Wir haben die Schnauze voll: Das Virus hat vorläufig gewonnen!

Dem Virus geht es gut: Das hat auch mit unserem Verhalten zu tun!

Wir sind corona-müde. Wir wollen die Einschränkungen nicht mehr. Wir haben die Schnauze voll. Viele haben beschlossen, nicht mehr mitzumachen. Genau dort wollte uns das Virus haben. Und genau diesen Gefallen machen wir dem Virus jetzt.

Die Fallzahlen gehen trotz des Lockdowns nicht hinunter. Das Virus hat einen Gang zugelegt und mutiert. Dafür kann niemand etwas. Auch wenn Schuldzuweisungen gerne gemacht werden, daran ist niemand schuld. Die logische Folge wäre: Wir verlängern den Lockdown und bringen die Situation in Griff, bevor wir uns eine neue Front aufmachen. Was aber machen wir? Genau das Gegenteil.

Natürlich bekommen die Landes- und Gemeindepolitiker die Stimmung in der Bevölkerung hautnäher mit als die Bundespolitiker. Und die Stimmung schlägt immer mehr um. Politisch ist es also gescheit, den Lockdown so gut wie möglich zu beenden. Gesundheitlich ist es ein absoluter Schwachsinn – und spielt dem Virus in die Hände.

Ein geflügeltes Wort heißt: Die Gesundheit ist das wichtigste Gut, das wir haben. Angeblich geht dieser Spruch auf eine Aussage des amerikanischen Politikers Arlen Specter zurück. Für viele von uns gibt es mittlerweile wichtigere Güter: Den Datenschutz, die persönliche Freiheit, das Freunde-Treffen, Partys, Glauben an abstruse Theorien …… Die Gesundheit gilt nur jenen als das wichtigste Gut, die wirklich krank sind und wissen, wie entscheidend und wichtig die Gesundheit ist. Vielen ist die Gesundheit, vor allem die der anderen, unwichtig und egal geworden. Ansonst ist das Verhalten etlicher nicht zu erklären.

Und natürlich ist die Frage zulässig: Sind es die 1 Million Österreicher, die kurzarbeiten oder arbeitslos sind es wert, dass ein paar Tausend Menschen vielleicht weniger krank werden oder ein paar Hundert weniger sterben? Sind es die paar Hundert oder Tausend wert, dass Betriebe zugrunde gehen und Unternehmer oder Arbeitnehmer vor dem finanziellen Ruin stehen?

Diese Abwägungen zu treffen und zu verantworten ist beileibe keine leichte Übung. Als Entscheidungsträger kannst Du dabei nicht gewinnen. Die einen halten das eine für richtig, die anderen das andere.

Es wissen sowieso alle, die Bescheid wissen, dass die Lockerungen ab kommenden Montag (mit Ausnahme der Schulöffnungen) für die allgemeine Gesundheit ein absoluter Unsinn sind. “Spiel mit dem Feuer” sagt die eine, “Ritt über die Rasierklinge” der andere. Die Lockerungen ab kommenden Montag können nur dann gelingen, wenn sich möglichst alle vernünftig verhalten. Dass das nur ein frommer Wunsch ist, wissen auch alle. Der nächste Lockdown ist vorprogrammiert und ernstzunehmende Virologen sagen diesen bereits für die zweite Märzhälfte voraus.

Natürlich müssen wir auf die Wirtschaft schauen. Österreich ist in Europa bislang wirtschaftlich am schlechtesten durch die Pandemie gekommen. Das hat vor allem mit der überdurchschnittlichen Bedeutung des “geschlossenen” Tourismus zu tun. Andererseits hatten wir mit die höchsten Lockdown-Tage. Aber bis auf den Anfang der Pandemie waren unsere Lockdowns immer halbherzig, weil auf diese oder jene Lobby Rücksicht genommen werden muss, weil es da und dort wichtige Für- oder Gegensprecher gab. Weil Österreich halt so funktioniert wie es funktioniert: Siehe St. Anton oder diverse Schikurse.

Wenn ich auf der Autobahnbrücke stehe und auf die A2 hinunterschaue, dann habe nicht das Gefühl, dass sich viele im Lockdown oder im Home-Office befinden.

Die gute Nachricht: Wir werden am Ende den Krieg gegen das Virus gewinnen. Sobald ausreichend Menschen geimpft sind und sobald auch ein wirksames Medikament erfunden sein wird. Die nächste Schlacht aber, wird mit Sicherheit das Virus gewinnen. Uns egal: Wir haben die Schnauze voll und wollen endlich wieder shoppen, Nägel schneiden oder Haare färben.

17 Gedanken zu „Wir haben die Schnauze voll: Das Virus hat vorläufig gewonnen!

  1. Marianne Utner

    Ich wünsche mir,dass viele Leute diese klugen eindrucksvollen Brief lesen. Wir haben nur diese Möglichkeit des miteinander Mitmachen und Geduld haben.
    Lg Marianne Utner

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  2. Ing. Ines Stöhr

    Ich finde, der Kommentar geht etwas an der Realität vorbei, denn dabei kommt das Gefühl auf, den Menschen ginge es nur um so nebensächliche Dinge wie Haare schneiden oder färben und shoppen, welche noch dazu hauptsächlich den Frauen zugeordnet werden.

    Abgesehen davon erinnert im ersten Absatz des Kommentares die Formulierung “genau dort wollte uns das Virus haben. Und genau diesen Gefallen machen wir dem Virus jetzt” sehr an die unseres Volksschullehrers, pardon, Gesundheitsministers Anschober.

    Es geht um viel mehr, nämlich u.a. um die angeschlagene psychische Gesundheit der Bevölkerung, was man auch daran sehen kann, dass z.B. die Kinderpsychiatrie im AKH aus allen Nähten platzt und hier bereits die gerne im Zusammenhang mit Corona verpönte Triage anwendet werden muss; Kinder und Jugendliche, die vor Corona niemals psychisch auffällig waren, jetzt aber aufgrund verschiedenster Störungen behandlungsbedürftig sind, müssen abgewiesen bzw. auf Wartelisten gesetzt werden. Von der eklatant angestiegenen Selbstmordrate in der Bevölkerung spricht auch niemand.

    Es geht um die vielen Menschen, die arbeitslos, in Kurzarbeit (vielleicht mit Aussicht auf baldige Arbeitslosigkeit) sind oder ihrer Existenzgrundlagen beraubt wurden. Auch die staatlichen Hilfen werden irgendwann enden und gestundete Kredite und Steuerzahlungen fällig werden – dann wird nach Ansicht der AK und anderer Experten die Pleitewelle erst so richtig zu rollen beginnen, deren Ausmaß noch nicht abzusehen ist.

    Sogar die WHO hat bereits die Sinnhaftigkeit von harten Lockdowns in Frage gestellt, da sie mehr schaden als nützen und wie die letzten Wochen gezeigt haben, kann von einer Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen in Anbetracht der wirtschaftlichen und sozialen Schäden keine Rede sein. Was hat haben uns der softe und der harte Lockdown der letzten Wochen gebracht?

    Die Menschen sind zermürbt von der Aussichtlosigkeit und der Erfahrung, dass es nach jedem Lockdown nicht besser, sondern immer schlechter geworden ist.

    Die neueste Ausgeburt ist wohl die Testpflicht vor Masseur- oder Fußpflegeterminen, die ja für viele Heilbehandlungen sind. Das bedeutet z.B. für alte Menschen, die aufgrund von Hühneraugen oder Bandscheibenleiden Schmerzen beim Gehen und Stehen haben, dass sie zu alledem noch zu einer Teststation gehen und sich dort, vielleicht bei Wind und Regen oder Schnee, anstellen müssen.

    Dass von Seiten der Politik dann auch noch die Bevölkerung für das Ausbleiben der erwünschten Resultate verantwortlich gemacht wird, finde ich sowieso letztklassig – denen, die ohnehin den Schaden haben, wird auch noch der Schwarze Peter zugeschoben!!

    Warum schaut keiner unserer politischen Verantwortlichen nach Schweden und orientiert sich an einem Land, in dem man den Mut hatte, es anders zu machen? Es stimmt, anfangs hatten sie auch Probleme in den Senioren- und Pflegeheimen, aber sie haben dazugelernt. Schweden lebt seit Anfang der Pandemie ein großteils völlig normales Leben und die von Vielen prophezeite Katastrophe ist trotzdem oder gerade deshalb ausgeblieben!!

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    1. Hannelore Schmid

      Dem ist nichts mehr hinzuzufügen, 100%ige Zustimmung. Außer vielleicht in Bezug auf staatliche Hilfen. Ich habe gestern mit einem Ehepaar gesprochen, die ein kleines Restaurant in Mödling betreiben. Die haben jetzt, Anfang Februar, die Hilfe für November erhalten.
      Und ganz zum Schluss: die EU, das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten rät von der Verpflichtung zum Tragen von FFP2-Masken ab. Der Mehrwert des Einsatzes dieser Masken in der Gesellschaft sei sehr gering. Auch das Robert Koch-Institut hat bereits vor schweren gesundheitlichen Folgen durch das Tragen dieser Masken gewarnt.
      Wenn ich das zum Einkaufen 10 Minuten trage, wird mich das nicht umbringen. Aber die, die das den ganzen Tag über tragen müssen während sie arbeiten, schädigen ihre Lunge sicher.

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    2. Herbert Janschka Artikelautor

      Liebe Ines Stöhr, ich stimme mit sehr vielem von Ihrem Geschriebenen überein, mit einigem nicht. Ich hätte der Menschheit mehr Zusammenhalt und mehr Egoismus zugetraut. Wenn man sich die täglichen Nachrichten anhört, anschaut oder anliest, dann ist es klar, dass die Lockdowns nicht das gebracht haben, wozu sie hätten dienen sollen. Es gibt einfach zu viele, die sich nicht daran gehalten haben oder halten und die sich tierisch (ohne diese Spezies beleidigen zu wollen) darüber freuen, Schlupflöcher zu finden, um Maßnahmen zu umgehen. Wir sind mit und in der Freiheit aufgewachsen, halbwegs alles tun und lassen zu können, was wir wollen. Jetzt wäre Zusammenhalt und Zusammenarbeit gefordert gewesen. So wie das die Viren tun. Da schert keines davon aus. Und das ist der Erfolg des Virus.

      Ja, ich bleibe dabei: Wir, die Bevölkerung, sind schuld. Und das ärgert mich zutiefst. Viele, so wie ich, halten sich an die Maßnahmen. Aber viele sind nicht alle. Und “alle” wären notwendig. Der Fehler der Bundespolitik (nicht nur in Österreich) war die Fehleinschätzung. Viele haben auf den Egoismus der/des einzelnen vertraut. Es muss doch jeder/jedem lieber sein, sich ein paar Wochen komplett einzuschränken, bevor wir monatelang leiden. Aber genau das war der Denkfehler. Ich bin beileibe nicht mit allem einverstanden, was in Wien entschieden wird. Vieles davon können und müssen wir vor Ort in den Gemeindeämtern ausbaden und korrigieren. Aber nur bei den Bundespolitikern den Fehler zu suchen, ist mir zu einfach.

      Schweden: Ob dieser Weg wirklich der richtige war und ist, wage ich zu bezweifeln. Schweden hat etwas mehr Einwohner als Österreich, aber die Corona-Sterberate ist um 50 % höher. Die Arbeitslosigkeit liegt in Schweden bei 8,5 %, in Österreich bei 5,8 %. Dass also Schweden besser als Österreich oder die anderen europäischen Länder durch die Krise kommt, sehe ich nicht so wie Sie.

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      1. Stefan Kohoutek

        Lieber Herbert!

        Ich habe mir die Meinung gebildet, dass es wohl seitens der Bevölkerung, aber auch seitens der Politik Fehler gegeben hat, die letztlich Österreich teuer zu stehen kommen. Über die Verfehlungen in der Bevölkerung habe ich schon geschrieben. Doch auch die Politik hat einige gravierende Versäumnisse begangen.

        Die im Sommer 2020 vorgenommenen Grenzöffnungen sind wohl eine Entscheidung, die im nachhinein gesehen nicht mehr so getroffen werden würde. Aber entschuldigen wir hier die Bundesregierung: nach dem Lockdown 1 im März sind die Zahlen wieder stark nach unten gegangen und es war wirklich verlockend, weitreichende Öffnungen zuzulassen.

        Ab Juli 2020 sind die Zahlen stetig geringfügig, ab August 2020 immer stärker gestiegen. Hier bleibe ich dabei: die Maskenpflicht hätte schon im August oder Anfang September 2020 eingeführt werden müssen, dann hätte uns die zweite Welle weniger stark erwischt. Unterrichtsminister Faßmann wollte sehr lange keine Maskenpflicht an den Schulen, obwohl ihn die Lehrergewerkschaft schon vor Schulbeginn auf die Gefahren hingewiesen hat. Schon nach zwei Wochen stellte sich heraus, dass Hunderte Schüler und Lehrer coronakrank wurden! Eltern, Lehrer und Vereine mussten diese Fehleinschätzung ausbaden. Ein weiteres Ärgernis waren die überfüllten Schulbusse, die sicherlich ebenso zur Virusverbreitung beigetragen haben. Es war grotesk: in den Pausen und am Gang sind Masken zu tragen, während des Unterrichts ist es nicht nötig – hahaha!

        Im Spätherbst wurde die Maskenpflicht an den Schulen von ein paar unbelehrbaren Eltern erfolgreich juridisch angegriffen. Warum? Das Ministerium hatte es versäumt, die Erlässe zur Maskenpflicht an den Schulen ausreichend zu begründen. Dabei war schon seit Frühsommer 2020 bekannt, dass Covid-Erlässe gut begründet sein müssen, um einer juridischen Klage beim VfGH erfolgreich standhalten zu können. Offenbar hat es der Minister unterlassen, seine Entwürfe versierten Juristen zu zeigen!

        Der letzte – und vielleicht schlimmste – Fehler ist vor wenigen Tagen passiert. Die Bundesregierung hat zwar mit dem Ansinnen, ganz Tirol abriegeln zu wollen, übers Ziel hinausgeschossen. Aber Landeshauptmann Platter hat auch verhindert, dass Gebiete, die von Covid-Südafrika besonders betroffen sind, kleinräumig abgeriegelt werden, um den Schaden in Grenzen halten zu können. Da war ihm das Schigebiet in Hintertupfing wichtiger als das Wohl und die Gesundheit seiner Bevölkerung! Nun ist die Situation soweit gediehen, dass es in Nordtirol mehrere große Covid-Südafrika-Cluster gibt und damit zu rechnen ist, dass immer wieder neue hinzukommen. Wenn das so ist, wird es nur eine Frage der Zeit sein, bis diese Mutation auch in den übrigen Bundesländern auftreten wird.

        Ja es stimmt: einige wenige Individuen in der Bevölkerung können durch Unvernunft großen Schaden anrichten. Aber ich sage auch: Politiker, die aus Kurzsichtigkeit oder Sorglosigkeit Fehlentscheidungen treffen, können ebenfalls solchen Schaden anrichten und das Land ins Unglück stürzen.

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  3. Helmut Skala

    Gratuliere zu diesen offenen Aussagen. Der Mut dazu ist unter Politikern leider selten geworden.
    Nur eine kleine Anmerkung sei mir als Jahrgang 1938 gestattet: Kriege werden bestenfalls beendet, leider meist nur befristet! Bei Kriegen gibt es immer nur Verlierer.

    Alles Gute Herr Bürgermeister. Weiter so mit Mut und Zuversicht, und gesund bleiben!

    Helmut F. Skala

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    1. Herbert Janschka Artikelautor

      Immer wenn der Lehrer den Schüler lobt, tut das gut. Ja, Sie haben recht mit dem Hinweis auf die Verlierer. Letztlich wird das Virus verlieren, aber bei derzeit über einer halben Million Österreicher auf Jobsuche und einer weiteren halben Million in Kurzarbeit und bei vielen Unternehmen am Rande des Ruins werden wir uns wohl einige Jahre lang nicht als die Sieger fühlen können. Abgesehen von den vielen Kranken und viel zu vielen Toten.

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  4. Gerald Neuwirth

    Ja Herbert du hast recht.
    Es geht uns wirklich gut. Vor und während der Kriege hatten die Menschen echte Überlebenssorgen und Ängste. Gott sei Dank sind diese Zeiten vorbei und sollen auch nie mehr kommen. Heute riskieren wir das Leben anderer indem wir sagen wir sind Lockdown müde!? Was fehlt im Lockdown so daß wir psychische Probleme bekommen? Ja – wir haben eine Krise aber bei weitem keine Not. Leider wird jetzt bewusst auf die nächste Welle hingesteuert. Ich stimme Frau Rendi-Wagner zu- Schulen vorsichtig öffnen aber der Rest bleibt im Lockdown (der war nicht hart und wurde auch zuwenig befolgt bzw. kontrolliert).
    Auch BM Anschober appelliert immer an die Verantwortung der Einzelnen – den Erfolg sieht man an den Tageszahlelen und an den sorglosen, blöden Demonstrationen.
    Also Abstand – FFP2 und testen.
    Vielleicht schaffen wir es dann.
    Gerald Neuwirth

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    1. Ing. Ines Stöhr

      Sehr geehrter Herr Neuwirth!

      Aufgrund Ihres Beitrages gehe ich davon aus, dass sie Pensionist sind und daher über ein geregeltes, sicheres Einkommen verfügen. Somit haben Sie mit Ihrer persönlichen Sicht der Dinge natürlich Recht und daher werden Sie auch keine Überlebenssorgen oder Ängste plagen, welche im Gegensatz zu Ihnen zum Bespiel vielen Gastronomen, Hoteliers, Fitnessclubbetreiber (Liste beliebig fortsetzbar) oder vielen Haupt- und Nebengewerbetreibenden der Kulturbetriebe, die vielleicht Familie und, im Hinblick auf kalkulierte Gewinne aus ihrer beruflichen Tätigkeit, Kredite aufgenommen haben, schlaflose Nächte bereiten.

      Bis jetzt haben diese Menschen noch nicht einmal einen Funken der Hoffnung, wie und wann es weitergehen kann, da die Regierung bis dato nicht im Stande ist, Ihnen eine kalkulierbare Planungssicherheit zu geben. Zuerst hat man Ihnen teure Sicherheitskonzepte und Lüftungsanlagen etc. vorgeschrieben und dann, ätsch, musste zugesperrt werden.

      Eines noch zum Thema “Fallzahlen”, jene Zahlen, mit denen uns die Medien täglich das Gehirn waschen, die aber über unsere “Public Health” keinerlei Aussage geben, da infizierte Menschen nicht krank sind und zumeist auch nicht ansteckend. Gesunde Menschen auf ein bestimmtes Virus zu testen ist eine Abartigkeit dieser Zeit, was unserer Regierung bei keinem anderen Krankheitserreger bisher eingefallen wäre.

      Haben Sie gewusst, dass im Durchschnitt nur 0,25% der österreichischen Bevölkerung infiziert sind (was nicht gleichbedeutend mit krank und ansteckend ist!) und somit 99,75 % der ÖsterrerreicherInnen gesund sind. Wenn 0,25% nicht einmal kranker Menschen haben wir unser ganzes Land lahmgelegt, das muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen!

      Außerdem: dieser Testlogik folgend, hätten wir, wenn wir vor Corona bereits symptomlose, gesunde Menschen z.B. auf Grippeviren getestet hätten, jeden Winter im harten Lockdown verbringen müssen!

      P.s.: ich möchte noch ausdrücklich darauf hinweisen, dass ich weder einen Aluhut trage noch irgendeiner (radikalen) Randgruppe, sei es parteipolitisch oder ideologisch, angehöre – ich mache mir einfach Gedanke über die Vorgänge in unserem Land und unserer Gesellschaft, wobei der Riss der zwischen Pro und Contra klafft, leider immer größer wird.

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      1. Wiener Neudorfer

        Liebe Frau Ing. Stör!

        Schön, das hier jemand noch den Mut hat, Dinge zu schreiben, die absolut nachweisbar und überprüfbar sind.
        Mittlerweilen fallen ja auch schon WHO und RKI um, weil sie sich bald nicht mehr trauen, diesen Wahnsinn der von (korrupten) Politikern und Pharmalobby verbreitet und durchgepeitscht wird, weiter so zu unterstützen!
        Warum wohl?
        Weil vielleicht in Kanada und USA schon die ersten “Class Act” Klagen eingebracht und angenommen wurden?

        Das ganze “Abenteuer” wird noch spannend werden!

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        1. Ing. Ines Stöhr

          Liebe/r Wiener Neudorfer!

          Es ist schön, wenn man merkt, dass man nicht alleine ist, mit seinen Zweifeln an den Dinge, die in unserem Land vor sich gehen. Danke für Ihren Input!

          Endlich werden auch die Juristen munter und die von Ihnen angesprochenen “Class Act” Klagen in den USA werden hoffentlich auch in Europa ihre Nachahmer finden – man darf gespannt sein…

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  5. Stefan Kohoutek

    Eines kann ich sagen: coronakrank zu sein ist eine ernste Sache und alles andere als ein Spaß. Und mit dem „Angehörigenbescheid“ in Quarantäne zu sein ist Mist, da muss man, nachdem die Familienmitglieder behördlich „gesundgeschrieben“ sind, noch 10 Tage eingekastelt verbringen. Und es ist eine Lotterie: keiner weiß zunächst, ob er eine Niete zieht oder ob ihm das Virus einen großen Treffer beschert. Ob Schlaganfall, monatelange Mattigkeit, anhaltende Glieder- und Kopfschmerzen oder dauerhaft verminderte Lungenfunktion – das Virus ist eine richtige Wundertüte! Und seit wir die Mutationen haben, ist Corona für alle da!
    Mittlerweile haben wir Lockdown 3, die Stimmung ist danach. Die Menschen sind frustriert, die Wirtschaftstreibenden machen sich Sorgen, wie es weitergehen soll. Für die Regierung ist das eine teuflische Zwickmühle geworden: wenn die Gesundheit vor gehen soll, schlittern Tausende Betriebe und Hunderttausende Menschen à la longue in den Ruin. Wird geöffnet, um der Wirtschaft zu helfen, steigen die Erkrankungszahlen schnell exponentiell an, das ist nicht zu vermeiden. Wie man es macht, ist es falsch.

    In dieser Situation wäre es wichtig, wenigstens halbwegs Disziplin zu halten. Wenn im „Takeaway-Bereich“ eines Gastrobetriebes die Wartenden keine Maske aufsetzen, ist das ärgerlich. Die Undiszipliniertheit einiger weniger kann schwere Folgen haben und großen Schaden verursachen. Beispiele:
    – Anfang März 2020 war es die laxe Reaktion der Behörden in Ischgl; das Virus gelangte mit den abreisenden Skiurlaubern in alle skandinavischen Länder und nach Island. Aus Sölden wurde es in die USA eingeschleppt.
    – Die Skilehrerkurse für Briten in der Region Kitzbühel brachten Covid-Britannia im November 2020 ins Land, ein paar wenige slowakische Pflegerinnen schleppten es in ein Wiener Pflegeheim ein, von dort aus kommt es in Wien zur weiteren Verbreitung.
    – Und dann waren da noch diese Zillertaler Hoteliers, die im Dezember 2020 unbedingt in Südafrika einen Golfurlaub machen mussten. Sie haben ein nettes Souvenir mitgebracht: Corona-Südafrika!
    – Und einige wenige Sportlegionäre oder Geschäftsleute aus Brasilien genügen, dass auch die Covid-Brazil-Mutation nach Europa kommt.

    Zwei Dinge sorgen ganz besonders für Demoralisierung und schlechte Stimmung! Einerseits habe ich das Gefühl, dass beim Impfen so rein gar nichts weitergeht. Ich bekomme den Eindruck, dass die EU-Kommission schwerfällig und unflexibel agiert hat; und unsere Bundesregierung wirkt überfordert und den Problemen nicht gewachsen. Die Kommissionspräsidenten war eine schlechte Verteidigungsministerin und scheint auch in ihrer jetzigen Funktion nicht viel besser zu sein.
    Es deprimiert mich auch, dass ich den Eindruck habe, dass der AstraZeneca Impfstoff eine deutlich schlechtere Reputation hat als die anderen Produkte, die bereits zugelassen sind (Biontech-Pfizer, Moderna) oder die vor der Zulassung stehen (Sputnik-V). Offenbar wollten EU und Österreich sparen und haben auf den AstraZeneca gesetzt. Ich stelle mir die Frage, ob ich, wenn ich damit geimpft werde, mit einer schweren Erkrankung und Folgeschäden rechnen muss, weil die Wirkung nicht so gut ist. Derzeit habe ich den Eindruck, das ist der reine Impfkommunismus!

    Mich würden vor Ort einige Dinge interessieren:
    – Gibt es in Wiener Neudorf die technischen und logistischen Voraussetzungen, um mRNA-Impfstoffe verabreichen zu können?
    – Hat es in Wr. Neudorf schon irgendwelche Impfungen für vulnerable Personen gegeben oder noch gar keine?
    – Gibt es seitens der Bundesregierung oder der EU Initiativen, damit auch Kinder und Jugendliche gegen Covid geimpft werden können? (derzeit ist Biontech-Pfizer ab 16, alle anderen Impfstoffe ab 18!)
    Nun wird die Regierung, damit die Wirtschaft nicht ganz den Bach runtergeht, den Lockdown wohl nächste Woche beenden. Zwei, drei Wochen wird das vielleicht gut gehen, dann werden die Undiszipliniertheiten mancher Leute ein exponentielles Ansteigen der Erkrankungen auslösen, nach Ostern werden wir wohl im Lockdown 4 sein. Die Regierung muss das wohl realistischerweise auf dem Zettel haben. Wichtig wäre, dass viel Impfstoff ins Land kommt, denn nur Impfen macht uns frei!

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    1. Herbert Janschka Artikelautor

      Lieber Stefan, ich stimme mit nahezu allem, was Du schreibst, überein.Dem ist nicht allzuviel – aus meiner Sicht – zuzufügen.

      Zu Deinen Fragen: Die Gemeinden waren und sind für die Organisation der Testungen verantwortlich, nicht für die Impfungen. Die Impfungen werden über die Länder und die niedergelassenen Ärzte organisiert. Seitens der Gemeinde können Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden – und das tun wir mit dem Festsaal des Freizeitzentrums.

      Darüber hinaus haben wir (noch) keine Informationen über die Impfungen. Mein letzter Wissensstand ist der, dass am Wochenende (13./14. Februar) damit begonnen wird, die über 80jährigen, die zuhause wohnen, zu impfen. Diesbezüglich kann man sich bereits über http://www.impfung.at/anmeldung anmelden. Dann soll man eine Information bekommen, wann und wo man geimpft werden wird.

      Im übrigen kann sich bereits jeder für eine Impfung anmelden, auch wenn er jünger als 80 Jahre ist.

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      1. Ing. Ines Stöhr

        Lieber Herr Bürgermeister!

        Nur etwas möchte ich zu Ihrer wirtschaftlichen Gegenüberstellung von Schweden und Österreich noch anmerken:
        es stimmt, dass Schweden derzeit eine höhere Arbeitslosenzahl aufweist als Österreich – nur unsere Zahlen täuschen ja, da noch sehr viele Menschen in Kurzarbeit und dgl. sind!
        Eine befreundete Juristin bei der Arbeiterkammer hat mir ein düsteres Bild von dem, was auf uns zuk0mmen wird, gemalt.
        Erst dann, wenn viele der derzeit noch gestützten Betriebe diesen ganzen Lockdownwahnsinn letztendlich doch nicht überleben werden, erst dann wird sich das wahre Ausmaß der wirtschaftlichen Verheerungen offenbaren, die unsere Kinder und Kindeskinder ausbaden werden….
        Ein zweiter Grund ist zudem sicherlich auch, dass Schweden natürlich von der wirtschaftlichen Gesamtsituation auf der Welt abhängig ist – auch Schweden ist keine Insel…

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        1. Wiener Neudorfer

          Liebe Frau Ing. Stöhr!

          Es beginnt ja damit, dass einige “Tatsachen” einfach als Tatsachen hingestellt werden, und als solche einfach als einzementierte Wahrheiten hingestellt werden, und als solche auch zu akzeptieren sind.

          Pandemie, von der WHO einfach knapp vor Corona von der Voraussetzung einer gewissen Mortalität befreit wurde.

          Herdenimmunität, neuerdings von der WHO von der natürlichen Herdennimmunität entbunden und nurmehr durch Durchimpfung zu erreichen ist.

          Masken, es war immer schon bekannt, dass OP-Masken in asiatischen Ländern eine Reduzierung von ungefähr 10 Prozent bewirken können. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
          Warum? Weil dadurch das gegenseitige ins Gesicht “spucken” vermindert wird.

          FFP2 Masken sind nutzlos, im obigen Zusammenhang gesehen. Die schädlichen Wirkungen sind bekannt, gibt auch die WHO mittlerweilen zu.

          Impfungen, auch österreichische Stellen räumen öffentlich ein, dass man über die Wirkung nichts aussagen kann.
          Wie lange wirken sie? Keine Erfahrungen, vermutlich bis 6 (!!!) Monate.
          Weiterhin infektiös für andere Menschen? Keine Erfahrungen.
          Neben- und Spätwirkungen? Nebenwirkungen werden immer mehr bekannt, führen zu vermehrten Krankenständen. Aber gut, das kann man verkraften.

          Spätwirkungen? Aufgrund der Teleskopierung der Verfahren derzeit keinerlei Erkenntnisse möglich.

          Wirksamkeit von Lockdowns und Maskenpflicht? Wird mittlerweilen auch von WHO und RKI als quasi sinnlos erklärt.

          Einhaltung der Abschätzung von Nutzen und Schaden, sowie der Einsatz der “gelindest möglichen” Mitteln, wie zB. im Seuchengesetz verankert, wird seit einem Jahr einfach ignoriert.

          Diese Liste könnte man noch sehr lange fortsetzen.

          Aber all diese Fakten werden konterkariert, und das Gegenteil als Tatsache hingestellt.

          Aber es bleibt spannend.

          LG

          PS: Schweden. Was für ein Stachel für die anderen Länder! Sogar die WHO hat ihre Meinung revidiert und Schweden für die Corona-Bewältigung gelobt!
          Ein Fakt nur nebenbei. Was in Schweden anfangs bei den Altersheimen schiefgegangen ist, war laut Aussage eines schwedischen Fachmannes, dass das Fremdpersonal, mangels der Landessprache die Regeln nicht verstanden hat.

          Antworten
  6. Ing. Ines Stöhr

    Lieber Neudorfer!

    Ihrem Beitrag ist nichts hinzuzufügen, da ich vollinhaltlich mit Ihnen übereinstimme.

    Mich erstaunt nur immer wieder, dass all diese Tatsachen völlig ausgeblendet werden, wohl auch, weil die Politik aus dem Desaster nicht mehr herausfindet, ohne große Fehler zugeben und damit die Verantwortung für die größte Wirtschaftskrise seit dem 2. Weltkrieg übernehmen zu müssen.

    Was macht man also, wenn es im Volk zu gären beginnt? Man zieht die Daumenschrauben noch stärker an……

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