Einladung zu meiner Lesung

Eigentlich war Schriftsteller der Beruf, den ich mir als junger Mensch am ehesten für mich vorstellen konnte. Bekanntlich kommt im Leben vieles anders und zweitens als man denkt. Ich durfte zwar früh publizieren und konnte Lesungen im In- und Ausland abhalten, war damals das an Jahren jüngste Mitglied des Österreichischen Schriftstellerverbandes, in dessen Präsidium ich für einige Zeit gewählt wurde.

Aber dann hat mich das Leben in die Finanzwirtschaft geweht und schließlich überraschend in die Kommunalpolitik, wo auch die Sprache eine dominante Rolle spielt. Habe ich früher täglich stundenlang geschrieben, komme ich heute nur sehr sporadisch dazu. Gerade deshalb freue ich mich, dass ich doch immer wieder zu Lesungen eingeladen werde, so wie nun vom „WIR im Alten-Rathaus-Team“.

Ich lade Sie am Freitag, den 25. Oktober um 19:00 Uhr zu meiner Lesung in den Festsaal des Alten Rathauses (Wiener Neudorf, Rathausplatz 1, direkt an der B17) ein. Ich freue mich sehr, dass mich Gus Seemann musikalisch begleiten wird. Eine halbe Stunde vorher, um 18:30 Uhr, findet im Erdgeschoß die Vernissage des Vereins „Kreativ 50plus“ statt.

Schadenskommission unterwegs

Wiener Neudorf ist zwar insgesamt glimpflich durch die Hochwassersituation Mitte September gekommen, aber Kellerräumlichkeiten einiger Häuser wurden auch in unserer Gemeinde durch das gestiegene Grundwasser teilweise massiv in Mitleidenschaft gezogen.

Die erfreuliche Nachricht für die Betroffenen: Erstmals gibt es auch für Schäden, die durch das gestiegene Grundwasser eingetreten sind, Geldmittel aus dem Katastrophenfonds.

Die zuständigen Stellen der NÖ Landesregierung schaffen die vielen Schadensaufnahmen in fast allen Regionen unseres Bundeslandes nicht alleine und deshalb wurden die Gemeinden ersucht, Schadenskommissionen unter der Leitung des jeweiligen Bürgermeisters zu bilden.

In Wiener Neudorf besteht diese Kommission neben mir noch aus dem 2.Vize-Bgm. Wolfgang Tomek (SPÖ), dem Leiter des Bau- und Umweltamtes, Ing. Fritz Hudribusch, und der Sachbearbeiterin Mag. Anne Getzinger.

Wir haben vor wenigen Tagen begonnen, die ersten Schäden in der Carl-Prenningerstraße und der Martonygasse zu besichtigen und zu bewerten.

Wenn auch Ihr Haus in Mitleidenschaft gezogen wurde und Sie mit Kosten zur Wiederherstellung konfrontiert sind, können Sie sich ebenfalls telefonisch (02236/62501-0) oder per E-Mail (gemeinde@wiener-neudorf.gv.at) an das Gemeindeamt wenden und um eine Begutachtung durch die Schadenskommission ersuchen. In jedem Fall ist eine Meldung an Ihre Versicherung zwingend notwendig.

Gemeinde-Homepage neu

In den letzten Monaten haben Mitarbeiter/-innen der Gemeindeverwaltung mit professionellerUnterstützung die Homepage der Gemeinde http://www.wiener-neudorf.gv.at neu gestaltet, geordnet und modernisiert.

Mein Wunsch war eine frische, aufgeräumte Seite zu entwickeln, auf der man sich gut zurechtfindet. Für mich ist die Übung gelungen und ich bedanke mich bei allen, die dazu beigetragen haben.

Eine Homepage zu betreiben ist aber ein ständiger Prozess und so werden wir auch immer wieder Adaptierungen vornehmen (müssen). Wenn Ihnen etwas auffällt, was noch nicht hundertprozentig funktioniert oder was wir in Hinkunft berücksichtigen können, dann lassen Sie uns das wissen – am besten über eine E-Mail an: gemeinde@wiener-neudorf.gv.at

Endlich mehr Platz

Eines der großen Ziele von Verkehrsreferent Vize-Bgm. DI Pigisch und mir in dieser Legislaturperiode war die Umgestaltung des Bahnhofplatzes. Dazu gehörte auch, die Engstelle auf der Hauptstraße neben der früheren Trafik zu beseitigen. Sie wissen, dass sich die Verwirklichung durch einen jahrelangen Erbschaftsprozess (der Personen in Österreich und in Kanada betraf) leider deutlich hinausgezögert hat.

Dessen ungeachtet freue ich mich, dass auch dieses wichtige Versprechen noch innerhalb dieser Legislaturperiode umgesetzt werden kann. So konnten wir heuer – nach Zustimmung der Eigentümerin (Wiener Linien) – das Bahnhofsgebäude ein wenig einkürzen. Dafür haben wir als Gemeinde natürlich die Gesamtkosten übernehmen müssen. Ich denke, dass dieser Umbau auch architektonisch gut gelungen ist. Damit konnten wir den breiten kombinierten Geh- und Radweg auf der Hauptstraße, der in den letzten Jahren von Biedermannsdorf bis zur Einbindung Eumigweg entstanden ist, Richtung Westen verlängern – und die bisherige Engstelle beseitigen.

Weil ich das oft gefragt werde: Ja, noch im Oktober erfolgt eine Verbesserung des Gleisüberganges zur B17. Diese Arbeiten dürfen nur von der Badner-Bahn durchgeführt werden und werden nunmehr erfolgen.

Die restlichen noch fehlenden Arbeiten zur Umgestaltung des Bahnhofplatzes zum Lindheimplatz sind im Zeitplan und so werden wir am Sonntag, den 15. Dezember den neuen Platz feierlich eröffnen können.

Die wichtigsten Beschlüsse der Gemeinderatssitzung vom 30. September

Mehrheitlich (ohne die Zustimmung der SPÖ und der FPÖ) wurden Änderungen im örtlichen Raumordnungsprogramm und im Bebauungsplan vorgenommen. Kurz gefasst geht es bei den Änderungen um Limitierungen von Wohneinheiten pro Liegenschaft, die Belebung des Ortszentrums, wirksame Entsiegelungsmaßnahmen und die generelle Regelung von Grünfassaden und Grünflächen – vorwiegend in Betriebsgebieten.

Einstimmig wurden Subventionen in der Gesamthöhe von ca. € 30.000,- an insgesamt 18 Vereine bzw. Organisationen beschlossen.

Mehrheitlich (ohne die Zustimmung der FPÖ) wurde die Finanzierung von Photovoltaikanlagen auf Gemeindehäusern, die Erweiterung der Musikschule und des Regenwasserplanes im Gesamtbetrag von € 460.000,- durch Darlehensaufnahmen bei der Volksbank beschlossen. Aus finanztechnischen Überlegungen werden die Ausgaben durch ein Darlehen finanziert und nicht aus den vorhandenen Eigenmitteln.

Einstimmig wurde beschlossen, dass die Gemeinde Wiener Neudorf dem Verein „Modellregion Thermenlinie“, der sich intensiv mit Klima- und Energiethemen auseinandersetzt, beitritt. Der jährlichen Mitgliedsbeitrag dafür beläuft sich auf € 1,- pro Hauptwohnsitzer, derzeit also € 9.628,-. Neben Wiener Neudorf gehören diesem Projekt auch die Gemeinden Bad Vöslau, Gumpoldskirchen, Guntramsdorf, Kottingbrunn, Laxenburg, Mödling, Pfaffstätten und Sooß an.

Mehrheitlich (ohne die Zustimmung der FPÖ und Teile der SPÖ) wurde ein Mobilitätskonzept zur Eindämmung des Autoverkehrs für ein Projekt auf der Liegenschaft Mühlgasse 1b beschlossen.

Mehrheitlich (ohne die Zustimmung der FPÖ und eines SPÖ-Gemeinderates) wurde ein Mobilitätskonzept zur Eindämmung des Autoverkehrs für ein Projekt auf der Liegenschaft Anningerstraße 12 beschlossen.

Einstimmig wurde die Friedhofsordnung für die neu geschaffene Naturbestattungsanlage im Friedhof und eine Betreuungsvereinbarung mit der Naturbestattung GmbH, 2372 Gießhübl beschlossen.

Einstimmig wurden Anschaffungen in der Höhe von € 55.000,- für die neue Gemeindebibliothek, die am 27. November vom Migazzihaus in 3 x größere Räumlichkeiten in der Hauptstraße 13 übersiedeln wird, beschlossen. Ebenfalls beschlossen wurde ein äußerst geringer jährlicher Mitgliedsbeitrag von € 10,- für alle ab dem 17. Lebensjahr. Für jüngere Leser/-innen ist die Ausleihung gratis.

Im nichtöffentlichen und vertraulichen Teil wurden Sozialausgaben, Personalangelegenheiten und Wohnungsvergaben beschlossen.

Das amtliche Wahlergebnis von Wiener Neudorf

Oben sehen Sie das amtliche Wahlergebnis der heutigen Nationalratswahl in Wiener Neudorf. Die FPÖ liegt mit 25,7 % knapp vor der SPÖ mit 25,4 % und der ÖVP, die auf 24,1 % kam. Sie sehen auch die jeweiligen Sprengelergebnisse.

Der Vergleich mit 2019 ist zwar angeführt, aber nicht aussagekräftig. 2019 wurden die Wahlkarten nicht im Ort berücksichtigt, sondern in der Bezirkshauptmannschaft gezählt und dem Gesamtergebnis zugeschlagen. Das bedeutet, dass auch die Wahlbeteiligung vor 5 Jahren nicht 67,3 % war, sondern aufgrund der Wahlkartenwähler – so wie heute – knapp unter 80 %.