Ich wurde darüber informiert, dass in Wiener Neudorf Personen unterwegs sein sollen, die angeblich für das Rote Kreuz Geld sammeln, aber nicht dem Roten Kreuz angehören würden. Das dürfte so aber nicht stimmen.
Meinen Recherchen zur Folge sind Personen des Sozial Medizinischen Dienstes (SMD) unterwegs, um für diese private Hilfsorganisation mit Hauptsitz in Wien Geld zu sammeln. Der Hauptaufgabenbereich dieser Organisation liegt im Rettungsdienst, dem Krankentransport und der mobilen Krankenpflege. Das Unternehmen besteht aus ehrenamtlichen Helfern, Zivildienern und einigen hauptberuflichen Mitarbeitern.
Die 1995 in Wien gegründete Organisation ist seit 2018 auch in Niederösterreich tätig und seither durch die Anerkennung als Rettungsdienst auch Zivildiensteinrichtung. Der SMD finanziert sich großteils über Spenden und führt das Österreichische Spendengütesiegel, das für Transparenz und Verantwortungsbewusstsein der betreffenden Organisation im Umgang mit Spendengeldern steht und permanent einer Prüfung unterzogen wird.
Mir wurde auch persönlich von besuchten Personen bestätigt, dass Mitarbeiter dieser Organisation (also des SMD) in Wiener Neudorf unterwegs sind, die sich allerdings nicht als Rotes-Kreuz-Mitarbeiter ausgeben, aber ein ähnliches Gewand tragen, das eben in dieser Branche üblich ist.
Es sind also, soweit ich informiert bin, keine Personen mit betrügerischer Absicht unterwegs, sondern eine Organisation, die im zusätzlichen Mitbewerb mit dem Roten Kreuz steht. Die Gemeinde Wiener Neudorf, um dieses Thema abzuschließen, arbeitet im Gesundheitsbereich intensiv (eigentlich sogar: intensivst) mit dem Roten Kreuz zusammen, aber sollte jemand an den SMD spenden wollen, dann ist dieses Geld mit Sicherheit auch gut angelegt.
Unser Inhalatorium Ecke Raimundweg/Wiesengasse ist nach den Wintermonaten ab sofort bis ca. November wieder ganztägig geöffnet.
Beachten Sie das Rauchverbot im Inneren und, dass weder Kinder noch mitgebrachte Tiere die Sitzflächen betreten und akzeptieren Sie, dass diese Gesundheitseinrichtung eine absolute Ruhezone ist.
Vor ca. 10 Jahren wurde der erste Führer durch Wiener Neudorf veröffentlicht. Unser Archiv-Leiter HF Dr. Peter Csendes hat damals die wichtigsten und markantesten Plätze und Gebäude beschrieben. In den letzten 10 Jahren ist enorm viel in Wiener Neudorf passiert. Grund genug, um dieses Werk zu überarbeiten und sowohl das neue Erscheinungsbild, aber auch neue historische Erkenntnisse einfließen zu lassen.
Diejenigen, die beim Sankt-Georgs-Umzug am letzten Samstag dabei gewesen sind, haben bereits ein Exemplar erhalten. Für alle anderen, die sich dafür interessieren, liegt ein Gratis-Exemplar im Bürgerservice des Gemeindeamtes bereit.
Vor 20 Jahren bat man mich einen Essay über den Philosophen Kant anlässlich seines 200. Todestages zu schreiben. Die intensive Lektüre von Kants Werken war in meiner Jugend einer der Gründe warum ich Philosophie und Germanistik studieren wollte. Glücklicherweise durchkreuzte eine sehr frühe, eigentlich ungewollte Familienplanung meine damalige Lebensplanung. Wer weiß, wie mein Leben sonst verlaufen wäre, was ich versäumt oder nie getan hätte. Mit Literatur und Philosphie kann man sich sein ganzes Leben beschäftigen, wenn man das möchte. Es ist kein Nachteil, aber nicht unbedingt erforderlich, dies einige Semester an einer Universität zu tun. So ist mein Leben bislang zu meiner vollsten Zufriedenheit verlaufen und Kant hätte dies wohl als grundvernünftig bezeichnet, auch wenn er sich mit der reinen und praktischen Vernunft kritisch auseinandergesetzt hat.
Gerade zu dem Anlass des Geburtstages einer der größten Denker der Neuzeit (für viele ist er der größte Denker) ist es auch rein vernünftig, weil kräfte- und zeitsparend, dass ich mir meinen heutigen Blogbeitrag leicht mache und einfach den damaligen Essay des Jahres 2004 verwende, den ich glücklicherweise abgespeichert habe – was viele wohl als grundvernünftig einstufen würden, aber (wer mich kennt, wird heftig nicken) bei meinen EDV-Kenntnissen auch sehr viel mit Zufall zu tun hat.
Wenn Kant mit einem seiner bekanntesten Sätze, nämlich dass nur der wirklich tot ist, der vergessen wird, recht hat, dann hat Emanuel (Immanuel) Kant wohl noch ein sehr langes Leben vor sich.
Emanuel Kant (22. April 1724 – 12. Februar 1804)
Kritisch bemerkt, war es der reine Zufall und keinesfalls ein elterliches Herantasten an die reine Vernunft, der über den Vornamen des kleinen Kant entscheiden sollte. Der Namenspatron seines Geburtstages möge zum lebenslangen Rufnamen ihres Sohnes werden, beschlossen Johann und Anna Kant. Gemäß dem damals gültigen preußischen Kalender fiel die Kugel des Geburtsroulettes am 22. April auf den Namen Emanuel, was aufgrund anderer Möglichkeiten noch als Glücksfall zu umschreiben ist, denn wäre Kant im heutigen Wien unter denselben Beschlüssen seiner Eltern geboren, hieße der arme Knabe dann nicht anders als nach dem mittelalterlichen Brauweilerschen wundertätigen Abt Wolfhelm oder dem Papst der frühen christlichen Tage, Soterus, dem wir im übrigen zu verdanken haben, dass die Ehe im kirchlichen Sinne nur dann gültig ist, wenn sie von einem Priester gutgeheißen und abgesegnet wurde. So kennt die Welt einen der bedeutendsten deutschsprachigen Denker unter dem Namen Immanuel, zu dem sich der kritische Junge selbst umgetauft hatte, und nicht unter Wolfhelm Soterus Kant. Bevor die Pedanterie mit Kant den bedeutendsten ihrer Jünger bekam und die Uhrzeit in Königsberg durch die täglichen Rituale des Philosophen eine nahezu menschliche Bedeutung bekam, lebte Immanuel das ausschweifende Leben eines genusssüchtigen Bonvivants. In jedem Falle hätte für Immanuel Kant ausgereicht, wenn die Erde eine kleine Scheibe gewesen wäre und nur aus Königsberg bestanden hätte, denn in seinen achtzig Diesseitsjahren ist er bis auf wenige Ausnahmen in seiner Jugend seiner Heimatstadt nie untreu geworden und hat keine Nacht auswärts verbracht und die gebräuchliche Bezeichnung von der Kleinheit der Welt selbst gelebt. Kant war ein begnadeter Zocker und verdiente sein Taschengeld beim Kartenspiel. Billard spielte er, als hätte er es erfunden und nichts weiter in seiner Jugend getan, als mit dem Queue nach Elfenbeinkugeln zu zielen und verdiente damit in wenigen Tagen mehr als sein väterlicher Riemermeister in einem ganzen Monat.
Eine Berufung zum Dozent einer Universität ist heutzutage mit einem sorgenfreien Auskommen verbunden und nicht auszudenken, wie viele als Hausierer auf den Marktplätzen einem Nebenberuf nachgehen müssten, wären die Anforderungen und die finanzielle Situation genauso wie in kantischen Zeiten. Da früher ein Dozent nicht vom Staat oder einer Universität bezahlt wurde, sondern auf direktem Wege von seinen seinen Vortrag hörenden Studenten, kam es auf die Güte, den Inhalt und den Beifall der besuchten Referate an. Da Kant in den luxuriösen Kreisen der Königsberger High Society an Eleganz der Kleidung und Wahl der gehobenen Restaurants problemlos mithalten konnte, scheinen seine Lehren bei seinen Schülern ein Interesse entdeckt zu haben und angekommen zu sein.
Die Midlife-Krise wurde zwar erst im Zwanzigsten Jahrhundert von der amerikanischen Autorin Gail Sheehy entdeckt, hat es aber offensichtlich schon vor Jahrhunderten gegeben, wie die Biographie von Immanuel Kant verrät. Nach seinem vierzigsten Geburtstag ließ er seine Gewohnheiten Gewohnheiten sein und begann sich mit der Pedanterie und der Verschrobenheit zu beschäftigen und gab dem gregorianischen Kalender einen kantischen Tagesablauf. Den Rest seines Lebens wurde fünf Stunden nach Mitternacht aufgestanden und zwei Stunden vor Mitternacht schlafen gegangen. Diesen Tagesablauf habe ich mir übrigens auch zu eigen gemacht, aber das alleine, so meine Erfahrung, ist nicht der Garant dafür, Weltbewegendes zu schreiben. Die Studier- und Schreibstunden wurden penibel festgeschrieben und akrib eingehalten. Zu den meisten Mittagmahlen um Punkt fünfzehn Minuten nach Mittag wurden Bekannte geladen, nie weniger als drei, wegen der Anzahl der Grazien, und nicht mehr als neun, aufgrund der Anzahl der Musen. Manchmal bedankte sich die Köchin des Philosophen bei Zeus, dass er es nach drei gemeinsamen Töchtern mit Eurynome und nach neun mit Mnemosyne gut sein ließ, denn der eigentümlich gewordene Kant hätte seine Gästezahl auch zwischen zwanzig und vierzig anbefohlen, wenn ihm dies die griechische Mythologie vorgeschrieben hätte, der er sich verschrieben hatte.
Die Denker stritten sich, ob nun die Vernunft die Welt vernünftig erklären könne, oder das Dasein durch die jeweiligen Erfahrungen der Menschen erfahren wird. Kant erkannte seine Rolle als Schiedsrichter und zeigte beiden philosophischen Richtungen gleichzeitig die gelbe Karte. Die Vernunft gerate irgendwann an ihre natürlichen Grenzen wie die Metaphysik an ihre übernatürlichen und wieder bleibt am Ende das Tor, vor denen der Mensch wie eine Kuh steht, nämlich immer das neue. Immanuel Kants große Leistung ist sein letztlich gescheiterter Versuch, die Philosophie zu ähnlichen unumstößlichen Formeln und Gesetzen zu denken, wie Thales die Mathematik oder Galilei die Naturwissenschaften. Der große Durchbruch für seine Überlegungen war die Erkenntnis, dass der Mensch nicht ein Ding an und für sich erkennt, sondern nur wie es für ihn erscheint. Der Mensch sah millionenjahrelang die Sonne und es erschien ihm, als kreise sie um die Erde. Das erschien millionenjahrelang vernünftig und galt als Wahrheit, bis Kopernikus eine neue Wahrheit entdeckte und seither kreist in unserer Vernunft und gegen einen jahrhundertedauernden Widerstand der Katholischen Kirche die Erde um die Sonne. Aus der persönlichen Erfahrung eines Menschen ist es jedoch unerheblich, ob sich die Erde um die Sonne oder die Sonne um die Erde dreht, wenn nur das gekühlte Bier im Eiskasten oder das Warmwasser in der Dusche nicht zur falschen Zeit zur Neige geht.
Kant hat bewiesen, dass es keinen Beweis für die Existenz Gottes geben kann und keinen Beweis dafür, dass es Gott nicht gibt. Kant gilt überall auf der um die Sonne kreisenden Erde als einer der bedeutendsten Denker und hat die Menschheit wie jeder Philosoph nach seinem Tod genauso ratlos zurückgelassen wie vor seiner Geburt.
Die Wiener Neudorfer Haushalte haben die Möglichkeit sich eine Haushaltsmenge Gratiserde an insgesamt 10 Ausgabe-Standorten abzuholen. Eigentlich war diese Aktion für diesen Samstag geplant. Aufgrund einer Schlechtwetterwarnung (Regen, Kälte) wird dies um eine Woche auf Samstag, den 27. April von 8:00 bis 17:00 Uhr, solange der Vorrat reicht, verschoben.
Die 10 Standorte befinden sich:
Freifläche vor dem Abfallwirtschaftszentrum Hauptstraße
Schoßmühlgasse Wiese
Kindergarten Reisenbauer-Ring
Beethovengasse Parkplatz
Wichtelhaus Mühlgasse
Bründlgasse Parkplatz
MOBIKI Parkplatz Anningerpark
Augasse Parkplatz
Buchenweg bei Müllinsel
Ecke Linkegasse/Grünegasse
Nicht verschoben wird der traditionelle St.Georgs-Umzug. Wir begehen und erkunden am Samstag, den 20. April wieder einen Teil von Wiener Neudorf mit interessanten Beiträgen unseres Archivleiters, HR Dr. Peter Csendes. Wir beginnen um 14.00 Uhr beim Kindergarten Reisenbauer-Rings, gehen entlang unserer Westgrenze zu Mödling und enden nach ca. 2 Stunden im Anningerpark bei Verpflegung und musikalischer Unterhaltung unseres Musikvereins Lyra. Ich freue mich auf Ihre Teilnahme.
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