
Seit mehr als 7 Jahren versucht die Volksanwaltschaft (früher in Person von Frau Brinek, nun in Person von Herrn Amon) einen Gemeinderatsbeschluss außer Kraft zu setzen bzw. einen neuen zu erzwingen. Es geht – erraten – um die offensichtlich endlose Geschichte, dass die Gemeinde Einheimische bei der Vergabe von Saisonkarten für den Kahrteich bevorzugt. Das stört die Volksanwaltschaft, obwohl es genug ähnliche und andere Beispiele gibt – und hat wieder einen Fernsehbeitrag darüber gestalten lassen, der am letzten Samstag ausgestrahlt wurde.
Es bekommen beispielsweise auch nur Wiener ein Wiener Parkpickerl. Es bekommen auch in fast allen Gemeinden nur Einheimische eine Gemeindewohnung. Auch in diversen Schigebieten wird die einheimische Bevölkerung bevorzugt. Es können sich Eltern auch nicht irgendwelche Volksschulen für ihre Kinder aussuchen, sondern nur die im Wohnort. Diese Liste könn(t)en wir noch lange fortsetzen. Aber das alles stört die Volksanwaltschaft weniger. Vorrangig ist, dass Wiener Neudorf endlich den Gemeindeteich für alle öffnet. Ich habe – mit Unterstützung aller Fraktionen im Gemeinderat – versucht zu erklären, warum das nicht möglich ist.
Ich akzeptiere die Einschätzung der Volksanwaltschaft, bestehe aber darauf, dass man unsere Einschätzung auch akzeptiert und zumindest versucht zu verstehen.
Ich muss die Drohung ernst nehmen, dass sich eventuell sogar der Europäische Gerichtshof mit dem Fall befassen wird. Andererseits denke ich, dass die EU andere Probleme zu bewältigen hätte, als den Zutritt zu einem Gemeindeteich, den man in Luxemburg wahrscheinlich gar nicht kennt.
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