Versuch: Eine biologische Toilettkabine beim Spielplatz im Klostergarten

Es ist ein langgehegter und oft an mich herangetragener Wunsch, dass bei manchen Spielplätzen eine Klo-Möglichkeit geschaffen wird. Oft gibt es keine Möglichkeit dazu, weil kein Kanalanschluss vorhanden ist und eine derartige Neuverlegung wirklich unverhältnismäßig viel Geld kostet. Herkömmliche mobile WC-Anlagen finde ich persönlich als nicht geeignet.

Durch Zufall bin ich durch Internet-Recherchen auf die Firma Öklo GmbH. in Wolkersdorf gekommen. Ein „start-up“-Unternehmen, das auch bereits Innovationspreise gewonnen hat.

Das Unternehmen baut mobile Komposttoiletten, die die Hinterlassenschaften in feinsten Kompost verwandeln – und zwar ohne umweltbelastende Chemikalien. Die „Abfälle“ werden mit Sägespänen bedeckt, wodurch Gerüche überdeckt werden. Ein Sieb und die Schwerkraft sorgen dafür, dass feste Bestandteile von flüssigen getrennt werden. Die Mischung aus Mist und Sägespänen wird von Mikroorganismen zersetzt und in Humus verwandelt. Die Grundidee ist, dass Ausscheidungen wertvolle Nährstoffe enthalten.

Das Unternehmen baut die Öklos (biologische Toilettkabinen), vermietet sie und kümmert sich periodisch um die Reinigung und auch darum, dass alles passt.

Ich habe mich umgehend dazu entschlossen, ein Öklo für einige Wochen anzumieten und mir anzuschauen, ob eine derartige Anlage für unsere Spielplätze (eventuell auch am Oststrand des Gemeindeteiches ??) geeignet wäre. Als Testgelände habe ich den Spielplatz im Klostergarten ausgesucht. Ich bin sehr gespannt, wie das Ganze in den nächsten Wochen funktioniert, ob die Anlage angenommen wird und welche Reaktionen wir im Gemeindeamt erhalten.

2. Mai: Startschuss am Kahrteich

Traditionell beginnt am 2. Mai die Saison am Wiener Neudorfer Kahrteich. Gleich nach den Feierlichkeiten zum 1. Mai im Rathauspark war ich beim „Antauchen“ des Tauchclub Wiener Neudorf. Bei einem anschließenden Rundgang konnte ich mich davon überzeugen, dass das gesamte Gelände wieder toll in Schuss gebracht wurde. Der Abgang und Einstieg ins Wasser gleich beim Eingang wurde beispielsweise vom Tauchclub und den Gemeindemitarbeitern neu errichtet.

Der desolate ostseitige Zaun wurde in den letzten Wochen erneuert und ich bin einem großen Wunsch nachgekommen: Das bisherige Schiff beim ostseitigen Kinderstrand ist in die Jahre gekommen und wurde noch rechtzeitig in der letzten Woche ausgetauscht.

Schiff Ahoi am Oststrand des Kahrteichs

Ich wünsche allen Wiener Neudorfern, die sich ihre Neudorf-Card mit der Teichfunktion aufladen ließen, eine schöne Zeit in unserem Erholungsgelände, genauso wie den 200 Nicht-Neudorfern, die heuer das Glück hatten, eine Saisonkarte zu ergattern. Alle anderen können wie gehabt durch den Erwerb von Tageskarten den Kahrteich genießen. Zum Schwimmen braucht es allerdings – trotz der derzeit hohen Lufttemperaturen – mit 19 Grad Wassertemperatur noch eine gewisse Überwindung.

Warum wird hier nicht gemäht?

 

Klosterpark: Das ist eine Wiese – und kein Rasen.

Immer wieder bekommen das Gemeindeamt und ich Anfragen, warum manche Wiesen – wie beispielsweise hier im Klosterpark – nicht gemäht werden. Die allermeisten davon bekommen wir von Hundebesitzern.

Die Antwort ist eine einfache: Manche Wiesen sind ausgewiesene Biotope und es gibt dafür seit vielen Jahren Pflegekonzepte. Darin wird genau geregelt, wie oft und wann und wie diese Wiesen gemäht werden dürfen. Diese Wiesen sind auch keine Hundeauslaufzonen. Und diese Wiesen sind kein Rasen.

Möglicherweise ist die Bezeichnung „Klosterpark“ auch irreführend. Es handelt sich eigentlich um einen „Klostergarten“, wo permanentes Mähen und eine parkähnliche Gestaltung nicht angewendet wird. Der Klostergarten soll etwas von seiner Natürlichkeit erhalten und Pflanzen – und Klein(st)tierarten eine Heimat bieten.

Wiener Neudorfer Sicherheitsrisiko: Klostermauer

 

Hier ist die Neigung deutlich zu erkennen. Der betroffene Bereich ist abgesperrt.

Besorgte Anrainer haben das Gemeindeamt verständigt, dass sich die westseitige Klostermauer gefährlich zu neigen beginnt. Mitarbeiter des Bauamtes haben dies bei einem Lokalaugenschein bestätigt bekommen. Die Mauer neigt sich in einem Bereich von ca. 20 Laufmetern in Richtung der Wohnanlage Hauptstraße 50.

Der betreffende Bereich wurde (siehe Foto) bereits abgesperrt und in den nächsten Tagen beginnen wir mit Sanierungsarbeiten. Ich habe mich nach Beratungen mit meinen Fachleuten dazu entschlossen, die Mauer auf einer Länge von 20 Metern komplett abzutragen und originalgetreu wieder aufmauern zu lassen. Die Kosten dafür werden sich bei knapp € 50.000,- bewegen.

Es müssen auch Bäume, die vor Jahrzehnten viel zu knapp neben der Mauer gepflanzt wurden und nunmehr so mächtig geworden sind, dass die großen, kräftigen Wurzeln die Klostermauer auch an anderen Stellen bedrohen, als umgehende Sicherheitsmaßnahme leider umgeschnitten und ersetzt werden.

Wiener Neudorf hat den ausdauerndsten Sicherheitsreferenten

Unser Sicherheitsreferent, geschäftsführender Gemeinderat Werner Heindl, Jahrgang 1955, hat ein Hobby: Laufen – und zwar Marathon. Gut und gerne könnte ich ihm auch das „Sportressort“ übertragen, aber er macht im Sicherheitsbereich und mit der Zusammenarbeit mit unseren Blaulichtorganisationen (Rettung, Feuerwehr, Polizei) einen besonders guten Job.

Beim gestrigen Vienna City Marathon belegte er in seiner Altersklasse mit  einer Zeit von 3 Stunden 44 Minuten und 51 Sekunden den ausgezeichneten 12. Rang.

Werner, herzliche Gratulation. Wiener Neudorf hat mit Dir wohl den ausdauerndsten Sicherheitsreferenten von ganz Österreich.

Das Gemeindeamt bekommt eine Schönheitsoperation

Wiener Neudorf: Markantes Gemeindeamt, in die Jahre gekommen.

Menschen um die 40 stehen in der Blüte ihres Lebens, sind in der Regel hoffentlich kerngesund, strotzen vor Selbstbewusstsein und Schönheit. Bei Gebäuden ist das anders. Da bröckelt es von da und dort, da sind Sanierungsmaßnahmen notwendig und Renovierungen längst fällig.

So ist es auch mit unserem Gemeindeamt aus der Mitte der 70er Jahre. Thermisch eine Katastrophe. Durch die nicht-vorhandene Dämmung heizen wir „für draußen“, die undichten Fenster führen zu einer ganzjährigen Frischluftzufuhr und während der Sonnenmonate sind die südseitigen Räume durch die nahezu durchgängige Fensterfront kaum unter 30 Grad zu bringen. Zeit also, für eine bauliche Schönheitsoperation.

Das Gebäude ist zwar markant, aber sonst ein reiner Zweckbau. Der Gemeinderat ist deshalb meinem Antrag gefolgt und so wird das Rathaus bis Ende 2019 thermisch und optisch saniert. Derzeit sind wir dabei erste Pläne zu besprechen, Fördergelder auszuloten und alle Sanierungsoptionen abzuwägen.

Ein völlig neues Gemeindeamt zu bauen, das allen modernen Ansprüchen genügt war deshalb natürlich eine Überlegung, wurde aber letztlich aus prinzipiellen und finanziellen Überlegungen verworfen.

Wir wollen unser Rathaus zu einem „Vorzeige-Gemeindeamt“ renovieren, das thermisch auf den bestmöglichen Stand gebracht wird und das auch optisch ein „Hingucker“ wird. Da sollen z.B. auch begrünte Fassaden nicht fehlen.

Ich gehe davon aus, dass ich Ihnen noch vor dem Sommer Entwurfspläne zeigen kann, zumal wir im Oktober mit den Umbauarbeiten beginnen wollen.