Volksanwaltschaft gegen Wiener Neudorf

Seit mehr als 7 Jahren versucht die Volksanwaltschaft (früher in Person von Frau Brinek, nun in Person von Herrn Amon) einen Gemeinderatsbeschluss außer Kraft zu setzen bzw. einen neuen zu erzwingen. Es geht – erraten – um die offensichtlich endlose Geschichte, dass die Gemeinde Einheimische bei der Vergabe von Saisonkarten für den Kahrteich bevorzugt. Das stört die Volksanwaltschaft, obwohl es genug ähnliche und andere Beispiele gibt – und hat wieder einen Fernsehbeitrag darüber gestalten lassen, der am letzten Samstag ausgestrahlt wurde.

Es bekommen beispielsweise auch nur Wiener ein Wiener Parkpickerl. Es bekommen auch in fast allen Gemeinden nur Einheimische eine Gemeindewohnung. Auch in diversen Schigebieten wird die einheimische Bevölkerung bevorzugt. Es können sich Eltern auch nicht irgendwelche Volksschulen für ihre Kinder aussuchen, sondern nur die im Wohnort. Diese Liste könn(t)en wir noch lange fortsetzen. Aber das alles stört die Volksanwaltschaft weniger. Vorrangig ist, dass Wiener Neudorf endlich den Gemeindeteich für alle öffnet. Ich habe – mit Unterstützung aller Fraktionen im Gemeinderat – versucht zu erklären, warum das nicht möglich ist.

Ich akzeptiere die Einschätzung der Volksanwaltschaft, bestehe aber darauf, dass man unsere Einschätzung auch akzeptiert und zumindest versucht zu verstehen.

Ich muss die Drohung ernst nehmen, dass sich eventuell sogar der Europäische Gerichtshof mit dem Fall befassen wird. Andererseits denke ich, dass die EU andere Probleme zu bewältigen hätte, als den Zutritt zu einem Gemeindeteich, den man in Luxemburg wahrscheinlich gar nicht kennt.

Wenn es Sie interessieren sollte, dann können Sie den Beitrag nachsehen unter: https://tvthek.orf.at/profile/Buergeranwalt/1339/Buergeranwalt/14106827/Vorzuege-fuer-Einheimische/15003744

22 Gedanken zu „Volksanwaltschaft gegen Wiener Neudorf

  1. Johann

    Zu argumentieren, dass andere auch die Bösen sind, ist zu wenig und zeigt nicht von Weitblick und strategischem Geschick … Es gibt nun Mal Vorgaben an die man sich zu halten hat, und Basta! Wurscht was in Laxenburg oder sonst wo passiert, diese Argumente sind lächerlich und sind eigentlich keine… sich Beispiele rauszupicken, wo möglicherweise Dörfer die Gesetze umgehen, na wo kommen wir denn hin? Wenn mein Kind sagt, ich habe dieses und jenes gemacht weil da maxl das auch tut, dann akzeptiert das von uns Eltern auch niemand… Also, gibt’s eine rechtliche grundlage oder nicht? Und das parkpickerl ist wohl ein sehr schlechtes Beispiel… Jeder nicht-wiener kann sehr einfach stundenweise sein Auto in Wien abstellen, was ein nicht wiener Neudorfer in Bezug auf ein karteichricket nicht behaupten kann… Wollten für meine mutter (als Begleitung für unsere Kids!!) ein Ticket kaufen, voriges Jahr unmöglich, heuer muss man dafür Al Bittsteller an bestimmten Tagen, zu bestimmten Zeiten zur gemeinde tingeln, dort exakte Tage und Zeiten angeben und nur dann kannst das Ticket kaufen… Das ist pure frozlrzelei und als Wiener Neudorf bleibt einem nur die (fremd) scham, wenn man das Thema mit Freunden bespricht, mit denen man sich immer gerne dort getroffen hat… das ganze ist unwürdig

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    1. Herbert Janschka

      Gehen wir gemeinsam davon aus, dass es eine rechtliche Grundlage gibt, denn ansonst würde der Gemeinderatsbeschluss, der im übrigen aus dem Jahr 2012(!!!) datiert und seitdem nicht mehr verändert wurde, längst aufgehoben worden sein.

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      1. Johann

        „gehen wir gemeinsam davon aus, dass es eine rechtliche Grundlage gibt…“ .. und die wäre? Das würde mich echt interessieren?! Wenn man hier die büchse der pandora öffnet, ja was kommt als nächstes? In Wr. Neudorf gibt es bsp. defacto 0 Wald – werden wir zukünftig daran gehindert, in Mödling spazieren zu gehen, der Anninger ist jetzt schon übervoll, die Parkplätze sowieso, dann kommt der nächste Lustige Bürgermeister (in Mödling ja gar nicht so unwahrscheinlich) u.d sperrt für alle nicht-Mödlinger die PP u. Straßen ab? dieses Spiel kann man unendlich spielen, viele machen da aber glücklicherweise nicht mit… man kann das Thema auch vernünftig und geschickt behandeln, z.B. Parkplatzsituation um den karteich bisl verändern, sodass man keine anreize mehr hat, einfach mit dem auto dort hinzukommen, zutrittskontingente schaffen (die dann natürlich für alle gelten) wenn das argument der „Verschmutzung“ u. der Qualität des Teiches im Vordergrund steht, ach, da gibts – wenn man bisl kreativ u. lösungsorientiert ist – viele Möglichkeiten. Aber stur durch die Wand, so wird das nix, da eckt man überall an, und dann braucht man sich über negative Berichterstattung auch nicht wundern…

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  2. Frau Anonym

    Ich hoffe, es bleibt so und die Gemeinde bleibt stur. Es gibt genug Bademöglichkeiten überall, es müssen nicht alle an den Karteich kommen. Die Möglichkeiten für Wiener Neudorfer bzw. deren Familienmitglieder/Enkelkinder etc sollten verbessert werden. Zumindest in Begleitung eines Wiener Neudorfers müsste der Zutritt vereinfacht werden. Insgesamt sollte der Karteich Wiener Neudorf vorbehalten bleiben.

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  3. Krammer Edda

    Lieber Herr Johann meiner Meinung nach sind Sie nur verärgert weil Sie für Ihre Mutter keine Teichkarte vor 2 Jahren bekommen haben und dieses Jahr sich anstellen mussten. Finde daher Ihr Schreiben nicht objektiv!!!

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    1. Johann

      Nein, das ist nicht der Grund, über den ich mich hier ärgere. Der Hauptgrund ist der, dass – wenn alle so agieren würden – wir uns allesamt ziemlich blöd anschauen würden, wenn dann nach u. nach gewissen Freizeitangebot nur mehr sehr eingeschränkt für die Bewohner eines Dorfes, einer Gemeinde oder einer Stadt zur Verfügung stehen würden. Das darf nicht sein, egal was man nun für Argumente dagegen aufbringt. Jedem Wiener oder nicht-Wiener stehen z.B. die Öffis in Wien zum gleichen Preis zur Verfügung, jedem Mödlinger oder nicht-Mödlinger steht es zu, am Parkplatz im Prisnitztal oder beim Bockerl sein Auto abzustellen…. in wiener neudorf gibs kein Hallenbad/Schwimmhalle, glücklicherweise darf ich zum selben Preis, ohne Frozeleien, jene in Perchtoldsdorf oder Mödling benutzen…. dasselbe gilt fürs eislaufen, klettern,…. das sind einfach grundprinzipien, an die man sich halten möge – jeder! dazu gibt es bereits rechtssprechungen u. erkenntnisse… wieso will man das über bord werfen?

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  4. Johann

    ….es wäre ja mal wirklich interessant, wie die Neudorfer reagieren würden, wenn dann wirklich z.b. Indoor-Schwimmhallen exclusiv für Gemeindebewohner geöffnet werden – na sollen doch die Wiener Neudorfer ihr Hallenbad selber bauen…. wie gesagt, dass kannst ewig so durchdeklinieren, am Ende ist doch schon am besten, dass jeder ein angebot dort nutzen kann, wo er das möchte – u. natürlich auch dafür zahlt! Ihr hängt euch alle am Gemeindeteich auf, weil halt das etwas ist, was sehr exclusiv in Wr. Neudorf zur Verfügung steht… aber es gibt viel mehr einrichtungen die WIR nicht haben, aber trotzdem gerne nutzen, oder?

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    1. Anonym

      Lieber Hr Bürgermeister bitte bleiben Sie dabei. Nach einem anstrengenden Arbeitstag ist es herrlich am Kahrteich entspannen zu können. Da kann man Kraft tanken und sich so richtig erholen. Wenn nun auch Nicht Wr. Neudorfer in Strömen kommen hätten wir nichts mehr vom Erholungsfaktor. Übrigens im Hallenbad Mödling verbringt man nicht den ganzen Tag, das ist nicht zu vergleichen. Ich verstehe auch nicht warum man immer neidisch ist auf das was andere haben. Bitte erhalten Sie uns unser kleines Paradies nur für uns.

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  5. Irgendein Wiener Neudorfer

    Na dann lassen wir halt mal die EU waltet … bis da eine Entscheidung getroffen wird, vergehen locker noch mal Jahrzehnte … Die EU ist nicht für ihre Schnelligkeit bekannt.

    Und so wie der aktuelle Volksanwalt das schildert, ist ihm wohl ein Fehler passiert.

    Ja man darf aus Auswertiger in Kitzbühl Skifahren … dass es dort für Einheimische aber auch stark vergünstigte Saisonkarten gibt, hat er nicht erwähnt. Wäre also auch Rechtswidrig …

    Es gibt ja in Österreich unzählige Beispiele wo Einheimische Vergünstigungen erhalten. Entsprechend ist unsere Regelung nicht viel anders. Es gibt ja im Normalfall Tageskarten. Corona hat viel verändert, das ist wieder eine ganz andere Geschichte. Und es gibt im Normalfall auch immerhin 200 Saisonkarten. Das muss eben reichen.

    Also abwarten, die EU wird sicher im Jahr 2050 eine Entscheidung getroffen haben … lol

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  6. Wiener Neudorfer

    Gedanken zum Thema
    .
    Meines Wissens nach gibt es die Unterscheidung zwischen öffentlichen Plätzen und Eigentum (hier also der Kahrteich als Besitz der Gemeinde WN).
    Als öffentlicher Raum gelten zum Beispiel die alte Donau, und das Enttlastungsgerinne, der Neusiedlersee, wie auch der Stephansplatz……
    Auch die Wälder um Mödling sind öffentliche Plätze!
    Hier darf es keine Beschränkungen geben – jeder kann sich dort frei bewegen.
    Der Gemeindeteich ist jedoch kein öffentlicher Ort.
    Er wird durch Gelder der Gemeinde erhalten, und ist über die Jahre zu einem Kleinod geworden. In den Augen der (auswärtigen) Bevölkerung offensichtlich einer der schönsten.
    Es gibt in der Umgebung einige, recht ansprechende Badeteiche, die aber ebenfalls seit Jahren den Zutritt beschränken.
    Warum wollen eigentlich alle unbedingt den Kahrteich?
    Warum fahren die Wiener nicht zur alten Donau?
    Warum dieses Verbeissen in der WN-Gemeindeteich?
    Das Thema Corona ist eine ganz andere Baustelle und sollte hier gar nicht beredet werden.
    Für mein Verständnis gibt es eben Einrichtungen und öffentliche Räume, die nicht restriktiv für die Bevölkerung geöffnet werden dürfen, andere aber sehr wohl.
    Oder müssen wir jetz auch unsere Grundstücke und Gärten für alle Österreicher zugänglich machen?

    Auch hier sollten sich zum Beispiel Mountainbiker und Touristen darüber im Klaren sein, dass Privatgründe eben nicht für den öffentlichen Verkehr geöffnet werden müssen.
    Hier spielt man sich durch immer größer werdende Rücksichtslosigkeit in die Situation, dass immer mehr Besitzer von Wald- und Wiesengründen den Durchgang verbieten und sperren.
    Zumal die Klagsfreudigkeit (wegen zum Beispiel böser Kühe) immer mehr zunimmt.

    Meine Meinung dazu ist, die Wiener Neudorfer tragen mit ihren Abgaben zur Erhaltung des Kahrteiches bei, die Auswärtigen nicht.

    In meinen Garten, den ich durch Arbeit und Einsatz finanzieller Mittel pflege, gewähre ich auch nur denen Zutritt,die ich auch dort haben will, also auch nicht jedem Wiener, der gerne mal einen schönen Tag im Grünen verbringen will.

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    1. Ein_Moedlinger

      Lieber Herr Wiener Neudorfer,

      schon lange nicht mehr einen solchen Schmarrn gehört oder gelesen. Ein Großteil des Mödlinger Waldes gehört der Gemeinde Mödling (von der Gemeinde Wien an Mödling mit Auflagen verschenkt), ein Großteil des Neusiedler Sees ist Privateigentum etc., ebenso wie ein stattlicher Teil der österr. Wälder etc.

      Ihre persönliche Definition von „öffentlicher Raum“ sollte etwas nachjustiert werden … und auch eine Beschäftigung mit Gebietskörperschaften etc. würde ich Ihnen nahelegen.

      Ein Apartheid-System kann jedenfalls keine Lösung für die Bewirtschaftung öffentlichen (!) Gutes (!) sein – völlig unabhängig von diesem lächerlichen Wiener Neudorfer Gemeindeteich, der für manche eine Oase darstellen soll.

      Wovon Sie träumen sind Einrichtungen privater Betreiber, zB. Clubs – gibt es, zahlen Sie dafür. Öffentliches Gut hat jedenfalls ohne derlei Schikanen verwaltet zu sein, völlig egal ob sich der Mödlinger BGM Hintner gerade mal wieder nicht zu benehmen weiß, weil er Wienern empfiehlt, sie mögen zu Hause bleiben, oder sonst irgendwelche „Dorf-Häuptlinge“.

      Viele Grüße.

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      1. Wiener Neudorfer

        Lieber Herr Mödlinger!

        Warum gleich so angriffig?

        Das alles in Ö irgendjemanden gehört, ist mir bewußt.
        Ich denke, es ist eine Frage der Widmung und Einordnung.
        Der Staat beschränkt ja durchaus den Zugang zu manchen Wäldern und Gegenden.

        Die Sache mit den Privatgründen an eigentlich dem Allgemeingut zugehörigen Plätzen ist eine andere Baustelle.
        Fehlgeleitete Orts-Kaiser verscherbeln halt alles für fragwürdige „Zwecke“.
        Natürlich ist das Privateigentum dann aber auch zu respektieren, es wurde ja „legal“ erstanden.

        Eine (teilweise) Öffnung für Zugang und Benützung ist dann vertraglich oder auf „Good-Will“ mit dem (privaten) Eigentümer möglich.

        Das wiederum hängt aber von einigen Faktoren ab, und kann sich durchaus ändern.
        Eigenbedarf, Fehlverhalten der geduldeten Benutzer und vieles mehr………

        Oft ändert sich das anfangs liberale Verhalten der Besitzer, auch der öffentlichen Hand, durch das Verhalten der Nutznießer, aber einfach auch, wenn sie zahlenmäßig überhand nehmen, also quasi eine „Verdrängung“ stattfindet.

        Ansonsten teile ich Ihre Ansichten durchaus, und wundere mich über das „Griss“ um dieses kleine Teichlein………

        Alles Liebe und Gute für Sie!

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    2. Johann

      Ach, Herr Wiener Neudorfer, Ihre Naivität müsste man haben… privates Eigentum mit öffentlichem Eigentum zu vergleichen, ojeojeoje… natürlich benützt niemand mein bad mit, was soll denn dieser kindergartenvergleich? Ich habe lediglich versucht, ähnliche Szenarien, auf die eine Gemeinde mit ähnlichen Argumenten kommen könnte, heranzuziehen – und da ist ein Schwimmbad oder ähnliche Einrichtungen ein sehr gutes Bespiel… und nein, a la long wird es sich nicht auszahlen, dass jede Gemeinde ihr eigenes Süppchen kocht, man muss halt schon ein wenig den Blcik über den Tellerrand wagen – den Sie vermutlich nie genießen konnte 🙂 lassen Sie mich raten: hier geboren, nie wo anders gelebt, nie was andres gesehen, ja – dann denkt man leider bisl verborht…

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  7. Johann

    dieses engstirnige denken kotzt mich wirklich an… ja, meinentwegen reduzieren wir die diskussion auf alle seitens einer Kommune zur Verfügung gestellten einrichtungen, dies wären: Schwimmbäder (indoor/outdoor), Parkanlagen, Spielplätze, Hundeauslaufzonen, evt. Eislaufplätze, Beachvolleyballplätze, Tennisplätze,…. so, und jetzt stellen wir uns mal vor, jeder Bürgermeister reagiert so ähnlich – wo sollen 2 freunde gemeinsam tennis spielen? wo sollen sich eltern mit ihren Kindern nachmittags treffen, wo gehen 2 befreundete Hundebsitzer mit ihren hunderl spazieren? Das prinzip „alles nur den Einheimischen“ funktioniert nicht u. ist fehl am platz… man kann sich nicht nur die rosinen rauspicken, wir nehmen wowieso viel mehr als wir geben, außer dem karteich fällt mir in wr. neudorf nix dergleichen ein, wir gehen aber alle schön brav mal evt. nach mödling, perchtoldsdorf schwimmen, nach traiskirchen eislaufen,… bis halt dort die kommunalpolitiker auch deppert werden u. die „auswärtigen“ ausschließen…

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    1. Wiener Neudorfer

      Lieber Johann!

      Sie konstruieren Fälle, die es so nur selten gibt!

      Irgendwie scheinen Sie in die derzeitig grassierende Empörungs- und Aufregungskultur abgeglitten zu sein, das gepaart mit leichter Aggressivität.

      In ganz WN und Umgebung kann JEDER mit seinem Hund spazieren gehen.
      Es gibt private aber auch öffentliche Kinderspielplätze.
      Es gibt für alle zugänglich gemachte Parkanlagen, ich erinnere nur an den Wiener Neustädter Akademiepark (übrigens fast die Hälfte des WN Wohngebietes).

      Was sollen die Vorwürfe, dass sich Freunde nicht mehr treffen können?

      Warum soll ich mich darüber aufregen, wenn ich als Wiener Neudorfer nicht alle Einrichtungen, die eine andere Gemeinde finanziert, benützen darf?

      Darf ich Ihr Bad benützen, Ihren Garten?

      Wie wäre es, wenn die Wählerschaft aktiv ihren Ortskaisern verständlich macht, was sie gerne im Ort hätten?

      Liebe Grüße

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  8. Hannelore Schmid

    Lieber Herr Johann!

    Ihre ganzen Argumente haben aber nichts mit der vom Volksanwalt bekrittelten Situation zu tun.
    Dem Volksanwalt geht es lediglich darum, dass Wr. Neudorfer die Möglichkeit haben, eine Saisonkarte zu einem günstigen Preis zu kaufen und für Ortsfremde dies nur bis zu 200 Stück von der Gemeinde freigegeben ist (vor Corona und alle diesbezüglichen Beschränkungen und noch viele mehr gab es auch in Wiener Bädern, z.B. Tests für unter 12jährige).
    JEDER Auswärtige kann sich in normalen Zeiten eine Tageskarte kaufen bis zu einer festgelegten Tagesauslastung. Das ist in allen anderen Bädern ebenso. An heißen Wochenenden kann es in jedem Schwimmbad passieren, dass man keinen Einlass mehr bekommt.
    Ansonsten hat Wiener Neudorfer schon alles zu den Unterschieden der von Ihnen angeführten Beispiele geschrieben. Kein Bürgermeister wird es verbieten können, an öffentlichen Plätzen, Orten oder in Wäldern spazieren zu gehen, also zumindest in normalen Zeiten (der Wiener Bürgermeister hat bekanntlich wegen Corona die Bundesgärten für alle geschlossen).

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  9. Mustermann

    Aus meiner Sicht gibt es mittelfristig nur eine Lösung für das „Problem“:

    Der Eintritt muss auf Jahreskarten beschränkt werden, diese müssen für ALLE wesentlich teurer werden (z.B. 200 EUR). Damit wird niemand diskriminiert und der Teich wird weiterhin nutzbar bleiben.

    Die Gemeinde sollte in diesem Fall aber entsprechende Förderungen für Familien einrichten, die sich den teuren Eintrittsspreis dann nicht mehr leisten können (z.B. an Familieneinkommen&Wohnsitz Wr. Neudorf gekoppelt).

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    1. Musterfrau

      Tja, das könnte man ja so machen. 200 € für jedermann, unendlich Saisonkarten (die sind übrigens in Skigebieten auch nicht unendlich) und dann fördert man halt Wiener Neudorfer mit 178 € … ergibt dann für Wiener Neudorfer die 22 € … könnte man machen, ist aber auch nicht gleichberechtigt … siehe Autobahnmaut in DE die dieses System fahren wollen … das gibt auch Brösel … ja klar, mit dem Sozialfond könnte man Einkommenschwächere unterstützen … wäre aber auch irgendwie unfair, weil ja auch eine Vergünstigung.

      Egal wie mans anstellt ists falsch.

      Vielleicht wäre es eine Alternative für den Teich einen Verein zu gründen. Und nur Vereinsmitglieder aus Wr. Neudorf dürfen dann rein. Keine Tageskarten, keine Saisonkarten für Auswertige …

      Und wenn das auch nicht geht –> privatisieren … Als Geschäftsmann-frau darf ich mir meine Kunden aussuchen und muss nicht jeden akzeptieren …

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  10. Christiane Mieth

    Wie sieht das denn in Biedermannsdorf aus? Sueit ich gesehen habe, können nur Biedermannsdorfer mit einem Schlüssel dort hinein und es ist immer sehr schach besucht hinsichtlich der Größe. Die Gemeinde zahlt auch für die Säuberung und Erhaltung des Geländes und der Wasserqualität. Die Museen sind damit nicht zu vergleichen, sie brauchen die Einnahmen und werden höchstwahrscheinlich von den Ländern unterstützt. Ausländische Touristen sind ja auch willkommen. Es ist lächerlich mit einer Klage zu drohen, da sollte der Volksanwalt sich um ach so viele wichtigere Anliegen kümmern!

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  11. Schwammerl

    Da muss ich Musterfrau zustimmen.
    Am besten verkaufen an einen privaten Betreiber, der sich dann herumschlagen darf mit der Menge der Badewollenden. Falls der Teich den Betrieb nicht verträgt, ist er halt eine Krotnlackn, die nicht mehr nutzbar ist.

    Dann sind diese kindischen „ichwillaberichwillaber“ endlich zufrieden.

    Oder in Bauland umwidmen, dann haben wir mehr Wohnungen, die mit Teichzugang. basta.

    Irgendwann wirds fad.

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  12. Stefan Kohoutek

    Ich denke, die Volksanwaltschaft muss einsehen, dass es sich beim Gemeindeteich um ein natürliches Gewässer handelt, das ein Ökosystem hat. Eine Öffnung für alle hätte nur zur Folge, dass das Gewässer in wenigen Jahren derart kippen wird, dass sich keine Lebewesen darin halten können und Baden dann für niemanden möglich sein wird. Daher kann es nicht über einen Kompromiss hinausgehen, so leid es mir für alle Nicht-Wr. Neudorfer tut – und den hat unser Bürgermeister ohnehin bereits realisiert. Wir müssen das ökologische Wohl des Teiches in diesem Fall über den „Gleichheitsgrundsatz“ stellen!

    Außerdem: das ist eben ein „Bonus“, der in der Wr.-Neudorf-Card enthalten ist! Viele andere Gemeinden haben sicherlich ähnliche Angebote für ihre Bürger.

    Ich hoffe, dass dieses Argument – ein Teich ist eben ein Ökosystem und deswegen nicht unbegrenzt belastbar – Gehör finden wird.

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  13. Stefan Kohoutek

    Aber vielleicht gibt es bei dieser verfahrenen Lage doch jemanden, der der Gemeinde da helfen kann – vielleicht hat Umweltministerin Gewessler mehr Verständnis für die Situation am Kahrteich als der Volksanwalt!

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