Kategorie-Archiv: Wiener Neudorf allgemein

Meine Neujahrsansprache

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Obwohl knapp 200 Personen bei unserem Neujahrsempfang am 6. Jänner im Migazzihaus waren, haben es einige aus verschiedensten Gründen nicht geschafft. Nachdem sie gehört haben, dass meine Neujahrsansprache sehr gelungen gewesen sein soll, wurde ich gebeten, einen Mitschnitt auf meinen Blog zu stellen.

Wir haben eine Kurzfassung unseres Empfanges und meine komplette Festansprache auf unserer Webseite veröffentlicht. Für die Interessierten: www.oevp-wienerneudorf.at

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Wieviel Wahlwerbung darf/soll sein?

 

Eine Wiener Neudorferin hat sich bei den wahlwerbenden Gruppierungen – berechtigterweise – über die Menge an Papier (inklusive Steinen und CDs) in ihrem Briefkasten beschwert. Weil mir auch die Frage gestellt wurde, wie ich dazu stehe, möchte ich dieses Thema für meinen heutigen Blog-Beitrag aufnehmen.

Ich denke, dass jeder weiß, dass ich mich seit 25 Jahren sehr für die Umwelt einsetze und dass dies auch der Grund ist, weshalb ich Politik mache. Leider hat bei einer Wahlauseinandersetzung nur der/die-jenige eine Chance, der/die auch Wahlwerbung betreibt. Dazu gehören Aussendungen. Dazu gehören Werbegeschenke. Dazu gehören Standln. Dazu gehören Plakate. Wenn eine Gruppierung bei diesem Treiben nicht mitmacht, dann ist sie chancenlos. Ich selbst habe vor 10 Jahren (nach 5 Jahren Bürgermeisterzeit) auf eine Wahlwerbung weitestgehend verzichtet, weil ich die Meinung vertrat, die Menschen (Wähler/-innen) wissen, was ich getan habe und werden aufgrund dieses Wissens entscheiden. Nach der Wahl haben mich viele darauf angesprochen, dass ich mir der Sache wohl zu sicher war und es deshalb nicht der Mühe wert gefunden habe, einen entsprechenden Wahlkampf zu führen. Damals wurde ich heftig kritisiert, weil von meinem Team viel weniger Informationsmaterial kam als von den anderen. Wie man es macht, macht man es bekanntlich verkehrt!

Ein Wahlkampf unterliegt in einer Demokratie ganz bestimmten Regeln, die auch die Wähler/-innen eingehalten wissen wollen. Leider hat das auch mit einer Flut an Informationsmaterial zu tun. Der Vorteil ist, dass die verschiedenen Standpunkte und Ideen durch die Menge an Informationsmaterial bekannt sind – oder bekannt sein sollten. Dass schriftliche Informationen irgendwann im Müll landen, ist klar. Dass sie manchmal nicht gelesen werden, ist leider auch eine Tatsache. Glücklicherweise gibt es die Wiederverwertung – gerade was den Papiermüll betrifft. Da haben wir mehr Probleme, was Plastik, Alu und dergleichen anbelangt. Und wir haben beim Papier mehr Probleme mit den wöchentlichen Werbeaussendungen als mit den Wahlwerbungen, die ja glücklicherweise – bei Gemeinderatswahlen – nur alle 5 Jahre stattfinden.

Auch die Geldverplemperei wurde angesprochen: In unserer Gruppierung (nur für die kann ich sprechen und schreiben) wird die Wahlwerbung ausschließlich aus Spenden unserer Gemeinderäte bezahlt. Mittlerweile habe ich persönlich ganz sicher schon den Gegenwert einer mehrmonatigen Weltreise in Informationen und damit auch in die Wahlwerbung gesteckt. Natürlich hätte ich mit dem Geld diese Reise machen können oder mir ein viel, viel schöneres und besseres Auto als meinen Skoda kaufen können, oder meiner Frau ein Zweitauto, oder einen höheren Betrag für meine Pensionszeit zurücklegen können – aber ich gebe mein Geld halt lieber für Informationen an die Wiener Neudorfer/-innen aus. Vielleicht halten das einige für verfehlt. Aber da bin ich egoistisch: Ich halte das für richtiger!

Und natürlich wäre es besser, auf diese Menge von Wahlwerbung verzichten zu können. Vielleicht verfolgen in 10, 20 Jahren fast alle den Wahlkampf nur mehr über Internet und wir können auf Papier weitestgehend verzichten. Angeblich wissen 14 Tage vor einer Wahl ca. 70 % sowieso schon, welche Person oder welche Partei sie wählen werden. Diese 70 % brauchen eigentlich keine Wahlwerbung. Aber wer sind diese 70 %, die eigentlich nichts mehr im Postkasten brauchen? Und wer sind die 30 %, die noch Informationen brauchen, um eine Entscheidung zu treffen? Es wäre hilfreich, billiger und umweltschonender dies zu wissen. Aber leider!

Wer ist denn das? Wer ist denn das?

Samstag, 10.1.2015 – 17.00 Uhr: Kostümprobe im Hause Janschka für das Gschnas (Gschnabarett) der Faschingsgilde Wiener Neudorf:

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Tisch 3 im Volksheim während des Gschnabaretts (Samstag 10.1.2015, irgendwann vor Mitternacht). Gaby und Herbert Janschka, Erhard Gredler, Eva Wetsch, Andreas Wetsch, Erich Schweiger, Luise Mahlberg, Sissi Gnauer und Gaby Stur (oder doch Michael Gnauer ???):

Foto Norman Pigisch (deshalb nicht auf dem Bild) – verkleidet als Bauingenieur und Tunnel-Fan.

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Tisch 3 im Volksheim (Sonntag, 11.1.2015, irgendwann nach Mitternacht. Ist das jetzt die frühere Volksschuldirektorin Gaby Stur oder doch ihr Sohn Michael Gnauer – oder doch nicht? Wir haben es bis jetzt (Sonntag, 11.1.2015, irgendwann nach 8.00 Uhr) nicht herausgefunden.

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Autobahnen: Hohe Tempolimits machen krank! Deshalb brauchen wir dringend ein Tempolimit auf der A2!

 

 

Ich weiß schon, dass für viele dieses Thema kein wichtiges ist, weil sie lieber Tempo 180 statt 80 auf möglichst vielen Straßen hätten. Aber das können nur diejenigen sein, denen die eigene und die Gesundheit anderer nicht besonders viel Wert ist.

Das SPÖ-geführte Verkehrsministerium hat einen neuerlichen Probebetrieb für Tempo 80 zwischen Wien und Ausfahrt Wiener Neudorf abgelehnt. Sofort hat die Orts-SPÖ den Bundesminister unterstützt und behauptet, dass der Probebetrieb überhaupt nicht nötig wäre, weil sich die Luftgüte in Wiener Neudorf verbessert hätte. Das ist blanker Unsinn. Im Gegenteil, die Luftgüte hat sich deutlich verschlechtert. Es wurden nur die „offiziellen“ Messungen bei der Mess-Station Wiener Neudorf eingestellt und manches, wie beispielsweise Feinstaub wird überhaupt nicht gemessen. Hier stellt die Orts-SPÖ wieder einmal Parteiinteressen vor die Interessen und Notwendigkeiten der Bewohner.

 

Einige Hauptaussagen aus einer neuesten Studie:

Vom Auspuff ins menschliche Gehirn

Grober Feinstaub (PM10) bleibt in den Nasenmuscheln, Bronchien und im Rachen hängen. Die kleineren Feinstaub-Partikel (PM2,5) dringen in die Bronchien ein, die ultrafeinen Partikel (PM0,1) gelangen sogar in die Lungenbläschen und in den Blutkreislauf. Sie können zur Verdickung des Blutes führen. Ein erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle ist die Folge. Einmal im Blut, können ultrafeine Partikel auch zu anderen Organen wie Leber, Niere, Gehirn oder Herz transportiert werden. Kinder, ältere Menschen und Personen mit Herzkrankheiten oder Diabetes sind von den Folgen ultrafeiner Partikel besonders betroffen.

 

Bessere Luft durch niedrigere Tempolimits

Bei Testreihen wurde auf Autobahnen bei Tempo 80 statt 120 km/h eine Senkung des von Pkw und Lkw verursachten Feinstaubs um bis zu 27 Prozent gemessen. Der sogenannte „Lufthunderter“ brachte in Tirol eine Feinstaubreduktion (PM10) bei Pkw von 18 Prozent.

 

Für alle, die dieses Thema interessiert (eigentlich sollten das alle sein, denen ihre Gesundheit etwas bedeutet) hier ein ausführlicher Artikel des VCÖ (Verkehrsclub Österreich):

http://www.vcoe.at/de/publikationen/vcoe-factsheets/details/items/ultra-feinstaub-macht-krank

Christian W. ist der bemerkenswerteste B17-Tunnel-Fan

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Dr. Christian Waltner, Altgemeinderat, ist wohl der bemerkenswerteste B17-Tunnel-Fan aus Wiener Neudorf. Er sucht sich bereits die besten Plätze für seinen Liegestuhl und seinen Sessel aus für die Zeit, wenn der Durchzugsverkehr unter der Erde in einem Tunnel geführt wird. Wie er mir erzählt hat, lässt sich auch unser INFO-Blatt am besten neben der B17 lesen. Nur die vielen Autos stören ihn halt – noch – dabei.

Auf seiner Facebook-Seite https://www.facebook.com/ProTunnelWienerNeudorf

können Sie ihn bei seiner Suche begleiten. In jedem Fall ist er immer Freitag nachmittag vor Ort.

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Morgensport vor der roten Ampel

Also: Das müssen wir uns für die Fußgänger-Ampelkreuzungen in Wiener Neudorf unbedingt überlegen. Das kann aber möglicherweise dazu führen, dass dann niemand mehr bei „Grün“ über die Straße geht, sondern auf die nächste rote Ampelphase wartet: