Grandiose Idee unserer Musikschule

Musikschul-Direktor Robert Rother und sein Team hat sich etwas Tolles und Grandioses für uns alle einfallen lassen. Gemeinsam mit einigen Musikschülern wurde ein musikalischer Adventskalender gestaltet.

Unsere Musikschule freut sich, wenn Zeit dafür gefunden wird, um jeden Tag ein kalorienarmes Türchen (O-Ton Robert Rother) zu öffnen. Ich habe schon zwei Türchen geöffnet – und es hat meinen Ohren wunderbar geschmeckt.

Genial auch die Gestaltung des Kalenders. Ich hoffe, Sie finden das auch.

Um zum Kalender zu kommen wählen Sie: http://www.wiener-neudorf.gv.at/musikschule

Wir sagen euch an ….

Keine Weihnachtsmärkte, kein Advent-Shopping, keine Weihnachtsfeiern, keine großen Nikolaus-Feiern. Aber all das hat zu unserem Selbstverständnis für diese „besinnliche“ Zeit von Ende November bis zum Heiligen Abend dazugehört – auch wenn es das nicht unbedingt muss und nicht der ursprüngliche Sinn dieses Ereignisses war. Aber wir haben dieser Zeit unseren besonderen Sinn gegeben – und auch das nimmt uns das Corona-Virus derzeit weg.

Ganz müssen wir aber derzeit auf die vorweihnachtliche Stimmung nicht verzichten. Der Lockdown gibt uns andererseits die Zeit das eine oder andere Keks mehr zu backen oder sich um Dinge zu kümmern, die sonst eher verkümmern oder um etwas zu tun, für das wir sonst nicht die Zeit hatten.

Normalerweise sind für mich diese Wochen immer geprägt von zahlreichen Besuchen bei Vereins-Weihnachtsfeiern, unterbrochen nur durch die Vorbereitungssitzungen (Stichwort: Ausschüsse), die immer vor der traditionell Mitte Dezember angesetzten letzten Gemeinderatssitzung im Jahr (mit der Verabschiedung des Budgets für das kommende Jahr) stattfinden. Gut, die Ausschuss-Sitzungen finden statt, teilweise in sehr vorsichtiger Präsenz, teilweise online. Aber alles andere ….

Aber daneben lohnt sich ein Spaziergang durch unsere Gemeinde, wo etliche Straßenzüge und Häuser sich bereits hell erleuchtet präsentieren. Wir können seitens der Gemeinde natürlich nicht alle Ortsteile so prächtig schmücken wie beispielsweise das Umfeld des Gemeindeamtes. Aber es gibt praktisch überall vieles zu bewundern.

Genießen wir diese Zeit trotz der leider notwendigen Einschränkungen. Gerade diese Zeit vor Weihnachten sollte uns die Einsicht zurückbringen, dass es kein Volk der Geimpften und keines der Ungeimpften gibt. Wir sitzen alle im selben Boot – und wenn es schaukelt, dann laufen wir alle Gefahr zu kentern. Es sind weder die Geimpften für die Ungeimpften die Feinde, noch umgekehrt – der Feind, den es zu besiegen, das Problem, das es zu lösen gilt ist das Virus. Da bedarf es unserer gemeinsamen Anstrengungen. Wir brauchen, das wissen wir mit Sicherheit, eine Immunisierungsrate von an die 90 %. Das bedarf für viele, die bislang zwei Impfungen haben, die dritte Dosis und für diejenigen, die noch ungeimpft und damit ungeschützt sind, das Aufraffen endlich für die erste Dosis. Dann – aber nur dann – haben wir eine reelle Chance einen nächsten Lockdown zu vermeiden.

Ich wünsche Ihnen eine schöne, besinnliche, friedliche Zeit – und genießen Sie

.… den lieben Advent!

Das Gemeinde-Budget „Wiener Neudorf“ für 2022 ist fertig!

Der 325-seitige Voranschlag für 2022 ist fertig, wird am 30. November im Finanzausschuss besprochen und bei der kommenden Gemeinderatssitzung am 13. Dezember beschlossen.

Vorweg: Es ist gelungen, die Wünsche der geschäftsführenden Gemeinderäte und der Fraktionen, so weit sie an mich herangetragen wurden, weitestgehend zu berücksichtigen. 2022 wird ein wahres Investitionsjahr werden. Auch deshalb, weil die Gemeinde derzeit mit einem Zinssatz von nahezu 0 % finanzieren kann – und weil notwendige Projekte, wenn wir sie um ein Jahr oder noch länger verschieben – aufgrund der Inflation – massiv teurer werden.

Zusätzlich zu den Fixkosten der Gemeinde in Höhe von etwa € 30 Millionen werden wir im kommenden Jahr Projekte im Gesamtausmaß von ca. € 12 Millionen verwirklichen.

Die größten jährlich wiederkehrenden Einzelausgaben unserer Gemeinde sind einerseits unser Beitrag für die Landeskrankenhäuser in Höhe von € 4,3 Mio. und unser Gemeindebeitrag für Sozialleistungen des Landes/der Bezirkshauptmannschaft in Hohe von € 3,4 Mio.

An Haupt-Projekten haben wir für 2022 – unter anderem – vor:

  • Fertigstellung der Sanierung der Sporthalle
  • Komplettsanierung Grillparzergasse
  • Komplettsanierung Eumigweg (von Eumigweg 30 Richtung Osten bis Brücke A2)
  • Neuer Kirchenvorplatz und Boulevard vor dem neuen Herzfelderhof
  • Neuer Radweg vom Gemeindeteich Richtung Süden entlang der B17 bis Ortsgrenze Guntramsdorf
  • Verbesserung des Rad- und Fußwegesystems im IZ-Süd
  • Neue barrierefreie Mödlingbachbrücke Höhe Migazzihaus
  • Beginn der Erweiterungsarbeiten am Friedhof
  • Verlegung des Stockschützenplatzes in die Tennisstraße
  • Errichtung einer Padel-Tennisanlage in der Tennisstraße
  • Ankauf eines notwendigen Fahrzeuges für die Feuerwehr
  • Fertigstellung des Gartens der Erinnerung (Bereich Mahnmal)
  • Neugestaltung des südlichen Kreisverkehres Reisenbauer-Ring
  • Sanierung diverser desolater Kanalstränge
  • Sanierung von Wasserversorgungsleitungen

Selbstverständlich werden die diversen Planungen (B17-Unterführung, Temporeduktion A2, Klosterkirche, Neues Abfallwirtschaftszentrum, Neuer Bahnhofplatz, Retentionsbecken Figurteich, Mödlingbach-Wehranlage Wehrgasse) weitergehen. Fortsetzen werden wir auch die neuen Baum- und Strauchpflanzungen, die Erweiterung unserer Photovoltaik-Anlagen, die Verbesserung unserer Brandmelde- und Lüftungsanlagen – und einiges mehr.

Aktuelles aus Wiener Neudorf

Das neue Impfzentrum in der SCS wurde über Nacht wieder nach Laxenburg verlegt

Vor knapp zwei Wochen wurde das neue Impfzentrum im Bürogebäude der SCS eröffnet. Zur großen Überraschung wurde es nun über Nacht de facto wieder lahmgelegt (nur die vereinbarten Termine werden abgearbeitet). Die Räumlichkeiten sind angeblich doch zu klein. Es wurde jedoch Platz im Multiplex gefunden. Dort wird ein Bereich derzeit für eine neue Impfstraße eingerichtet und soll in ein bis zwei Wochen in Betrieb gehen. Deshalb wurde vom Land NÖ auch kurzfristig entschieden, das Impfzentrum im Schloß Laxenburg umgehend wieder in Betrieb zu nehmen.

Wir haben bekanntlich in Wiener Neudorf für das Wochenende Samstag und Sonntag, 27. und 28. November von 9.00 bis 13.30 Uhr einen Shuttle-Service zum Impfzentrum zugesagt. Dieser Service bleibt aufrecht. Wir bringen die Impfwilligen allerdings vom Gemeindeamt aus nun nicht in die SCS, sondern nach Laxenburg – und natürlich wieder zurück.

Das Inhalatorium geht mit heutigem Tag in den Winterschlaf. Aufgrund der angesagten Minustemperaturen drehen wir die Leitungen ab und versperren die Anlage bis voraussichtlich April 2022.

Gemeinsam mit denn beiden zuständigen Ingenieuren im Bauamt (Josef Podek und Christoph Simanko), unserem Lärmsachverständigen DI Werner Kaufmann und dem Projektleiter der ASFINAG Gerald Mühl habe ich die Situation an der bestehenden Lärmschutzwand Weidenweg besichtigt.

Die Aufsätze für die Lärmschutzwand am Weidenweg werden demnächst geliefert. Soferne das Wetter mitspielt, werden diese bis Weihnachten montiert. Gleichzeitig wird überprüft, ob die Lärmschutzwand an gewissen Stellen ausgebessert werden muss. Die Wand muss die Lärmsituation zwischen Autobahn und Wohnsiedlung um 25 dB verbessern. Ob das durchgehend der Fall ist, wird in der nächsten Woche kontrolliert und die etwaigen Schäden umgehend ausgebessert.

Die Impfpflicht ist für fast alle Die Lösung

Gestern Montag stand der Impfbus von 10.00 bis 18.00 Uhr vor dem Wiener-Neudorfer Gemeindeamt. Über den Tag verteilt nahmen Hunderte Impfwillige (darunter auch viele Erstimpfende) das Angebot in Anspruch. N1TV hat sich für die Argumente interessiert.

Eigentlich wollte ich dieses Mal über etwas anderes schreiben, aber das Corona-Thema drängt alles andere in den Hintergrund und bestimmt auch weiterhin – nicht nur – meinen Arbeitsalltag.

Bei aller Kritik an der Bundesregierung hinsichtlich Versäumnissen, falschen Versprechungen, Entscheidungsschwächen und entbehrlichen Kommentaren, ist das Durchringen zu einer Impfpflicht die einzig mögliche Strategie. Dass die Ankündigung einer Impfpflicht auch für mich (ich trete dafür bekanntlich seit mehreren Monaten ein) zu spät kommt, ist ein anderes Kapitel. Aber besser zu spät als gar nicht. Aus meiner Sicht ist die Impfpflicht für für alle: Die Lösung.

Für die Geimpften: Weil wir mit einer hohen Durchimpfungsrate damit ab dem Frühjahr 2022 eine reelle Chance haben, unverschuldet keinen neuen Lockdown mehr mittragen zu müssen.

Für die eigentlich solidarisch denkenden Ungeimpften: Weil sie sich gegenüber der Umwelt mit abstrusen Argumenten und Theorien in eine Ecke manövriert haben, aus der sie möglicherweise gerne herauskommen würden, aber meinen, dies ohne Gesichtsverlust nicht zu können. Wer gibt denn gerne zu, monatelang falschen Aussagen auf den Leim gegangen zu sein. So kann man weiter auf die Regierung schimpfen, sich weiter in einer nicht vorhandenen Diktatur wähnen – und trotzdem impfen gehen, weil man ja dazu gezwungen wird.

Für die Kranken und Jungen: Weil sie sich nicht impfen lassen können/dürfen, sei es weil sie dafür zu krank oder zu jung sind. Eine hohe Durchimpfungsrate ist für sie ein Schutz und heißt vor allem für die Kinder, dass der Schulbetrieb nicht mehr gefährdet ist.

Für das Krankenhauspersonal: Eine hohe Durchimpfungsrate wird mittelfristig (hoffentlich früher) zu einer Entlastung der Stationen – vor allem der Intensivstationen – führen. Wir wissen, dass vor allem Ungeimpfte dort behandelt werden. Je weniger es von diesen gibt, umso früher wird das Krankenhauspersonal entlastet.

Für diejenigen, bei denen eine Operation ansteht: Eine hohe Impfrate bedeutet eine Vermeidung der Auslastung der Krankenhausbetten und gibt Sicherheit, dass eine notwendige Operation durchgeführt werden kann und nicht eventuell verschoben werden muss.

Für den Tourismus: Eine hohe Durchimpfungsrate verhindert die Schließung in Lockdowns und auch Reisewarnungen des für diesen Wirtschaftszweig so wichtigen Auslands. Es wird sowieso eine gehörige Anstregung werden, das verlorene Terrain und den teilweise verlorenen Ruf wieder gutzumachen.

Für die Wirtschaft generell: Eine hohe Durchimpfungsrate heißt, dass weitere Lockdowns mit ziemlicher Sicherheit verhindert werden können. Geschäfte können offen bleiben, Arbeitnehmer behalten ihre Arbeitsplätze oder müssen nicht in die Kurzarbeit.

Für die Zögerlichen: Ich habe mit nicht wenigen gesprochen, die bisher einfach noch keine Zeit oder Gelegenheit gefunden haben, sich impfen zu lassen. Die Impfpflicht wird ihnen die Zeit und die Gelegenheit dazu verschaffen.

Für die Skeptiker: Es wird etliche geben, denen noch das entscheidende Argument für die Impfung fehlt. Bevor das Zuwarten gesundheitsgefährdend wird, wird die Impfpflicht das Argument sein.

Diejenigen, die nicht von einer Impfpflicht profitieren sind diejenigen, die keine hohe Impfrate wollen. Weil sie politisch so lange wie möglich vom Chaos profitieren wollen, wie die FPÖ. Weil sie sich gerne empören. Weil sie sowieso ein Problem mit Obrigkeiten und Vorgaben haben. Weil sie der rechts- oder linksradikalen Szene angehören – und sowieso gerne gegen „wurscht was“ demonstrieren und Krawall machen.

Und es wird ein paar geben, die sich in dieser Aufzählung nirgends wiederfinden. Ich behaupte, dass auch für diese Personengruppe die Impfpflicht eine gute Lösung ist, weil die Impfung generell eine gute – weil einzig positive und wirksame – Lösung ist, was mittlerweile weltweit bewiesen ist (auch wenn es manche nicht einsehen wollen).

Was jetzt kommen muss: Lockdown und Impfpflicht!

Vielleicht ringen sich die entscheidenden Politiker am schönen Achensee zu richtigen Entscheidungen durch.

Was mich besonders ärgert ist, dass wir uns das ersparen hätten können. Die Heftigkeit der jetzigen Welle und die Maßnahmen, die jetzt erforderlich sind, sind hausgemacht.

Dass die Impfrate zu gering sein würde, um der heutige Situation zu entkommen, war eigentlich seit Monaten klar. Ich habe darüber einen Blog-Beitrag am 1. August geschrieben, der mir damals viel Kritik eingebracht hat, der die nunmehrige Lage aber irgendwie vorweggenommen hat. Und ich bin beileibe kein Wahrsager, sondern habe nur 1 und 1 zusammengezählt und mir die Argumente der Fachleute angehört und diese abgewogen. Dass im Sommer die Welt in Ordnung gewesen wäre, ist schlichtweg falsch.

Die Bundespolitik muss endlich aufhören, Wohlfühlschlagzeilen für einen Tag zu verbreiten. Es gab nie ein Licht am Ende des Tunnels, weder für die Geimpften noch für die Ungeimpften. Eine Pandemie kann niemals eine Pandemie nur für Ungeimpfte sein. Noch immer leben wir in einem Land und sitzen damit im selben Boot. Die Bundespolitik muss endlich auf die Wissenschaft hören und nicht vorrangig auf ihre Klientel und nicht nur das daherplappern, was das Volk gerne hören möchte.

Die Impfverweigerer müssen endlich aufhören, ein Land in Geiselhaft zu nehmen und sich hinter dem absurden Begriff der persönlichen Freiheit zu verschanzen. Wir leben – verdammt noch einmal – in einer Gemeinschaft und nicht jede/r auf seiner/ihrer selbstgezimmerten Insel mit seinen einen/ihren individuellen Regeln. Diese niedrige Impfquote ruiniert derzeit ganze Branchen wie den Tourismus und die Gastronomie und ist eine unverantwortliche Gefährdung derjenigen, die sich nicht impfen lassen können, entweder weil sie zu jung oder zu krank dafür sind. Vor einem Krankenhaus gegen die Corona-Maßnahmen zu demonstrieren, während drinnen ein längst ausgelaugtes und über alle Maßen gefordertes ärztliches Personal mit allen Mitteln versucht, Leben zu retten, schlägt ja sowieso allen Fässern den Boden aus.

Die Bundespolitik muss endlich begreifen, dass die Appelle an die Selbstverantwortung, an die Solidarität und an das freiwillige Umdenken bei viel zu vielen nichts bringen. Die Argumentation der Kickl-FPÖ hat ihres dazu beigetragen, um die Spaltung im Land unter allen Umständen aufrecht zu erhalten und am besten noch zu vertiefen. Kapiert denn niemand, was da abgeht?

Wenn wir so weiterwurschteln wie jetzt, dann schlittern wir von einer Welle in die andere.

Hoffen wir, dass der Ausflug der entscheidenden Bundes- und Landespolitiker zum Achensee die Erleuchtung bringt, endlich etwas fertig zu diskutieren, worüber es allerdings mittlerweile kaum mehr etwas zu diskutieren gibt. An der viel zu geringen Impfquote leiden wir alle, nicht nur die Ungeimpften. Es kann doch wirklich niemand geglaubt haben, dass man das Problem löst, indem man die Ungeimpften einsperrt und die Geimpften in ein normales Leben schicken kann, die dann vor den Fenstern der eingesperrten Ungeimpften herumspazieren und „Schleckerpatzel“ rufen.

Um einiges zu spät hat Oberösterreich und Salzburg die missliche Lage kapiert und endlich gestern mit einem Lockdown für alle reagiert. Es ist mittlerweile sowieso fast allen klar geworden, dass diese Maßnahme auf ganz Österreich auszurollen sein wird (möglicherweise mit regional unterschiedlichen Details).

Und wer jetzt noch immer glaubt, dass wir die Impfquote ohne Impfpflicht auf das notwendige Maß bringen können, der schläft sowieso in der Pendeluhr.

Die Alternative dazu wäre allerdings typisch österreichisch: Weiterwurschteln, Durchtauchen und auf bessere Zeiten hoffen, frei nach dem Motto: Das kriegen wir schon irgendwie irgendwann hinweil den Wurschtl, den kann sowieso keiner daschlong, warum also soll das gerade einem Virus gelingen. Ob wir uns da nicht täuschen würden?!