
Von technischer Seite ist alles erledigt. Gemeinsam mit Fachleuten, Tunnelexperten und höchstrangigen Beamten der NÖ Landesregierung haben Verkehrsreferent GfGR DI Norman Pigisch (ÖVP) und ich in den letzten beiden Jahren alles besprochen, abgeklärt und bis ins kleinste Detail geplant und ausverhandelt. Jovial ausgedrückt wissen wir alles – bis hin wo die Feuerlöscher platziert werden.
Durch Filtersysteme und bauliche Maßnahmen u.s.w. ist gewährleistet, dass an den Tunnelein- und ausfahrten keine erhöhten Schadstoff- bzw. Lärmwerte entstehen werden.
Jetzt geht es nur noch um die Finanzierung. Das Erstgespräch mit dem sowohl für Finanzen als auch Verkehr zuständigen Landesrat DI Ludwig Schleritzko (ÖVP) hat stattgefunden. Nachdem es doch um einen höheren zweistelligen Millionenbetrag geht, wird es verständlicherweise mehrere Verhandlungsrunden benötigen.
Stellen Sie sich die Situation wie am Beginn von Gehaltsverhandlungen zwischen Arbeitgeber und Gewerkschaft vor. Jede Seite versucht einmal auszuloten und so wenig wie möglich anzubieten und so viel wie möglich zu verlangen. Das Ziel ist es dann, sich nach mehreren Verhandlungsrunden auf einen guten Kompromiss zu einigen.

(Mich verbindet mit LR Ludwig Schleritzko eine wirklich gute Bekanntschaft und Gesprächsbasis. Er ist auch immer wieder gerne in Wiener Neudorf – wie hier auf einer Archivaufnahme bei einer Feier im Wichtelhaus)
Aufgrund der bevorstehenden Gemeinderatswahl sind sowohl der Terminkalender des Herrn Landesrat als auch meiner übervoll und so werden wir erst Ende Jänner weitersprechen. Und natürlich wird auch von Seiten des Landes abgewartet, ob sich in Wiener Neudorf politisch etwas ändert. Denn bekanntlich hat die SPÖ das Projekt schon einmal (2005) nach dem Bürgermeisterwechsel abgedreht.
Sollte ich weiterhin Bürgermeister bleiben, dann werden die Gespräche ab Anfang Februar intensiviert und ich hoffe doch, dass wir uns hinsichtlich des Budgetplanes im Laufe des ersten Halbjahres 2020 annähern und einigen.
Nachdem es sich aber letztlich doch um eine dreijährige Bauzeit handelt, die auch mit gewissen Einschränkungen verbunden sein wird, plane ich eine Volksbefragung, bei der letztlich die Wiener Neudorfer/-innen das letzte Wort haben werden.









