Warum schalten wir – so wie gestern – die Feuerwehrsirene laut?

Durch den Unfall (offenbar ohne Fremdverschulden) brannte nicht nur der PKW lichterloh, sondern auch die Böschung und die Lärmschutzwand!

Von Zeit zu Zeit bekomme ich Nachfragen, warum denn die Feuerwehrsirene eingeschalten wird. Vor allem in der Nacht wäre dies störend.

War die Feuerwehrsirene vor langer Zeit auch dafür da, um die Feuerwehrmänner(-leute) zum Einsatz zu rufen, passiert dies in der Regel heute über andere technische Möglichkeiten. Die Feuerwehrsirene wird heute nur mehr dann eingeschalten, wenn es um Menschenrettung geht, wie beispielsweise gestern um 23.00 Uhr, als die Meldung eines Verkehrsunfalles auf der A2 (Höhe Mozartgasse) mit einem PKW in Vollbrand und einer eingeklemmten Person kam.

Die Sirene wird vor allem deshalb laut geschalten, um der Bevölkerung Bescheid zu geben. Bei Menschenrettung müssen unsere Feuerwehrmänner einerseits so rasch wie möglich von zuhause zum Feuerwehrhaus und von dort zur Einsatzstelle kommen, weil es hier um wertvolle Sekunden und Minuten geht. Dass dabei nicht immer auf Geschwindigkeitsbegrenzungen oder Ampelschaltungen Rücksicht genommen werden kann, versteht sich. Die Sirene zeigt dies an und soll die anderen Verkehrsteilnehmer warnen.

Bei uns in Wiener Neudorf ist dies bei ca. 4 bis 5 % aller Einsätze der Fall. Das heißt, dass bei uns durchschnittlich ca. alle 14 Tage bei Einsätzen die Sirene hörbar ist.

Beim gestrigen Horrorunfall auf der A2 kam leider jede Hilfe zu spät. Der verunglückte junge Lenker verbrannte hilflos. Mit Feuerwehr, Rotem Kreuz, ASFINAG und unserer Gemeindeärztin waren 23 Personen bis nach 2.00 Uhr im Einsatz.

Die verbrannte Lärmschutzwand zeigt die verheerenden Auswirkungen dieses Unfalls!

17 Gedanken zu „Warum schalten wir – so wie gestern – die Feuerwehrsirene laut?

  1. Anton Vrana

    Liebe Sirenenalarm Beschwerdeführer!
    Ich danke allen Feuerwehr Kräften für den Einsatz den sie Tag und NACHT FREIWILLIG und unentgeltlich leisten, oft unter Einsatz der eigenen Gesundheit und größter psychischer Beanspruchung bei und nach Einsätzen mit verletzten oder getöteten Unfallopfern! Herr Bürgermeister Janschka hat die Notwendigkeit der Sirenalarmierung ja erklärt und sollte auf vollstes Verständnis stoßen.
    Die „aufgeweckten“ Beschwerdeführer drehen sich kurz im Bett um und schlafen weiter, während UNSERE Feuerwehr Leben rettet! DANKE!

    1. Reinhold Wall

      Da gebe ich Ihnen Recht. Die Riskieren immer ihr Leben. Ich danke auch allen Blaulicht Organisationen. Danke

    2. Herbert Janschka Artikelautor

      Wie ich geschrieben habe, handelt es sich (von Zeit zu Zeit) um vereinzelte Nachfragen. Anhand dieses traurigen Beispiels von heute Nacht habe ich versucht, die nach wie vor gegebene Sinnhaftigkeit der Sirene zu erklären. Glücklicherweise schafft es unser Feuerwehr-Team grundsätzlich fast immer durch das engagierte und schnelle Eingreifen Menschenleben zu retten. Unsere Freiwilligen Feuerwehrmänner riskieren dabei nicht selten ihre eigene Gesundheit. Und: Nachdem die allermeisten heute nicht vor 3.00 Uhr ins Bett kamen, gingen sie bereits wenige Stunden später wieder pünktlich ihrem Brotberuf nach.

  2. Erika

    Danke an alle Blaulichtlern,die einfach ohne viel Fragen los rennen um anderen zu helfen egal zu welcher Zeit.Also wenn sich jemand von der Sirene gestört fühlt sollte er ein Dankegebet zu Himmel schicken daß er es nicht ist der Hilfe braucht und mit guten Gedanken an diese Menschen wieder einschlafen.

  3. H.N.

    Mehrere Klarstellungen:

    1.)Feuerwehrmitglieder sind auf dem Weg ins Feuerwehrhaus an SÄMTLICHE Vorschriften der StVO gebunden ! Ein Beispiel von vielen Urteilen —> https://www.ris.bka.gv.at/JudikaturEntscheidung.wxe?Abfrage=Lvwg&Dokumentnummer=LVWGT_VO_20151009_LVwG_1_39_2015_R15_00

    2.) Rechtschreibung : Es gibt kein *geschalteN*, sondern nur ein *geschalteT* –> eingeschalten: beliebter Fehler im Partizip

    „eingeschalten“ ist im Hochdeutschen zweifelsohne falsch. Wie bei den meisten Verben, deren regelmäßiger Imperfekt im Partizip auf t endet, ist auch bei „schalten“ „eingeschaltet“ die richtige Konjugation.

    MFG.

  4. A.V.

    An H.N.!
    Herzlichen Dank für diese lebensnotwendigen Informationen!
    Diese zeigen Ihr Verständnis für das Thema!
    Danke!

    1. Walter

      Das mit den Verben ist mir egal. Aber die StVO spricht eine eindeutige Sprache. Und mit dieser dürfte der Bgmst. auf Kriegsfuss stehen. Wie auch die falsche Bodenmarkierung auf der Kreuzung Hauptstraße/ Europaplatz zeigte, die über Anordnung der BH entfernt werden musste. Die Sirenen werden nur bei Brandeinsatz und Menschenrettung eingeschaltet! Das liegt aber daran, dass die Pacer in der Entwicklung stehen geblieben sind. Zu gross, unhandlich und nicht immer empfangsbereit! Und ein verantwortungsvoller Feuerwehrmann wird niemals bei der Fahrt zu seinem Einsatz andere Menschen gefährden. Den das verbietet eben die StVO. Daher danke an die Freiwilligen aller Blaulichtorganisationen. Nur sollte der Bgmst. seine Beiträge vorher mit diesen Organisationen abklären, bevor so einen Unsinn schreibt. Übrigens die Sirenen werden ca. 60 – 70 Sekunden eingeschalten. Wie sollen die Personen gewarnt werden, wenn die Sirenen aus sind? Das macht das Folgetonhorn. Das erklingt aber ca. 3 – 5 Minuten erst später

  5. Erika

    An H.N !
    Wenn sie keine anderen Sorgen haben,sind die Verben nicht vollkommen wurscht,wenn das Herz und Hirn für Menschen da ist?

  6. Herbert Janschka Artikelautor

    Es ist zwar müßig und geht am Thema vorbei, aber zu meiner Klarstellung:
    Gerade ich freue mich natürlich über semantische Diskussionen. Als jahrelanger Lektor eines Verlages und Vorstandsmitglied des Österreichischen Schriftstellerverbandes darf ich festhalten, dass beide Varianten toleriert werden. Es gibt auch unterschiedliche Schreibweisen für ein- und dasselbe in drei- und vierfacher Möglichkeit. Das mag einem gefallen oder nicht. Ich gebe zu, dass es auch Schreibweisen gibt, die ich für absolut falsch halte, obwohl sie es nicht sind. Das ist (auch) das Schöne und Interessante der Sprache. (Vielleicht sollte ich da einmal einen Blogbeitrag schreiben!)

    Zum eigentlichen Thema: Es wird jetzt vielleicht einige erschüttern und mich absolut unwählbar machen, aber es ist meine definitive Meinung: Wenn ein Menschenleben in Gefahr ist und ein zum Einsatz Fahrender (das wird er selbstverständlich immer mit bestmöglicher Vorsicht und Rücksichtnahme auf sich und andere tun) erhält dafür eine Strafe wegen der verkehrstechnischen Übertretung eines Gesetzes oder einer Verordnung, dann übernimmt die Gemeinde diesen Betrag. Und da weiß ich mich im Gleichklang mit allen Gemeinderäten (egal welcher Periode und egal welcher Fraktion).

    Mir/uns ist in diesem Fall die Rettung dieses Menschenlebens wichtiger und vorrangiger – und dass alles dafür getan wird – als die Einhaltung irgendwelcher Vorschriften.

    Auch wenn ich jetzt viele oder manche enttäusche: Tut mir leid, aber so ticke ich.

    1. Walter

      Sie scheinen nicht nur mit der StVO auf Kriegsfuss zu stehen sondern auch mit dem bürgl. Gesetzbuch. Sie fordern ja indirekt auf, dass die StVO nicht beachtet wird. Ja Sie sagen sogar zu, die Strafen – auf Steuerzahlerkosten – zu übernehmen. Das ist ein Verstoß gegen das Strafgesetzt und auch der Gemeindeordnung. Und wie verhalten Sie sich bei eventuellen Sach – und Personenschäden, bei Regressforderungen von Versicherungen? Übernimmt hier auch der Steuerzahler die Kosten? Die BH ist sicher einsichtig und wird bei geringfügigen Überschreitungen ein Auge zu drücken. Nur bei „ROT“ in die Kreuzung einfahren, kann man keine Auge mehr zudrücken. Und wie wollen Sie dann die Punkte (mindestens 2) verschwinden lassen? Und kein Mensch in Not hat etwas davon, wenn der „Retter“ in einen Unfall verwickelt ist und dann selbst Hilfe braucht. Jahrzehntelange Erfahrung bei einer Blaulichtorganisation haben mich gelehrt, dass wichtigste Leben ist das des Helfers. Er kann nur helfen wen er gesund zum Einsatzort kommt.

  7. Oliver Woller

    Der Unfall hat viele Anrainer in der Nacht wachgerüttelt.

    Traurig! Vor allem das die ASFINAG nicht auf das erhöhte Unfallaufkommen reagiert.
    In München bzw. um München herum sind auf der Autobahn ab bestimmten Witterungsbedingungen und einem gewissen Verkehrsaufkommen Spurwechsel verboten.
    Auch darf nicht überholt werden.
    LKW müssen auf dem Pannenstreifen ausweichen.
    Da funktioniert die „automatisch-elektronische“ Regelung.
    Bei uns habe ich das noch nie gesehen. Grundsätzlich ist auf diesem Abschnitt immer 130 und nur ganz selten 100. Spurwechsel, Überholverbot kennt unsere „automatische“ Regelung auch nicht.
    Irgendwie ist dieses von der ASFINAG implementierte System total sinnlos.
    Beim Knoten Vösendorf tut sich auch nichts.

    Danke an die Einsatzkräfte, die diesen Brand so schnell wie möglich gelöscht haben.
    Gar nicht auszudenken, was für ein Inferno dieser Unfall ausgelöst hätte.
    Für den Fahrer kam jede Hilfe zu spät. Was die tatsächliche Ursache für diesen Unfall war, wissen wir leider nicht. Angeblich – selbstverschuldet.

    1. Walter

      Auch bei uns ist einen autom. Spursperre möglich und wird bereits durchgeführt. Sie müsse4n auf die Überkopfweiser achten

  8. Walter

    Ja die Zensur schlägt überall zu. Transparenz ist nicht gefragt. Sieht man mit der Streichung des Bürgerservice. Wird zwar auch gleich wieder gelöscht, aber egal, es gibt ja noch Facebook und Twitter

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