Das „neue“ Wiener Neudorfer Gemeindeamt nimmt Gestalt an

Die Nord-West-Ansicht des „neuen“ Gemeindeamtes mit dem neuen Glassaal und der begrünten Wand, die schneller zugewachsen ist, als angenommen wurde.

Zugegeben: In einer derartigen Baustelle zu arbeiten ist nicht leicht, schon gar nicht für die Mitarbeiter/-innen, aber auch nicht für die Besucher des Gemeindeamtes. Lärm, Staub, Erschütterung und oftmaliges Umsiedeln begleiten uns in den letzten Monaten.

Aber mittlerweile kann man schon deutlich erkennen, wie sich das Endergebnis in einigen Monaten präsentieren wird – auch in Verbindung mit der Vorplatzgestaltung. Das motiviert ungemein. Das Architekturbüro DI Strixner, Wiener Neudorf, Schloßmühlgasse, hat unsere Vorstellungen perfekt berücksichtigt. Es war eine richtige Entscheidung, dass ich dem Gemeinderat dasselbe Architekturbüro vorgeschlagen habe, das schon gemeinsam mit mir vor 15 Jahren für die Renovierung des Migazzihauses verantwortlich zeichnete.

Es war aus meiner Sicht auch eine richtige Entscheidung das Gemeindeamt an der Stelle zu belassen, wo es seit über 40 Jahren steht und die schon sehr konkreten Pläne der Vorgängerregierung zu verwerfen, in den Versteigerungshauskomplex umzusiedeln. Obwohl das natürlich auch eine nachvollziehbare Alternative gewesen wäre.

Deswegen gibt es den Druckabfall in der Wasserleitung

Nördlich der Palmersstraße ist die Hauptwasserleitung eingebrochen. Die Gemeinde und die Fachfirmen sind bemüht, den Schaden so bald wie möglich zu beheben.

Etliche Wiener Neudorfer/-innen haben heute am späten Vormittag den geringen Wasserdruck bemängelt, dann ist auch noch der EVN (unser Wasserlieferant) ein enormer Wasserverlust aufgefallen. Alles deutete darauf hin, dass irgendwo die Hauptwasserleitung beschädigt sein könnte.

Da sich die Wasserleitung in mehreren Metern Tiefe befindet, konnte die mögliche Gebrechensstelle nur gefunden werden, wenn irgendwo Feuchtigkeit an die Oberfläche dringt. Die Strecke wurde von dn Gemeindebediensteten abgegangen und dann bildete sich in kürzester Zeit ein kleiner See in der nördlichen Verlängerung der Palmersstraße.

Die Bruchstelle der Hauptwasserleitung wurde mittlerweile gefunden.

Sofort wurde die Fa. Streit-Bau GmbH. verständigt und an der vermuteten Stelle gegraben (siehe Bild oben). Ich konnte mich an Ort und Stelle von den Arbeiten überzeugen. Der Längsriss in der Leitung wurde vor kurzem gefunden, aber es wird noch einige Zeit dauern, bis die Bruchstelle saniert sein wird.

Die Gemeinde und die Fachfirmen sind trotz des Bruches der Hauptwasserleitung bemüht, die Wasserversorgung über Nebenleitungen so gut wie möglich aufrecht zu erhalten. Wenn auch Sie vom geringen Wasserdruck belastet sind, dann bitte ich Sie aufgrund der obgenannten Umstände um Verständnis und Geduld.

Wir investieren heuer 2 Millionen € zusätzlich

Auch für einen Zuschuss für ein neues Abschleppfahrzeug der Feuerwehr wird heuer noch zusätzliches Geld zur Verfügung gestellt. € 250.000,- kommt von der Gemeinde, € 100.000,- von der Feuerwehr direkt.

Der Jahresabschluss 2018 fiel deutlich besser aus als erwartet. Mit den Stimmen von ÖVP, UFO und FPÖ (dagegen: SPÖ) wurde gestern im Gemeinderat der Nachtragsvoranschlag für 2019 beschlossen, der zusätzliche Investitionen in Höhe von mehr als 2 Millionen € möglich macht. Ohne Erhöhung des Schuldenstandes und ohne Gebührenerhöhung. Damit erreicht die Bilanzsumme der Marktgemeinde Wiener Neudorf erstmals die 50-Millionen-Euro-Marke.

€ 400.000,- investieren wir zusätzlich in die Kinderbetreung (Hort, Kindergärten), nicht nur für notwendige Anschaffungen, bauliche Maßnahmen, sondern auch in mehr Personal

€ 250.000,- investieren wir zusätzlich für Einrichtungen für unsere Vereine (Umbau Sporthalle) und für mehr Subventionen

€ 100.000,- investieren wir zusätzlich in unsere Parks und Spielplätze

€ 800.000,- investieren wir zusätzlich für Straßen- und Platzgestaltungen (Europaplatz …)

€ 280.000,- investieren wir zusätzlich für den notwendigen Austausch je eines in die Jahre gekommenen Rettungs- und eines Feuerwehrfahrzeuges

€ 50.000,- investieren wir zusätzlich in Umweltschutzmaßnahmen

€ 65.000,- investieren wir zusätzlich in die Renovierung zurückgegebener Gemeindewohnungen (die leider oft desolat zurückkommen)

€ 40.000,- stellen wir mehr für soziale Maßnahmen (wie z.B. Erhöhung Heizkostenzuschüsse) zur Verfügung

Weitere zusätzliche Budgetmittel werden noch heuer in die Anschaffung von zwei neuen Buswartehäusern, in den Ankauf neuer Fahrradständer, in die Renovierung von Altstoffsammelinseln etc. fließen.

Weitere Höhepunkte der Wiener Neudorfer Woche

Wir haben Halbzeit der 49. Wiener Neudorfer Woche am Festgelände des Marienparks zwischen der Park- und der Laxenburgerstraße. Und weiterhin gibt es an jedem Tag Höhepunkte, musikalische ab 17:00 Uhr sowieso. Zum Beispiel heute Mittwoch die MOSTLANDSTÜRMER, morgen am Feiertag die EDLSEER (Achtung: erst ab 18:30 Uhr), gefolgt von den SPECKY’s am Freitag, MIKE’s CREW am Samstag und den Abschluss am Sonntag macht ROUGH ROAD.

Daneben stellen sich wie gewohnt einige Vereine mit Ehrungen bzw. Vorführungen vor. Heute Mittwoch erwarten wir das Judoteam SHIAI-DO, am Freitag den Fußballverein, den Club Activity und die Linedancegruppe. Am Samstag präsentiert sich dann der Tischtennisverein.

Theatralischer Höhepunkt der 49. Wiener Neudorfer Woche wird am Samstag um 22:00 Uhr wieder eine außergewöhnliche Lasershow sein, dieses Mal erstmalig unterstützt und begleitet von einem wahren Trommelwirbel. Das sollten Sie unter keinen Umständen versäumen.

Kulinarisch haben die zahlreichen Stände der Gastronomen und der Vereine alles zu bieten, was Herz, Magen und Leber begehrt. Und: Hoffentlich bleibt uns das bisherige „Kaiserwetter“ erhalten.

Mut zur Wildnis

Beispiel: Klostergarten. Hier gibt es einige Wiesen, die seit Jahren nach einem gewissen Pflegekonzept behandelt werden.

Der Vizepräsident des Naturschutzbundes Österreich, Prof. Univ.-Doz. Dr. Johannes Gepp hat diesen Begriff geprägt: Mut zur Wildnis.

Schon klar, dass es gerade im städtischen Bereich in Parkanlagen schöne grüne Flächen geben muss. Auch in vielen Gärten wird permanent gemäht, um ja kein „Unkraut“ wachsen zu lassen. Mähroboter erleben einen wahren Boom, sind aber für Flora und Fauna nicht gerade die allerbeste Idee. Klein(st)tiere werden „geschreddert“ oder häufig verletzt (vor allem Igel). Aber für das ästhetische Empfinden des Menschen ist eine glattgemähte Wiese ein gewisser Augenschmaus.

Beispiel: Schloßmühlgasse

Aber gerade für Insekten – und nicht nur Bienen – sind Blumenwiesen, Fettwiesen, Trockenrasen oder Feuchtwiesen lebensnotwendig. Wir haben in Wiener Neudorf deshalb – neben den Parkanlagen – auch Flächen, auf denen solche Wiesen entstehen dürfen und die nach einem Pflegekonzept auch nur wenige Male pro Jahr gemäht werden. Und derartige Flächen werden wir in den nächsten Jahren sukzessive vermehren.

Die bunte Vielfalt der Blumenwelt ist auch, aber nicht in erster Linie dafür da, um dem menschlichen Auge eine Freude zu machen oder um Blumenvasen zu füllen, sondern, damit Insekten sie besser finden und bestäuben können. Der bei uns zwar nahezu ständig wehende Wind kann diese Tätigkeit nur eingeschränkt übernehmen.

Ich schreibe diesen Blogeintrag deshalb, weil ich immer wieder Hinweise oder Beschwerden erhalte, dass diese oder jene Wiese offenbar vergessen wurde, zu mähen. Nein, es wurde nicht vergessen. Es ist Absicht.

Gemeinderat Werner Bechtold gestorben!

Werner Bechtold ging es in den letzten Wochen und Monaten gesundheitlich nicht gut, aber in keinster Weise habe ich diese Nachricht befürchtet.

Im März 2015 kam Werner Bechtold für die FPÖ-Fraktion in den Gemeinderat und wurde Vorsitzender des Sicherheitsausschusses und Sicherheitsgemeinderat. Politisch tätig, außerhalb des Gemeinderates, war er schon sehr viel länger. Der Begriff der Sicherheit in all seinen Facetten war auch DAS politische Thema, das ihn am allermeisten interessierte und antrieb. Die letztlich von der Gemeinde initiierten Selbstverteidigungskurse oder die konzentrierte Arbeit am Sicherheits- und Katastrophenschutzplan für Wiener Neudorf gingen auf seine Initiative zurück.

Vor einigen Monaten kam es zur Trennung mit der FPÖ. Werner Bechtold blieb jedoch als fraktionsloser Gemeinderat seiner Unterschrift unter dem „Reformpartner-Papier“ treu und hielt vor allem zu mir als Bürgermeister einen permanenten Austausch. Dass wir uns freundschaftlich verbunden waren, wäre zu weit gegriffen, aber wir konnten gut miteinander, wir haben gegenseitig im anderen immer die Stärken und weniger die Schwächen gesehen.

Werner Bechtold war wahrscheinlich kein einfacher Mensch, er wird auf viele auch ambivalent und durchaus auffällig gewirkt haben. In der politischen Diskussion war er ein Querdenker, einer der vieles mehrfach kritisch hinterfragt hat, einer der poltern, aber auch einer, der verbinden konnte.

Meine Anteilnahme gilt seiner Familie, seiner Frau Eva, seinen Kindern, denen ich auch auf diesem Weg viel Kraft in dieser für sie so schweren Zeit wünsche. Begraben wird Werner Bechtold in seiner bayerischen Heimat. Eine Verabschiedung wird am Wiener Neudorfer Friedhof stattfinden. Der Termin dafür steht noch nicht exakt fest.