Kategorie-Archiv: Wiener Neudorf allgemein

Wo und wie kann Sozialhilfe beantragt werden?

Gerade jetzt überlegen sich einige, wo und wie sie zu dringend benötigten zusätzlichen finanziellen Zuwendungen kommen können.

Die Sozialhilfe nach dem NÖ SAG (Sozialhilfe-Ausführungsgesetz) umfasst Leistungen zur Unterstützung des allgemeinen Lebensunterhalts und zur Befriedigung des Wohnbedarfs für Menschen, die in eine finanzielle Notlage geraten sind, sich ihren Lebensunterhalt mit eigenen Mitteln (Einkommen, Vermögen) nicht mehr leisten können und diesen auch nicht von anderen Personen und Einrichtungen erhalten

Jede Gemeinde liefert einen bestimmten Betrag (im Falle von Wiener Neudorf sind das mehrere Millionen € pro Jahr) für Sozialzwecke an das Land NÖ ab, das einen Teil davon den Bezirkshauptmannschaften für Sozialaushilfen zur Verfügung stellt. Die Sozialaushilfen müssen also bei der Bezirkshauptmannschaft beantragt werden und werden auch dort bearbeitet, ausbezahlt oder abgelehnt.

Es gibt Voraussetzungen: Darunter z.B.: kein oder ein zu geringes Einkommen, kein Vermögen, Hauptwohnsitz und dauernder Aufenthalt in NÖ. (zu dem man auch berechtigt ist). Weiters muss eine Arbeitswilligkeit vorliegen und ein Antrag samt Vorlagen ausgefüllt werden.

Nähere Informationen finden Sie im Informationsblatt zur Sozialhilfe nach dem NÖ SAG auf der HomePage der Bezirkshauptmannschaft.

Wie kommen Sie zum Informationsblatt und vor allem zum Antrag?

Gehen Sie auf die HomePage der Bezirkshauptmannschaft: http://www.noe.gv.at/noe/moedling/bezirkshauptmannschaft_moedling.html Gehen Sie weiter zur Rubrik: Sozialinfo. Weiter zu: Sozialinfo NÖ. Klicken Sie bei den Leitthemen auf: Geld und materielle Lebensgrundlagen. Scrollen Sie weiter zu: Sozialhilfe.

Nun können Sie das oben beschriebene Informationsblatt durchlesen und kommen auch darunterstehend zum Antragsformular.

Dieses füllen Sie aus und reichen Sie dann am besten gleich mit den erforderlichen Beilagen bei der Bezirkshauptmannschaft ein. Sie können dieses aber natürlich auch gerne an das Gemeindeamt schicken und wir leiten es weiter. Das dauert dann allerdings etwas länger.

Wenn Sie unmittelbar überhaupt kein Geld mehr zur Verfügung haben, um Lebensmittel oder Hygieneartikel zu kaufen – und auch nicht zuwarten können, bis Ihr Antrag von der Bezirkshauptmannschaft bearbeitet wird -, dann wenden Sie sich bitte umgehend über das Gemeindeamt an mich.

Niemand wird in Wiener Neudorf delogiert!

Dieser Facebook-Beitrag der SPÖ hat einige irritiert und bereits zu Nachfragen geführt. Lassen Sie sich bitte nicht beunruhigen oder verunsichern: Derzeit wird niemand delogiert, wenn er/sie aus finanziellen und nachvollziehbaren Gründen die Miete nicht (oder nicht rechtzeitig) bezahlen kann – weder aus einer Privatwohnung (kein Gericht würde derzeit einem Antrag stattgeben) und schon gar nicht aus einer Gemeindewohnung.

In jedem Fall ist es ratsam, mit dem Vermieter/der Vermieterin in Kontakt zu treten und eine eventuelle Stundung zu besprechen. Ich denke, dass in der momentanen Situation alle gesprächsbereit sind, auch wenn möglicherweise private Vermieter auf die Mieteingänge angewiesen sein könnten.

Ich habe mit dem Obmann der SPÖ Wiener Neudorf gesprochen. Es handelt sich lt. Auskunft um eine übergreifende Aktion, die angeblich nicht auf Wiener Neudorf zugeschnitten war. Warum unsere Gemeinde derart prominent namentlich und bildlich vorkommt, verstehe ich dann zwar nicht.

Eine Musestunde während der Corona-Krise: Video-Konzert unserer Musikschule!

Derzeit wird in der Musikschule weder geprobt noch aufgetreten – aber trotzdem gibt es ein Konzert!

Ein wenig ist es schon ein Treppenwitz. Ich mag einige Talente oder Begabungen haben, das aktive Musizieren gehört mit Sicherheit nicht dazu. Ich hatte in meiner Kindheit und Jugend leider nicht die Chance, ein Instrument zu erlernen – und danach keine Zeit mehr. Trotzdem bin ich heute als Bürgermeister für die Gemeinde-Abteilung „Musikschule“ verantwortlich. Ein „Riesen-Glück“, dass es in einem Unternehmen den Begriff der Delegation gibt, denn auf unseren Musikschul-Direktor Robert Rother und sein tolles, engagiertes und innovatives Team kann ich mich jederzeit verlassen (so wie auf alle meine Mitarbeiter/-innen) – auch in diesen schwierigen und herausfordernden Wochen.

So freue ich mich, dass das jährliche Konzert „Meister von Morgen“ dem Corona-Virus trotzt und dessen ungeachtet stattfindet. Wenn es nicht live geht, dann machen wir es 2020 halt mittels eines Videos – das war die einhellige Entscheidung. Unsere Musikschüler werden übrigens weiterhin unterrichtet, allerdings nicht wie gewohnt „live“, sondern wie in diesen Tagen üblich: online auf digitalem Wege.

So lade ich Sie jetzt ein, sich das Konzert „Meister von morgen“ anzusehen und anzuhören. Der Vorteil an einem derartigen Konzert ist, dass man – im Gegensatz zu den bisherigen Auftritten – bei einem Stück, das einem besonders gut gefallen hat, einfach zurückgehen und es sich noch einmal anhören kann. Trotz dieses Vorteils freue ich mich aber schon auf das nächstjährige Meister-von-morgen-Konzert im Festsaal des Freizeitzentrums. Live ist und bleibt halt doch live.

So und jetzt viel Vergnügen mit: http://www.wiener-neudorf.gv.at/musikschule – und genießen Sie das Konzert.

Vielen vielen Dank an alle Interpreten und an die Musiklehrer, die für uns jedes einzelne Stück interpretiert und kommentiert haben.

3 weitere neue Maßnahmen

In wenigen Tagen ist das Tragen von Masken beim Einkauf verpflichtend!
Sehr viele Menschen in Österreich tragen derzeit dazu bei, die Ausbreitung des Coronavirus bestmöglich zu verlangsamen. Leider gibt es trotzdem noch Unverbesserliche, die die Maßnahmen negieren. Insgesamt zeigen die Maßnahmen allerdings Wirkung, aber es sind weitere Schritte notwendig, damit es bei uns nicht zu einer ähnlichen Lage kommt wie beispielsweise in Italien. 

Deshalb hat sich die Bundesregierung zu weiteren drei Maßnahmen entschlossen, die ich Sie dringend ersuche zu befolgen:
Verstärkter Schutz für besonders gefährdete Personen. Vor allem Risikogruppen, wie ältere Personen oder Menschen mit Vorerkrankungen, müssen bestmöglich geschützt werden. Hier wird es verpflichtendes Homeoffice bzw. eine verpflichtende Freistellung vom Job geben. Im Gemeindedienst haben wir das bereits umgesetzt.
Konsequentes Einhalten der Maßnahmen sicherstellen. Derzeit sind Polizistinnen und Polizisten in ganz Österreich im Einsatz, um sicherzustellen, dass die Maßnahmen der Bundesregierung auch eingehalten werden. Wer sich nicht an die Anordnungen hält und damit andere gefährdet, wird konsequent angezeigt. Es ist traurig, das österreichweit bis heute ca. 10.000 polizeiliche Anzeigen gegen das Anti-Corona-Maßnahmenpaket ergangen sind.
Tragepflicht von Mund-Nasen-Schutz. Ab Mittwoch werden voraussichtlich Supermarktketten beim Eingang allen Personen eine Maske übergeben. Sobald die Masken ausgehändigt werden, ist es Pflicht, diese auch beim Einkauf zu tragen. Mit einer Bedeckung oder einer Schutzmaske sollen vor allem andere Menschen geschützt werden.
Wichtig ist weiterhin: Abstand halten, um sich selbst und andere Menschen zu schützen. Das Tragen der Maske ist kein Ersatz für das Abstandhalten, sondern eine zusätzliche verschärfte Maßnahme, um die Ausbreitung des Virus bestmöglich zu reduzieren.

Ausgangsbeschränkung: Danke für große Disziplin!

Seit zwei Wochen leben wir in Österreich – und damit auch in Wiener Neudorf – in einem Krisenmodus mit strikten Ausgangsbeschränkungen. Unser Leben hat sich in den letzten Wochen dramatisch verändert und das wird es auch noch in den nächsten Wochen.

Wir stehen in Österreich wahrscheinlich vor den alles entscheidenden 10 Tagen der Corona-Krise. In den nächsten 10 Tagen wird sich endgültig entscheiden, ob die getroffenen Maßnahmen gegriffen haben, ob wir tatsächlich – worauf derzeit manches hindeutet – auf einem richtigen Weg sind oder ob es noch zusätzlicher Maßnahmen bedarf.

Leitgedanke aller Maßnahmen ist, die Weiterverbreitung des Coronavirus durch eine Minimierung der sozialen Kontakte einzudämmen. Die Einhaltung der Regeln ist laut den geltenden Covid-19-Sondergesetzen die Voraussetzung dafür, dass man sich überhaupt im Freien aufhalten darf.

Und: Werden die Regeln nicht flächendeckend ausreichend eingehalten, so droht eine Verschärfung.

Grundsätzlich gilt, dass derzeit das eigene Grundstück oder die eigenen vier Wände nicht verlassen werden dürfen. Dazu gibt es allerdings 4 Ausnahmen für dieses „allgemeine Betretungsverbot des öffentlichen Raums“.

Diese 4 Ausnahmen sind:

  • notwendige Besorgungen für das tägliche Leben (etwa Lebensmittel, Medikamente, nötige Arzt- oder Therapiebesuche)
  • die Fahrt zur Arbeit, sofern man nicht im Homeoffice ist
  • die Betreuung von Menschen, die Unterstützung brauchen
  • um ins Freie zu gehen – aber mit der klaren Auflage: nur alleine, mit Personen, die im gemeinsamen Haushalt leben, oder mit Haustieren – und das nicht über mehrere Stunden

Unbedingt: Einen Meter Abstand – mindestens!

Trifft man Bekannte zufällig auf der Straße, so ist es natürlich weiter erlaubt, mit diesen auch kurz zu plaudern. Wichtig zu beachten ist dabei und bei allen Aufenthalten draußen: Der verordnete Abstand von mindestens einem Meter zu anderen Personen muss eingehalten werden. Das ist keine Empfehlung oder ein Tipp, sondern eine Bedingung. Das gilt auch bei der Benützung von öffentlichen Verkehrsmitteln oder in Supermärkten oder in der Apotheke. Noch besser ist es natürlich, den Abstand noch weiter zu vergrößern, auf 1,5 bis 2 Meter.

Wir führen keineswegs eine Überwachung ein, aber wir kontrollieren auch in unserer Gemeinde die Einhaltung der Ausgehbeschränkungen. Um mir selbst ein Bild zu machen, spaziere ich zusätzlich zu unterschiedlichen Zeiten täglich durch unterschiedliche Ortsteile.

Das, was ich wahrnehme ist, dass sich bis auf ganz wenige Ausnahmen alle an die Maßnahmen und Beschränkungen halten. In manchen Geschäften gibt es allerdings Verbesserungspotential, obwohl es auch dort besser wird.

Insgesamt ein großes DANKE-SCHÖN an das Verhalten und die Disziplin in Wiener Neudorf. Ich weiß, dass das nicht leicht ist und ich weiß, dass das vielen vieles abverlangt. Dass das nicht überall klappt, sieht man, wenn man sich die Fernsehberichte ansieht.

Auch wenn der Bezirk Mödling insgesamt leider zu den höher belasteten Bezirken Österreichs zählt, haben wir in Wiener Neudorf weit unterdurchschnittliche Fallzahlen. Achten wir bitte weiterhin darauf, dass das so bleibt!

Corona-Virus: Ab sofort täglich aktuelle Fallzahlen – auch über unseren Ort!

Seit heute bekommen die Bürgermeister – nach vielen Diskussionen – endlich auch die Corona-Fallzahlen über die jeweilige Gemeinde. Aus Datenschutzgründen allerdings nur die Anzahl und nicht die Namen der Personen.

Ich habe mich dazu entschieden, auch Ihnen diese Zahlen zur Verfügung zu stellen – und zwar auf der HomePage der Gemeinde: http://www.wiener-neudorf.gv.at unter Aktuelles/Corona-Virus-Information. Dies vor allem aus den Gründen, um Sie auch darüber zu informieren und weil ich nicht möchte, dass sonst irgendwelche falschen Gerüchte auftauchen. Ich wurde in den letzten Tagen bereits mit Horrorziffern konfrontiert, so als wäre das Paznauntal gegen den Bezirk Mödling lediglich ein laues Lüftchen. Es ist manchmal wirklich erschreckend, welche Fake-News sich über die elektronischen Medien verbreiten. Schenken Sie diesen bitte keinen Glauben und informieren Sie sich ausschließlich über seriöse Quellen.

Stand heute sind 3 Wiener Neudorfer/-innen bislang positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Das ist österreichweit betrachtet glücklicherweise weit unterdurchschnittlich.