Kategorie-Archiv: Wiener Neudorf allgemein

7:6 für Wiener Neudorf

Judo - Sporthalle - 22. Mai 2015

Helle Freude nach dem Sieg bei der Männer-Kampfmannschaft, bei Obmann Robert Hofbauer, bei mir und meinen Gemeinderatskollegen, Sportreferent GfGR Erhard Gredler und Sportgemeinderat Michael Gnauer

Ganz sicher zählen für Zuseher Judo-Wettkämpfe zu den unterhaltsamsten  Sportveranstaltungen überhaupt. Insgesamt 14 Kämpfe über jeweils max. 5 Minuten in 7 unterschiedlichen Gewichtsklassen. Spannung garantiert. Action garantiert. Leerläufe und Langeweile ausgeschlossen. Und die enthusiatische Fan-Gemeinde unseres Judovereines „shiai-do“ sorgt bei jedem Heimmatch sowieso für eine außergewöhnliche Stimmung.

Gestern abend trafen in der 2. Bundesliga unser Judoverein in unserer Sporthalle auf den SV Gallneukirchen. Im Vorfeld war für Obmann Robert Hofbauer und Trainer Michael Mayerhofer jeder Ausgang möglich, mit einer durchaus möglichen Siegchance für uns.

2015052BLGallneukirchen

Von der ersten Minuten an Spannung pur. Ein Punkt für uns. Ein Punkt für den Gegner. Ein Unentschieden. Dann wieder ein Punkt für uns. Ein Punkt für den Gegner. U.s.w. Am Ende konnte sich nach teilweise wirklich heroischen Kämpfen unser Judoverein mit 7:6 (zusätzlich 1 Unentschieden) knapp durchsetzen. Dabei unterlief Gallneukirchen ein entscheidender Fehler. Ein Kampf der Giganten über 100 kg wurde vom Schiedsrichter gar nicht gestartet und mit 1 Punkt für Wiener Neudorf gewertet. Die Ärmel des gegnerischen Kampfanzuges waren zu kurz. Das bedeutet während des Kämpfens einen verbotenen Vorteil, weil der Kontrahent nicht ordentlichen zupacken kann. Durch die strenge Regelauslegung heißt das automatisch: Punkt für den Anderen.

Ich kann Ihnen nur raten, sich einen Judo-Wettkampf einmal live anzusehen. Aber Vorsicht: Sie könnten „angesteckt“ werden und das Verlangen verspüren, wieder zu kommen.

Im übrigen ist unser Judo-Verein einer der aktivsten der Gemeinde, vor allem die Jugendarbeit ist vorbildhaft. Es ist ein Sport, bei dem Konzentration gefragt ist und bei dem nahezu alle Muskeln beansprucht werden. Und außerdem ist es auch ein Vorteil, im Eventualfall die Fertigkeit zu besitzen, sich selbst verteidigen zu können.

Für nähere Informationen: www.shiaido.at

Anrainerproteste gegen den Fun-Court am Reisenbauer-Ring

Funcourt RBR

Ein Bild des Fun-Court Reisenbauer-Ring zu einer Tageszeit, zu der es noch ruhig zugeht

Mir wurde offiziell eine Liste von vorerst über 100 Unterschriften von Anrainern des Reisenbauer-Rings übergeben, welche die Schließung des Fun-Courts verlangen. Mir wurde gesagt, dass es kein Problem wäre, die Liste zu erweitern. Unterschrieben haben auch Eltern von Kindern, die sich dort längst nicht mehr wohlfühlen.

Vor knapp 8 Jahren wurde von Ex-Bgm. Wöhrleitner neben dem BILLA-Parkplatz am Reisenbauer-Ring auf dem Gelände eines früheren Kinderspielplatz ein Fun-Court errichtet. Ich schreibe das nur, weil mir jetzt einige Anrainer vorwerfen, ich hätte das in meiner ersten Bürgermeisterzeit verwirklicht. Die Pläne, das stimmt, gab es schon „zu meiner Zeit“. Ich habe die damaligen Pläne nicht verwirklichen lassen, weil ich genau das befürchtet habe, was jetzt eingetreten ist – und was offenbar schon seit Jahren zu Problemen führt.

Der Fun-Court scheint zu einer Art Treffpunkt von – vor allem – auswärtigen jungen Erwachsenen geworden zu sein, die sich vor allem an Wochenenden und Feiertagen zu den Nachtstunden dort treffen. Die Kennzeichen der Fahrzeuge dieser Tweens zeigen, dass sie von anderen Orten des Bezirkes, auch von Wien und gar aus der Tullner Gegend kommen. Das ist an sich kein Problem, wenn das nicht zu Problemen führen würde oder bereits geführt hat.

Wie mir nunmehr bekannt geworden ist, gibt es seit Jahren Beschwerden zahlreicher Anrainer wegen einer unzumutbaren Lärmentwicklung bis weit nach Mitternacht. Ständig gab es Anzeigen bei der Polizei, was letztlich zu einem Absperren der Anlage ab 22.00 Uhr geführt hat. Daraufhin wurden mehrfach die Zäune aufgeschnitten, um wieder zur Anlage zu kommen. Die damalige Gemeindeführung hat kapituliert und die Absperrung wieder aufgehoben. Laut den Anrainern wurde auch die Polizei der Situation nicht Herr. Die Mitarbeiter des Bauhofes müssen zwei bis drei Mal pro Woche komplett säubern, weil Dreck herumliegt, die Mistkübeln wiederholt herunter getreten werden u.s.w.

Ich war selbst in der letzten Zeit einige Male vor Ort. Dass ich angepöbelt und bedroht wurde, damit kann ich schon leben und da weiß ich mich schon zu wehren. Da ging und geht es mir nicht anders als einigen Anrainern, die versucht haben, das Problem Vor Ort zu diskutieren. Was ich nicht verstehe ist, dass diese Jugendlichen vorgeben, diesen Platz zu mögen und ihn dann selbst zerstören und verdrecken. Und kein bisschen Rücksicht auf die Anrainer nehmen.

Ich werde den Sicherheitsausschuss mit der Erarbeitung eines Vorschlages betrauen. Gleichzeitig werde ich die Polizei und die MOJA (Mobile Jugendarbeit) ersuchen, hier eine umgehende Lösung zu finden. Entweder wir schaffen hier eine rasche Verbesserung oder wir müssen uns andere Möglichkeiten überlegen.

Persönlich habe ich überhaupt kein Problem damit, den Fun-Court wieder abbauen zu lassen und dort einen Kinderspielplatz zu errichten. Ob wir den Fun-Court woanders wieder aufbauen und damit möglicherweise die Probleme woanders hin verlagern oder komplett schließen, das müsste in diesem Fall überlegt werden.

Ich war auch einmal jung. Und ich war auch nahezu täglich mit meinen Freunden unterwegs. Und wir waren auch keine „Waserln“. Wir haben auch unsere Jugend in vollen Zügen genossen. Aber es wäre uns nicht in den Sinn gekommen, etwas ständig zu ruinieren und zu zerstören. Und irgendwie haben wir probiert einen Kompromiss mit Anrainern zu finden. Diesen Konfrontationskurs und diese Zerstörungswut verstehe ich nicht. Und das werde ich auch nicht dulden.

Und dass gleich nach meinem „Besuch“ beim Fun-Court am letzten Wochenende, als mich wiederholt ein Anrainer um 02.00 Uhr früh zu Hilfe gerufen hat, eine – offenbar aus Zorn – Klingelpartie bei einigen Bewohnern des RBR abgehalten wurde, halte ich nicht für besonders cool, sondern eher für eine äußerst schwache Aktion.

Wiener Neudorf vor 140 Jahren

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Die Karte aus 1875 zeigt den damaligen Umfang unseres Ortes: 140 Häuser bei ca. 1.800 Einwohnern, die meisten entlang des „Mödlinger Wildbaches“. Dabei hat Wiener Neudorf soeben eine enorme Entwicklung genommen. In den letzten  Jahren (seit 1851) wurden 15 neue Häuser gebaut und die Einwohnerzahl war gleich um 600 angestiegen. Es ist das Jahr, als die Gemeinde das Haus Parkstraße 33 (heute Ordination Dr. Krenn) angekauft, adaptiert und als neue dreiklassige Volksschule eröffnet hat. Ein gewisser Leopold von Hannauer übernahm das Bürgermeisteramt von Ferdinand Frischauf.

Das Mühlfeld und das Mitterfeld waren noch landwirtschaftlich genutzt und es gab keinen Gedanken, dass diese Gebiet einmal verbaut würde. Seit 1853 besteht bereits die k.k. Weiberstrafanstalt, das erste von Nonnen geführte Gefängnis in Österreich auf dem Gebiet des heutigen Klosterareals. Ebenfalls deutlich erkennbar sind die Umrisse der Schloßmühle und des Bräuhauses (Gebiet Versteigerungshaus – Brauhausstraße). 1769 errichtete hier Johann Conrad eine Bierbrauerei, die 1869 von Robert Herzfelder erworben und zur „Austria-Brauerei“, einer der größten (Export)-Brauereien Niederösterreichs entwickelt wurde. Durch das „f“ bei Neudorf führt ein Güterweg, die heutige Linkegasse. Und nördlich der heutigen Hauptstraße und des Klosterareals sieht man deutlich ein Feld, das 30 Jahre später zum neuen (dem heutigen) Friedhof werden sollte.

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So sicher ist Wiener Neudorf und der Bezirk Mödling

 

Die gute Nachricht zuerst: Im gesamten Bezirk Mödling gab es im Jahr 2014 knapp unter 8.000 Straftaten. Das ist ein Rückgang um mehr als 3 %. Und: Der Polizei gelingt es immer häufiger, die Straftaten aufzuklären und auch „Banden“ dingfest zu machen. Aber natürlich gehört unser Bezirk mit dem gesamten Ballungsraum Wien zu den Bezirken mit den meisten Delikten. Leider gab es wieder viele Verkehrsunfälle, davon 355 mit Personenschäden, davon leider 5 Tote.

Zwei Drittel der Straftaten betreffen Diebstähle, Einbrüche und Sachbeschädigungen. Der Rest verteilt sich auf Betrugsfälle, Körperverletzungen und Suchtgiftdelikte u.ä. Glücklicherweise gab es im Bezirk im letzten Jahr keinen einzigen Mord und keinen einzigen Mordversuch.

Die meisten Diebstähle betreffen Fahrräder (ca. 500) und Taschen-Trickdiebstähle (ca. 500). Die Kfz-Diebstähle sind von 70 auf 40 Stück zurückgegangen.

Die meisten Einbrüche werden in Wohnhäuser und Wohnungen verübt (ca. 500). Ebenfalls stark betroffen sind Einbrüche in geparkte Autos (ca. 360).

Auf Wiener Neudorf heruntergebrochen heißt das:

  • 230 Einbrüche, davon ca. 70 in Wohnhäuser und Wohnungen. Das ist im Vergleich mit anderen Gemeinden überdurchschnittlich.
  • 200 Diebstähle, vor allem betroffen sind Handys und Ladendiebstähle
  • 110 Sachbeschädigungen
  • 40 Körperverletzungen
  • 20 Suchtgiftfälle (vor allem Cannabis)

Wichtige Vorsichtsmaßnahmen, die von der Polizei empfohlen werden:

Die Haus- und Wohnungseinbrüche finden zumeist geballt in der Dämmerungszeit der Monate Oktober bis März statt. Einfache Sicherheitsmaßnahmen wie heruntergelassene Jalousien oder aufgedrehte Lichter können Einbrecher abhalten. Und natürlich (klar, dass gerade ich das vorschlage) ist eine ausreichende Versicherung ein gutes Mittel, um im Eventualfall neben allen Problemen wenigstens den finanziellen Schaden ersetzt zu bekommen.

Bei Kfz-Diebstählen (vor allem am SCS-Gelände) kommt es immer häufiger zu Einbrüchen ohne Einbruchsspuren. Die Signale beim Verschließen der Kfz mittels Funksender werden immer häufiger abgefangen. Deshalb ist es wichtig, wirklich zu kontrollieren, ob das Auto tatsächlich versperrt ist (Stichwort: Kontrollgriff). Am besten ist es, mit dem Schlüssel zuzusperren und nicht mit dem Funk.

In jedem Fall ersucht die Polizei verdächtige Wahrnehmungen zu melden. Jede Polizeidienststelle ist froh über jeden Hinweis. Lieber einmal zu viel (auch wenn es umsonst ist) alarmieren als nicht alarmieren.

„Bürgermeister-Reise“ nach Riga

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Seit Jahren verbringen einige Bürgermeister und Vize-Bürgermeister des Bezirks Mödling ein gemeinsames Wochenende, um sich auszutauschen, um offene Themen zu besprechen und auch um sich näher kennen zu lernen. Angeführt wird dieses jährliche Beisammensein vom Bezirkshauptmann. Ziel der Reise ist die Hauptstadt des jeweiligen Landes, das die EU-Ratspräsidentschaft innehat. Heuer: Riga – Lettland.

Zugegeben: Wir wussten bislang nichts von der Existenz dieser jährlichen Reisen. Umso mehr waren wir davon überrascht, dass Wiener Neudorf dazu angemeldet war. Allerdings verständlich, weil die Zusage zur Reise noch vor der Gemeinderatswahl durch den Alt-Bgm. erfolgen musste.

Heuer war die Reise aus mehreren Gründen sehr spannend. Erstens weil wir ein Land besuchten, das den meisten eher unbekannt war und zweitens, weil es etliche politische Veränderungen gab und es dadurch noch wichtiger war, Kontakte zu knüpfen.

Interessant und wichtig für mich und Frau Vize-Bgm. Dr. Kleissner war auch der Besuch bei unserem Botschafter, Dr. Arad Benkö (am Foto links) in seiner Privatresidenz. Damit haben wir jetzt auch einen direkten Draht in dieses östliche EU-Land, falls einer unserer Betriebe im Ort einen Kontakt benötigt.

Aufgrund dieser Abwesenheit am letzten Wochenende habe ich leider einige Veranstaltungen versäumt, darunter auch die Muttertagsfeier in Bärnkopf und einen Event unserer Pfadfinder. Ich ersuche aus diesem Grund um Verständnis für mein Fernbleiben.

Kahrteich: Wir sind „startklar“

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Kahrteich Ost-Strand

Das Gemeindeteich-Team rund um Christian Luka hat die Anlage rund um den Kahrteich komplett in Schuss gebracht. Wir sind startklar. Der Sommer kann kommen. Wir haben eine perfekte Wasserqualität, die alle Monate von der Behörde kontrolliert wird. Dank der Mithilfe des Tauchvereins wurde ein Fischaufzuchtgebiet, also eine Schutzzone für Fischlaiche (an der Nord/Ost-Ecke) geschaffen. Am Ost-Strand gibt es erstmals einen Trinkwasserbrunnen, der von vielen Eltern seit Jahren gefordert wird. Das habe ich sofort veranlasst.

Mir bleibt nur uns allen einen schönen Sommer zu wünschen und viele erholsame Stunden am Kahrteich.

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Kahrteich