. Ein_Moedlinger

          Das wünsche ich uns allen, wirklich! Aber wenn jeder den unbedingt nötigen Beitrag (und vielleicht ein wenig mehr) leistet … dann schaffen wir das schon irgendwie … Alles Gute!

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  1. Fally Patrizia

    Leider nicht bei Leiner. Da sitzen 13 Personen in einem Büro und die Tischler arbeiten auch. Können Sie da bitte dringend was machen?

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    1. Herbert Janschka

      Liebe Frau Fally. Ich habe als Bürgermeister keine Kompetenz einer Privatfirma zu sagen, was sie zu tun hat. Aber in Ordnung scheint das nicht zu sein, weil sich derzeit nur 5 Personen in einem Raum aufhalten dürfen und nur Arbeiten nachgegangen werden darf, die unaufschiebbar sind. Vielleicht ist das bei Ihnen der Fall. Sie müssen das entweder mit Ihrer vorgesetzten Stelle oder dem Betriebsrat klären. Wie ich geschrieben hat, gibt es leider noch immer vereinzelt Personen, die den Ernst der Lage noch nicht erfasst haben.

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  2. Krammer

    Es sind schon viele Dankesworte an die Gemeinderegierung und deren Mitarbeitern ausgesprochen worden,welchen ich mich gerne anschließe. Besonders die laufenden immer wieder neu notwendigen Maßnahmen werden verständlich angesprochen.So ist es mir unverständlich,dass es noch immer Mitmenschen gibt die die einfachste Art der Mitwirkung um sie Ansteckung so gering als möglich zu halten,nicht einhalten.Ist es so schwer,wenn’s nicht anders geht..Abstand halten und ansonsten zuhause bleiben.
    Bitte macht das!.

    Wir wollen uns so schnell als möglich wieder gesund treffen.
    Liebe Grüße, ein besorgter Mitmensch aus unserer Gemeinde.

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