Corona-Lockdown bis (mindestens) 7. Februar verlängert!

Die strengen Maßnahmen der letzten Monate haben sich zu wenig bezahlt gemacht. Österreich liegt mit einer 7-Tages-Inzidenz von derzeit 128 pro 100.000 Einwohnern im Ländervergleich in Europa ganz gut. Dennoch sind die täglichen Neuinfektionen nach wie vor zu hoch.
Dazu kommt, dass sich seit Anfang des Jahres die wesentlich ansteckendere Virus-Mutation (B.1.1.7) verbreitet. In Ländern wie Großbritannien und Irland hat das dazu geführt,dass die Ansteckungszahlen in den vergangenen Wochen massiv angestiegen sind. Mittlerweile wurden auch die ersten Fälle in Österreich bestätigt und es häufen sich die Verdachtsfälle. Um ein drastisches Ansteigen der Infektionszahlen zu verhindern, hat sich die Bundesregierung gemeinsam mit den Landeshauptleuten auf ein weiteres Vorgehen bei der Bekämpfung der Pandemie geeinigt. Und ich halte es für gut und richtig – und längst überfällig – dass sich die positiven politischen Kräfte zu einem gemeinsamen Handeln durchringen und auf parteipolitische Aversionen verzichten.

Seitens der Gemeinde Wiener Neudorf haben wir, dort wo es möglich ist, bereits vor Wochen auf ein 50 %iges Home-Office umgestellt und werden bei diesem bewährten System bleiben. Um unsere Mitarbeiter/-innen, aber auch alle zusätzlich Anwesenden, bestmöglich zu schützen, wird es auch für das Betreten von öffentlichen Gemeindeeinrichtungen eine FFP2-Masken-Pflicht geben. Wie und ab wann werden wir noch intern abklären.

Mir ist natürlich klar, dass manche von den derzeitigen Umständen schon sehr genervt sind und auf ein früheres Ende der Pandemie gehofft haben. Aber wir müssen uns einfach darauf einstellen, dass bis zu einer hohen Durchimpfungsrate an eine Rückkehr zu einer gewohnten Normalität nicht ausgegangen werden kann. Und das wird frühestens im Sommer 2021 sein.

Daran werden weder – in einer freien Demokratie und im Sinne einer freien Meinungsäußerung erlaubte – Verleugnungen, Verdrehungen, Falschinformationen, verquere Theorien oder Demonstrationen etwas ändern.

Die Menschheit hat Pandemien wie die Pest, die Cholera, die Spanische oder die Asiatische Grippe in den Griff bekommen. Die Medizin ist heute für uns glücklicherweise so weit fortgeschritten, dass wir die Auswirkungen des Corona-Virus viel rascher bewältigen werden können als Generationen vor uns die anderen Pandemien. In diesem Sinne können wir uns glücklich schätzen, im Heute leben zu dürfen. Trotz Lockdown.

12 Gedanken zu „Corona-Lockdown bis (mindestens) 7. Februar verlängert!

  1. Oliver Woller

    Aha, und wem darf man die „Home-Office-Betriebskosten“ verrechnen? Nicht jeder bekommt zusätzliches Geld vom AG.
    Wie kommen Arbeitnehmer dazu auch nur einen einzigen Quadratmeter; GRATIS zur Verfügung zu stellen?
    Ist eine absolute Frechheit sondergleichen solch einen GRATIS-ANSPRUCH zu stellen!
    Insbesondere seitens der ÖVP!
    Es gibt kein unbezahltes Home-Office. PUNKT!

    Die Nebenkosten hat der AG zu tragen; wenn nicht; gibt es kein Home-Office.
    Darüber wird überhaupt nicht diskutiert! Aus ENDE.

    Wenn sich unser Wünsch-Dir-Was Kurz die kommenden Winter so vorstellt, dann soll er doch auch bitteschön rechtzeitig für einen reibungslosen Betrieb sorgen. Insbesondere in finanzieller Hinsicht.

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    1. Siggi nicht aus Neudorf

      Sehr geehrter Herr Woller, ist es möglich ,dass Herr Janschka informieren kann was er will, sie zerreissen es sowieso. Macht ihnen das Spass? Grüße Sie trotzdem sehr herzlich.

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  2. Oliver Woller

    Ist typisch für unser Kurz und Anschober-Diktatoren Duo!
    Es gibt für Home-Office auch im Lockdown keine gesetzliche Grundlage!
    Vereinbarungssache – Arbeitgeber und nehmer müssen sich einig sein.

    Kann mir der Arbeitgeber Homeoffice einfach anordnen?
    Nein. Meldungen, dass für die Corona-Zeit eine „Homeoffice-Pflicht“ eingeführt wurde, stimmen nicht. Obwohl die Bundesregierung in allen möglichen Fällen zu Homeoffice aufruft, bleibt auch jetzt Homeoffice gesetzlich Vereinbarungssache. Das heißt: Sie „müssen“ nur dann im Homeoffice arbeiten, wenn Sie dieser Verlegung des Arbeitsortes selbst zustimmen.

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  3. Oliver Woller

    @Siggi
    Die Informationspflicht auf ÖVP Ebene ist eine Anweisung. Das hat nichts mit unseren BGM zu tun. Aber wenn man eine Partei wählt und den BGM stellt, dann muss man eben auch mit Kritik an der Partei leben. Ist ja nichts persönliches.

    Wo sonnst soll man von seinem Mitspracherecht gebrauch machen? Im Klosterpark um 5 am Morgen? Auf der einen Seite wird insbesondere von Herrn BGM Janschka eine Beteiligung an der Politik gefordert und der hohe Nichtwähleranteil bemängelt. Auf der anderen Seite vertritt man aber standhaft die Vorgaben der ÖVP. Das passt nicht zusammen.

    Entweder hat man eine „eigene“ Meinung zur Situation, oder nicht.

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    1. Inge

      Herr Woller! Wie wäre es wenn sie mal Baldrian nehmen BEVOR sie unseren lieben Bürgermeister als Buhmann hinstellen? Ihre kolerischen Ausbrüche sind vielleicht behandelbar. Suchen sie eine Arzt auf!

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      1. Wiener Neudorfer

        Liebe Frau Inge!

        Und Sie sollten ein wenig Benehmen lernen!
        Weil angriffig sind in diesem Fall nur Sie.

        Warum glauben Sie, dass Sie das Recht und die Pflicht haben, gegenteilige Meinungen zu verunglimpflichen und schlecht zu machen?

        Und wenn diese Ansichten sogar immer recht ruhig und höflich vorgetragen werden?

        Wer bitte braucht jetzt Psychopharmaka?

        Man mag sich fragen!

        LG

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    2. Herbert Janschka

      Es tut mir leid, Oliver, Dich enttäuschen zu müssen. Aber ich habe überhaupt keine Anweisung oder Vorgaben irgendetwas zu schreiben oder über irgendetwas zu informieren. Diesen Blog betreibe ich ausschließlich deshalb, um die Bevölkerung zu informieren, meine Meinung zu äußern und über Tatsachen zu berichten. So wie das Corona-Virus eine Tatsache ist, ist auch das Home-Office eine Tatsache und – aus meiner Sicht – alternativlos. Der Standpunkt, den ich vertrete, ist im übrigen nicht nur der Standpunkt der ÖVP, sondern nahezu irgendwie aller politischen Bewegungen – mit der Ausnahme der Rechtspopulisten. Aber dass meine Ansichten zumeist nicht mit denen der FPÖ (oder ausländischen Schwesternparteien) und ähnlichen Gruppierungen übereinstimmen und zusammenpassen, ist ja ohnedies hoffentlich bekannt.

      Und: Wir leben ja nicht, wie Du irrtümlich vermeinst in einer Diktatur (da hast Du leider überhaupt keine Ahnung, wie es ist, in einer Diktatur zu leben – ich glücklicherweise auch nicht), also ist die Freie Meinungsäußerung erlaubt. Ich sehe das auch nicht als Kritik, sondern als eine persönliche Meinung an, die ich selbstverständlich respektiere (auch wenn ich sie nicht teile), so wie ich verlangen kann, dass man meine Meinung respektiert, ohne sie zu teilen.

      Es ist aus meiner Sicht die vorrangigste Arbeit der politisch Verantwortlichen, die jeweilige Bevölkerung möglichst gesundheitlich unbeschadet und gut durch die laufende Pandemie zu organisieren und zu manövrieren. Falsche Entscheidungen und das Corona-Virus zu verharmlosen führt zu Situationen wie in den USA oder Brasilien. Dass damit ungeheuerliche, bislang unbekannte und sicherlich auch persönlich verspürte unzumutbare Entscheidungen verbunden sind, ist eine Tatsache, aber für mich leider alternativlos.

      Und immer wenn man etwas Neues, bislang Unbekanntes machen muss, kann und wird das zu Verwerfungen, Protesten, Unverständnis und auch zu Fehlern führen. Und es ist sattsam bekannt, dass es Viele gibt, die es mit Sicherheit besser als der Fußball-Teamchef, der Bundeskanzler oder der Bürgermeister gemacht hätten. Das Glück in einer Demokratie leben zu dürfen ist auch, dass sich jede/r für diese Funktionen bewerben – und es besser machen – kann.

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  4. Helmut Skala

    Oliver Woller spricht sehr leichtfertig von „Kurz und Anschober Diktatoren“.
    Ich wünsche es ihm nicht, in einer tatsächlichen Diktatur leben zu müssen, in welcher ich leider habe aufwachsen müssen.
    Die Verhältnismäßigkeit der Worte ist heute leider abhanden gekommen.
    Ich wünsche trotzdem alles Gute und vor allem Gesundheit!

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  5. Stefan Kohoutek

    Ich würde mir eine Info darüber wünschen, wie in unserer Gemeinde die Impfung abgewickelt werden wird und welche Impfstoffe eingesetzt werden. Handelt es sich um Biontech-Pfizer oder Moderna, wäre ich sofort dabei. Über die Güte von AstraZeneca habe ich Zweifel. Ich habe gelesen, dass Sputnik-V besser sein soll als der AstraZeneca-Impfstoff.

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    1. Herbert Janschka

      Die Gemeinden wickeln – im Gegensatz zu den Testungen – die Impfungen nicht ab, aber ich werde noch heute im Laufe des Tages über meinen Wissensstand berichten.

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  6. Robert Kalwoda

    Sehr geehrter Herr Janschka!
    Die Gemeinde Laxenburg stellt allen Bürgern 2 Stk. FFP 2 Masken kostenlos zur Verfügung.
    Wie schaut’s damit in Wr. Neudorf aus? Wir sitzen ja an der Quelle!
    LG Robert Kalwoda

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    1. Herbert Janschka Artikelautor

      Wir haben schon vor Monaten Masken an alle Haushalte verteilt. So günstig wie in den Supermärkten kann die Gemeinde (auch wenn wir an der Quelle sitzen) nicht einkaufen. Es ist also ganz sicher weitaus kostengünstiger, sich die Masken in dem jeweiligen Geschäft zu kaufen. Den sozial Schwächsten, den Heizkostenzuschussempfängern (Mindestpensionisten und Notstandshilfeempfänger) werden wir Masken zukommen lassen. Wenn jemand – außerhalb dieser Gruppe – so große finanzielle Probleme hat, dass er sich die Masken nicht leisten kann, dann kann sie/er sich mit der Rechnung und dem Einkommensnachweis gerne an mich wenden. Aber ich hoffe, das ist sowieso bekannt.

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