Kategorie-Archiv: persönlich

Alles okay! Es geht mir wieder gut!

 

Eigentlich wollte ich die Geschichte tief halten und eigentlich möchte ich auch kein übertriebenes privates Interesse an meiner Person schüren. Aber in den letzten Tagen werden die diesbezüglichen Nachfragen per Telefon und E-Mail doch so umfassend, dass ich mich nach langer Überlegung doch entschlossen habe, öffentlich dazu Stellung zu nehmen.

Ich habe natürlich befürchtet, dass das nicht unbemerkt bleiben wird, wenn der Notarztwagen und zwei weitere Rotes-Kreuz-Wägen zu meinem Haus rasen.

Alles geschah wie im Trance. Als ich Freitag früh, ungewöhnlich spät aufgewacht bin, war meine Frau bereits in der Arbeit. Ich konnte mich nicht bewegen, der gesamte Körper war schwer, alles drehte sich inner- und außerhalb von mir. Meine Herzfrequenz, das erfuhr ich erst später, war während der Nacht auf unter 30 Pulsschläge gefallen. Dass die Hilferufe nichts halfen, war mir bald klar. Also versuchte ich einige Male ergebnislos aufzustehen. Irgendwann ist es mir gelungen. Dann kann ich mich noch vage daran erinnern, dass der Schwindel vollends die Kontrolle über mich gewann und ich einige Male gegen Mauern und Türen geworfen wurde und auf den Boden stürzte, mich aufrappelte und wieder stürzte. Irgendwann kam ich wieder zu mir und es gelang mir irgendwie mein Handy zu finden. Da ich  nur verschwommen sah, habe ich blindlings auf dem Handy – wahrscheinlich in einer gewissen Panik – herumgedrückt und glücklicherweise ist es mir gelungen, eine am Vortag gewählte Nummer zu aktivieren – es war die Telefonnummer meines Schwiegersohnes, der den Ernst der Lage sofort begriff.

Dann kann ich mich noch irgendwie entfernt an viele Personen (lt. Informationen mehr als 10) in roten Uniformen in meinem Wohnzimmer erinnern, die an mir herumworkten und dann wieder an Personen in weißen Kitteln, darunter ein mir bekanntes Gesicht, das des Oberarztes Dr. Andreas Dalos – und da wurde mir bewusst, dass ich im Mödlinger Krankenhaus gelandet war.

Die genaue Ursache, was meine normale Herzfrequenz von ca. 50 bis 55 Pulsschlägen unvermutet halbiert hat, konnte nicht restlos geklärt werden.

Ich bedanke mich auf diesem Weg beim Team des Roten Kreuzes Mödling sowie beim Ärzte- und Schwesternteam des Mödlinger Krankenhauses. Dass ich nach relativ kurzer Zeit wieder zu hause und ab Dienstag wieder wie gewohnt in der Arbeit sein konnte, verdanke ich der schnellen Reaktion meines Schwiegersohnes und meiner Tochter, der großartigen Organisation unseres funktionierenden Gesundheitssystems, dem Engagement der Mitarbeiter/-innen des Mödlinger Roten Kreuzes und der Erfahrung und der Kompetenz der Ärzte und Krankenschwestern des Mödlinger Krankenhauses.

Wie eingangs erwähnt, halte ich mein Privatleben für nicht besonders wichtig und interessant, aber weil derzeit manch Falsches und maßlos Übertriebenes im Umlauf ist, möchte ich doch klarstellen: Nein, ich hatte weder einen Herzinfarkt noch einen Schlaganfall. Nein, ich fühle mich in keinster Weise überarbeitet oder sonstwie überlastet.  Mein Körper hatte aus einem unerfindlichen Grund einen Aussetzer – das kann nach 56 Lebensjahren schon einmal passieren denke ich – und innerhalb kürzester Zeit war wieder alles in Ordnung.

Ich bedanke mich für die Fürsorge, die vielen Genesungswünsche und das gefühlte wirkliche Interesse an meiner Gesundheit. Die vielen Nachrichten haben mich sehr tief bewegt.

Dieser Beitrag wurde in der Kategorie persönlich eingetragen und mit getaggt.

Der türkische Außenminister meint ich wäre ein radikaler Rassist. Erschrocken frage ich mich: Hat er recht?

 

Sorry, aber dieser Blogbeitrag beschäftigt sich weniger mit Wiener Neudorf als mit mir. Ich schreibe diesen Beitrag eigentlich ausschließlich für mich, weil ich mir über mich klar werden muss. Aber wenn Sie weiterlesen und sich damit auch mit mir als Person beschäftigen, dann freut mich das.

Der türkische Außenminister meint also, dass Österreich die Hauptstadt des radikalen Rassismus wäre, begründet durch die Aussagen von Bundeskanzler Kern und Außenminister Kurz betreffend den EU-Beitritt der Türkei. Wenn ich jedoch diesen Aussagen vieles abgewinnen kann, dann bin ich in der logischen Folge wohl auch in der Auffassung des türkischen Außenministers ein radikaler Rassist. Weil ich mich für einen humanistischen und christlichen Menschen halte, möchte ich der Meinung des türkischen Außenministers auf den Grund gehen. Denn, hätte er recht, würde dies mein Eigenbild das ich von mir habe, doch gewaltig erschüttern.

Die Meinung dieses Herrn ist mir zwar eigentlich herzlich egal, aber trotzdem brauche ich und brauchen sich sehr sehr viele Österreicher nicht von einem Mitglied eines sehr eigenartig agierenden Regimes beleidigen zu lassen. Oder doch? Hat er vielleicht sogar recht?

So und jetzt stülpe ich meine Seele nach außen und gehe mir komplett auf den Grund.

Ich habe es für wohltuend empfunden, dass endlich einmal versucht wird, nicht in jedem Satz Diplomatie, sondern Wahrheit wirken zu lassen. (Fast) jedem ist mittlerweile klar geworden, dass es ganz sicher zu keinem EU-Beitritt der Türkei kommen wird, aber sagen darf man das offenbar nicht. Da verhandelt man lieber viertelherzig weiter, am ehesten möchte man noch von einem Aussetzen der Verhandlungen sprechen, aber nicht von einem Abbruch – denn das klingt irgendwie diplomatischer. Denn man möchte einen zweifelhaften Flüchtlingsdeal offensichtlich nicht gefährden. Und dafür ist die Diplomatie wichtiger als die Wahrheit – glauben einige.

Ich persönlich plädiere dafür, die Türkei endlich als Partner ernst zu nehmen. Und einem Partner, den ich ernst nehme, mute ich auch die Wahrheit zu. Und die Wahrheit ist, dass es in absehbarer Zeit ganz sicher zu keinem EU-Beitritt kommen wird – also sollte man, und da gebe ich Herrn Kern recht, andere Wege einer Zusammenarbeit suchen, wenn man Zusammenarbeit – in welchen Kategorien auch immer – suchen möchte. Ich für meinen Teil möchte das. Was daran radikal rassistisch sein sollte, frage ich mich. Verhandlungen zum bewussten Zwecke der Augenauswischerei zu führen halte ich für unsinnig und letztlich provokativ. Aber vielleicht sieht das der türkische Herr Außenminister anders.

Und es muss für mich das hinter der österreichischen Gutmütigkeit versteckte liberale Verhalten endlich eine Grenze haben. Bei uns müssen Kreuze in öffentlichen Räumen hängen dürfen, längst nicht mehr als reines religiöses Symbol, sondern als akzeptiertes Kulturgut. Bei uns muss es Oster- und Weihnachtsfeste geben dürfen, die bei uns auch nichtreligiöse Menschen feiern. Bei uns gibt es einfach einen Nikolaus, auf den sich Kinder und Erwachsene freuen, auch wenn sie mit Religion nichts am Hut haben. Und wenn ich mir Österreich als Gastland oder neues Heimatland aussuche, dann habe ich das zu akzeptieren. Und nicht nur die paar aufgezählten Beispiele, sondern vieles andere auch. Jetzt kenne ich mich mit mir überhaupt nicht mehr aus. Ist das jetzt radikal rassistisch oder nicht?

Und wenn ich als Türke oder Türkischstämmiger demonstrieren möchte, dann habe ich diese Veranstaltung wie jeder andere auch, anzumelden und auf eine Genehmigung zu warten. Das ist bei uns Gesetz – ob einem das passt oder nicht. Bei uns ist Religion eine Privatsache und kein Satz in einem religiösen Werk steht über dem Gesetz oder ist irdisches Gesetz. Dafür haben vor einigen Hundert Jahren in Europa Generationen gekämpft. Ich kann schon nachvollziehen, dass manche, die aus einem anderen Kulturkreis kommen, damit nicht leben können – aber wenn sie in Österreich leben wollen, dann werden sie das müssen. Wir haben hier in Österreich und Mitteleuropa unsere traditionellen Werte und Grundwerte. Es kann jeder damit Probleme haben, aber leider niemand, der sich diese Gegend als Gast- oder Heimatland aussucht. Wenn diese Einstellung radikaler Rassismus ist, dann hat der türkische Herr Außenminister recht, dann bin ich ein radikaler Rassist.

Bei uns gäbe es keine Meinungsfreiheit, wurde uns Österreichern ausgerichtet, als die unangemeldete Demonstration und die Verwüstung eines türkischen Lokals kritisiert wurde. Was wäre eigentlich, wenn ich jetzt, nur angenommen, in Ankara sitzen würde und diesen Blogbeitrag geschrieben und freigegeben hätte? Wenn ich jetzt denken würde, ich könnte in der Türkei dafür vielleicht sogar verhaftet werden, dann wäre das doch ganz sicher radikal rassistisch – also denke ich das lieber nicht. Denn ich bin ja kein radikaler Rassist – oder schon?

Da soll sich einer mit sich selber noch auskennen. Am besten ich frage den türkischen Außenminister.

 

Irgendwie ist es echt zaach mit der SPÖ Wiener Neudorf!

 

In jedem Betrieb sind gemeinsame Aktionen zur Verbesserung des Betriebsklimas üblich. Auch in vielen Gemeinden gibt es immer wieder gemeinsame Aktivitäten der verschiedenen Fraktionen. Seit Monaten bemühe ich mich immer wieder, in die gut funktionierende Zusammenarbeit von ÖVP, UFO und FPÖ auch die SPÖ einzubinden. Beispiele: Ich habe es mit einem Vorschlag zu einer gemeinsamen Klausur versucht. Die SPÖ hat abgelehnt. Gemeinsamer Workshop. Die SPÖ hat abgelehnt. Gemeinsame Weihnachtsfeier. Die SPÖ hat abgelehnt.

Das Jahr 2015 ist wirklich gut verlaufen. Die Gemeinde hat sich finanziell gut entwickelt. Auch die ersten Monate 2016 gehen in diese Richtung. Die gesetzten Maßnahmen zeigen die erhoffte Wirkung. Es haben zwar nicht alle Gemeinderäte dieselben Verdienste für diese Entwicklung, aber ich verstehe uns als Gemeinderat als Ganzes. Wir sind ein Team, das zum Wohl von Wiener Neudorf arbeiten soll. Seit immerhin 6 Jahren verzichten Gemeinderäte, Ausschussvorsitzende und geschäftsführende Gemeinderäte auf ca. 20 % ihrer zustehenden Aufwandsentschädigung. Grund war die vor 10 Jahren entstandene finanziell kritische Situation rund um die Finanzgebarung und den ausufernden Schuldenstand. Immerhin hat der Gemeinderat in den letzten Jahren damit € 400.000,- einsparen können.

Also habe ich mir gedacht, ich bedanke mich für dieses Entgegenkommen und lade die Gemeinderäte mit ihren jeweiligen Partnern zu den Seefestspielen nach Mörbisch ein, wohin die Gemeinde sowieso am kommenden Freitag fährt.

Was macht die SPÖ? Sie macht wieder ein Politikum daraus. Ich hätte mich gefreut, wenn – wie in gut funktionierenden Betrieben üblich – die Mitarbeiter (in diesem Fall die Gemeinderäte) die Chance für eine gemeinsame Aktivität genützt  – und wir auch ein gemeinsames Zeichen gesetzt hätten.

So postet die SPÖ im Facebook nachstehenden Eintrag (auszugsweise):

Gratiskarten für Mörbisch
Folgende Einladung erging an alle GemeinderätInnen:
„Am Freitag, 8. Juli 2016 findet die Fahrt zu den Seefestspielen Mörbisch statt… Im Namen von Herrn Bürgermeister Janschka würden wir uns freuen, Sie und Ihren Partner/in (!!!) dazu einzuladen zu dürfen…“

Nach Rücksprache mit dem Gemeindeamt wurde uns bestätigt, dass diese Veranstaltung (Busfahrt, Besuch der Vorstellung, Heurigenbesuch) für die GemeinderätInnen GRATIS ist!

Wir SPÖ GemeinderätInnen haben dankend abgelehnt. Wir sind der Auffassung, dass es sich ein gut bezahlter Mandatar der Marktgemeinde Wiener Neudorf leisten wird können, diese Veranstaltung aus dem eigenen Börserl zu bezahlen.

Natürlich kann jeder Mandatar eine Veranstaltung aus dem eigenen Börsel bezahlen. Es kann auch theoretisch jeder Mitarbeiter die Kosten für einen Betriebsausflug oder für eine Firmenfeier aus eigenem tragen. Trotzdem ist es üblich, dass diese Kosten das jeweilige Unternehmen trägt. Darum geht es bei derartigen Events doch nicht. Da geht es um etwas ganz anderes.

Ich werde weiter um eine Zusammenarbeit kämpfen. Ich werde weiter die Hand ausstrecken. Ich werde weiter gemeinsame Aktivitäten anbieten. Ich weiß, ich sollte akzeptieren, dass die SPÖ jeden Gedanken an eine Zusammenarbeit von vorne herein ablehnt. Ich will es aber nicht akzeptieren. Und ich werde weiter darum kämpfen, auch wenn ich mir noch so viele Abfuhren, Anfeindungen und Postings einhandle.

Wahrscheinlich würde die SPÖ aber auch andererseits heftig kritisieren, wenn ich keine gemeinsamen Aktivitäten anbieten würde. Manchmal ist es echt zaach mit der SPÖ Wiener Neudorf.

Vielen Dank für die vielen Glückwünsche

Vielen Dank für die Hunderten Glückwünsche, die mich in den letzten Tagen persönlich, elektronisch und telefonisch erreicht haben. Zeit zum Feiern hatten Gaby (die bekanntlich am selben Tag im selben Jahr einige Stunden nach mir geboren wurde) und ich noch nicht – aber wir werden das demnächst nachholen.

Das schönste Geschenk haben wir schon vor knapp 3 Wochen mit der Geburt unserer zweiten Enkeltochter bekommen.

Elisabeth und Anna

Den beiden jungen Damen wird in meinem nächsten Lebensjahr ein Großteil meiner Aufmerksamkeit gehören: Anna (1 Monat) und Elisabeth (21 Monate).

Für das kommende, 57. Lebensjahr habe ich mir einiges vorgenommen. In einem Jahr will ich in Wiener Neudorf den Generalverkehrsplan und das Ortsentwicklungskonzept mit einem neuen Bebauungs- und Raumordnungsplan so weit fertig haben, sodass wir wissen, wohin sich Wiener Neudorf und jeder einzelne Ortsteil – und jede einzelne Straße – hinentwickeln soll und wird. Ich werde meinen Beitrag leisten, dass sich die Koalition in Wiener Neudorf noch weiter verfestigt und wir mit unserer bislang – aus meiner Sicht – so guten Zusammenarbeit viele, viele Akzente in Richtung Wohn- und Lebensqualität setzen.

Ich werde auch noch heuer wieder ein Buch veröffentlichen. Die Unterlagen dafür habe ich pünktlich vor einer Woche an meinen Verlag geschickt.  Es wird ein – ich hoffe nicht alltäglicher – Lyrikband werden.

Persönlich werden sich Gaby und ich einen jahrelang vorhandenen Wunsch erfüllen und uns einen Wintergarten errichten lassen und vor allem werde ich mich, soferne meine Tochter Michaela und mein Schwiegersohn Jo mich brauchen, so viel es geht um meine beiden Enkeltöchter kümmern.

Eine neue junge Dame in meinem Leben

20160605_164959_001

Opa (Bupa) Herbert, Anna Isabella, Elisabeth, Oma Gaby

Mein Mäderlhaus hat sich am Wochenende vergrößert. Nach zwei Töchtern (Barbara, Michaela) und einer Enkeltochter (Elisabeth) ist nun mit Anna Isabella (53 cm und 3,15 kg) eine weitere Enkeltochter in mein Leben gekommen.

Es tut mir leid, dass ich in den letzten Tagen ein paar Termine absagen musste, aber das Rundherum um die Geburt der junge Dame ging ganz einfach vor.

Bundespräsidentenwahl: A schware Partie fia mi!

 

Das „Van-der-Bellen-Lager“ warnt vor Norbert Hofer als Bundespräsident. Und malt ein düsteres Bild für Österreich, würde er Bundespräsident werden. Das „Hofer-Lager“ warnt vor Alexander Van der Bellen als Bundespräsident. Und malt ein düsteres Bild für Österreich, sollte er Bundespräsident werden.

Erstmals in der Geschichte von Wahlen geht es offenbar nicht um Argumente, warum man den Kandidaten wählen, sondern vorrangig darum, warum man den Gegenkandidaten nicht wählen soll bzw. darf. Den einen würde sowieso nur die Schickeria unterstützen, sagen die anderen und den anderen nur die Freunde um Maria Le Pen, sagen die einen.

Jetzt schreibe ich diesen Blog noch knapp vor der letzten ORF-Diskussionsrunde. Und vielleicht haben wir allesamt in zwei Stunden die Argumente, auf die wir warten.

Ich gebe zu, dass ich nach der ATV-Diskussion für ein paar Stunden überlegt habe, erstmals in meinem Leben „weiß“ zu wählen. Denn eigentlich haben sich damit für mich beide Herren für dieses Amt disqualifiziert. Die Erklärung, es hätte sich um ein Experiment gehandelt und es wäre eine Diskussion ohne Moderator gewesen, ist schon ein wenig eigentümlich. Denn bei den meisten Gesprächen, die ein Bundespräsident führt, ist eher kein Moderator anwesend – nehme ich einmal an. Und es kann schon sein, dass Gespräche heftiger verlaufen und gerade dann ist Professionalität gefragt, wenn es schwierig wird – und gerade dann möchte ich mich auf einen Präsidenten verlassen können. Und es wird wohl öfter vorkommen, dass ein Präsident mit jemand zu sprechen hat, den er in Wirklich nicht ausstehen kann. Dann kann ein Präsident auch nicht den Scheibenwischer zeigen, selbst wenn er in Nordkorea zu Gast ist. Und dann kann ein Präsident andererseits auch nicht ständig provozieren, auch wen ihm das Gegenüber gewaltig auf die Socken geht.

Die Wahl ist „a schware Partie fia mi“. Wahrscheinlich nicht nur für mich.

Denn eigentlich verbietet es mir mein demokratisches Selbstverständnis weiß zu wählen, weil das ja im Endeffekt nichts bringt, nichts nützt und auch nichts bewirkt. Es ist der Lagerwahlkampf geworden, den ich befürchtet habe. Und eigentlich will ich mich auch nicht zwischen einem  Rechtsaußen-Kandidaten und einem Linksaußen-Kandidaten entscheiden. ich rechne mit einem sehr sehr knappen Ergebnis, also wird knapp die Hälfte der Österreicher mit dem Ergebnis am kommenden Sonntag gewaltig unzufrieden sein. Ein Bundespräsident für alle wird der Neue wohl sehr lange, wenn überhaupt, nicht werden. Eigentliche keine guten Voraussetzungen.

Weiß wählen geht für mich nicht.

Manchmal hilft – nicht nur mir – die Literatur. Ich habe vor einigen Jahren eine Geschichte veröffentlichet, worin ich die Hauptfigur namens Musche Wiener in einem Disput sagen ließ: „Im Zweifelsfall sind mir die Erben der 68er-Bewegung noch allemal lieber als die der 38er.“

 

Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, ob dieser Satz im Zweifelsfall eine Auswirkung auf mein Wahlverhalten am kommenden Sonntag haben wird oder vielleicht sogar haben muss.

Mal nachdenken!