
Kurzes Feedback zum Brand am letzten Dienstag in einem Unternehmen in Biedermannsdorf. Es gab etliche Nachfragen bei der Feuerwehr, bei der Gemeinde und auch direkt bei mir, weil man nicht wusste, ob von der Rauchwolke eine Gefahr ausgehen würde.
Grundsätzlich: Wir informieren ausschließlich nur dann, wenn eine Gefährdung vorliegt und nicht, wenn keine Gefährdung vorliegt. Bei Ereignissen außerhalb unseres Ortes sind wir verständlicherweise auf die Weiterleitung von Informationen angewiesen. Seien Sie aber versichert, dass wir in ständigem Austausch mit den zuständigen Bezirksbehörden sind. Wenn uns eine Gefährdung mitgeteilt wird, dann informieren wir (auch – aber nicht nur) über den SMS-Service.
Da in diesem konkreten Fall ständig Beschwerden eingegangen sind, dass die Rauchwolke enorm stinken würde, wurde als Hinweis der Tipp veröffentlicht, die Fenster zu schließen. Dieser Hinweis wurde auch von den Medien übernommen. Das war keine Warnung, sondern nur ein Rat.
Im Zweifelsfall machen Sie es wie ich: Wenn es draußen qualmt oder unangenehm riecht, dann schließe ich zur Vorsicht immer die Fenster und warte nicht auf einen Hinweis oder eine Gefährdungsmeldung.
Es gab auch einige verzweifelte Anrufe, was zu tun ist, wenn man nicht zu Hause wäre, aber die Fenster geöffnet sind. In so einem Fall können weder die Einsatzkräfte noch die Gemeinde helfen. Zur Vorsicht würde ich immer die Fenster schließen, wenn das Haus oder die Wohnung verlassen wird. Es gibt sicher auch die Möglichkeit einen Wohnungsschlüssel in der Nachbarschaft für einen Eventualfall zu deponieren.
Die auch geäußerte Vermutung, dass beim Brand am letzten Dienstag sehr wohl eine Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung vorgelegen hat, aber nicht ausreichend informiert wurde, ist dem Wesen nach eine Verschwörungstheorie und demgemäß falsch. Eine Gefährdung lag nur für die knapp 300 Einsatzkräfte der diversen Feuerwehren vor, die bei der Brandbekämpfung im Einsatz waren – darunter ca. 40 aus Wiener Neudorf.
Dass es bei Bränden immer unangenehm riecht – und auch Brandwolken entstehen – ist leider eine Folge derartiger Ereignisse. Bei einem Großbrand wie am vergangenen Dienstag sind die Nebenerscheinungen eben auch größer, was aber nicht bedeutet, dass deswegen eine Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung vorliegen muss.






