Kategorie-Archiv: Wiener Neudorf allgemein

Klimawandel: Das Gebot der Stunde!

Die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels sind die wirklich großen zukünftigen Herausforderungen für uns alle. Wir alle sind gefordert, unsere Beiträge zu leisten, um die Auswirkungen halbwegs in den Griff zu bekommen. Auch wenn wir uns derzeit noch so vehement dagegen stemmen – und auch wenn uns manche einzureden versuchen, dass es den menschengemachten Klimawandel gar nicht gibt – das wird nicht ohne spürbare Einschränkungen oder spürbare Änderungen unseres gewohnten Lebenstils gehen.

Seitens der Gemeinde müssen und werden wir unsere Hausaufgaben weiterhin versuchen, bestmöglich zu erledigen. Wir haben uns dem sogenannten e5-Programm verschrieben, das Gemeinden dabei unterstützt, ihre Energie- und Klimaschutzpolitik grundlegend zu ändern und zu modernisieren, Energie zu sparen und erneuerbare Energieträger einzusetzen. Von den insgesamt ca. 2.100 Gemeinden Österreichs nehmen 281 am e5-Programm teil. Wiener Neudorf hat vor knapp 6 Jahren mit der Umsetzung begonnen. Derzeit liegen wir bei einem Umsetzungsgrad von 69,9 %. Damit haben wir von 5 möglichen „e“s 4 erreicht. Das Ziel ist es in zwei Jahren mehr als 75 % abgearbeitet zu haben und damit das 5. „e“ zu bekommen.

Wir sind aber auch abhängig von den individuellen Maßnahmen der Bevölkerung. Noch immer gibt es beispielsweise bei uns zu wenige Photovoltaikanlagen und zu wenige Umstellungen auf alternative Heizungssysteme etc.

Ein schönes Osterfest

Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich ein wunderschönes Osterfest. Ich persönlich werde am Ostersonntag für meine drei Enkeltöchter unseren Garten mit diversen Geschenken und Gaben in einen „Such-Garten“ verwandeln. Und am Ostermontag würde ich mich freuen, so viele wie möglich von 14:00 bis 17:00 Uhr beim Osternest-Suchen im Klostergarten begrüßen zu dürfen. Vielleicht schaut sogar der Osterhase vorbei. Und das ist kein Aprilscherz.

Vor Ostern erledigt

Unser Bahnhofsgebäude erstrahlt wieder im neuen, aber durchaus alten Glanz. Ein Umbau war nötig, um zwischen dem Haus und der Hauptstraße in Zukunft mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer zu schaffen. Sehr überraschend hat die Trafik ihren Mietvertrag mit den Wiener Linien (Badner-Bahn) aufgekündigt und wechselt auf die andere Straßenseite in den Winklerhof. Ein neuer Mieter wird gesucht. Die Badner-Bahn ist aber bereits mit einem Wiener Neudorfer Unternehmer in einem guten Gespräch, wie mir mitgeteilt wurde.

Auch die stark frequentierte Fußgänger- und Radwegkreuzung Höhe Lindenwegbrücke wurde saniert. Eine Verbesserung und Verbreiterung war nötig geworden. Im Bild rechts geht es hinauf zum Wohngebiet Lindenweg, in der Mitte zum Waldl-Radweg und links hinunter zum Fußweg entlang des Mödlingbaches. Selbstverständlich folgt noch eine entsprechende Begrünung dieses Platzes.

Einmal noch 2023

Mit der Erstellung des Jahresberichtes 2023 beenden wir unsere die Beschäftigung mit dem alten Jahr. In diesen Tagen wird die 50-seitige Nachlese an jeden Haushalt in Wiener Neudorf verteilt. Sie finden diese Broschüre auch online unter http://www.wiener-neudorf.gv.at Rubrik RATHAUS – Gemeindezeitung. Dort finden Sie übrigens auch bereits das April-Mitteilungsblatt.

Im vergangenen Jahr ist wieder enorm viel in unserer Gemeinde passiert. Frau Mag.a Heidi Gaganas (Öffentlichkeitsabteilung Gemeindeamt) und ich haben versucht, einen Überblick über die wichtigsten Ereignisse, Beschlüsse und Veranstaltungen zusammenzufassen. Der Umfang war vorgegeben und wir mussten leider auf die Veröffentlichung von etlichen Ereignissen verzichten. Vielleicht geht ihnen das eine oder andere ab, vielleicht finden Sie auch, dass es wichtiger gewesen wäre, das eine oder andere Weggelassene zu bringen und dafür auf etwas anderes zu verzichten.

Wiener Neudorf hat sich in den 365 Tagen des letzten Jahres wieder weiter entwickelt. Wir werden auch im heurigen Jahr auf der Überholspur bleiben und versprechen mit vollem Elan und großem Engagement weiter zu arbeiten.

Die wichtigsten Beschlüsse der Gemeinderatssitzung vom 18. März 2024

Mehrheitlich (ohne die Zustimmung der SPÖ) wurde eine 2-jährige Bausperre beschlossen, da es aufgrund von Novellierungen des Raumordnungsgesetzes erforderlich ist, das örtliche Entwicklungskonzept zu überarbeiten. Dies insbesondere hinsichtlich der Energieversorgung, der Klimawandelanpassung, der Daseinsvorsorge sowieso der sozialen und infrastrukturellen Entwicklung. Die Bausperre betrifft Teile des Wohngebietes, aber auch das Betriebs- und Industriegebiet. Den gesamten Verordnungstext finden Sie auf der Home-Page der Gemeinde http://www.wiener-neudorf.gv.at . Eine Bausperre bedeutet übrigens nicht, dass nicht gebaut werden kann, aber es muss vor jeder Baugenehmigung überprüft werden, ob die in der Verordnung definierten Ziele der Bausperre eingehalten werden. Vorrangig betrifft die Bausperre großvolumige Bauprojekte, neu zu planende Ein- bzw. Zweifamilienhäuser nur am Rande.

Mehrheitlich (ohne die Zustimmung der SPÖ, der FPÖ und NEOS) wurde der Rechnungsabschluss 2023 genehmigt. Vom SPÖ-geführten Prüfungsausschuss wurde im Vorfeld die Richtigkeit des Abschlusses festgestellt. Herausragend ist das Nettoergebnis im Finanzierungshaushalt (am ehesten vergleichbar mit dem Cash-Flow in der Privatwirtschaft) in Höhe von € 5,133.516,32. Etwaige Unter- bzw. Überschreitungen von Einzelkonten gegenüber dem Voranschlag wurden ausführlich und verständlich erklärt.

Einstimmig wurden € 29.000,- an Subventionen an insgesamt 12 Vereine bzw. Organisationen freigegeben.

Mehrheitlich (ohne die Zustimmung der FPÖ und von SPÖ-Gemeinderäten) wurden für die Neugestaltung des Bahnhofsplatzes (Ecke Hauptstraße/Eumigweg) insgesamt ca. € 603.000,- für die gärtnerische Gestaltung, den Stromnetzanschluss für Ladeinfrastruktur, elektrotechnische Arbeiten, die öffentliche Beleuchtung, die Errichtung einer Brunnen- sowie einer Abwasserbeseitigungsanlage beschlossen.

Mehrheitlich (ohne die Zustimmung von SPÖ-Gemeinderäten) wurde beschlossen, den Bahnhofsplatz (Ecke Hauptstraße/Eumigweg) neu als „Lindheim-Platz“ zu benennen. Wilhelm von Lindheim (1834 – 1898) war Industrieller, Eisenbahnfachmann und Präsident des Verwaltungsrates der Neuen-Wiener-Tramway-Gesellschaft. In seiner Zeit wurde die Straßenbahnstrecke (heute Badner-Bahn-Strecke) von Wien nach Wiener Neudorf geplant und errichtet. Diese Initiative geht auf Wilhelm von Lindheim zurück. Dafür wurde er 1886 vom damaligen Gemeinderat zum ersten Ehrenbürger von Wiener Neudorf ernannt. Nun bietet es sich nahezu perfekt an, den neuen Platz vor der Badner-Bahn-Station nach ihm zu benennen.

Vom Nationalrat wurde eine sogenannte Gebührenbremse beschlossen. Jede Gemeinde erhält einen bestimmten Betrag zur Aufteilung an die Bevölkerung. Für Wiener Neudorf bedeutet es, dass ein Betrag in Höhe von € 155.083,- zur Aufteilung kommt. Die Gemeinden des Bezirks Mödling sind überein gekommen, dass die jeweiligen Gemeinde-Beträge über den Gemeindeverband (GVA) auf Basis der Kanalbenützungsgebühr in Form von Gutschriften je Haushalt abgezogen werden. Dies wird im 3. Quartal 2024 erfolgen. Die Gutschrift ist abhängig von der Haushaltsgröße und wird sich durchschnittlich auf ca. € 30,- belaufen. Diese Vorgehensweise wurde vom Gemeinderat einstimmig befürwortet.

Einschränkungen auf der Badner-Bahn-Strecke

Mit den wärmeren Temperaturen startet wieder die Baustellen-Saison, auch auf der Badner-Bahn-Strecke.

In Vösendorf wird die Autobahnbrücke zur SCS saniert. Da die Wiener Lokalbahnen (WLB) diese Sperre zur Instandsetzung ihrer Infrastruktur in diesem Abschnitt nützt, ist während dieser Arbeiten in der Osterwoche, also vom 25. März bis inklusive 1. April, kein Betrieb der Badner-Bahn zwischen Siebenhirten und der SCS möglich. Es wird Ersatzbusse geben. Im Nachtverkehr fahren Busse von Siebenhirten bis Wiener Neudorf.

Anschließend, ab dem 2. April erfolgt ein mehrmonatiger größerer Umbau in Wien samt einer Sperre der Wiedner Hauptstraße. Bis November 2024 fährt die Badner-Bahn nicht zur regulären Endstelle Wien-Oper. Ab der Haltestelle „Kliebergasse“ werden die Züge über die Blechturmgasse, den Hauptbahnhof Wien zur provisorischen Endstelle „Quartier Belvedere“ umgeleitet. Die Kassa „Wien-Oper“ ist in diesem Zeitraum für die Dauer der Sperre geschlossen.

Fahrgäste, die weiterhin direkt zum Karlsplatz fahren möchten, müssen auf das Netz der Wiener Linien umsteigen. Entweder ab der Haltestelle „Schedifkaplatz“ mit den Linien U6 und U4 oder ab der Haltestelle „Hauptbahnhof“ mit der U1. Alle gesammelten Informationen zur Streckensperre: http://www.wlb.at/umleitung2024

Ab Ende April finden zusätzlich Arbeiten im Bereich Baden statt. Deshalb wird vom 29. April bis zum 10. Mai ein Bus-Ersatzverkehr zwischen der Haltestelle „Traiskirchen“ und „Baden Josefsplatz“ eingerichtet. Informationen und Details: http://www.wlb.at