Wenn der Graureiher landet, ist es bei uns 6.30 Uhr (Winterzeit). Da kann sein, was will.
Es ist mittlerweile 20 Jahre her. Ich wollte ein Schwimmbecken im Garten, meine Frau einen Schwimmteich. 1 x dürfen Sie raten, wer sich letztlich durchgesetzt hat. Und es ist gut so. Das Wasser in einem Schwimmbiotop ist zwar in der Schwimmsaison deutlich kühler und auch bei tropischen Temperaturen im Hochsommer nicht über 24/25 Grad, aber dafür hat man das ganze Jahr etwas davon. Bis hin zu Eislaufmöglichkeiten im Winter.
Die Fauna rund um einen relativ großzügigen Gartenteich macht einen Garten wirklich zum Paradies. Und unser Teich hat mich gelehrt, dass nicht nur der Mensch, sondern auch die Tierwelt nach der Uhr lebt. So kommt im Sommer unser Fledermauspärchen täglich pünktlich um 20.30 Uhr und frisst sich durch die knapp vorher versammelte Mückengesellschaft. Vor ein paar Jahren kam ab dem Frühling ziemlich exakt um 5.30 Uhr ein Eisvogel, bevor er zum Mühl- und Mödlingbach weiterflog. Und seit einigen Wochen besucht uns täglich um 6.30 Uhr ein Graureiher und holt sich sein Frühstück. Ich hoffe für meine Nachbarn, dass ihm eher die noch von der Winterstarre ungelenken Frösche und Kröten besser schmecken als die Molche.
Kulturliebhaber kommen in den nächsten 2 Wochen voll auf ihre Rechnung. Im Alten Rathaus an der Triester Straße findet zwischen 8. und 19. März das Caprices-Festival unter der Leitung unserer Intendantin Frolieb Tomsits-Stollwerck statt. Und das bei äußerst moderaten Eintrittspreisen von € 15,- pro Einzelticket (Kultur-ABO-Besitzer € 12,-). Kombiticket € 50,- (Kultur-ABO-Besitzer € 35,-), wobei die beiden Sonntags-Veranstaltungen eintrittsfrei sind.
Wir starten am Freitag, 8. März um 18:30 Uhr mit einer Vernissage des Fotokreis Süd mit den besten Werken der Mitglieder. Gleich im Anschluss um 19:30 Uhr hören wir von „Triade aulyrica“ (allesamt Ensemblemitglieder der Volksoper Wien) ein Konzert für Flöte, Harfe, Violine, Viola, Violoncello und Sopran.
Am Sonntag, den 10. März hören wir um 11:00 Uhr eine eintrittsfreie literarische Matinée mit der Präsidentin des P.E.N.-Club NÖ., Susanne Dobesch-Giese, und dem P.E.N.-Mitglied Clementine Skorpil. Für die musikalische Untermalung sorgt die Musikschule Wiener Neudorf.
Am Dienstag, den 12. März bietet um 19:30 Uhr das „Trio Dan“ (3 rumänische Brüder) einen musikalischen Höhepunkt, gespielt auf Flöte, Viola und Klavier mit Werken von Bach bis zu eigenen Kompositionen.
Am Freitag, den 15. März verwöhnt uns um 19:30 Uhr das „Terzetto arioso“ mit Slawischen Klängen für Violine, Viola, Violoncello, Klavier und Sopran. Wir freuen uns auf die schönsten Kammermusikwerke der slawischen Musikliteratur von Dvorák und Schostakowitsch.
Am Sonntag, den 17. März geben wir um 16:00 Uhr ein eintrittsfreies Kinderkonzert. Wir hören und sehen die schönsten Märchenbilder in Musik von Schumann, Bartok und Prokofjew. Wir erwarten den Puppenspieler Emil, der am Klavier begleitet werden wird.
Den Abschluss unseres Festivals macht am Dienstag, den 19. März um 19:30 Uhr das „Duo fugARTo“ mit einem fulminanten Konzert für Akkordion und Saxophon. Beide Musiker beherrschen ihre Instrumente wie kaum andere.
Einer der letzten Auftritte der Gilde der diesjährigen Faschingssaison am Rosenmontag im Genossenschaftshaus beim Faschingsausklang der ÖVP Wiener Neudorf.
Heute geht die Faschingszeit vorbei. Damit endet die Regentschaft unseres Prinzenpaares Sabrina I und Rupert I und der Faschingsgilde Wiener Neudorf.
Ich werde mit aller Vehemenz heute um 18:11 Uhr im Rathauspark den Gemeindeschlüssel und die Gemeindekassa (ohje!!!) zurückverlangen. Es wäre schön, wenn viele kommen, denn vielleicht brauche ich Hilfe, falls die Narren nicht weichen wollen.
Und am Montag, den 11.11.2019 geht es dann so richtig los. Wiener Neudorf wird an diesem Tag von unserer Landeshauptfrau zu Niederösterreichs Narrenhauptstadt erklärt. Da werden alle Augen auf uns gerichtet sein. Da wird es ordentlich rund gehen. Mit den Vorbereitungen haben wir auch bereits begonnen.
Die Sicherheitshaft, die Innenminister Kickl eingefallen ist, wird wohl auch mich treffen. Aufgrund unseres gemeinsamen Vornamens könnte man eine Verwandtschaft vermuten, aber die würden wir beide wohl vehement abstreiten.
Ich gebe zu: Gewarnt wurde ich schon öfter, aber dass das mit der vorsorglichen Sicherheitsverwahrung wirklich kommen wird, habe ich mir nicht gedacht. Ich dachte, das wäre vor 80 Jahren gewesen und würde nie wieder kommen. Naja, ich dachte auch, dass die Schallplatte nie wieder kommen wird.
Es gibt einen Verdacht, aber keinen Beweis, wer mich „angedippelt“ hat. Der Psychiater, der mich untersuchte, hätte aus meiner Sicht dringender einen gebraucht. Das hätte ich wohl nicht sagen sollen.
Aber wahrscheinlich sind die Verdachtsmomente gegen mich so eindeutig, dass die Sicherheitsverwahrung die einzige Möglichkeit ist, die Menschheit vor mir zu schützen.
Immerhin habe ich verfügt, dass allen Mitarbeitern des Gemeindedienstes für den Karfreitag ein zusätzlicher Urlaubstag zusteht. Das liegt nicht im Interesse der Bundesregierung.
Immerhin habe ich mich eines Amtes bemächtigt, worauf in Wiener Neudorf seit zig Jahren eine bestimmte Partei (aber sicher nicht meine) glaubt, eine Erbpacht zu haben.
Immerhin habe ich schon kundgetan, dass ich mich bei der nächsten Gemeinderatswahl bemühen werde, meinen Platz nicht zu räumen.
Immerhin haben wir in Wiener Neudorf in kürzester Zeit geschafft, den Schuldenstand zu reduzieren, obwohl wir deutlich mehr investieren als früher. Der Verdacht liegt natürlich nahe, dass hier Drogengelder …
Meine Einschätzung und Meldung an das Ministerium, dass wir in Wiener Neudorf keine Probleme mit Asylanten hätten, hat mir auch nicht gut getan. Die Veröffentlichung der sinkenden Kriminalitätsrate im Gemeindeblatt hätte mir nicht passieren dürfen.
Dass die Squashunion Wiener Neudorf zum 14. Mal hintereinander Österreichischer Meister geworden ist und die Sportler noch immer nicht des Dopings überführt wurden, liegt angeblich daran, dass ich sie rechtzeitig vor den Kontrollen gewarnt hätte. Verdammt, irgendwer muss doch mein Telefon abhören.
Dass sämtliche ASFINAG-Vorstandsdirektoren, die sich bislang gegen einen wirksamen Lärmschutz für Wiener Neudorf gewehrt hätten, innerhalb kürzester Zeit ihre Sessel räumen mussten, kann sich die Bundesregierung einfach nicht gefallen lassen. Das sehe ich ein. Da bin ich wohl zu weit gegangen.
Standhaft bin ich bei den Verhören geblieben, als man partout wissen wollte, warum der B17-Tunnel unbedingt sein muss. Was denn da auf Staatskosten ausgegraben werden soll, habe ich nicht verraten. Aber es gäbe, wurde mir angedroht, Methoden, die mich schon noch zum Sprechen bringen würden.
Ich solle aufpassen, was ich tue, sage oder denke – wurde mir nahegelegt. Ich stelle mich einmal darauf ein, dass ich meine Amtsgeschäfts demnächst aus dem Gefängnis führen werde. Meine Sprechstunden am Mittwoch Nachmittag bleiben. Für Ihre längere Anfahrtszeit ins „Graue Haus“ entschuldige ich mich schon heute.
Als Bürgermeister und Kulturreferent durfte ich die Auszeichnungen von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner für die Gemeinde entgegen nehmen. COPYRIGHT: NLK Burchhart
Drei Referate habe ich nicht an geschäftsführende Gemeinderäte übertragen, sondern diese im unmittelbaren Bürgermeisterbereich behalten: Das ist die Bau- und Raumordnung, das sind die Finanzen und das ist die Kultur. Für die Kulturagenden habe ich mit GR Nikolaus Patoschka einen Kulturgemeinderat installiert. Auf Bundesebene würde man dies als Staatssekretär bezeichnen.
Ich glaube, dass es in den letzten Jahren gelungen ist, Wiener Neudorf zu einer über die Ortsgrenzen hinweg bekannten und anerkannten Kulturgemeinde zu entwickeln. Die Veranstaltungen des Kultur-ABO wurde so ausgebaut, dass es von anfänglich 80 Personen (im Jahr 2015) von mittlerweile über 300 Personen genützt werden. Tendenz steigend. Mit dem Caprice Festival im Alten Rathaus wurde ein ganz spezielles Kulturfestival ins Leben gerufen, das heuer zwischen dem 8. und 19. März gleich zu 6 Veranstaltungen einlädt. Informationen darüber: www.wiener-neudorf.gv.at
Auch die sonstigen kulturellen Ereignisse und Events, die in Wiener Neudorf stattfinden, bis hin zu einem heuer erstmals organisierten Literaturwettbewerb mit den P.E.N.-Club hat die Jury überzeugt, unserer Gemeinde den Titel „Kulturfreundlichste Gemeinde 2018“ im Großen Sitzungssaal des Landtages in St. Pölten zu verleihen.
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