Caprises Festival: Belebung des Alten Rathauses

Für viele Veranstaltungen in Wiener Neudorf ist der wunderschöne Festsaal des Alten Rathauses zu klein geworden. Das Gebäude wurde im letzten Jahr kaum mehr „bespielt“. Mit einem neuen Festival mit ganz besonderen „Schmankerln“ für Klassikfans bieten wir in den nächsten 10 Tagen hochkarätige, interessante und kapriziöse Konzerte an. Es würde mich freuen, wenn etwas für Sie dabei ist.

Was Sie erwartet, können Sie auch auf einer Vorschau von Neudorf-TV erfahren: https://youtu.be/93jRzW3aVoU

Freitag, 9.März, 18:00 Uhr: Wir starten das Festival mit einer Ausstellungseröffnung unseres FOTOKREIS SÜD mit neuen passenden „Festival“-Fotografien.

Freitag, 9. März, 19:30 Uhr: TERZETTO ARIOSO: Hören Sie ein Konzert für Violine, Klavier und Sopran zu Texten z.B. von Christian Morgenstern.

Dienstag, 13. März, 19:30 Uhr: MOBILIS SAXOPHONQUARTETT: Ein „Muss-Abend“ für Saxophonliebhaber. Das Quartett der jungen Künstler rund um den Wiener Neudorfer Michael Krenn ist bereits Träger namhafter Preise.

Freitag, 16. März, 19:30 Uhr: ENSEMBLE TRIADE AULYRICA: Ein Abend für Flöte, Harfe und Sopran. Hören Sie drei Musikerinnen der Wiener Volksoper auf ihrem Streifzug durch die Stilepochen Barock, Klassik, Romantik bis zum Impressionismus und der Moderne.

Sonntag, 18. März, 16:00 Uhr: BILDER EINER AUSSTELLUNG: Dieses Konzert mit den bekannten Melodien von Modest Mussorgsky wurde für Erwachsene, aber ganz besonders für Kinder, choreografiert. Eintritt frei.

Es gibt noch Restkarten im Bürgerservice der Gemeinde, aber auch an der Abendkassa.

 

Letzte Nacht: 3 Einsätze in 16 Minuten

Zu einsatzreichen Nachstunden kam es für die Wiener Neudorfer Feuerwehr in der Nacht von Sonntag auf Montag. Zwischen 22:10 uns 22:16 wurden die Kameraden gleich zu drei Einsätzen alarmiert.

Nach der Alarmierung um 22:10 Uhr zu einer Brandmelderauslösung in der Palmersstraße gefolgt von Auspumparbeiten  in einer Wohnhausanlage in der Anningerstraße folgte um 22:26 Uhr die Alarmierung zu einem Schuppenbrand in einem Garten der Reihenhausanlage am Buchenweg.

Bei Ankunft der Feuerwehr am Buchenweg stand eine Gartenhütte in Vollbrand und drohte auf benachbarte Objekte überzugreifen. Durch die Besatzung des Hilfeleistungsfahrzeugs wurde eine Löschleitung aufgebaut und der Brand durch einem Atemschutztrupp mit einem C- Rohr bekämpft.

Aufgrund der Tatsache, dass sich in der Gartenhütte brennbare Flüssigkeiten befanden, welche auch bereits brennend ausflossen wurde durch den zweiten Atemschutztrupp zusätzlich ein Schaumrohr verlegt.

Gegen Mitternacht wurde ich benachrichtigt, dass alle drei Einsätze beendet werden konnte. Eine Nachkontrolle des Schuppenbrandes fand in regelmäßigen Abständen in den Nachtstunden statt. Insgesamt stand die Freiwillige Feuerwehr mit 30 Mann und sechs Fahrzeugen im Einsatz.

Besonderer Dank gilt der Freiwilligen Feuerwehr Mödling für die Unterstützung beim zeitgleichen Einsatz in der Anningerstraße.

Dessen nicht genug wurden Feuerwehr, Gemeinde und die Fa. Streit knapp nach Mitternacht zur Palmerstraße geholt, weil hier ein Wasserleitungsrohr geplatzt ist. Die Arbeiten werden bis zum späten Vormittag andauern.

Das Ergebnis der Landtagswahl wird von den Grünen nicht angefochten

Heute Nachmittag erklärte die Grüne Spitzenkandidatin Helga Krismer, dass die Landtagswahl in Niederösterreich nicht angefochten wird (Foto ORF).

Den Bürgermeistern wurde im Sommer 2017 das alleinige Recht zugesprochen, Nebenwohnsitzer in der Wählerevidenz zu belassen oder nicht. Dazu mussten alle Zweitwohnsitzer mit Fragebögen angeschrieben werden, die danach ausgewertet und von den Bürgermeistern bewertet wurden.

Während einige meiner Amtskollegen dazu tendierten, viele Nebenwohnsitzer aus den Wählerlisten zu streichen, habe ich mich für Wiener Neudorf dazu entschieden, niemand zu streichen – außer jemand hat mitgeteilt, dass sie/er mit Wiener Neudorf „nichts mehr am Hut hat“ und ausdrücklich aus der Wählerliste gestrichen werden möchte.

Bei einer nationalen Wahl gibt es sowieso nur die Möglichkeit dort zu wählen, wo der Hauptwohnsitz begründet ist. Bei einer Landtagswahl dürfen nur nebengemeldete Personen wählen, die in einem anderen Bundesland den Hauptwohnsitz haben – sonst würde jemand zwei Male wählen dürfen. Also trifft es in erster Linie nur Gemeindewahlen.

Wir haben in Wiener Neudorf mehr als 1.500 Personen, die in unserem Ort einen Nebenwohnsitz begründet haben, sei es weil sie bei den Eltern oder Kindern nebengemeldet sind, sei es weil sie nach wie vor eine Beziehung zu unserer Gemeinde haben, sei es weil sie eine Zweitwohnung haben, die sie dann und wann benützen, sei es weil sie ein berufliches Interesse in Wiener Neudorf haben et cetera.

Warum habe ich mich entschieden, die Zweitwohnsitzer in der Wählerevidenz zu belassen? Ich habe mir gedacht, dass jemand, der Zweitwohnsitzer ist, aber keine besondere Beziehung zum Ort hat, sowieso nicht zur Wahl geht (egal ob sie/er in einer Liste steht oder nicht) und wenn jemand als Nebenwohnsitzer bei einer Wahl mitentscheiden möchte, weil Wiener Neudorf für sie/ihn wichtig ist, dann soll sie/er es tun. Ich habe keine Veranlassung gesehen, jetzt mit dem Rotstift tätig zu werden. Und dass durch die Zweitwohnsitzer eine Wahl total verfälscht würde, glaube ich einfach nicht.

Die Grünen haben diese Ungleichbehandlung von Zweitwohnsitzern (in manchen Gemeinden sind sie  großteils gestrichen worden, in anderen – wie Wiener Neudorf – nicht) zum Anlass genommen, über eine Anfechtung der vergangenen Landtagswahl nachzudenken. Heute ist diese Frist abgelaufen und ich bin froh, dass davon Abstand genommen wurde und wir somit in Niederösterreich keine Nachwahl haben.

Ob eine Wahlanfechtung überhaupt Chancen auf Erfolg gehabt hätte, weiß nicht, auch wenn ich mir persönlich eine Lösung wünschen würde, die Zweitwohnsitzer in allen niederösterreichischen Gemeinden gleich behandelt.

LED-Beleuchtung in ganz Wiener Neudorf bis Ende 2019 geplant

Der Großteil unserer Straßenbeleuchtung ist wie in vielen Gemeinden einige Jahrzehnte alt und mit entsprechend schlechten und energievergeudenden Lampen ausgestattet. Dazu kommt, dass einige der verwendeten Modelle überall hinleuchten, aber nicht dorthin, wo das Licht benötigt wird.

Einige Straßenzüge (wie z.B. Reisenbauer-Ring, Haupt- oder Bahnstraße) sind bereits mit neuen LED-Leuchten ausgestattet. Es ist unser Ziel bis Ende 2019 die Beleuchtung auf sämtlichen Gemeindestraßen und auf den dazugehörigen Gehwege zu erneuern. Das dient der Energiekosteneinsparung genauso wie der Sicherheit und der Optik.

 

Rechnungsabschluss 2017 fertig

War das Jahr 2016 mit einem Gesamtüberschuss im ordentlichen Haushalt von € 3,3 Mio schon großartig, so konnte 2017 mit € 3,5 Mio ein noch größerer Überschuss erwirtschaftet werden.

Ab heute liegt der Rechnungsabschluss für 14 Tage zur allgemeinen Einsicht im Gemeindeamt auf.

Wieder konnte der Schuldenstand deutlich – und zwar um € 900.000,- – reduziert werden. Der Rücklagenstand konnte mit € 1,1 Mio gleich hoch belassen werden.

„Don’t Smoke“: Ich habe unterschrieben!

So wie in ganz Österreich wird auch in Wiener Neudorf für das geplante „Don’t Smoke“-Volksbegehren fleißig unterschrieben. Auch ich habe letzte Woche mit Überzeugung unterschrieben und nicht weil ich politisch instrumentalisiert wurde oder weil ich mich parteipolitisch motivieren lasse – wie die FPÖ-Gesundheitssprecherin Dagmar Berlakowitsch meint.

Ich hoffe, ich bin über den Verdacht erhaben, dass ich mich von einer Partei für etwas instrumentalisieren oder motivieren lasse. Ich habe schon – wie viele andere zehntausende Unterfertiger auch – meinen eigenen Willen, meine eigene Überzeugung und meine eigene unpolitische Motivation. Es ist eigenartig, dass die FPÖ-Gesundheitssprecherin dies den Unterstützern dieses Volksbegehrens nicht zutraut.

Es mag schon sein, dass für manche „überall rauchen dürfen“ wahnsinnig wichtig ist oder die „Freiheit zu haben, in Gaststätten zu rauchen“ oder Verbote grundsätzlich ablehnen. Aber ich denke mir – und da sind sich hoffentlich alle einig – das Wichtigste ist unsere Gesundheit. Zumindest wünschen wir uns das immer – und nicht nur zum Geburtstag oder zum Jahreswechsel. Was ich vom „Aus für das Rauchverbot in der Gastronomie“ halte, habe ich ausführlich in diesem Blog am 13. Dezember geschrieben. Jede Regierung, die das wichtigste Gut, das wir haben – und das ist nun einmal die Gesundheit – gering achtet, wird letztlich scheitern. Und muss letztlich scheitern. Da braucht man kein Wahrsager oder Prophet zu sein. Ich gebe schon zu, dass das Rauchen nur ein Teil davon ist – aber ein sehr entscheidender. Ich bemühe mich, soferne es mein Terminkalender zulässt, bei möglichst allen Begräbnisse in meiner Gemeinde teilzunehmen. Es mag ein Zufall sein, aber es fällt schon auf, dass der überwiegende Teil jener, die viel zu früh auf den Friedhof übersiedeln, Raucher waren. Und in der Gastronomie geht es auch um Passivrauchen. Und das dürfte wohl auch nicht besonders gesundheitsfördernd sein.

Mir ist schon klar, dass auch das Autofahren bei den (nicht nur) Nicht-Autofahrern zu Lärm- und Schadstoffbeeinträchtigungen führt – und trotzdem das Autofahren nicht verboten wird. Um nur ein Beispiel zu nennen, das immer wieder genannt wird. Aber eine Belästigung darf nicht dazu führen, plötzlich andere Belästigungen und Beeinträchtigungen zu tolerieren.

Die neue Regierung hat ein klares Bekenntnis zur direkten Demokratie abgegeben. Wenn nun überlegt wird, dieses Votum der Bevölkerung zu umgehen und das Thema per Initiativantrag, der keine Begutachtung erfordert, „durchzupeitschen“, dann ist alleine schon das bloße Ansinnen nachgerade grotesk.

Die nächsten Wochen werden spannend. Da werden wir sehen, ob der Regierung Gesundheit und Direkte Demokratie wirklich etwas bedeuten.